Die Rache der Ersatzfrau

Die Rache der Ersatzfrau

last updateLast Updated : 2026-09-28
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Sie gab alles auf, um die perfekte Ersatzfrau zu werden. Drei Jahre lang opferte sie ihre Identität, ihre Familie und ihre Zukunft für einen Mann, der sie nie wirklich sah. Selbst nachdem sie ihr Leben riskiert hatte, um ihn zu retten, und mit einer bleibenden Verletzung leben musste, erhielt sie nichts als Gleichgültigkeit, Demütigung und die kalte Erinnerung daran, dass sie nie die Frau war, die er wollte. Dann entdeckte sie die Wahrheit. Sie war nichts weiter als ein Platzhalter für die Frau, die er wirklich liebte. Das war der Moment, in dem sie aufhörte, um seine Aufmerksamkeit zu betteln. Die Frau, die er für gebrochen hielt, ist verschwunden. An ihrer Stelle steht eine starke Frau, die bereit ist, alles zurückzugewinnen, was sie verloren hat – einschließlich der Position, des Reichtums und des Einflusses, die sie einst aufgegeben hatte. Er dachte, sie würde seine vergessene Ersatzfrau bleiben. Er hat sich geirrt. Dieses Mal kehrt sie nicht zurück, um seine Liebe zu gewinnen. Sie kehrt zurück, um Rache zu nehmen.

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Chapter 1

Kapitel one

Kapitel 1

Isabella

Die Uhr auf dem Kaminsims tickte mit rhythmischer, spöttischer Präzision. Ich warf einen kurzen Blick darauf und wünschte mir fast, ich hätte es nicht getan. Es war 1:00 Uhr morgens, und er war immer noch nicht zurück.

Ich saß auf der Kante des Sofas und fuhr mit den Fingern über den silbernen Griff des Spazierstocks, der an meinem Knie lehnte.

Die Geburtstagskerzen auf dem kleinen Kuchen, den ich gebacken hatte, waren längst zu wachsartigen Pfützen zerflossen; ihre Flammen waren schon vor Stunden durch den Luftzug unter der Tür erloschen.

Mein Bein – das mir jene Nacht vor drei Jahren nie ganz verziehen hatte – pochte mit einem dumpfen, beharrlichen Schmerz. Jedes Mal, wenn es kalt wurde oder ich zu lange saß, erinnerte mich das Glied an die Zähne des abtrünnigen Wolfes und an das Opfer, das ich vor drei Jahren gebracht hatte. Ich hatte mein Rudel, meinen Anspruch als Erbin und alles für William aufgegeben.

Ich war noch immer tief in Gedanken versunken, als die Haustür mit einem Klicken aufging. William kam herein und sah aus wie der mächtige Alpha, der er war. Sein maßgeschneiderter Anzug schmiegte sich an seine Oberarme, und obwohl er völlig erschöpft wirkte, minderte das seinen Reiz nicht im Geringsten. Er hielt inne, als er mich sah, und ein Anflug echter Schuld huschte über seine gutaussehenden Gesichtszüge.

„Bella“, hauchte er und eilte auf mich zu. Er roch nach kalter Luft und teurem Parfüm. „Es tut mir so, so leid. Eine Krisensitzung mit den Ältesten … es ist eskaliert. Ich kam nicht weg, und mein Handy war mitten drin leer.“

Ich öffnete den Mund, um zu sprechen, um ihm zu sagen, dass es in Ordnung war, aber er kam mir zuvor.

Stattdessen nahm er meine Hände in seine, seine Handflächen waren warm und vertraut.

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.“ Er lächelte nicht, als er das sagte.

Ich zwang mir ein kleines, sanftes Lächeln auf die Lippen. Ich wollte wütend sein, aber ich hatte mein Rudel, meinen Titel und meine Identität aufgegeben, um hier zu sein. Ich konnte es mir nicht leisten, wütend zu sein.

„Ich habe auf dich gewartet“, flüsterte ich. „Ich habe dich vermisst, William.“

„Ich habe etwas für dich.“ Er griff in seine Tasche und holte eine kleine, in Samt gewickelte Schachtel hervor, doch sein Gesichtsausdruck war so kalt, dass es mich erschauern ließ. „Ich weiß, es ist spät, aber ich wollte, dass du das heute Abend bekommst.“

Mein Herz machte einen hoffnungsvollen Sprung, als ich die Schachtel entgegennahm, meine Finger zitterten leicht. Vielleicht war dies das Jahr, in dem er endlich bemerkt hatte, was mir wirklich gefiel, doch als der Deckel aufsprang, stockte mir der Atem – und zwar nicht vor Aufregung.

Auf dem Satin lag ein Diamantanhänger. Er war wunderschön, teuer und genau wie der, den er mir zu unserem Jahrestag geschenkt hatte, und wie der von Weihnachten.

Das war bereits die dritte identische Halskette im letzten Jahr.

„Sie ist … sie ist atemberaubend, William“, log ich, wobei die Worte wie Asche schmeckten. Ich schloss die Schachtel schnell und schirmte meine Augen vor dem immer wiederkehrenden Glitzern der Steine ab. Tränen stiegen mir in die Augen, aber ich zwang mich, sie zurückzuhalten. „Danke, dass du an mich gedacht hast.“

„Du verdienst das Beste“, sagte er und beugte sich vor, um mir einen Kuss auf die Stirn zu geben. Es war eine keusche Geste, die mehr schmerzte als eine Ohrfeige. „Ich springe mal schnell unter die Dusche. Ich bin total fertig.“

„Ich lege dir deine Kleidung bereit“, sagte ich und griff nach meinem Gehstock, um mich hochzustützen.

Ich folgte ihm in die Master-Suite und bewegte mich mit dem geübten, ungleichmäßigen Gang, den ich in den letzten drei Jahren perfektioniert hatte. Während der Dampf aus dem angrenzenden Badezimmer zu zischen begann, sagte ich mir, ich solle nicht darüber nachdenken.

„Er hat viel um die Ohren“, murmelte ich leise vor mich hin, während ich damit begann, seinen Seidenpyjama bereit zu legen und seinen abgelegten Blazer vom Bett zu räumen. „Er ist der Alpha. Wahrscheinlich hat er die Entwürfe verwechselt und ist so dabei herausgekommen. Es ist ein harmloser Fehler. Jeder macht Fehler.“

Doch egal, wie sehr ich mich auch bemühte, mich davon zu überzeugen – es funktionierte nicht. Das Geräusch der Dusche setzte ein und holte mich zurück in die Gegenwart, aber es hielt nicht lange an.

Innerhalb weniger Minuten wurde es von einem schweren, rhythmischen Klopfen gegen die geflieste Wand abgelöst. Ich hielt inne, ein Paar seiner Socken in der Hand. Ich ging näher an die Tür heran und runzelte die Stirn.

Ging es ihm gut? Er hatte so hart gearbeitet; vielleicht war ihm schwindelig?

„William?“, rief ich leise, während meine Hand über der Klinke schwebte. „Ist alles in Ordnung?“

Er antwortete nicht. Stattdessen hörte ich ein leises, kehliges Schnaufen, und ich erstarrte. Ich trat näher an die Tür heran, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. Die Tür stand einen Spalt breit offen, und als ich hineinschaute, entfuhr mir ein leises Keuchen.

Williams Hand umschloss seinen Schwanz und streichelte seine dicke Länge in einer feuchten, rhythmischen Bewegung, die von Sekunde zu Sekunde schneller und verzweifelter wurde.

„Ah … Gott …“, Williams Stimme klang rau und gequält.

.

Ich spürte, wie mir die Hitze den Nacken hinaufkroch – eine Mischung aus Scham und einem verbotenen Funken Hoffnung.

Dachte er an mich?

Ich beugte mich näher heran, mein Ohr berührte fast die Tür. Ich konnte sein schweres, hektisches Atmen hören, das Geräusch seiner Handfläche, die wild um sein dickes Glied glitt. Er klang wie ein Besessener, sein Stöhnen ging in scharfes, verzweifeltes Wimmern über. Das dumpfe Schlagen seiner Faust gegen die Duschwand passte perfekt zu seinem immer schneller werdenden Atem.

„Härter …“, zischte er vor sich hin, seine Stimme dick vor einer Lust, die ich noch nie auf mich gerichtet gesehen hatte.

Seine Bewegungen erreichten ihren Höhepunkt, als ich das scharfe Einatmen hörte, das Geräusch, wie sich sein Körper gegen die Fliesen anspannte, und dann ein langes, qualvolles Stöhnen, das aus den tiefsten Tiefen seiner Seele zu kommen schien.

„Oh, verdammt, Elisa.“

Mein Blut gefror zu Eis, als mir die Erkenntnis wie ein Schlag traf. Mein Mann wusch nicht den Stress eines langen Tages weg, er befriedigte sich selbst, und sein Atem, der in hektischen, verzweifelten Stößen kam, war der Beweis dafür.

Jeder konnte an seiner Stimme hören, wie viel sie ihm bedeutete und wie viel Zuneigung er für sie empfand.

Der Gedanke zerbrach mich, während ich wie erstarrt dastand; die Luft im Schlafzimmer war plötzlich zu dünn zum Atmen. William hatte mich seit dem Tag, an dem er mich aus dem Krankenhaus nach Hause gebracht hatte, nicht mehr berührt oder Sex mit mir gehabt. Er hatte mir gesagt, er wolle mich „beschützen“, während ich mich erholte. Ich hatte ihm geglaubt, und sieh an, wohin mich das gebracht hatte.

„Elisa …“

Als ob das noch nicht genug wäre, kam der letzte Schlag. Ich war noch immer mit meinen Gedanken beschäftigt, als die Geräusche lauter wurden. Sein Stöhnen wurde lauter, und als er seinen Höhepunkt erreichte, entrang sich ein Name seiner Kehle – ein erstickter, verehrender Laut, den ich nicht erwartet hätte.

Der Name fiel nicht einfach nur über seine Lippen. Er klang wie ein Gebet.

„Elisa … mmm, Elisa …“

Ich zuckte zurück, als hätte er durch die Tür gegriffen und mir eine Ohrfeige versetzt. Die Socken rutschten mir aus den Fingern und sammelten sich auf dem Boden wie eine abgestreifte Haut. Meine Augen wurden augenblicklich trüb, und dieses Mal hielt ich die Tränen nicht zurück. Schnell presste ich meine Hand auf den Mund, damit William mein Schluchzen nicht hören konnte, und so sehr ich mich auch bemühte, ich konnte den Gedanken in meinem Kopf einfach nicht abschütteln.

„William hat mich nicht geliebt. Für ihn bin ich nichts weiter als eine Witzfigur.“

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