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2. SAURE BEGIERDE

Penulis: I_nightshade
last update Tanggal publikasi: 2026-07-25 13:19:57

ANASTASIAS PERSPEKTIVE

Ich schluckte schwer und zwang meine Lippen zu einem Lächeln. „Hey.“ Meine Stimme klang weicher als erwartet, als ich mich auf den Stuhl ihm gegenüber setzte.

Seine Augen funkelten. Dann lehnte er sich lässig zurück. „Also sag mal“, meinte er, sein Tonfall spielerisch, aber ernst, „hast du schon einen Freund?“

„Was?“ Ich verschluckte mich fast, Hitze kroch mir die Kehle hinauf.

Isaacs Mund verzog sich zu einem kaum merklichen Grinsen. „Ich wette, du bist keine Jungfrau mehr.“

Für einen Herzschlag hätte ich schwören können, dass sein Blick sich verdunkelte, als er ihn langsam über meine Brüste gleiten ließ, tiefer wanderte und dann wieder zu meinen Augen zurückschnellte.

Mir stockte der Atem, Hitze schoss mir ins Gesicht.

Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. Was zur Hölle? Träumte ich? War das wieder eine meiner kranken Fantasien, die in die Realität sickerte?

„Nun ja“, fuhr er beiläufig fort, „weil alle ständig davon reden, was für ein braves Mädchen du bist. Das bezweifle ich stark.“

Ich zwang mich zu einem Lächeln, obwohl Unbehagen in mir aufstieg. „Was gibt es da zu bezweifeln?“

Er lehnte sich zurück und musterte mich, als würde er mich Schicht für Schicht auseinandernehmen. „Diese kleine Fassade, die du trägst. Die brave Mädchen-Nummer. Die Bücherwurm-Nummer. Der Typ, der abends mit einer Decke im Zimmer sitzt, liest, strickt, früh von der Arbeit kommt und vor Mitternacht schläft. Ist das wirklich alles, was in dir steckt?“

Ich erstarrte, als sich meine Kehle zuschnürte. Ein Bücherwurm? Stricken? Was war falsch daran? Trotzdem klang es aus seinem Mund, als würde es mich klein machen.

„Sag mal, Snow“, drängte er weiter, seine Stimme wurde tiefer. „Was für Bücher liest du eigentlich?“

Mein Magen sackte ab, Panik flatterte in meiner Brust. Wenn er es wüsste, wenn er auch nur ahnte… Die sorgfältig aufgebaute Fassade für meine Eltern würde zu Staub zerfallen.

Er durfte nicht wissen, dass ich hinter verschlossenen Türen mehr Dark Romance und pure Filth verschlang, als jedes brave Mädchen sollte.

Das Geräusch der Haustür, die aufschwang, zerriss den Moment. Ich blinzelte und riss meinen Blick gerade noch rechtzeitig los, als mein Vater hereinkam. Die Erleichterung durchflutete mich so schnell, dass meine Knie beinahe nachgaben.

„Da ist ja mein Großer!“ Dads Stimme dröhnte warm, als er Isaac entdeckte.

Ich senkte den Kopf und versteckte die Röte, die mir ins Gesicht brannte, während Isaac aufstand, um ihn zu begrüßen.

„Ich habe gehört, ihr zieht nächste Woche hierher“, sagte Dad und klopfte ihm auf die Schulter. „Das sind großartige Neuigkeiten. Dann hat Anastasia endlich einen großen Bruder in der Nähe.“

Mein Herz stolperte. „Ihr zieht her?“ platzte ich heraus, schärfer als beabsichtigt. Beide drehten sich zu mir um. „Warum hat mir das keiner gesagt?“

„Nur ich“, antwortete Isaac glatt. „Ich habe eine Arbeitsvereinbarung.“

Die Worte trafen mich wie ein Stein in den Magen. Er würde hier sein. Nah?

„Okay, Essen ist fertig!“ Moms Stimme klang aus der Küche.

Dad gab Isaac noch einen Klaps. „Du machst das gut. Schön, dass du in der Nähe bist.“ Dann ging er weiter und ließ uns allein.

Die Stille dehnte sich einen Moment, bevor Isaac den Abstand zwischen uns überbrückte. Mein Puls flatterte.

„Meine Freunde und ich geben morgen Abend eine Party“, sagte er. „Wir gehen hin. Zieh etwas Schönes an. Etwas Clubmäßiges. Ich wette, du hast so was, Snowy.“

Mein Mund öffnete sich ungläubig. „Was? Ich habe nicht gesagt, dass ich mit dir gehe.“

Aber er wartete nicht auf meine Antwort. Ohne ein weiteres Wort drehte Isaac sich um und schlenderte ins Esszimmer, während ich wie angewurzelt dastand – errötet, durcheinander und mit seinem Befehl, der immer noch wie ein Trommelschlag in meinen Ohren dröhnte, den ich nicht zum Schweigen bringen konnte. Auf keinen Fall würde ich mit ihm in irgendeinen Club gehen.

Das war so scheiße. Meine Eltern würden mich nie zum Clubben lassen, aber plötzlich war es in Ordnung, weil es mit Isaac war? Die Heuchelei schmerzte.

„Ana! Bist du noch nicht fertig?“ Moms Stimme hallte durchs Haus, und bevor ich antworten konnte, stand sie schon in meiner Tür.

Ich versteifte mich, als ihr Blick von oben bis unten über mich glitt. Sie schnappte leise nach Luft und hob eine Hand an die Lippen.

„Ist sie fertig?“, hörte ich Tante Janes Stimme, als die Tür weiter aufgeschoben wurde.

Ich erstarrte. Aber sie erstarrten noch mehr.

Einen Moment lang starrten wir drei uns nur an, die Stille dick genug zum Ersticken. Meine Handflächen wurden feucht, während ich meinen Blick zwischen ihnen hin- und herwandern ließ und nach einem Hinweis suchte. Warum sagten sie nichts?

Dann brach Tante Jane das Schweigen. Ihr Lächeln war wehmütig, ihre Stimme fast nostalgisch. „Sie sieht aus genau wie du in der Highschool.“

Moms Lippen verzogen sich, ihre Augen weich vor Stolz. „Eher wie du.“

Ich atmete tief durch und ging die Treppe hinunter, jeder Schritt bewusst. Das weiße Kleid schmiegte sich wie ein Flüstern an meinen Körper – ärmellos, mit einem Ausschnitt, der gerade tief genug war, um mein Dekolleté zu betonen, der Saum gewagt hoch und knapp über meinem Po. Zusammen mit meinen Stiefeln mit Absatz fühlte ich mich größer, mutiger, auch wenn meine Haut unter dem Gewicht meiner eigenen Nervosität brannte.

Auf halber Treppe schwang die Küchentür auf. Dad kam mit einem Geschirrtuch in der Hand heraus, summte vor sich hin, bis sein Blick auf mich fiel.

Er erstarrte. Dann lief sein Gesicht rot an. „Anastasia“, keuchte er, seine Stimme scharf vor Schock. „Zieh dich um. Sofort. Dieses Kleid ist viel zu kurz!“

Mein Magen sackte ab, Schuld stieg heiß in meiner Kehle auf, doch bevor ich antworten konnte, schnitt eine Stimme durch die Anspannung.

„Sie sieht hübsch aus.“

Isaac stand am Fuß der Treppe, die Arme locker verschränkt, mit diesem leichten Lächeln auf den Lippen, als hätte er genau auf diesen Moment gewartet. Seine grünen Augen blickten zu mir hoch, und die Art, wie er mich ansah, ließ meine Knie weich werden.

„Onkel“, fuhr Isaac ruhig fort, sein Ton selbstsicher, fast beschützend. „Sie ist die ganze Nacht bei mir. Ich versichere dir, es ist alles in Ordnung.“

Die Worte hingen schwer in der Luft, mit einer Doppeldeutigkeit, die nur ich zu hören schien.

Dad zögerte, der Kiefer angespannt, doch Isaacs ruhige Sicherheit schien ihn zu entwaffnen.

Bevor die Stille sich ausdehnen konnte, klackerten Tante Janes Absätze hinter ihm. Sie sah mich einmal an, dann Isaac. „Isaac, fahr vorsichtig!“, rief sie fröhlich, als wäre die Sache bereits entschieden.

Mein Herz raste, als Isaac zur Tür deutete, das Lächeln nie aus seinem Gesicht weichend. Und alles, woran ich denken konnte, war: Was zur Hölle hatte ich mir da gerade eingebrockt, indem ich in diesem Kleid heruntergekommen war?

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