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Autor: Major_Canis
last update Data de publicação: 2026-09-05 11:00:19

Als der Wagen, in dem Tara saß, sich dem Hauptgebäude der Ashbourne Group näherte, konnte sie schon aus der Ferne eine Menschenmenge erkennen. Mehrere Kameras waren auf den Haupteingang gerichtet. Autos mit den Aufschriften verschiedener Medienunternehmen der Stadt standen am Straßenrand. Dutzende Journalisten schienen den Bereich vor dem Gebäude zu füllen, als würden sie bereits seit Langem auf etwas warten.

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  • Du hast sie gewählt. Ich nahm mir alles.   [100] a

    Der Himmel begann sich zu verdunkeln, als der schwarze Wagen vor einem Hotel an einer Ecke des Geschäftsviertels der Stadt zum Stehen kam. Das Gebäude war sauber und recht komfortabel, unterschied sich jedoch deutlich von den Luxushotels, in denen die Familie Valmont bisher regelmäßig abgestiegen war.Leonard stieg als Erster aus. Sein Blick glitt schweigend über die Umgebung des Gebäudes. Jahrzehntelang war er es gewohnt gewesen, in Fünf-Sterne-Hotels mit erstklassigem Service zu übernachten. Nun mussten sie allein für eine Unterkunft über Nacht ihren Stolz beiseitelegen und jede Ausgabe abwägen.Helena stieg aus dem Wagen und rümpfte die Nase, während sie die Fassade des Gebäudes missbilligend betrachtete. „Wir sollen wirklich hier übernachten?“, fragte sie fordernd.

  • Du hast sie gewählt. Ich nahm mir alles.   [99] b

    „Du!!!“„Wenn du mit dem Schreien fertig bist“, unterbrach Tara sie bestimmt. „Dann bist jetzt du an der Reihe, mir zuzuhören.“Am anderen Ende klang Karas Atem hastig. Sie stieß ein unterdrücktes Knurren aus und hielt offenbar nur mühsam die gewaltige Wut zurück, die in ihr brodelte.„Du solltest eines wissen, meine liebste Zwillingsschwester“, sagte Tara sanft. „Ich habe dir dieses Apartment nie weggenommen.“Kara fiel ihr sofort ins Wort. „Das ist unmöglich!“„Adrian selbst hat die Eigentumsrechte auf mich übertragen“, erwiderte Tara trocken.„Das ist me

  • Du hast sie gewählt. Ich nahm mir alles.   [99] a

    Am nächsten Tag herrschte in der Ashbourne Group wieder reges Treiben, nachdem das aufsehenerregende Audit beinahe alle Ebenen des Unternehmens erschüttert hatte. Seit dem Morgen war Victors Arbeitszimmer kaum einmal wirklich leer. Da der CEO von Ashbourne in ernsthafte rechtliche Schwierigkeiten geraten war, kümmerte sich Victor persönlich darum, zahlreiche Berichte und Genehmigungen zu prüfen, damit das Unternehmen, das er vor mehr als einem Jahrzehnt aufgebaut hatte, weiterhin normal funktionieren konnte.Einer nach dem anderen kamen die Abteilungsleiter mit Berichten, die dringend fertiggestellt werden mussten, während das Legal-Team und die Ermittler abwechselnd zusätzliche Dokumente anforderten, um die Unterlagen zu Adrians Fall zu vervollständigen.Auch Tara hatte kaum Zeit, einmal durchzuatmen.

  • Du hast sie gewählt. Ich nahm mir alles.   [98] b

    Jimmy holte langsam Luft, bevor er seinen Bericht fortsetzte. „Ich habe gerade die neuesten Informationen von unserem Mann aus der Rechtsabteilung erhalten.“Adrian runzelte die Stirn. „Welche Informationen?“„Das Apartment, in dem Miss Kara derzeit wohnt.“ Jimmy machte kurz eine Pause, als würde er die Auswirkungen seiner nächsten Worte abwägen. „Es wurde heute Abend vom Gerichtsvollzieher versiegelt.“Das leichte Lächeln, das noch vor wenigen Augenblicken Adrians Gesicht geziert hatte, verschwand langsam vollständig und wich einem angespannten Ausdruck. „Was hast du gesagt?“, zischte er scharf.„Die Ermittler haben erklärt, dass der Verdacht besteht, dass die betreffende Imm

  • Du hast sie gewählt. Ich nahm mir alles.   [98] a

    „Das kann nicht passieren.“Wie oft Leonard diesen Satz auf der Fahrt zu seinem Haus bereits gesagt hatte, wusste er selbst nicht mehr. Er konnte nicht glauben, was Helena ihm vorhin am Telefon mitgeteilt hatte. Mehrmals hatte er den Fahrer aufgefordert, schneller zu fahren, damit er möglichst bald sein Haus am Stadtrand erreichen konnte.Sobald er das exklusive Wohnviertel betrat, das seit Jahrzehnten als Symbol für den Ruhm der Familie Valmont galt, ließ ihn der Anblick vor seinen Augen erschaudern. Die Lichter des Hauses waren noch immer hell erleuchtet, doch das große Eisentor, das normalerweise fest verschlossen war, stand nun weit offen.Ein Fahrzeug mit der Aufschrift „Gerichtsvollzieher“ stand quer auf dem Grundstück, während mehrere uniformierte Beamte

  • Du hast sie gewählt. Ich nahm mir alles.   [97] b

    Der Mann sprang geradezu ungläubig über das, was seine Frau ihm am anderen Ende mitteilte, von seinem Stuhl auf.„Gut, ich verstehe. Ich komme sofort dorthin.“ Leonard beendete das Gespräch, ohne auf eine weitere Antwort zu warten.Er griff sofort nach seinem Gehstock und eilte hinaus. „Ich muss jetzt nach Hause“, sagte er, ohne die Situation zu erklären.Der Senioranwalt von R&H, der die dringliche Situation erkannt hatte, nickte nur kurz und begann, die Unterlagen zusammenzuräumen. „In Ordnung, Mr. Leonard. Wir setzen die Besprechung der Strategie morgen früh fort.“Bevor Leonard hinausging, hielt er direkt vor Adrian inne. Der Mann mittleren Alters sah Adrian mit einem scharfen, durchdringenden Blic

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