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Kapitel 17

Author: Ellie💕
last update publish date: 2026-09-18 08:24:32

Grenzen testen

Die Nachmittagssonne tauchte das Penthouse in warmes, goldenes Licht, doch Elena spĂŒrte nur das kalte Gewicht ihres KĂ€figs. Nach dem intensiven Morgen im BĂŒro hatte sie stundenlang Sandros Worte, seine beilĂ€ufigen Drohungen und die Art, wie ihr Körper sie mit verzweifelter Hitze verraten hatte, immer wieder durchlebt. Genug war genug.

Sie fand ihn im Hauptwohnbereich, wo er Dokumente auf seinem Tablet ĂŒberprĂŒfte. Er sah unfairerweise vollkommen beherrscht aus in einem weiteren sc
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    Öffentliches BekenntnisDie Einladung zur Gala der Hartwell Foundation war drei Wochen zuvor eingetroffen. Sandro hatte ursprĂŒnglich vorgehabt, sie abzulehnen.Jetzt war sie sein einziger möglicher Schachzug.„Sie wollen sehen, ob du einknickst“, hatte Luca am Nachmittag im Arbeitszimmer gesagt. Eine Hand ruhte auf der Lehne eines Stuhls, seine Stimme klang glatt und vernĂŒnftig. „Baldini und das Konsortium. Die HĂ€lfte des Ballsaals hat das Video inzwischen gesehen. Wenn du zu Hause bleibst, ist das eine BestĂ€tigung. Wenn du mit deiner Frau am Arm hineingehst, setzt du ein Zeichen.“Sandro hatte ihn lange angesehen. Lucas Gesichtsausdruck hatte sich nicht verĂ€ndert. Das tat er nie. Doch Sandro beobachtete seine HĂ€nde, und er sah in Gedanken immer wieder die Überwachungsaufnahme aus dem Flur vor sich. Schließlich sagte er nur: „Organisiere die Wagen.“Elena zu ĂŒberzeugen, war schwieriger gewesen. Er hatte mit Widerstand gerechnet. Stattdessen hatte sie am Morgen im grauen Licht in der S

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    Das Massaker an den ContisDie Datei traf um 9:14 Uhr ein.Elena stand an der KĂŒchenarbeitsplatte der sicheren Wohnung und versuchte, ein trockenes StĂŒck Toast hinunterzubekommen, als ihr Handy auf dem Marmor vibrierte. Kein Name. Keine Nummer. Nur ein Link und eine einzige Zeile darunter.Du wolltest die Wahrheit. Hier ist sie. Die ganze Wahrheit.Sie starrte auf den Bildschirm, bis der Toast in ihrer Hand kalt wurde.Sandro war vor einer Stunde mit Luca und zwei seiner MĂ€nner zu einem Treffen aufgebrochen, dessen Zweck er sich geweigert hatte zu erklĂ€ren. Er hatte sie im Flur auf die Stirn gekĂŒsst, kurz und abgelenkt, wĂ€hrend seine Gedanken bereits auf der Straße gewesen waren. Dante war am Eingang postiert. Eine Krankenschwester las Claire im Schlafzimmer vor, ihre Stimme drang sanft durch die Wand. Die Wohnung fĂŒhlte sich an wie ein angehaltener Atemzug.Elenas Daumen schwebte ĂŒber dem Link.Ein Teil von ihr wusste bereits, was es war. Vor drei Tagen hatte sie dreißig Sekunden dav

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    Ungefilterte VerletzlichkeitSandro hatte sich die Aufnahmen dreimal angesehen.Die Flurkamera vor dem Hauptschlafzimmer war alt und ungĂŒnstig ausgerichtet, aber sie lieferte genĂŒgend Details. Luca, der zur Seite trat. Elena, die an ihm vorbeiging. Ein kurzes Streifen ihrer Finger, so klein und so geĂŒbt, dass ein weniger aufmerksamer Mann es ĂŒbersehen hĂ€tte. Ein weißes StĂŒck Papier, das in ihrer HandflĂ€che verschwand.Er hatte das Bild bei ihrem Gesicht angehalten. Sie hatte nicht nach unten geschaut. Sie hatte sich nicht umgedreht. Sie war einfach nur stehen geblieben, die Schultern angespannt, die Hand geschlossen, als hielte sie eine lebende Handgranate.Dann hatte er den Laptop zugeklappt und nichts unternommen.Es war die schwerste Entscheidung, die er seit Jahren getroffen hatte. Jeder Instinkt in ihm sagte ihm, er solle in den Flur gehen, ihr Handgelenk packen und ihr abnehmen, was Luca ihr gegeben hatte. Jeder Instinkt sagte ihm, er solle Luca gegen eine Wand drĂŒcken. Stattdes

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 99

    Emotionaler ZusammenbruchElena schlief nicht.Sie lag neben Claire im kleinen Schlafzimmer der sicheren Wohnung, bis sich der Atem ihrer Schwester zu dem langsamen Rhythmus eines tiefen Schlafes beruhigt hatte. Danach blieb sie noch eine weitere Stunde wach und beobachtete, wie das Nachtlicht einen blassen Kreis an die Decke warf. Alle paar Minuten knarrte irgendwo im Flur eine Diele. Alle paar Minuten schreckte ihr Körper hoch, ĂŒberzeugt davon, dass sich gleich die TĂŒr öffnen und das Geschrei von vorne beginnen wĂŒrde.Doch es geschah nicht.Gegen vier Uhr morgens glitt sie lautlos aus dem Bett. Ihre Beine fĂŒhlten sich seltsam an, schwer und wackelig, als gehörten sie jemand anderem. Sie schloss die TĂŒr so weit, dass sie nur noch einen kleinen Spalt offen blieb, genau so, wie Claire es mochte, und ging auf Socken den Flur entlang.Die Wohnung war still. Dante stand am anderen Ende neben der EingangstĂŒr, die Arme verschrĂ€nkt und den Blick auf die Überwachungsmonitore gerichtet. Er nic

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 84

    Schwester im KreuzfeuerDas Auto raste durch die Straßen der spĂ€ten Nacht.Sandro saß hinten neben Elena. Dante fuhr. Rocco saß vorne auf dem Beifahrersitz und hielt ein Telefon ans Ohr.„Berichte“, sagte Sandro.Rocco hörte zu und antwortete dann. „Drei MĂ€nner haben es auf die Etage geschafft. Zwei von unseren Leuten sind am Boden, aber noch am Leben. Claires Zimmer ist abgeriegelt. Sie versuchen, den Flur zu halten.“Elenas HĂ€nde waren kalt in ihrem Schoß. „Wie nah sind sie an ihr?“„Nah genug“, sagte Sandro. Er sah Dante an. „Schneller.“Das Krankenhaus kam innerhalb weniger Minuten in Sicht. ZusĂ€tzliche Sicherheitsfahrzeuge standen bereits draußen. Blinkende Lichter spiegelten sich in den GlastĂŒren. Sandro war aus dem Wagen, bevor er vollstĂ€ndig zum Stehen gekommen war. Elena folgte dicht hinter ihm.Im Inneren herrschte auf der privaten Etage kontrolliertes Chaos. Wachen in dunkler Kleidung standen den Korridor entlang. Ein Arzt versuchte zu sprechen und wurde zur Seite gewinkt.

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    BestĂ€tigungDie Übelkeit war fast so schnell verschwunden, wie sie gekommen war, und Elena war ĂŒberzeugt, dass es nichts weiter als die Nachwirkungen von extremem Stress und körperlicher Erschöpfung gewesen waren. Eine leichte Grippe vielleicht, ausgelöst durch die stĂ€ndigen AdrenalinschĂŒbe, schlaflosen NĂ€chte und emotionalen Turbulenzen, die zu ihrem neuen Normalzustand geworden waren.Sie schob die Schwangerschaftsangst entschieden in den hintersten Winkel ihres Bewusstseins, als sie im luxuriösen Badezimmer stand, sich kaltes Wasser ins Gesicht spritzte und ihr Spiegelbild im großen Spiegel betrachtete. Ihre Augen sahen mĂŒde aus, ĂŒberschattet von Zweifeln und unausgesprochenen Ängsten, aber sie zwang sich, die Schultern zu straffen und tief durchzuatmen.Es gab keine Zeit fĂŒr erschreckende Was-wĂ€re-wenn-Szenarien oder endlose Gedankenspiralen. Nicht mit Lucas geheimem Angebot, das immer noch wie eine versteckte Bombe in ihrem Telefon brannte, nicht mit Valentinas Drohungen, die wie

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