FAZER LOGINAdrian hielt den Kopf weiterhin gesenkt. Die erste Träne, die ihm über die Wange lief, wurde sofort von weiteren gefolgt. Er versuchte, sie mit dem Handrücken wegzuwischen, doch je mehr er sich bemühte, sie zurückzuhalten, desto schwerer fiel es ihm, seinen Atem unter Kontrolle zu halten. Seine Brust hob und senkte sich schwer, während Lioras Worte immer wieder in seinem Kopf widerhallten.
Leonard schloss für einen Moment die Augen. Diese Worte ließen den Schmerz in seiner Brust nur noch stärker werden. Denn hinter Taras ruhiger Haltung konnte er spüren, wie lang der Weg gewesen sein musste, den seine Tochter zurückgelegt hatte, um an einen Punkt zu gelangen, an dem sie so sprechen konnte.Tara streckte daraufhin ihre Hand nach Liora aus. „Komm, wir gehen nach Hause.“Liora ergriff sofort ihre Hand.Bevor sie sich umdrehte, sah Tara Adrian und Leonard noch einige Augenblicke lang an. In ihrem Blick lag kein Hass. Doch ebenso wenig lag darin die Wärme eines Kindes, das seine Familie endlich zurückbekommen hatte.Tara war beinahe an der Tür angekommen, als Leonards Stimme sie zum Stehen brachte.
Adrian hielt den Kopf weiterhin gesenkt. Die erste Träne, die ihm über die Wange lief, wurde sofort von weiteren gefolgt. Er versuchte, sie mit dem Handrücken wegzuwischen, doch je mehr er sich bemühte, sie zurückzuhalten, desto schwerer fiel es ihm, seinen Atem unter Kontrolle zu halten. Seine Brust hob und senkte sich schwer, während Lioras Worte immer wieder in seinem Kopf widerhallten.„Ich habe großes Glück gehabt, Mommy Tara kennenzulernen.“Der Satz hallte erneut in seinen Gedanken wider.Adrian schloss die Augen. Jahrelang hatte er immer geglaubt, Gründe dafür zu haben, Tara so zu behandeln. Tara war tatsächlich ein guter Mensch, das musste Adrian zugeben. Doch in seinen Augen war Tara lediglich ein Mittel gewesen, um das zu er
Victor lächelte leicht. „Ich weiß.“Tara stieg anschließend gemeinsam mit Liora aus. Susan folgte ihnen mit einigen Schritten Abstand, während Marcus und Gilbert ihnen folgten, nachdem sie sich vergewissert hatten, dass alles wie geplant verlief.Die Kontrolle dauerte eine ganze Weile, bevor sie schließlich zum Besuchsraum geführt wurden. Tara ging weiter und hielt Lioras Hand. Je näher sie dem Raum kamen, desto langsamer wurden die Schritte des Kindes.Tara drehte sich zu ihr um. „Willst du … Papa immer noch treffen?“Liora nickte.„Wenn du deine Meinung änderst, sag es Mommy.“„Ja.“
An diesem Morgen war Tara gerade mit der Zubereitung des Frühstücks fertig, als es an der Tür klingelte. Sie runzelte die Stirn, da sie niemanden erwartete. Susan, die sich zufällig in der Nähe der Tür befand, öffnete sie sofort, und wenige Sekunden später war eine ihr nur allzu vertraute Stimme zu hören.„Guten Morgen.“Tara drehte sich sofort um. Victor stand in einem für seine Verhältnisse lässigeren marineblauen Hemd im Türrahmen. In seiner Hand hielt er eine kleine Papiertüte aus einer Bäckerei.Tara schwieg einen Moment. „Dad?“„Ich habe gestern Abend gesagt, dass ich zum Frühstück komme, oder nicht?“, erwiderte Victor ruhig.
In dieser Nacht konnte Tara überhaupt nicht schlafen. Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass Liora endlich eingeschlafen war, kehrte sie in ihr Zimmer zurück und setzte sich bei gedämpftem Licht auf die Bettkante.Ihre Gedanken kehrten immer wieder zu Lioras tränenüberströmtem Gesicht zurück. Die Fragen des Kindes hallten unaufhörlich in ihrem Kopf wider, besonders die Frage, ob Tara wirklich nicht ihre Mutter war.Tara strich sich langsam über das Gesicht. Sie wusste, dass sie versucht hatte, Liora zu beschützen, doch zum ersten Mal begann sie sich zu fragen, ob ihr Vorgehen all die Zeit über richtig gewesen war. Vielleicht hätte sie die Wahrheit über Kara und Adrian nicht vor Liora verbergen sollen.Vielleicht hätte sie Liora Sc
Zwei Tage nachdem sich Karas und Helenas Entschuldigung in den verschiedenen Medien verbreitet hatte, verlief Taras Leben wieder wie gewohnt. An ihr hatte sich nichts verändert. Für Tara waren diese Entschuldigungen lediglich Worte. Sie schenkte ihnen keinerlei Beachtung, selbst als mehrere Journalisten sie um eine Stellungnahme dazu baten. Tara ignorierte sie.Die Berichterstattung über ihre Familie war zwar noch nicht vollständig verschwunden, doch Tara ließ sich davon nicht länger in ihrem Alltag beeinträchtigen.Wie immer begann der Morgen mit einem gemeinsamen Frühstück mit Liora, die Arbeit ging weiter, und am Nachmittag versuchte sie gewöhnlich, früher nach Hause zu gehen, damit sie Zeit mit dem Kind verbringen konnte.Doch an diesem Tag wa







