Luna's Abrechnung

Luna's Abrechnung

last updateLast Updated : 2026-10-22
By:  Nursewriter Updated just now
Language: Deutsch
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Meine Tochter stürzte von einer Klippe. Fünf Jahre lang war ich die perfekte Ehefrau gewesen. Ich hatte ihn um unserer Rudel willen geheiratet, ihm alles gegeben, was ich hatte, und trotz seiner Kälte an seiner Seite geblieben. Ich glaubte, dass er mich eines Tages endlich akzeptieren und zu seiner wahren Luna machen würde. Dann zerschmetterte ein Foto alles, woran ich geglaubt hatte. Die Frau auf dem Bild sah mir beinahe genau gleich. Seine erste Liebe. In diesem Moment begriff ich die Wahrheit. In seinem Herzen war ich nie seine Frau gewesen. Ich war nur ihr Ersatz. Als meine Tochter in Gefahr war, traf sich mein Ehemann mit seiner ersten Liebe. Ich flehte um Hilfe und wartete im Regen auf ihn – doch er kam nicht. Alles, was ich zurückbekam, war die Nachricht, dass meine Tochter tot sei. Scheidungspapiere und ging für immer aus seinem Leben. Ich holte mir die Identität zurück, die ich jahrelang begraben hatte: die rücksichtslose Königin einer der gefürchtetsten Schwarzen Onyx Wächtergesellschaften der Welt, eine führende Kraft zwischen der menschlichen und der übernatürlichen Welt. Plötzlich klopften mächtige Alphas an meine Tür, jeder bot mir den Platz an seiner Seite als Luna an. Ich dachte, ich sei endlich bereit, meine Vergangenheit hinter mir zu lassen und mein zweites Leben zu beginnen. Bis das Schicksal einen letzten Schlag austeilte. Der Mann, den ich gerade geschieden hatte, war mein einziger fated Mate und jetzt war sein Wolf erwacht. Der kalte Ehemann, der mich nie gewollt hatte, war plötzlich besessen davon, mich zurückzugewinnen. Doch dieses Mal war ich nicht mehr die Frau, die um seine Liebe bettelte. Er wollte mich zurück? Dann konnte er auf die Knie gehen und betteln. Aber ich würde nicht ohne einen Racheplan gehen.

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Chapter 1

Verborgene Wahrheit

Athena's POV

Ich klopfte zum zweiten Mal leise an die Tür, das kleine Tablett mit dem Kaffee in der Hand ausbalancierend, doch es kam keine Antwort. War er vielleicht mit Geschäftspartnern beschäftigt? Oder ging er Finanzdokumente durch, die mit dem Pack zu tun hatten? Alexander schloss sich gerne ein, blieb die ganze Nacht wach und wälzte Papiere, die mit der Verwaltung der östlichen und nördlichen Territorien zu tun hatten sowie mit den Rogue-Packs, die er vor Jahren erobert hatte und die sein Rudel zu einem der größten und mächtigsten unter den sieben Werwolfsreichen gemacht hatten.

Ich drückte die Tür auf und stellte überrascht fest, dass sie nicht abgeschlossen war. Ich trat ein. Meine Augen musterten die Umgebung, während ich den Kaffee auf seinem überladenen, mit Dokumenten übersäten Schreibtisch abstellte. Er war nicht in seinem Arbeitszimmer. Er musste hinausgegangen sein. Ich trat an den Tisch heran und betrachtete die verstreuten Bücher. Ich beugte mich näher heran, und meine Augen fielen auf einen Umschlag. Darin lag ein Brief.

„Ich vermisse immer noch, was wir hatten. Ich weiß, dass du das auch tust. Meine Nummer steht auf der kleinen Karte, die diesem Brief beiliegt.“

– E. M.

Ich runzelte die Stirn und starrte darauf, während ich mich fragte, wer das sein könnte. Eine verzweifelte Ex, die versuchte, wieder in sein Leben zu treten? Ich griff nach den Papieren, die um den Brief herum verstreut lagen, und sah, woran er gearbeitet hatte. Der Brief musste seinen Gedankenfluss gestört haben.

Meine Augen fielen auf einen Roman, den ich noch als Teenager gelesen hatte. Die Art von Büchern, in denen Mädchen stundenlang versanken und sich ausmalten, wie ihr Mann aussehen würde – ob er wenigstens halb so aussah wie die Männer in den Geschichten. Doch dieses Exemplar sah aus, als wäre es aus einem vollgestopften Regal gezogen worden. Als ich es aufhob und mich fragte, was es in einem Männerarbeitszimmer zu suchen hatte, glitt etwas heraus und flatterte zu Boden.

Ich hob es auf und starrte schockiert auf ein Foto. Warum würde er das Bild einer Frau in einem solchen Buch verstecken? Oder hatte es vielleicht ihr gehört?

Es war ein Bild von den beiden. Die Frau lachte über einen Witz, den er wohl gemacht hatte, den Kopf weit zurückgeworfen. Ihre Augen lachten mit, und das Sonnenlicht fing silberne Strähnen in ihrem dunklen Haar ein. Sie stand neben ihm, die Arme ausgebreitet, als gehöre der Wind ihr, als existiere die Welt nur zu ihrem Vergnügen. Und neben ihr strahlte mein kalter Ehemann – seine Augen leuchteten vor Begeisterung, auf eine Weise, wie ich sie in unserer gesamten Ehe noch nie gesehen hatte.

Ich beugte mich näher heran und wischte mit den Fingern den Staub von ihrem Gesicht. Die Frau auf dem Foto sah mir beinahe genau gleich.

Ihr Gesicht war etwas runder, ihre Wangenknochen weniger markant. Über ihrer linken Augenbraue trug sie ein kleines dunkelrotes Muttermal. Auf der Rückseite des Fotos standen in einer Handschrift, die ich sofort als die meines Mannes erkannte, drei Worte:

MEINE ERSTE LIEBE

Ich sank in seinen Stuhl, und mein Herz sackte vor Unglauben ab. Ich hatte mir eingeredet, dass Geduld ihn gewinnen würde. Dass er mich eines Tages ansehen und wirklich sehen würde – nicht als politische Vereinbarung oder Pflicht, sondern als Frau, die er gewählt hatte. Jetzt verstand ich.

Er hatte mich nie in diesem Licht gesehen. Alles, was er gesehen hatte, war Emily Morgan, die Tochter einer mächtigen Hexe.

In diesem Moment öffnete sich die Tür hinter mir. Ich drehte mich nicht einmal um. Ich starrte weiter auf das Foto, als hätte ich ihn nicht hereinkommen hören.

„Du bist in meinem Arbeitszimmer.“ Alexanders Stimme war leise und kontrolliert.

Ich spürte, dass er nicht erfreut war, mich hier zu finden. Ich hatte gelernt, die feinen Nuancen in seinem Tonfall zu lesen. Er war verärgert, dass ich seine Grenzen überschritten hatte. Wenn ich mich schnell und still zurückzöge, würde er vielleicht darüber hinwegsehen, dass ich gerade etwas so Vernichtendes entdeckt hatte.

Ich erhob mich langsam, das Foto fest in der Hand. Meine Finger waren taub, die Knöchel weiß.

„Wer ist sie?“, fragte ich, die Augen brennend, und kämpfte gegen die Tränen an, die sich Bahn brechen wollten.

Zuerst antwortete er nicht. Als er es schließlich tat, war seine Stimme kalt. „Gib mir das Foto, Athena.“

„Wer ist sie?!“, forderte ich laut und drehte mich zu ihm um.

Er überquerte den Raum in drei Schritten. Seine dunklen Augen, sonst so sorgfältig leer und perfekt kontrolliert, flackerten für einen Moment mit etwas, das ich noch nie in ihnen gesehen hatte.

Angst.

„Emily Vance“, sagte er leise. „Jemand, den ich früher kannte.“

„Vor mir.“

„Vor allem.“

Die Worte trafen mich wie körperliche Schläge. Alexander hatte jemanden getroffen, bevor wir unseren Ehevertrag unterschrieben hatten – bevor ich alles aufgegeben hatte, um bei ihm zu bleiben, unsere Rudel zu vereinen und beide zu sichern.

„Warum sieht sie aus wie ich, Alexander? Oder vielmehr – warum sehe ich aus wie sie?“

Er antwortete nicht. Sein Schweigen war lauter als jedes Geständnis.

Ich sah wieder auf das Foto, auf die lachende Frau mit meinem Gesicht. Fünf Jahre meines Lebens, reduziert auf eine blasse Imitation des Glücks einer anderen. Ich war nicht seine Frau. Ich war nur ihr Schatten.

„War ich jemals irgendetwas für dich?“, flüsterte ich. „Oder war ich nur praktisch? Ein geeigneter Ersatz, als du sie nicht haben konntest?“

Sein Kiefer spannte sich an, während er mich ansah, als sei dieses Gespräch irrelevant. „Du bist meine Frau. Du bist die Mutter meiner Tochter. Das sollte genug sein.“

Ich legte das Foto auf seinen Schreibtisch. „Und das sollte die Karte in deiner Hand sein. Die mit ihrer Nummer. Ich bin sicher, du wärst nur allzu froh gewesen, sie anzurufen.“

Er sagte kein Wort und drehte die Karte zwischen seinen Fingern. „Du weißt, warum wir geheiratet haben, Athena.“

„Das habe ich nie vergessen“, erwiderte ich und verließ sein Arbeitszimmer, ohne ein weiteres Wort. An der Tür hielt ich inne, holte tief Luft und trat hinaus.

Tränen brannten in meinen Augen, und ich konnte nicht zulassen, dass irgendeine der Mägde mich weinen sah. Ich dachte an das Bild, und eine neue Welle der Wut überkam mich, als ich mich an seine Worte erinnerte: „…denk daran, warum wir geheiratet haben.“

Im Flur drückte ich die Hand auf meine Brust, wo etwas Altes und Gefährliches unter meiner Haut erwachte. Etwas, das ich vor fünf Jahren begraben hatte – an dem Tag, an dem ich den Ehevertrag unterschrieben und geschworen hatte, die perfekte Luna zu sein. Ich hielt es zurück und beherrschte meine geheimen Kräfte.

In diesem Moment rannte meine Tochter Lena auf mich zu, ihre rötlichen Locken hüpften. Ihr Gesicht strahlte vor Freude, während ihre Nanny hinterherjagte, gerade als sie mir in die Arme fiel.

„Mama, wir sind bereit. Nanny Tang hat sichergestellt, dass ich richtig angezogen bin. Sie hat versprochen, dass dieser Ausflug Spaß machen wird.“

„Das sollte er“, sagte ich trocken und zog sie in eine Umarmung. Sie wand sich lachend in meinen Armen.

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