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Author: Mmeso Writes
last update publish date: 2026-09-07 06:54:26

Divina

Hier kommt es, dachte ich, während mein gesamter Körper in Erwartung der Explosion erstarrte. Endlich. Seufzen zeigt, dass er all dieser Verstellung wirklich überdrüssig sein muss. Er sollte mich zurückweisen. Bringen wir es hinter uns.

Ich wappnete mich für den Aufprall. Ich erwartete, dass seine Hand meine Luftröhre zerquetschte, erwartete, dass seine donnernde Stimme durch meine Knochen vibrierte, während er mich an den Haaren den Flur zurückzerrte.

So funktionierte das. So reagierten
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  • Divina: Das Erwachen der Omega   20

    MarcellousDer beschämte Gesichtsausdruck meiner Gefährtin war so verdammt süß.Ich sah, wie die Farbe in Divinas blasse Wangen stieg, während ihre dunklen, weiten Augen in einem völlig sprachlosen, atemlosen Staunen blinzelten. Ihre Lippen öffneten sich leicht, aber kein einziger Laut entkam ihrer Kehle.Das feurige, furchterregende kleine Glühwürmchen, das gerade noch gedroht hatte, mein gesamtes Königreich bis auf den Grund niederzubrennen, hatte sich vollständig verflüchtigt. An ihrer Stelle stand ein verwirrtes, verunsichertes Mädchen, dessen Gehirn in dem Moment, als ich erwähnte, dass Kira meine Schwester ist, offensichtlich einen Kurzschluss erlitten hatte.Es kostete mich alles, mir ein leises Glucksen zu verkneifen.Zum ersten Mal in meinen dreißig Jahren auf dieser Erde stahl sich ein echtes, unwillkürliches Lächeln auf mein Gesicht.Es fühlte sich fremd auf meinen Lippen an – eine Wärme, die durch das ewige Eis brach, das meine Seele umhüllt hatte, seit ich denken konnte.

  • Divina: Das Erwachen der Omega   19

    DivinaOhne eine Sekunde des Zögerns gingen alle sechs gepanzerten Wachen wie aus einem Munde auf die Knie, während ihre schwere Rüstung lautdröhnend auf dem Boden aufschlug und sie ihre Köpfe in Richtung der Fliesen neigten.„Ja, mein König!“, bellten sie in verängstigter Einstimmigkeit.Ich erstarrte, meine Hände an meinen Seiten zitterten.Niemand ... in meinem gesamten Leben ... hatte mich jemals verteidigt. Niemand hatte sich jemals für mich eingesetzt. Niemand hatte jemals gedroht, jemand anderem wehzutun, nur um mich zu beschützen.Im Black Moon Rudel war ich das Mädchen, das jeder treten, schlagen und mit Müll bewerfen durfte. Zu hören, wie der gefürchtetste Mann des Kontinents seiner eigenen Eliteeinheit befahl, meine Ehre zu schützen oder mit ihren Gliedmaßen dafür zu bezahlen, jagte einen skurrilen, überwältigenden Schmerz direkt durch meine Brust.Trotzdem sollte ich ihm nicht trauen, richtig?Doch seine nächste Handlung ließ meinen Verstand und mein Herz nur noch verwirrt

  • Divina: Das Erwachen der Omega   18

    DivinaHier kommt es, dachte ich, während mein gesamter Körper in Erwartung der Explosion erstarrte. Endlich. Seufzen zeigt, dass er all dieser Verstellung wirklich überdrüssig sein muss. Er sollte mich zurückweisen. Bringen wir es hinter uns.Ich wappnete mich für den Aufprall. Ich erwartete, dass seine Hand meine Luftröhre zerquetschte, erwartete, dass seine donnernde Stimme durch meine Knochen vibrierte, während er mich an den Haaren den Flur zurückzerrte.So funktionierte das. So reagierten Alphas, wenn eine wolflose Omega es wagte, ihnen ins Gesicht zu spucken. Ich presste die Augen zu und wartete darauf, dass die harte, gewalttätige Realität die zerbrechliche Illusion seiner Freundlichkeit zerschmetterte, wartete auf das Zerbrechen des Gefährtenbandes zwischen uns, genau wie damals, als Rowan mich zurückwies.Stattdessen lösten sich seine Finger langsam von meiner Kehle.Die Wärme seiner Berührung verschwand, auf der Stelle ersetzt durch die kalte Luft des Korridors. Ich öffnete

  • Divina: Das Erwachen der Omega   17

    DivinaDie Dunkelheit zog an mir, schwer und erstickend, aber der Terror war lauter. Er krallte sich in meine Kehle, bis meine Augen aufschnappten.Ein Schatten ragte über mir auf.Mein Herz schlug so heftig gegen meine Rippen, dass es mir die Knochen rüttelte. Kalter Schweiß brach auf meiner Stirn aus, und jeder einzelne Nerv in meinem Körper schrie in purer Panik.Bernard.Er hatte mich erwischt.Oh Gott, er hatte mich gefunden.Der dunkle, feuchte Kerker, der Gestank von altem Blut, die eisernen Ketten – alles kam zurück. Der Wald, das Erwachen meines Wolfes, die seltsame Macht, der riesige Alpha-König, der mit einer Stimme wie Samt zu mir gesprochen hatte… alles nur ein Traum.Eine grausame, kranke Fantasie, die mein gebrochenes Hirn hervorgebracht hatte, während Bernard mich eingesperrt hielt.„Nein!“ schrie ich, meine Stimme brach, roh vor Hysterie.Ich zappelte wild auf der Oberfläche unter mir, versuchte mich loszureißen, aber meine Handgelenke fühlten sich gefesselt an.Seile

  • Divina: Das Erwachen der Omega   16

    MarcellousFünf Tage.Fünf verdammte, qualvolle Tage, seit sie in meinen Armen zusammengebrochen war und ihr kleiner Körper völlig schlaff gegen meine Brust gesunken war wie ein geknicktes Schilfrohr.Fünf ganze Tage lang hatte ich nicht geschlafen. Ich hatte nichts gegessen. Ich hatte diesen Raum nicht ein einziges Mal verlassen. Ich hatte nicht einmal einen Blick auf den Berg aus Rudelangelegenheiten oder milliardenschweren Firmenverträgen auf meinem Schreibtisch geworfen.Meine gesamte Existenz hatte sich auf das gleichmäßige, quälend schwache Heben und Senken ihrer Brust auf diesem weißen Krankenhausbett reduziert.Ich beugte mich nach vorn, die Ellbogen auf den Knien abgestützt, den Kiefer so fest zusammengepresst, dass mir die Zähne schmerzten. Meine Augen, schwer und blutunterlaufen von fünf Tagen ununterbrochener Wache, ruhten auf ihrem blassen Gesicht.Sie sah so verdammt zerbrechlich aus. So zart, wie eine Porzellanpuppe, die zerbrechen würde, wenn ich nur zu kräftig in ihre

  • Divina: Das Erwachen der Omega   15

    NateMarcellous hatte verdammt noch mal nichts getan, seit Divina dort lag, schwach und hilflos.Er hatte sich keinen Zentimeter von der Seite ihres Krankenhausbettes wegbewegt. Er saß dort wie ein düsterer, bedrohlicher Wächter, sein gewaltiger Körper nach vorne gebeugt, seine bernsteinfarbenen Augen vollkommen auf ihr blasses, regungsloses Gesicht gerichtet.Vor zwanzig Minuten hatte ich in der Tür von Zimmer 124 gestanden und einen Lederordner voller dringender Dokumente in der Hand gehalten.„Marcellous, du hast in weniger als einer Stunde diesen wichtigen Gipfel mit den menschlichen Direktoren. Es geht um den Energie-Konzern-Deal. Den Deal, der Draven Enterprises voranbringen und uns Milliarden an internationalen Verträgen mit den Menschen einbringen soll.“Marcellous hatte nicht einmal den Kopf gedreht. Er starrte weiterhin auf seine schlafende Gefährtin hinab, während seine Finger sanft eine lose Strähne ihres dunklen Haares von ihrer Stirn strichen.„Übernimm vorerst als kommi

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