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Kapitel 5

Author: Lange Reise
„Welche Verlobte denn? Und wer bist du überhaupt, dass du es wagst, mir in die Quere zu kommen? Daniel, scher dich zurück ins Ausland.“

Tobias holte plötzlich aus und schlug Daniel ins Gesicht.

Im Separee brach Chaos aus.

Daniel ließ sich nicht zurückhalten. Er schlug zurück, einmal, zweimal – mit voller Wucht.

Jemand hatte den Sicherheitsdienst gerufen. Tobias wurde von zwei Männern festgehalten. Ich sah die Blutergüsse an Daniels Mundwinkel und richtete einen kalten Blick auf Tobias.

„Was rast
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  • Diesmal nehme ich ihm alles   Kapitel 8

    Daniel öffnete kühl eine Wasserflasche und schüttete sie ihm über den Kopf. Tobias zuckte zusammen, einen Moment lang fassungslos.Als er mich erblickte, sprang er aufgeregt hoch.„Yvonne, endlich finde ich dich. Warum hast du den Türcode geändert? Ich habe alles mit Linnea geklärt. Es wird nie wieder eine Andere zwischen uns geben.“„Yvonne, lass uns wieder zusammenkommen. Bitte.“Tobias’ Gesicht war voller Hoffnung. Als er aber mein ausdrucksloses Gesicht sah, fiel diese Hoffnung in sich zusammen.„Yvonne, hast du es vergessen? Du trägst noch mein Kind. Willst du wirklich, dass mein Kind einen anderen Mann Papa nennt? Niemals stimme ich dem zu. Auch Daniel wird nicht freiwillig ein Kind großziehen, das nicht von ihm ist.“„Yvonne, sieh der Wahrheit ins Auge: Außer mir wird dich niemand wirklich lieben.“Daniel verlor die Geduld und trat ihn um.„Kannst du nicht einmal vernünftig reden? Wann habe ich gesagt, ich würde dieses Kind nicht großziehen? Wage es noch einmal, solchen Unsinn z

  • Diesmal nehme ich ihm alles   Kapitel 7

    Ich wusste nicht, ob er die Wahrheit sagte oder log. Aber das war auch egal.Kühl löste ich seine Hände und sagte nüchtern: „Tobias, du träumst.“„Ich kann dich kaum noch ertragen. Eine Chance? Glaubst du, du verdienst eine?“„Geh und genieße das süße Leben mit deiner Linnea. Wenn du mir noch einmal unter die Augen trittst, dann gibt's keine Rücksicht mehr.“Tobias wollte nicht loslassen, wollte weiterstreiten, da trat plötzlich eine hochgewachsene Gestalt zwischen uns.„Sie hat sich klar genug ausgedrückt. Fass sie noch einmal an, dann sehen wir weiter.“Ich wusste nicht, wann Daniel hereingekommen war oder wie viel er mitbekommen hatte. Sein markantes Gesicht zeigte weder Freude noch Zorn, aber ich spürte, dass er innerlich triumphierte.Verständlich. Endlich hatte er sich seinen Platz in der Familie Konrad gesichert, endlich konnte er all den Hass und Groll der Jahre auslassen. Er hatte Grund, zufrieden zu sein.Daniel war ein guter Kämpfer. Es brauchte nicht viele Schläge, und Tobi

  • Diesmal nehme ich ihm alles   Kapitel 6

    Zehn Jahre waren vergangen, und er hatte es längst vergessen.All die Jahre hatte nur ich noch in der Vergangenheit gelebt. Meine eigene Schwärmerei hatte mich am Ende in seinen Händen elendig zugrunde gehen lassen.Ich schloss die Augen, meine Hände zitterten. Die Erinnerung an mein letztes Leben saß so tief, dass mich allein der Gedanke wieder mit Angst überflutete.Plötzlich verlor Tobias die Fassung. Er zog mich in seine Arme, drückte mich so fest, dass ich kaum noch atmen konnte.„Bitte, Yvonne, wähle nicht Daniel. Ich weiß, ich habe dich verletzt. Aber wir sind zusammen aufgewachsen. Ich glaube nicht, dass du dich in einer Nacht in jemand anderen verlieben kannst.“„Daniel ist kein guter Mensch. Glaubst du, er hat all die Jahre still gehalten? Nein. Mein Vater hat ihn und seine Mutter im Stich gelassen, ihn ins Ausland abgeschoben und nie nach ihm gefragt. Er hasst meinen Vater, er hasst die ganze Familie.“„Er heiratet dich nur, weil er dich benutzen will. Yvonne, fall nicht auf

  • Diesmal nehme ich ihm alles   Kapitel 5

    „Welche Verlobte denn? Und wer bist du überhaupt, dass du es wagst, mir in die Quere zu kommen? Daniel, scher dich zurück ins Ausland.“Tobias holte plötzlich aus und schlug Daniel ins Gesicht.Im Separee brach Chaos aus.Daniel ließ sich nicht zurückhalten. Er schlug zurück, einmal, zweimal – mit voller Wucht.Jemand hatte den Sicherheitsdienst gerufen. Tobias wurde von zwei Männern festgehalten. Ich sah die Blutergüsse an Daniels Mundwinkel und richtete einen kalten Blick auf Tobias.„Was rastest du eigentlich aus? Tobias, nur weil du Daniel hasst, heißt das nicht, dass ich dich nachmachen muss.“„Wolltest du mich nicht ohnehin nicht heiraten? Ich tu dir den Gefallen. Du solltest dich freuen. Jetzt kannst du für immer mit Linnea zusammen sein.“Tobias presste die Zähne zusammen, seine Gesichtsmuskeln zuckten.Das Separee war ohnehin nicht mehr zu gebrauchen. Der Hotelmanager arrangierte einen anderen Raum. Außer Tobias und seiner Mutter waren alle mit dieser Verlobung sehr zufrieden.

  • Diesmal nehme ich ihm alles   Kapitel 4

    Schlagartig richteten sich alle Blicke im Separee auf ihn.Ich sah den Ankommenden an und sagte zu dem wütenden Tobias mit einem Lächeln: „Tobias, bei den Konrads gibt es nicht nur dich. Ich werde diese Verlobung nicht auflösen – aber ich darf den Bräutigam wechseln.“Tobias’ Pupillen verengten sich, sein Gesicht voller Misstrauen.„Yvonne, was hast du vor?“Ich beachtete ihn nicht weiter und ging lächelnd auf Daniel zu.Wir hatten uns lange nicht gesehen. Seine Züge waren markanter geworden, nur diese Augen blieben so undurchschaubar wie früher. Vom Jungen von damals war nichts mehr zu erkennen.Ich nahm seine Hand, wandte mich den anderen zu und sagte mit fester Stimme: „Herr Konrad, Frau Konrad, da Tobias’ Herz nun einmal woanders schlägt, kann man so eine Ehe nicht erzwingen.“„Daniel und ich lieben einander schon lange. Daher mein Vorschlag: Lasst mich ihn heiraten. So sind alle glücklich.“Nach diesen Worten waren die Mienen im Raum sehr verschieden.Auf dem Gesicht von Tobias’ V

  • Diesmal nehme ich ihm alles   Kapitel 3

    Kaum war Tobias weg, fuhr ich ins Krankenhaus, um das Kind abtreiben zu lassen.In dem Moment, als die Narkose zu wirken begann, kam eine Nachricht von ihm.„Yvonne, was ich vorhin gesagt habe, war nur im Zorn dahingesagt. Mach dir keine Sorgen, ich heirate dich auf jeden Fall. Am Neujahrstag bin ich rechtzeitig zurück. Warte auf mich.“„Was Linnea betrifft, vergiss sie einfach. Ich habe ihr alles klargemacht. Sie wird sich nicht mehr in unser Leben mischen.“Ich starrte auf die Nachrichten und schaltete den Bildschirm kühl aus.In den letzten zwei Jahren hatte sich Tobias wegen Linnea immer wieder gegen die Verlobung unserer Familien gestellt.Ich hatte sogar beschlossen, ins Ausland zu gehen, damit er und Linnea zusammen sein konnten. Aber am Tag meiner Abreise kam er zum Flughafen gerannt und flehte mich unter Tränen an, zu bleiben.An jenem Tag verloren wir beide die Beherrschung – so entstand dieses Kind.Erst kurz vor meinem Tod erfuhr ich: Tobias war damals nur deshalb zum Flugh

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