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ANASTASIAS PERSPEKTIVE
Das erste Mal sah ich Isaac Hayes auf der Weihnachtsfeier, die meine Familie vor Jahren veranstaltete. Er war der erste Mann, der mich jemals so ansah – als würde er mich wirklich sehen. Auf der Arbeit bemerkten mich Männer kaum, geschweige denn, dass sie mich anstarrten. Aber Isaac tat es, und dieser Blick hatte seitdem kostenlos in meinem Kopf gewohnt. Es war, als hätte das Schicksal mir zugeflüstert, dass ich meinen Seelenverwandten getroffen hatte. Und was für einen schönen. Groß, breitschultrig und atemberaubend gutaussehend. Seine grünen Augen durchbohrten mich förmlich, und sein weiches, widerspenstiges braunes Haar weckte sündige Gedanken, die ich nie laut aussprach. Früher fragte ich mich oft, wie es sich anfühlen würde, meine Finger darin zu vergraben oder daran zu ziehen, während ich seinen Namen schrie. Beschämenderweise wurde er zum Star meiner Träume, aus denen ich atemlos aufwachte. Aber Isaac Hayes war nicht irgendjemand. Er war mein Cousin. Der Sohn der Schwester meiner Mutter. Meine verbotene Schwärmerei. War ich verrückt? Absolut. Trotzdem war er der einzige Grund, warum ich mich jemals wirklich gesehen, wertvoll und lebendig fühlte. Und heute Abend würde ich ihn wiedersehen. Seine Familie musste jeden Moment hier sein. „Ana! Tante Jane ist da!“ Die Stimme meiner Mutter hallte von unten herauf. Mein Herz machte einen Satz. Er ist da. Ich stürzte zum Spiegel. Mein kurzer, verspielter Jumpsuit saß perfekt an meinen Oberschenkeln. Ich zog das pinkfarbene Band aus meinen Haaren und ließ sie locker über meinen Rücken fallen. Ein letzter Blick – ja, ich könnte ihn fast umhauen. Dann fiel mein Blick auf sie. Meine Brille. Ich erstarrte. Sie würde alles ruinieren. Ohne sie war ich jedoch fast blind. Mit einem frustrierten Seufzer schob ich sie mir auf die Nase und eilte aus meinem Zimmer. Der Anblick von Tante Jane in der Diele ließ mich quietschen: „Tante Jane!“ Ich flog die Treppe hinunter, die Arme ausgestreckt. Doch dann rutschte mein Fuß weg und die Welt kippte. Noch ein Schritt und ich wäre der Länge nach auf den Boden geknallt. Mir stockte der Atem, als starke Hände mich mitten im Fall auffingen. Oh Gott, sie waren groß und warm. Meine Augen flogen auf, als mein Körper gegen eine feste Brust prallte – so hart und muskulös unter meinen Händen. Meine Brille rutschte mir vom Gesicht, doch bevor sie auf dem Boden landete, fingen lange Finger sie mit müheloser Präzision auf. „Hey, Ana“, grollte eine tiefe Stimme über mir. Ein Schauer jagte durch meine Knochen und ließ mein Blut gefrieren. „Oh mein Gott, Ana, geht es dir gut?“, keuchte Tante Jane irgendwo in der Nähe. Ich hörte sie kaum. Denn als ich endlich den Kopf hob, erkannte ich den Mann, der mich hielt, überhaupt nicht. Tante Jane eilte herbei und zog mich sanft aus seinen Armen. „Ana, Schätzchen, bist du sicher, dass alles in Ordnung ist?“ Ihre besorgten Augen suchten meine, doch ich konnte sie kaum ansehen. Denn mein Blick hing immer noch an ihm. Da war etwas an der Form seines Mundes, an der Wärme in diesen Augen – auch wenn ich sie ohne Brille nicht richtig erkennen konnte. Mein Puls hämmerte in meinen Ohren. Dann lachte er. Ein tiefes, volles Lachen, das durch mich hindurchrollte und etwas tief in meiner Erinnerung weckte. Mein Magen machte einen Salto. „Ach Mom, ihr geht’s gut“, sagte er lässig, als wäre es nichts Besonderes, mich vor einem Sturz auf den Boden zu bewahren. Seine Stimme hatte denselben neckenden Tonfall, an den ich mich erinnerte. „Snowy geht’s gut, komm schon.“ Snowy? Niemand sonst nannte mich so. Bevor ich reagieren konnte, beugte er sich vor und setzte mir die Brille wieder auf. In dem Moment, als die Welt wieder scharf wurde, stockte mir der Atem. Da stand er – Isaac Hayes. Mein verbotener, wunderschöner Cousin. Und Gott steh mir bei, er war noch atemberaubender als früher. „Wie geht’s dir, Snow? Ist schon ewig her. Du bist weißer denn je“, sagte er mit einem frechen Grinsen. Meine Augen folgten ihm, bevor ich es überhaupt merkte. Isaac schob die Hände in die Hosentaschen, seine große Gestalt ganz in Schwarz gehüllt. „Hör auf, sie zu ärgern“, schimpfte Tante Jane. „Du bist wunderschön, Engel.“ Das schlichte Outfit hätte eigentlich nichts Besonderes sein sollen – nur ein enges T-Shirt und eine Hose –, doch an ihm war es pure Sünde. Wie es sich an seine Brust und seine Schultern schmiegte, die schlanke Kraft seines Körpers. Er sah aus, als wäre er direkt aus einem meiner Träume gestiegen – aus denen, die ich nie zu gestehen wagte. Sein braunes Haar war so flauschig wie früher, ein wenig wild und wie geschaffen dafür, dass Finger hindurchfuhren. Und diese Augen… Gott, diese grünen Augen passten einfach perfekt zu ihm. So klar und scharf, dass es unmöglich war, wegzuschauen. Ich schluckte schwer, Hitze kroch meinen Hals hinauf. Er war immer noch Isaac, mein Cousin, aber er war nicht mehr der Junge von früher. Nein, er war zu etwas viel Gefährlicherem herangewachsen – gefährlich schön, magnetisch und absolut tabu. Und das Schlimmste? Er sah sogar noch besser aus als in meinen Fantasien. Isaac verdrehte die Augen und murmelte im Weggehen: „Frauen.“ Tante Jane legte die Hand um meinen Arm und holte mich in die Gegenwart zurück. „Du siehst wunderschön aus, Ana. Du bist so groß geworden. Ich wette, die Jungs stehen bei dir Schlange“, neckte sie lachend. Hitze schoss mir in die Wangen, und mein Blick wanderte an ihr vorbei direkt in ein Paar grüner Augen, die mich von der anderen Seite des Zimmers beobachteten. Für einen Herzschlag verschwamm alles andere. Ich zwang mich, Tante Jane anzulächeln. „Nein, tun sie nicht“, sagte ich schnell und schob mit leichtem Schmollmund eine Strähne hinters Ohr. Meine Stimme klang kleiner als beabsichtigt. „Darf ich Isaac Hallo sagen?“ „Natürlich“, antwortete Tante Jane mit einem warmen Lächeln. „Wenn er dich ärgert, sag mir Bescheid. Dann versohle ich ihm den Hintern für dich, okay?“ Die Worte versetzten mir einen Stich. Das hatte sie früher immer gesagt, als Isaacs Neckereien mich noch zum Weinen brachten statt… zu diesem Gefühl. Ich zwang mich zu einem höflichen Lächeln und ging ins Esszimmer. Jeder Schritt fühlte sich an wie eine tickende Bombe. Mein Puls beschleunigte sich mit jeder Bewegung, als wollte mein Herz mich verraten, noch bevor ich ihn erreichte. Benimm dich normal. Einfach normal benehmen. Aber wie sollte ich das? Das letzte Mal hatte ich Isaac vor fünf Jahren gesehen. Damals war er noch ein Junge. Jetzt… sah er aus wie aus einer Pariser Modezeitschrift – so mühelos stilvoll und erwachsen. Als ich den Tisch erreichte, hob er den Kopf, und dieses vertraute Lächeln umspielte seinen Mund. „Snow?“ Seine Stimme hüllte mich ein. Ich schluckte schwer und zwang meine Lippen zu einem Lächeln. „Hey.“ Meine Stimme klang sanfter als erwartet, als ich mich auf den Stuhl ihm gegenüber setzte. Seine Augen funkelten. Dann lehnte er sich lässig zurück. „Also sag mal“, meinte er in einem Tonfall, der spielerisch und gleichzeitig ernst klang, „hast du schon einen Freund?“ISAACS PERSPEKTIVE.Ich konnte nicht sagen, wie spät es war oder wie lange die Minuten sich schon hingezogen hatten, aber ich lag da, unruhig, unfähig zu schlafen. Mein Körper weigerte sich, zur Ruhe zu kommen, und jeder Nerv war wach und angespannt.Unter der Decke konnte ich Ana spüren. So nah. Die Wärme ihres Körpers strahlte in meinen hinein, sickerte unter meine Haut und ließ meine Gedanken kreisen.Der ruhige Rhythmus ihres Atems hätte mich eigentlich einschläfern müssen, aber statt dessen hielt er mich wach und erinnerte mich mit jedem Ausatmen daran, dass sie hier war, in meinem Bett. Verdammt, ich wollte sie so dringend ficken.Ich schluckte schwer, meine Brust zog sich zusammen, als ich mich bewegte. Ohne es zu wollen, wanderte meine Hand, glitt über die Laken, bis sie sie fand. Ich zog sie näher an mich heran, unfähig, dem Bedürfnis zu widerstehen, sie an mir zu spüren, ihre Wärme in meinen unruhigen Körper eindringen zu lassen.Ich zog sie näher, bis die Rundung ihres Arsc
ISAACS PERSPEKTIVEAber mein Verstand… mein Verstand wusste genau, wie gefährlich das war, aber ich war verdammt hungrig nach dieser süßen, rosa Muschi, die mich direkt anstarrte.Ich war bereits am Rand des Zerbrechens, als sie sich erneut bewegte. Meine Augen flogen auf, gerade als ihre Hand begann, sich so langsam und suchend zu bewegen.Ihre Finger glitten unter die Knöpfe des Hemdes, in das ich sie gesteckt hatte, fummelten, bis sie nachgaben. Der Stoff fiel locker um sie herum und entblößte ihre weichen Brüste.„Snow… Was machst du?“ Meine Stimme brach warnend, aber es schien, als hörte sie mich nicht.Ihre Hand umfasste sich selbst, drückte, ihr Daumen strich über ihre Brustwarze, bis sie hart unter ihrer Berührung wurde. Ein leises Stöhnen strömte über ihre Lippen, kehlig und bedürftig, der Klang traf mich geradewegs.Ich atmete schwer, während mein Schwanz schmerzhaft gegen meine Sweatpants zuckte.Ihre andere Hand glitt hinunter zwischen ihre Schenkel, öffnete sich schamlos
ISAACS PERSPEKTIVENachdem ich das Erbrochene von Snows Haut abgerubbelt und sie unter den warmen Strahl der Dusche geschoben hatte. Ging ich duschen.Das Wasser prasselte auf mich herab, rollte über meine schmerzenden Muskeln, aber es reichte nicht aus, um den Schmerz wegzuspülen, der durch meine Brust kratzte. Oder tiefer.Ich wollte die Gedanken wegwaschen, die an meinem Verstand kratzten, aber jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, war sie da, in mein Gedächtnis eingebrannt.Ihre Haut leuchtete unter dem gedämpften Badezimmerlicht, die Weichheit ihrer Brust gegen meinen Arm, die Süße ihrer Haut, ihre kurvigen Hüften und der weiche Arsch, ihr feuchtes Haar, das an ihrer Haut klebte. Sie war überall und pochte durch mich wie eine Strafe.Mein Schwanz regte sich, schwoll an, bis er schmerzte und pulsierte. Ich fluchte unter meinem Atem, neigte den Kopf zurück gegen die Fliesen, Dampf ringelte sich um mich wie ein Hohn. Das Wasser erleichterte mich nicht. Es machte es nur schlimmer.F
ISAACS PERSPEKTIVEDie Nacht war dicht von Gelächter, und die Süße von gebratenem Fleisch lag in der Luft. Es war nach Mitternacht, und die Eltern waren bereits nach oben auf das Dach gegangen, während wir im Garten blieben. Es würde eine lange Nacht werden, und jeder Nerv in mir fühlte sich bereits lebendig an.Ich hatte gerade Tante Yvonne mit dem Abwasch geholfen und machte mich auf den Weg zum Garten, wo der eigentliche Spaß war. Aber am Eingang erstarrte ich.Eine Stimme, die ich nur zu gut kannte, glitt durch mich wie das Eintauchen in warmes Wasser.„Er ist anders.“Der Klang ließ meine Brust enger werden.Kenny lachte und fragte dann: „Anders wie? Hast du nicht einmal gesagt, du würdest nur einen Jungen lieben, der dich fühlen lässt wie die in verrückten Romanen? Oder fickt er auch so?“Ich hörte sie kichern. Gott, selbst unsichtbar konnte ich es mir vorstellen. Ihr Kopf duckte sich, die Art, wie ihre Zähne nervös an der Unterlippe zogen, diese mädchenhafte Scham, bemalt mit S
ANASTASIAS PERSPEKTIVE Endlich war die Weihnachtsfeier da. Das Haus leuchtete von Lichterketten und roch schwach nach Zimt, gebackenem Schinken und Bananenkuchen. Die Dinge fügten sich, oder zumindest schienen sie es von außen. Isaac zog bald in seine Wohnung, und ich? Nun, sobald die Feiertage vorbei waren, würde ich wieder zur Arbeit gehen mit langen Stunden, endlosen Bildschirmen, aber diesmal würde das Leben anders sein. Ich würde vorübergehend bei ihm wohnen. Allein der Gedanke daran ließ meine Brust vor unruhiger Aufregung pochen, wie ein Geheimnis, das ich verzweifelt in die kalte Dezemberluft schreien wollte. Ich konnte nicht aufhören zu lächeln. Meine Nerven summten vor Vorfreude, bis meine Handflächen warm waren trotz der Winterkälte, die durch die alten Fensterrahmen sickerte. „Ana! Mach die Tür auf!“ Moms Stimme schnitt durch meinen Nebel, scharf aus der Küche. Ich blinzelte überrascht und eilte zum Eingang. Als ich sie öffnete, traf mich ein Schwall kalter Wind, und
ANASTASIAS PERSPEKTIVEIn dem Moment, als ich eintrat, raubte der Anblick mir beinahe den Atem.Der große Eingangsbereich streckte sich nach oben, die Decken unmöglich hoch, gesäumt von kunstvollen Paneelen, die das goldene Nachmittagslicht einfingen.Eine geschwungene Treppe. Ihre teppichbelegten Stufen zogen den Blick nach oben zu einer Glaswand, hinter der die Herbstblätter draußen wie ein Gemälde loderten.Meine Absätze klickten leise auf dem polierten Boden, und der Klang wurde von der Stille des Raumes geschluckt. Die Luft roch schwach nach frischer Farbe und Zedernholz, vermischt mit dem sauberen, teuren Duft, der zu verweilen schien.Eine massive Urne mit Blumen stand am Fuß der Treppe, ihre orangefarbenen Blüten leuchteten gegen die kühlen Töne der Wände, als würde selbst die Dekoration Aufmerksamkeit fordern. Alles hier fühlte sich sorgfältig ausgesucht an, nichts fehl am Platz – wie er, kontrolliert und perfekt.Ich konnte nicht aufhören zu starren. Der Raum war nicht nur e







