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Ch 2

ผู้เขียน: Zeaauthor
last update วันที่เผยแพร่: 2026-07-05 13:33:39

Morgan blickte auf die Geldscheine, die über das Bettlaken verstreut lagen, während sich ein spöttisches Lächeln auf seinen Lippen abzeichnete. Er verschränkte die Arme vor der Brust und betrachtete Camelia, die vor Wut noch immer am ganzen Körper zitterte, als wäre sie nichts weiter als ein lästiges Problem, das sich mit einem Bündel Geldscheine lösen ließ.

„Oh, also lehnst du mein Geld ab, Camelia?“ Seine Stimme klang voller Verachtung und hallte durch das stille Hotelzimmer. Langsam setzte er einen Schritt nach dem anderen auf das Bett zu und verringerte den Abstand zwischen ihnen, ohne den Blick von ihr abzuwenden. „Gut. Wenn du es ablehnst, dann merk dir eines: Ich werde dir niemals wieder irgendeine Entschädigung anbieten. Wage es nie, eines Tages an meine Tür zu klopfen und unter Tränen Verantwortung von mir zu verlangen.“

Klatsch!

Ein schallender Schlag durchschnitt Morgans Worte.

Camelias Hand traf seine Wange mit voller Wucht und hinterließ einen roten Abdruck auf seiner Haut. Die Ohrfeige war so kräftig, dass sein Kopf zur Seite gerissen wurde. Camelia atmete schwer, ihre Brust hob und senkte sich hastig, während ihre Wut jede Spur von Geduld in ihr ausgelöscht hatte. Sie verabscheute jedes seiner Worte, jeden Tonfall und jeden herablassenden Blick.

„Ich will deine erbärmliche Entschädigung ebenfalls nicht!“, zischte sie zwischen zusammengebissenen Zähnen. Mit zitternden Händen krallte sie sich in das Bettlaken, ihre Augen funkelten vor Hass. „Was letzte Nacht angeht ... betrachte ich es einfach als mein Pech, mit einem Wildschwein im Bett gelandet zu sein!“

Sofort verhärtete sich Morgans Kiefer. Die Adern an seinem Hals traten deutlich hervor, und seine Augen verdunkelten sich. Ausgerechnet Morgan, der einzige Erbe einer angesehenen Familie und stets von allen bewundert, war gerade mit einem Wildschwein verglichen worden.

Doch noch bevor er reagieren oder sie erneut festhalten konnte, war Camelia bereits aufgesprungen. Sie warf die Decke beiseite, hob ihr zerknittertes Kleid vom Boden auf und eilte ins Badezimmer.

Keine drei Minuten später kam sie bereits wieder heraus. Sie hatte ihr zerknittertes Kleid angezogen, griff nach ihrer Handtasche und marschierte entschlossen zur Tür. Ohne Morgan auch nur eines Blickes zu würdigen, verließ sie das Zimmer und schlug die Hoteltür mit solcher Wucht hinter sich zu, dass der Knall durch den gesamten Flur hallte.

Ihre Schritte hallten laut über den weichen Teppich des stillen Hotelkorridors. Ihr Kopf pochte heftig – nicht nur wegen der nachlassenden Wirkung des Medikaments, sondern auch, weil die Erinnerungen an die vergangene Nacht Stück für Stück zurückkehrten wie die Teile eines schrecklichen Puzzles.

Am Abend zuvor hatte sie den Geburtstag ihrer besten Freundin Devia gefeiert. Sie erinnerte sich genau daran, wie sie mit einem warmen Lächeln den festlich geschmückten Saal betreten hatte, glücklich darüber, nach vielen Jahren im Ausland endlich wieder in ihre Heimat zurückgekehrt zu sein. Doch alles änderte sich, nachdem ihr ein Glas mit einer rosafarbenen Flüssigkeit gereicht worden war.

„Devia ... warum fühlt sich mein Kopf plötzlich so schrecklich an?“

Sie erinnerte sich daran, wie sie sich benommen die Schläfen hielt, während ihre Sicht immer verschwommener wurde.

Devia legte ihr damals sanft eine Hand auf die Schulter und lächelte beruhigend – ein Lächeln, das Camelia inzwischen nur noch als falsch empfand.

„Camelia, du bist bestimmt nur vom langen Flug erschöpft. Du bist doch erst nach vielen Stunden Flug hier angekommen. Dein Körper braucht einfach etwas Zeit.“

Damals hatte Camelia, die kaum noch bei Bewusstsein war und ihren Körper nur noch schwer kontrollieren konnte, lediglich schwach genickt. Sie ließ sich von Devia stützen, aus dem Festsaal führen, mit dem Aufzug nach oben bringen und schließlich bis vor eine Holztür begleiten, auf der in goldenen Zahlen die Zimmernummer 404 stand.

Devia legte sie auf das Bett und flüsterte, sie werde nur kurz Wasser holen.

Wer hätte ahnen können, dass ausgerechnet in diesem dunklen Hotelzimmer ihr Schicksal sie mit Morgan zusammenführen würde – dem Mann aus ihrer Vergangenheit, den sie ihr Leben lang gehasst und gemieden hatte.

Verdammt.

Das alles war geplant gewesen.

Allein die Erinnerung an Devias freundliches Lächeln ließ Camelias Magen vor Übelkeit zusammenziehen. Sie konnte das nicht einfach hinnehmen. Dieses Unrecht durfte nicht ungestraft bleiben.

Von Wut getrieben beschleunigte sie ihre Schritte, nahm ein Taxi und fuhr direkt zu Devias Luxusapartment, dessen Adresse sie noch immer auswendig kannte.

Rumms!

Die Tür sprang auf, nachdem Camelia den Zugangscode eingegeben hatte, den Devia ihr vor langer Zeit gegeben hatte. Offenbar war er noch nicht geändert worden.

Im hell erleuchteten Wohnzimmer saß Devia entspannt auf dem Sofa, einen Becher heißen Kaffee in der Hand und noch immer in ihrem seidenen Morgenmantel.

Erschrocken sprang sie beinahe auf und hätte ihre Tasse fallen lassen, als sie Camelia in der Tür stehen sah – außer Atem, mit zerzausten Haaren und völlig zerknitterter Kleidung.

„Camelia? Du bist schon—“

Weiter kam sie nicht.

Mit großen Schritten überbrückte Camelia die Entfernung zwischen ihnen. Ihr rechter Arm schnellte in die Höhe.

Klatsch!

Die zweite Ohrfeige an diesem Morgen war noch heftiger als die erste.

Devias Kopf wurde zur Seite geschleudert. Die Kaffeetasse entglitt ihrer Hand, zerschellte auf dem Boden, und schwarzer Kaffee sowie Keramikscherben verteilten sich im ganzen Raum.

Devia presste sich die Hand auf ihre brennende Wange und starrte Camelia mit weit aufgerissenen Augen an.

„Verdammt noch mal, Devia!“, schrie Camelia. Die Tränen, die sie die ganze Zeit unterdrückt hatte, liefen nun über ihre Wangen. Ihre Stimme bebte vor Zorn.

„Du hast mich letzte Nacht absichtlich vergiftet, nicht wahr? Du hast mich in dieses Zimmer gelockt!“

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