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Chapter four

Author: Scarletwrites
last update Petsa ng paglalathala: 2026-10-13 14:35:12

Kapitel vier

Ich wachte mit einem stechenden Schmerz im unteren Rücken auf, das Herz hämmerte in meiner Brust. Für einen Moment fühlte ich mich… sicher. Das Bett fühlte sich weich an, real, warm, und die Decken rochen schwach nach Holz, Erde und süßen Wurzeln. Meine Augen fielen wieder zu und genossen den Moment.

Dann kam der gestrige Tag mit Macht zurück. Der Wald, die Abtrünnigen, die mich jagten, das Blut, der riesige schwarze Wolf, der sie zerfetzte, als wären sie nichts weiter als Spreu im Wind.

Kaiser. Ich keuchte schnell auf und setzte mich auf, als die Wärme plötzlich von mir wich. Ich war nicht sicher, nicht mit diesem Monster hier.

Wo war ich überhaupt?

„Sie muss einen langen Weg gerannt sein, deshalb ist sie plötzlich ohnmächtig geworden.“

Plötzlich hörte ich Stimmen und Schritte.

Panik erfüllte meine Brust. Mein ganzer Körper reagierte, bevor ich denken konnte, und ich kletterte aus dem Bett zum Fenster. Meine Hände schabten am Rahmen, und ich stürzte hinaus, die Knie schlugen auf Stein. Die kalte Luft ließ mich keuchen, prallte auf mich ein und brachte mich fast dazu, das Gleichgewicht auf den Gartensteinen zu verlieren. Ich zwang mich, tief zu kauern und stillzuhalten.

Die Stimmen kamen näher, als ich hörte, wie die Tür aufgerissen wurde.

„Alpha… bist du sicher, dass das der Raum ist, in dem du sie gelassen hast?“

Eine tiefe, ruhige Stimme sagte das. Es war nicht Kaisers Stimme. Sie war glatt.

Ich presste meinen Rücken an die Wand, das Herz hämmerte in meiner Brust, und versuchte, mich so klein wie möglich zu machen.

„Glaubst du, ich habe ein Problem damit, mich zu erinnern, wo ich Dinge hinlege?“

Dann sagte Kaiser leise und sarkastisch.

Die andere Stimme kicherte leise, als wüsste sie besser, als zu widersprechen. „In Ordnung, ich nehme ein paar Leute und suche woanders. Sie kann nicht weit gekommen sein.“

Ich hörte, wie die Schritte sich entfernten, und atmete zitternd aus, ließ den kleinsten Fetzen Erleichterung über mich hinwegspülen. Mein Geist sprang sofort zu Fluchtplänen, Routen und Verstecken. Die Gärten boten Deckung, aber ich brauchte einen Ort zum Nachdenken, zum Atmen, zum Überleben.

Ich kauerte tief, schlich entlang der Schatten der Gartenmauer, vorsichtig, keinen Laut zu machen. Mein Puls donnerte in meinen Ohren. Wenn sie mich wieder fanden… ich wollte mir nicht einmal vorstellen, was dann passieren würde.

Ich schüttelte den Kopf und dann… rannte ich kopfüber in feste Muskeln. Ich kreischte auf und taumelte zurück. Mein Herz setzte fast aus. Schock ließ mich für eine Sekunde erstarren. Wie… wie zum Teufel war er so schnell hierher gekommen?

Kaisers Blick nagelte mich misstrauisch fest, stoisch und unnachgiebig. Alles an ihm schrie Autorität, Gefahr und Kontrolle. Er knurrte leise, eine Warnung, die durch die Luft vibrierte, und ich merkte, dass ich nirgendwohin fliehen konnte.

„Du“, rief er, seine Stimme flach, befehlend.

Ich konnte nicht sprechen, konnte nicht richtig atmen. Meine Brust hob und senkte sich heftig, während seine Augen über mich glitten, scharf und stechend, als würde er jeden Herzschlag messen.

Bevor ich weiter reagieren konnte, schloss sich seine Hand um meine Taille. Ich hatte kaum Zeit zu schreien, bevor er mich über seine Schulter hob, als würde ich nichts wiegen.

„Lass mich runter!“ ich wand mich und schlug mit den Fäusten stur gegen seinen Rücken.

„Ruhe“, sagte er, seine Stimme tief. „Hör auf zu zappeln, oder es wird schlimmer.“

Ich erstarrte, die Worte sanken wie kaltes Wasser in mich ein.

Wir bewegten uns durch den riesigen Innenhof, und ich blinzelte zu den Trainingsplätzen. Die Belagerungswolf-Akademie… die Legenden, die Geschichten aus Moonnight, die geflüsterten Albträume von brutalen Übungen und unerbittlicher Disziplin… all das erstreckte sich um mich herum in lebendigem, atmendem Horror. Die Krieger bewegten sich mit tödlicher Präzision. Stahl prallte auf Stahl. Wölfe sprangen und rollten mit unvorstellbarer Kraft, und über allem erstickte und faszinierte mich die Szenerie aus Blut, Schweiß und Autorität.

Ich konnte nicht entscheiden, ob ich davor erschrocken oder beeindruckt sein sollte.

„Könntest du… mich bitte runterlassen“, zischte ich erneut.

Sein Griff lockerte sich nicht, nicht einmal im Geringsten. Bastard! Er antwortete nicht einmal. Der Boden unter uns dröhnte mit jedem Schritt und ließ mich erschaudern.

Als wir den Hauptflur betraten, trieben die Geräusche flüsternder Wölfe an mir vorbei. Ich konnte Worte hören wie „schlechtes Timing“, „Hitze-Saison“, „Alpha hat eine Abtrünnige mitgebracht“, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließen.

Nichts davon störte mich so sehr wie „Hitze-Saison“.

Mein Körper wurde kalt vor Entsetzen. Mein Körper war auf die Zyklen und Schübe eingestellt, die mich schwach und verwundbar machten und mich vorher völlig abhängig von Corin gemacht hatten. Er war meine Kontrolle gewesen, mein Anker.

Corin war nicht mehr meiner, und jetzt war ich in einer Festung voller Alphas, und die gefährlichsten Instinkte meines Körpers standen kurz davor, jeden Moment auszubrechen.

Ich schluckte schwer und versuchte, rationelle Gedanken in meinen panischen Geist zu zwingen. Überleben, Flucht, Sicherheit. Das war alles, was mir gerade wichtig war. Ich war nicht von zu Hause weggelaufen, um wieder festzustecken.

Kaiser warf mich aufs Bett… nicht sanft, und ich krabbelte rückwärts, starrte mit weit aufgerissenen, verängstigten Augen zu ihm hoch. Er turmte über mir auf, stoisch, undurchschaubar, aber das Misstrauen in seinem Blick ließ mich an Ort und Stelle zusammensinken.

„Wer bist du?“ fragte er, seine Stimme flach und kontrolliert. „Warum warst du in meinem Wald?“

Ich zögerte. Die Wahrheit würde mich umbringen, wenn ich sie erzählte. Ich schluckte schwer, die Kehle trocken. Alles, was ich zustande brachte, war ein Flüstern.

„Ich… war auf der Flucht.“

Er machte einen Schritt vor und beugte sich langsam zu mir hinunter.

„Und wovor genau?“ Seine Stimme war ruhig, aber der Unterton, den sie trug, war gefährlich und ließ meine Haut kribbeln.

Ich schüttelte den Kopf und erzwang die Lüge. Ich kann ihm nicht von Corin erzählen, von dem Baby, von dem Verrat. Ich kann ihm nichts erzählen.

„Ich musste einfach weg… mein Leben war in Gefahr“, murmelte ich.

Sein Blick fiel auf meinen Hals. Das Medaillon, das ich immer trug, glänzte schwach und fing einen Lichtstrahl ein.

Seine Brust spannte sich an, seine Haltung veränderte sich. „Woher hast du das?“ fragte er und streckte die Hand aus, um es zu berühren.

Ich riss es zurück und schlug seine Hand weg. „Es gehört mir, meine Mutter hat es mir gegeben.“

Er erstarrte einen Moment. Dann lag seine Hand an meinem Handgelenk, hart. Der Schmerz flammte auf, wo er mich griff, aber auch die Hitze. Gefährliche, drängende Hitze, und ich war nicht die Einzige, die sie spürte.

„Wenn du lügst“, trat er zurück und fing sich. „werde ich dich selbst zu den Abtrünnigen zurückwerfen.“

Ich winselte und krümmte mich instinktiv zusammen.

Seine Augen weiteten sich leicht. Die Luft zwischen uns war geladen.

„Ich… ich lüge nicht“, stammelte ich und klammerte mich an das Medaillon, als wäre es das Einzige, was mir noch geblieben war.

Er ließ mich los, trat zurück, aber seine Augen hielten die meinen mit einer Intensität fest, die es unmöglich machte, an irgendjemand anderen zu denken.

Ich krümmte mich weiter ins Bett, winselte leise. Meine Wölfin regte sich.

Ist er… unser Gefährte?

„Nein!“ zischte ich sie an und schalt den Instinkt.

„Denk ans Überleben. An die Hitze, was machen wir? Daran… nicht… das hier!“

Kaiser war bereits an der Tür. „Ich bringe Essen, Kleidung“, sagte er über die Schulter, seine Stimme immer noch ruhig, aber jeder Zentimeter von ihm strahlte weiterhin Kontrolle aus.

Ich schloss die Augen. Das fühlte sich nicht sicher an. Ich musste hier raus, bevor dieses Rudel voller Alphas herausfand, dass diese Omega ein Junges trug.

Ich konnte hier nicht bleiben, ich konnte niemandem hier vertrauen, und was auch immer Kaisers Interesse an meinem Medaillon war… es machte mich den Bedrohungen noch stärker ausgesetzt.

Ich keuchte, als die Hitze unter meinem Bauch und entlang meiner Wirbelsäule hochschoss. Scheiße! Das passierte mir nicht hier!

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