LOGINKERNPRÄMISSE Als Kaia, eine zerbrechlich wirkende, aber gefährlich verführerische Omega, aus ihrem ehemaligen Rudel flieht, nachdem sie von ihrem Gefährten verraten und verstoßen wurde, stolpert sie in das verbotene Territorium des Belagerungswolf-Rudels… einem brutalen Rudel, beherrscht vom gefürchteten und emotional unberührbaren Alpha Kaiser. Kaiser rettet Kaia vor abtrünnigen Wölfen, doch in dem Moment, in dem er sie in seine Festung bringt, geschieht etwas Unmögliches: Kaias Anwesenheit löst in ihm eine Reaktion aus, die keine Frau je hervorgerufen hat… nicht einmal seine Verlobte. Verflucht, nichts zu fühlen… keine Erregung, kein Verlangen, keinen Instinkt… hat Kaiser sein ganzes Leben lang geglaubt, er sei gebrochen, bis Kaia kam. Doch Kaia trägt ihr eigenes gefährliches Geheimnis. Sie ist schwanger mit dem Kind eines anderen Mannes, eine Omega mit tödlichen Hitzezyklen, die sie umbringen können, wenn sie unbehandelt bleiben, und in einem Rudel voller Alphas ist sie eine wandelnde Katastrophe. Als Kaias Hitze in Kaisers Festung einsetzt, übernimmt der Instinkt die Kontrolle. Eine verbotene Berührung spitzt sich zu einem unkontrollierbaren Paarungsrausch zu, der damit endet, dass Kaiser sie markiert… und eine Bindung besiegelt, die keiner von beiden versteht und doch nicht brechen kann. Kaiser steht vor einem politischen Problem. Er ist an eine geheimnisvolle Omega gebunden, über die er nichts weiß, während seine mächtige Verlobte erwartet, ihren rechtmäßigen Platz an seiner Seite einzunehmen. Und Kaia… eine gebrochene Omega, die das Kind eines anderen Wolfes trägt und davor Angst hat, erneut beansprucht zu werden, muss sich in einem Rudel zurechtfinden, in dem sie sowohl eine Bedrohung als auch eine Trophäe ist. Doch das Brechen des Fluchs, das Medai um Kaias Hals birgt die Wahrheit darüber, wer sie wirklich ist, und Geheimnisse, die ihr Leben bedrohen.
View MoreKapitel eins
Kaias POV
Ich hatte mir immer vorgestellt, Verrat würde mit einem lauten Krachen kommen… vielleicht wie zerbrechendes Glas oder so etwas wie ein Schrei, irgendwelche dramatischen Lichter von der Mondgöttin. Etwas, das zu dem Tag passt, an dem dein Leben vor dir explodiert.
Stattdessen kam der Verrat mit einer schmerzhaften Stille, die meine Brust so sehr verbrannte, dass ich das Gefühl hatte, nicht atmen zu können.
Die Art, die sich wie kalter Tau auf deine Haut legt, still und vorsichtig. Die dir sagt, vorsichtig zu treten, weil ein falscher Schritt deine ganze Welt zerschmettern würde.
Ich hätte zurück in das Omega-Viertel gehen sollen. Nicht wegen der Ausgangssperre des Rudels, nicht weil ich im Morgengrauen Wäschedienst haben sollte, sondern weil meine Wölfin… so schwach sie war… immer wieder flüsterte, ich solle umkehren, aber ich war weitaus hartnäckiger.
Ich hätte hören sollen, aber ich war zu sehr damit beschäftigt, an der Hoffnung festzuhalten, als wäre sie mein letzter Rettungsanker.
Denn heute Nacht wollte ich Corin sagen, dass er Vater werden würde.
Mein Gefährte, meine erste Liebe. Der einzige Mensch im Moonnight-Rudel, der mich jemals angeschaut hatte, als wäre ich keine Belastung oder irgendein Omega-Mitleidsfall. Der Mann, der früher schwor, er würde die Welt verbrennen, bevor er zuließe, dass irgendjemand oder irgendetwas mir wehtat.
Er war der Alpha unseres Rudels und doch hatte er mich gewählt. Er liebte mich, obwohl er mir gesagt und mich gezwungen hatte, unsere Beziehung geheim zu halten, weil er nicht wollte, dass ich zur Zielscheibe werde. Wir waren heimlich seit drei Jahren zusammen.
Ich umklammerte das kleine gewebte Armband, das ich für ihn gemacht hatte, das mit unseren Rudelfarben zu einer Schleife verdreht. Es fühlte sich plötzlich kindisch an, aber ich hatte es trotzdem mitgenommen, weil ich ihm etwas Kleines geben wollte, bevor ich ihm etwas Großes gab, das unsere Bindung für immer besiegeln würde.
Ein Baby… unser Baby
Mein Herz pochte mit dummer Vorfreude, als ich den Flur erreichte, der zum Kriegerflügel führte. Das Moonnight-Rudel behandelte Omegas nicht schlecht… nicht an der Oberfläche, aber wir hatten unsere Bahnen… stille, unsichtbare Bahnen. Ich hätte hier nicht sein sollen, nicht zu dieser Stunde.
Aber mir waren die Regeln heute Nacht egal.
Ich hatte nicht erwartet, dass das Morgen hinter der Tür des Alphas auf mich wartet.
Ich hörte den Laut, als meine Hand den Türgriff erreichte.
Ein keuchendes Stöhnen, die Stimme einer Frau und dann… seine.
Corins tiefes und verheerend vertrautes Stöhnen.
Meine Lungen schnürten sich zusammen, mein Herzschlag hämmerte gegen meine Rippen, als wolle er ausbrechen und weit wegrennen.
Nein. Nein, das musste ein Irrtum sein. Jemand anderes, es musste jemand anderes sein.
Ich presste mein Ohr näher an die Tür.
„Fuck… Corin… Götter… du fühlst dich so gut an…“
Meine Sicht verschwamm für einen Moment. Das Armband glitt aus meiner Hand und landete mit einem leisen dumpfen Laut auf dem Boden.
Es fühlte sich an, als hätte jemand in meine Brust gegriffen und meine Rippen entzweigebrochen.
Ich drückte die Tür auf, weil Hören nicht genug war, um es zu glauben… ich musste es sehen. Ich brauchte das volle Bild, um jede Illusion zu ertränken, an der ich vielleicht noch festhielt.
Ich drückte die Tür langsam auf und da war er. Mein Gefährte, mein Corin war hemdlos, atemlos, mit den Händen an den Hüften einer anderen Frau. Ihre Lippen an seinem Hals. Ihre Körper bewegten sich in einem Rhythmus, den ich allzu gut kannte.
Er erstarrte, als er mich sah, aber sie nicht. Sie küsste ihn weiter, bis sie merkte, dass sein ganzer Körper steinern kalt geworden war.
Corin löste sich von ihr, als wäre er aus einem Albtraum erwacht… die Frau drehte sich schließlich um und grinste, als hätte sie auf diesen Moment gewartet.
„Hoppla“, drawlte sie, ohne sich auch nur die Mühe zu machen, sich zu bedecken. „Sieht aus, als hätte die kleine Omega es endlich herausgefunden.“
Kleine Omega.
Das Etikett stach mir wie eine Klinge in die Brust.
Corin stürzte auf mich zu.
„Kaia… warte… Kaia, bitte… lass mich erklären…“
Erklären? Erklären was?
Dass der Gefährte, der mir einmal ein Leben lang versprochen hatte, dieses Leben mit jemand anderem geteilt hatte?
Dass er mich ein ganzes Jahr lang belogen hatte?
Dass er jedes Mal, wenn er sagte, er liebe mich, wahrscheinlich hinter meinem Rücken sie küsste?
Meine Kehle schnürte sich zu, meine Wölfin winselte, der Laut klein und verwundet.
„Wie lange?“ flüsterte ich.
Corin zuckte zusammen. Seine Augen… diese warmen braunen Augen, die früher nichts als Hingabe gehalten hatten… schauten weg.
Das war die ganze Antwort, die ich brauchte, aber er antwortete trotzdem.
„Ein Jahr“, sagte er leise. „Kaia, ich wusste nicht, wie ich es dir sagen sollte…“
Ein Jahr. Zwölf verdammte Monate!
Dreihundertfünfundsechzig Tage
Dreihundertfünfundsechzig verdammte Lügen
Ich schmeckte meine eigene Wut auf der Zunge. Das war es, was Herzschmerz sich anfühlte.
Die Frau… Lira, eine der Kriegerkandidatinnen… schlenderte auf uns zu, Selbstgefälligkeit tropfte von ihr wie Parfüm.
„Er hat es dir nicht gesagt, weil er deine Gefühle schonen wollte“, schnurrte sie. „Du weißt, Omegas sind zu zerbrechlich für die Wahrheit.“
Ich zerbrechlich? Schwach?
Die Worte, gegen die ich mein ganzes Leben gekämpft hatte. Worte, die an mir klebten wie Dreck.
Corin griff nach meinen Händen. „Kaia, bitte hör zu. Ich wollte heute Nacht mit dir reden…“
Heute Nacht. Lustig, denn ich hatte geplant, auch mit ihm zu reden.
Ich legte eine zitternde Hand über meinen Bauch, die Handfläche schützte instinktiv das winzige Leben in mir.
Aber ich sagte kein Wort über das Baby.
Er verdiente es nicht zu wissen. Nicht jetzt, nicht jemals, ganz sicher nicht nach diesem.
„Du hast mir gesagt, ich sei die Einzige, die du liebst“, sagte ich, meine Stimme zitterte fast. „Du hast mir gesagt, ich sei deine Zukunft.“
„Das bist du! Ich meine… du warst… ich wollte dich nicht verletzen, Kaia, ich schwöre…“
„Warum bist du dann mit ihr?“
Er kniff sich in den Nasenrücken. „Es ist kompliziert.“
Kompliziert.
Diese dumme, tonlose Corporate-Style-Unsinn-Phrase, die Leute benutzen, wenn sie nicht den Arsch in der Hose haben, ihre verdammten Entscheidungen zu vertreten.
Ich atmete scharf ein. „Sag es klar und deutlich, du Arschloch. Sag, was du wirklich meinst.“
Sein Kiefer spannte sich an. Er versuchte, meinen Blick zu halten, scheiterte aber.
„Deine Wölfin ist schwach“, murmelte er. „Meine Blutlinie will einen stärkeren Gefährten. Lira ist geeigneter…“
Da… war es. Der Knockout-Schlag in meinen Magen.
Nicht nur der verdammte Verrat. Eine politische Entscheidung.
Ich nickte mit einem kurzen, bitteren, ungläubigen Lachen. „Also bin ich nicht gut genug für dich. Nicht gut genug, um deine Luna zu sein.“
„Es ist nicht so…“
„Es ist genau so.“
Lira zog eine Braue hoch. „Gib Corin nicht die Schuld. Er hat einfach aufgerüstet.“
Etwas in mir riss… ich wollte sie ohrfeigen, aber die Kraft in meiner Hand war wie ein dünnes Feuerseil endgültig gerissen.
Sie hatte recht, ich konnte Corin nicht die Schuld geben. Wen wollte ich eigentlich verarschen, all den Scheiß zu glauben, den er mir eingeflößt hatte.
Ich lächelte und machte einen Schritt zurück. Dann noch einen Schritt und noch einen.
Corin griff nach mir, aber ich schüttelte den Kopf, und die Geste ließ ihn erstarren.
„Ich wünsche dir alles Gute, Alpha“, flüsterte ich.
Er öffnete den Mund erneut, wahrscheinlich um eine weitere lauwarme Entschuldigung abzuliefern, aber ich wartete nicht darauf.
Ich drehte mich um und rannte den Flur hinunter.
Die Treppe hinunter und aus den Rudeltoren hinaus in den Wald.
Ich wusste nicht, warum ich rannte oder warum ich rannte. Aber ich hielt nicht an, um nachzudenken oder zu atmen. Ich hielt für nichts an.
Das Gesetz des Moonnight-Rudels war klar: Sobald man das Rudel ohne Genehmigung verlässt, ist man eine Abtrünnige, eine Außenseiterin. Man kann nicht zurückkehren, der Titel klebt an der Seele wie Teer. Man hat alle Verbindungen zum Rudel gekappt, keine zweite Chance und keine Gnade.
Aber bleiben? Bleiben bedeutete, an einem Ort gefangen zu sein, an dem mein Gefährte jemanden Besseren, Stärkeren und Würdigeren gewählt hatte.
Und was zum Teufel sollte ich mit diesem Baby machen? Auf keinen Fall würde ich bleiben und dieser Schlampe die Füße waschen.
Äste peitschten gegen meine Arme. Die kalte Luft verbrannte meine Lungen und meine Wölfin winselte in mir, verängstigt, aber müde.
Wohin gehen wir? fragte sie leise.
„Ich weiß es nicht“, flüsterte ich zwischen den Atemzügen. „Überall hin, nur nicht hierher.“
Der Wald lichtete sich, als ich tiefer vordrang. Das Mondlicht flackerte durch die Bäume und fing sich in meinen Tränen.
Aber ich rannte weiter und umklammerte mit einer Hand meinen Bauch.
Ich musste uns schützen. Ich musste mein Baby schützen, selbst wenn ich kein Zuhause hatte, selbst wenn mir nichts mehr blieb.
Der Wind drehte sich und ein tiefes Knurren rollte durch die Dunkelheit, fahl und rau. Nichts wie jeder Wolf, den ich je im Moonnight-Territorium gehört hatte.
Meine Schritte stockten und mein Herz begann in meinen Ohren zu hämmern. Noch ein Knurren, diesmal näher.
Dann… Ein gewaltsamer Aufprall von Bewegung. Schritte… schnell und stark. Zu viele.
Abtrünnige!
Ich erstarrte, das Herz pochte so heftig, dass ich das Gefühl hatte, es würde durch meinen Mund springen.
Ein Schatten stürzte aus den Bäumen hervor. Dann ein weiterer, dann ein dritter.
Drei abtrünnige Wölfe traten ins Mondlicht, ihre Augen leuchteten wildes Gold, die Fangzähne vor Hunger entblößt.
Der Größte grinste und zeigte blutbefleckte Eckzähne. „Schau, was wir gefunden haben. Eine kleine Omega weit weg von zu Hause.“
Meine Wölfin kauerte sich in mir zusammen. Angst schoss scharf in meine Brust.
Ich trat zurück, während sie begannen, näherzutreten.
Dann verbreiterte sich das Grinsen des Anführers. „Renn, kleine Omega. Wir mögen die Jagd.“
Ich drehte mich um und bevor ich einen Schritt nach vorne machen konnte… stürzten sie sich auf mich.
Ihr Duft traf mich in dem Moment, in dem ich den Raum betrat. Sie saß auf dem Bett, blass und zitternd. Ihre Augen waren weit aufgerissen. Sie geriet in Hitze, Omega-Hitze. Ihre Pheromone entwichen.Ich stellte das Tablett ab. Die Diener legten die Kleider an ihre Seite, aber sie rührte sich nicht und nahm sie nicht einmal wahr. Ihr Blick huschte über mich, scharf und hektisch.„Iss“, sagte ich, aber sie bewegte sich immer noch nicht.Ich konnte die Hitze riechen, die von ihr ausging. Ich wusste es, Wolf zu Omega, und bevor ich die Gefahr überhaupt analysieren konnte, begann mein eigener Körper, mich zu verraten.Ihre Wangen waren in allen Schattierungen von Rot errötet, und sie wirkte benommen.„Bitte…“, sagte sie.Sie stand vom Bett auf und taumelte auf mich zu. Sie zögerte wenige Schritte vor mir.„Was willst du?“ fragte ich, unsicher, was hier vor sich ging.Sie zögerte, ihr Mund öffnete sich, schloss sich wieder, doch dann murmelte sie schließlich: „Ich… ich brauche dich, dass du
Kapitel vierIch wachte mit einem stechenden Schmerz im unteren Rücken auf, das Herz hämmerte in meiner Brust. Für einen Moment fühlte ich mich… sicher. Das Bett fühlte sich weich an, real, warm, und die Decken rochen schwach nach Holz, Erde und süßen Wurzeln. Meine Augen fielen wieder zu und genossen den Moment.Dann kam der gestrige Tag mit Macht zurück. Der Wald, die Abtrünnigen, die mich jagten, das Blut, der riesige schwarze Wolf, der sie zerfetzte, als wären sie nichts weiter als Spreu im Wind.Kaiser. Ich keuchte schnell auf und setzte mich auf, als die Wärme plötzlich von mir wich. Ich war nicht sicher, nicht mit diesem Monster hier.Wo war ich überhaupt?„Sie muss einen langen Weg gerannt sein, deshalb ist sie plötzlich ohnmächtig geworden.“Plötzlich hörte ich Stimmen und Schritte.Panik erfüllte meine Brust. Mein ganzer Körper reagierte, bevor ich denken konnte, und ich kletterte aus dem Bett zum Fenster. Meine Hände schabten am Rahmen, und ich stürzte hinaus, die Knie schl
Kapitel drei-Kaiser-Scheiße, die kleine Omega brach zusammen, bevor ich sie erreichen konnte.Einen Moment lang versuchte sie noch aufzustehen, die Beine zitterten, die Augen weit vor Panik… im nächsten Moment sackte sie zu Boden wie ein nasser Sack.Ich fing sie auf, bevor ihr Kopf den Boden treffen konnte. Sie wog fast nichts. Sie fühlte sich zu leicht an, ihre Haut kalt. Ich hatte diesen Drang, ihr Gesicht zu berühren, sie sah so zerbrechlich aus und doch irgendwie… atemberaubend.Nicht auf die offensichtliche Art, wie Frauen gewöhnlich aussahen. Sie war nicht poliert, nicht verführerisch, sie war ein Chaos mit schlammbedeckter Haut, Blut an den Knien, dem Haar verfilzt vom Laufen, so heftig zitternd, dass ich fürchtete, sie würde ersticken.Aber sie war schön genug, um mir den Atem zu rauben, in dem Moment, in dem ich sie erblickte.Mein Wolf, ein Biest, das nie jemanden gewollt hatte, war still geworden und hatte sich auf sie konzentriert. Wir beide beobachteten sie, als wäre s
Kapitel zweiKaias POVIch erinnere mich nicht daran, entschieden zu haben zu rennen.Meine Beine bewegten sich einfach – reiner Instinkt, roher Terror – stolperten über Wurzeln, wichen Ästen aus, der Atem schnitt mir von innen heraus die Brust auf. Das Lachen der Abtrünnigen verfolgte mich durch die Bäume, höhnisch, bösartig, hungrig.Meine Wölfin winselte nutzlos, ihre Stimme flackerte wie ein sterbender Funke.Wir können ihnen nicht entkommen… Kaia…Ich wusste das. Meine Lungen wussten es. Meine Beine wussten es. Der metallische Geschmack der Panik im Rachen wusste es ganz bestimmt. Aber Angst hat eine Art, einen weiterlaufen zu lassen, lange nachdem die Logik aufgegeben hat.Ein Ast knackte hinter mir.Dann noch einer.Sie waren nah. Zu nah.„Kämpf nicht dagegen an, Omega!“ schrie einer von ihnen, die Stimme tropfte vor krankem Vergnügen. „Wir werden es süß für dich machen.“Mein Magen verknotete sich so heftig, dass ich fast stolperte. Der Instinkt, das winzige Leben in mir zu sc





