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Kapitel 2

ผู้เขียน: Lange Reise
Bei der Erinnerung an meinen elenden Tod lief mir ein Schauer über den Rücken.

Wenn mir der Himmel schon eine zweite Chance schenkte, dann würde ich diesmal die Dinge wieder ins Lot bringen.

Die schluchzende Linnea und den wütenden Tobias würdigte ich keines Blickes.

Stattdessen hob ich gelassen den Koffer auf und packte weiter.

Als Tobias meine ruhige Miene sah, gab er mir wütend einen Stoß.

„Hör auf, die Großmütige zu spielen, Yvonne. Glaub bloß nicht, dass du mich rumkriegst, indem du jetzt die Gleichgültige spielst.“

„Ich sag dir eins: Selbst wenn wir irgendwann heiraten – Linnea bleibt. Auch in unserer Wohnung bekommt sie ein Zimmer. Wenn dir das nicht passt, dann wird aus der Hochzeit eben nie etwas.“

Diese Worte hatte ich schon unzählige Male gehört.

Früher hätte ich gestritten, ihn zur Rede gestellt, wäre sogar so weit gegangen, ihm mit dem Kind zu drohen.

Jetzt aber wünschte ich mir nichts mehr, als gar nicht zu heiraten.

„Gut, dann lassen wir es.“

Im Raum war es plötzlich so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören.

Ich sah Tobias' Verblüffung und sagte kühl: „Passt ja gut. Ich will auch nicht mehr.“

Tobias und ich kannten uns seit unserer Kindheit.

Schon vor zwanzig Jahren hatten unsere Familien die Verlobung beschlossen.

Eigentlich hätte alles glattgehen sollen. Aber vor zwei Jahren tauchte plötzlich an Tobias' Seite eine Assistentin namens Linnea auf.

Ich erinnerte mich noch an unsere erste Begegnung – in seinem Büro. Damals brachte ich ihm Gebäck vorbei und kam herein, gerade als er sie anbrüllte.

Sie war frisch im Berufsleben und zog beim Anschnauzen den Kopf ein wie ein verschrecktes Reh.

Ihre Augen schimmerten feucht, gleich würde sie weinen. Ein paar Kollegen versuchten, Tobias zu beschwichtigen, aber er ließ nicht mit sich reden.

Schließlich konnte ich nicht länger zusehen und ging dazwischen.

Erst als Tobias mich erblickte, winkte er ab und ließ sie davonkommen.

Damals hatte er noch zu mir gesagt, jemand wie sie überstehe die Probezeit nicht und fliege sowieso bald raus.

Aber sie flog nicht raus – im Gegenteil. Tobias konnte sie nicht mehr aus dem Kopf bekommen und trug sie auf Händen.

Schlimmer noch: Wegen dieser Assistentin brachte er sogar sein eigenes Kind eigenhändig um.

Tobias suchte in meinen Augen nach Eifersucht. Als er aber nur Entschlossenheit darin fand, durchfuhr ihn ein kurzer Schreck.

Er hob die Hand, wollte mein Gesicht berühren.

Da schluchzte Linnea hinter vorgehaltener Hand:

„Tobias, Yvonne, streitet nicht meinetwegen. Ich gehe, ich gehe weit weg. Ich werde euch nie wieder stören.“

Sie rannte weinend davon. Tobias' Blick wurde wieder so abweisend, wie er mich die letzten zwei Jahre angesehen hatte.

„Yvonne, du musst mir ausgerechnet zum Jahreswechsel das Leben schwermachen, oder? Wenn du mich noch heiraten willst, dann lass Linnea in Ruhe. Sonst heirate ich dich nie.“

„Dann bin ich gespannt, wie du deiner Familie deinen dicken Bauch erklärst.“

Sein Gesicht war finster, sein Blick eiskalt. Mit diesen Worten lief er Linnea hinterher.

Aber eines schien er vergessen zu haben: Das Kind war noch nicht einmal drei Monate alt. Eine Abtreibung war also noch möglich.

Was die Hochzeit anging: Eine Verlobung zwischen unseren Familien aufzulösen war zwar nicht einfach – aber bei den Konrads kam nicht nur Tobias als Erbe in Frage.

Das Vibrieren meines Handys riss mich aus den Gedanken.

Es war Linnea.

„Yvonne, was nützt dir deine mächtige Familie schon, wenn Tobias sowieso nur zu mir hält?“

„Dieses Jahr musst du eben allein mit deinem dicken Bauch über die Feiertage kommen. Nächstes Jahr, wenn das Kind da ist, hast du ja den kleinen Balg zur Gesellschaft. Dann bist du nicht mehr so einsam.“

Jedes Wort eine Provokation.

Solche Nachrichten hatte ich in den letzten zwei Jahren reichlich bekommen. Einige davon hatte ich als Screenshot an Tobias weitergeleitet.

Tobias hatte immer nur abgewunken: Sie sei eben noch jung und kindlich, ich solle das alles nicht so ernst nehmen und ihr einfach nachgeben.

Er war fest davon überzeugt, dass ich ohne ihn nicht leben konnte und ein Leben lang an ihn gebunden war. Genau deshalb war er so dreist geworden.

Ich atmete tief durch, öffnete die Sperrliste und holte einen geblockten Kontakt wieder hervor.

Am Neujahrstag, dem Tag der offiziellen Verlobung unserer beiden Familien, würde ich Tobias ein großes Geschenk machen.

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