INICIAR SESIÓNKapitel 53: Entspannter AdrianElaras POVDie Erinnerung an den Kuss der letzten Nacht ließ immer noch Hitze in meinen Wangen aufsteigen. Er war tiefer und ehrlicher gewesen als jeder, den wir zuvor geteilt hatten, und das Gefühl davon blieb lange, nachdem ich nach Hause zurückgekehrt war.Adrian hatte mir alles erzählt. Lord Magnus und Valentina hatten die ganze Welt nach uns abgesucht. Ein Teil von mir hatte töricht gehofft, sie hätten endlich beschlossen, uns gehen zu lassen, nachdem sie uns in jener Nacht in den Regen gestoßen hatten. Ich hätte es besser wissen sollen. Freiheit war nie etwas gewesen, das sie freiwillig gaben.Die drei Männer, die Tage zuvor im Café gesessen hatten, gehörten zu Lord Magnus. Das erklärte Adrians plötzlichen „Notfall“ und die Art, wie er gegangen war, ohne sein Essen zu beenden. Er war auch derjenige hinter den gehackten Kameras des Cafés gewesen.„Warum die Kameras hacken, wenn du die Männer bereits erledigt hast?“ fragte ich später, immer noch ve
Elaras POVAdrian lehnte an der Motorhaube seines Autos, die Hände in den Taschen. Sein Haar sah ein wenig zerzaust aus, und irgendwie machte ihn das nur auffälliger. In dem Moment, als ich ihn sah, beschleunigte sich mein Herz und schickte einen Schwall Wärme durch mich.Ich überquerte die Straße. Seine Augen blieben den ganzen Weg auf mir.„Hey“, sagte ich lächelnd.Sein Antwortlächeln war dünner als gewöhnlich, fast erzwungen. Ein kleiner Schnitt markierte seine Unterlippe. Irgendetwas stimmte klar nicht.„Hi.“Die Anspannung in seiner Stimme ließ mich einen Schritt entfernt anhalten.„Stimmt etwas nicht?“ fragte ich sofort.Er lächelte nur erneut und griff ins Auto nach einem Blumenstrauß. Ich nahm ihn an, berührt von der altmodischen Geste.„Danke.“„Du siehst wunderschön aus.“ Er strich ein paar lose Haarsträhnen hinter mein Ohr. Hitze stieg in meine Wangen. Ich schlug seine Hand leicht weg, und ein echtes Lachen entwich ihm endlich.Er öffnete die Beifahrertür für mich wie jema
Elaras POVAdrian kam heute nicht ins Café. Der Unterschied war sofort spürbar. Der Ort fühlte sich stiller an, irgendwie flacher, obwohl die übliche Morgenmenge die Tische immer noch füllte. Ich warf immer wieder Blicke in die Ecke, wo er immer mit seinem Teller Pfannkuchen und dem halb gelesenen Magazin saß. Ohne ihn dort fühlte sich der Raum einfach unvollständig an.Meine Lächeln blieben höflich, aber leer. Lila bemerkte es natürlich, doch diesmal behielt sie ihr Necken für sich. Irgendwann unterwegs hatte ich mich an seine Präsenz gewöhnt. Jetzt, da sie fehlte, setzte sich eine dumpfe Leere in meiner Brust fest. Der Gedanke ließ mich innehalten. Konnte Lila die ganze Zeit recht gehabt haben? Entwickelte ich tatsächlich Gefühle für ihn?Ich hatte so lange versucht, mir einzureden, dass ich ihn verachtete. Die Gewissheit fühlte sich nicht mehr solid an. Ich seufzte zum hundertsten Mal an diesem Morgen.Die Glocke über der Tür klingelte. Mein Kopf schnellte hoch, bevor ich mich au
Lord Magnus’ POV„Wie lange soll das noch dauern?“ fragte Valentina.Wir frühstückten draußen, aber ihre Unruhe wurde mit jedem Tag schärfer. Sie war eine Zündschnur, die auf einen Funken wartete.Ihre Augen schnitten zu mir hin. „Du hattest eine Woche. Diese Zeit ist fast um.“Ich senkte die Zeitung, blies einen langsamen Strom Zigarettenrauch aus und antwortete ruhig: „Iss deine Waffeln, Schatz.“Sie war im Begriff, die Stimme zu erheben, als zwei meiner Männer an den Tisch traten und sich verbeugten.„Monsieur. Miss Valentina.“„Unsere Leute, die nach Dinan geschickt wurden, sind still geworden“, berichtete der Erste. „Keine Nachrichten, kein Kontakt. Das waren einige unserer zuverlässigsten Männer. Wir glauben, sie sind tot.“„Wir haben auch den Bloodmoon-Alpha untersucht“, fügte der Zweite hinzu. „Lucian – Adrian – wurde gesehen, wie er durch die Straßen von Dinan ging.“Das hielt endlich meine volle Aufmerksamkeit.„Adrian?“ Valentinas Gesicht erhellte sich mit plötzlicher Hoffn
Adrians POVSie lachte.Selbst von der anderen Straßenseite konnte ich sehen, wie ihr Gesicht sich erhellte, während sie mit diesem Mann sprach. Sie saß an seinem Tisch – etwas, das sie bei Kunden nie tat. Die Regel existierte aus einem Grund, und doch hatte sie sie für ihn ohne zweiten Gedanken gebrochen.Zorn brannte so scharf durch mich, dass sich meine Fäuste ballten, bis die frischen Schnitte an meinen Knöcheln wieder aufplatzten. Unter dem Zorn saß etwas Kälteres und Schwereres. Es fühlte sich an wie ein Gewicht, das gegen meine Rippen drückte und es schwer machte, einen vollen Atemzug zu nehmen.Ich stand auf dem gegenüberliegenden Bürgersteig und beobachtete sie durch das Glas. Jeder Instinkt schrie mich an, hineinzugehen und den Mann an der Kehle herauszuzerren. Ich zwang mich, stillzustehen. Eine Szene zu machen, würde sie nur erschrecken.Blut markierte immer noch meine Stirn und Arme vom früheren Kampf mit Magnus’ Männern. Diese Verletzungen waren nichts im Vergleich zu de
Elaras POV„Ich muss gehen. Ich komme später zurück. Bleib hier – geh nirgendwo hin.“Adrian stand so schnell auf, dass der Stuhl über den Boden schabte. Bevor ich fragen konnte, was los war, war er bereits draußen. Ich starrte ihm verwirrt nach. Er hatte seinen Teller unberührt gelassen. Was für eine Verschwendung.Ich nahm das Tablett und trug es zurück in die Küche, in dem Glauben, er sei zu etwas Wichtigem gerufen worden. Es sah auf jeden Fall dringend aus.„Warum bringst du das Essen zurück?“ fragte Lila, als sie mich sah.„Er ist gegangen. Wahrscheinlich ist etwas Wichtiges dazwischengekommen.“ Ich zuckte mit den Schultern. Sie nickte, als erkläre das alles.„Menschen kommen und gehen“, sagte sie mit einem kleinen Grinsen.Die Glocke über der Tür klingelte. Ich blickte hinüber und erkannte den Mann von neulich – den, der immer dunkle Brillen trug. Heute war er in scharfer, teurer Kleidung, die aussah, als gehöre sie auf ein Magazin-Cover. War er ein Model?Er musterte das Café m







