LOGINWarnung: Expliziter sexueller Inhalt. Die Alpha war brünstig und konnte das nicht allein ertragen. Also rief sie ihre Betas. Die Tür öffnete sich ohne Vorwarnung. Ihre Betas hatten sie schon lange vor ihrem Ruf gerochen. Kade trat als Erster ein, die Brust frei, die Narben glänzten im Fackelschein. Seine Nüstern bebten, seine Augen waren schwarz vor Wolfsblut. Er sah aus, als würde er sich nur mit Mühe davon abhalten, ihr die Kleider mit den Zähnen vom Leib zu reißen. Lucian folgte, schlank und gefährlich, seine silbernen Augen funkelten vor einem Hunger, der langsamer, geduldiger, aber nicht weniger tödlich war. Beide blieben an der Schwelle stehen und genossen ihren Anblick – nackt, schwitzend, zitternd, ihre Schenkel glänzten vor Verlangen. „Alpha“, murmelte Lucian mit tiefer, ehrfürchtiger und zugleich spöttischer Stimme. „Du brennst.“ Selene fletschte die Zähne. „Steh nicht da. Komm her.“ Sie gehorchten sofort. Kade durchquerte den Raum in drei Schritten, packte sie an der Taille und zog sie an seine Brust. Sein Mund presste sich auf ihren, rau, brutal, nur Zähne und Zunge. Selene stöhnte hinein, krallte sich in seinen Rücken, rieb sich an der harten Linie, die sich in ihren Bauch drückte. Lucian schob sich hinter sie, seine Hände strichen sanft über ihre Hüften, seine Lippen streiften über ihre Schulter, als wolle er mit jedem Kuss sein Revier markieren. Der Duft von ihnen – Schweiß, Moschus, Wolf – erfüllte ihre Lungen, bis ihr schwindlig wurde. Ihr Wolf heulte in ihr und verlangte, dass sie sie beide nahm, sie auf die wildeste Weise zu ihren machte. Sie stieß Kade zurück aufs Bett und kletterte auf ihn, noch bevor er etwas sagen konnte. Sein Schwanz war dick, die Spitze schon feucht, und sie verschwendete keine Zeit mit Vorspiel.
View MoreElenas Sicht
Die Haustür klickte, und mir wurde mulmig zumute – nicht vor Angst, sondern vor etwas viel Gefährlicherem. Julian war zurück. Ich hatte ihn seit fünf Jahren nicht gesehen. Nicht seit meiner Hochzeit. Meiner Hochzeit – mit seinem jüngeren Bruder Max. Derselben Hochzeit, bei der Julian, schon leicht angetrunken und umwerfend gut aussehend in einem schwarzen Anzug, mich in einen schattigen Flur gezogen und geflüstert hatte: „Bist du dir sicher, Liebes? Du kannst noch fliehen.“ Ich war nicht geflohen. Ich hatte Max geheiratet. Den sicheren, verlässlichen Max. Fünf Jahre lang war ich die perfekte Ehefrau gewesen – lächelnd auf Wohltätigkeitsgalas, Gastgeberin von Dinnerpartys, so tund, als wäre die magnetische Spannung zwischen Julian und mir nur noch eine Erinnerung. Ich hatte Max geheiratet, weil es sich sicher anfühlte. Sich mit dem gefährlichen und unberechenbaren Julian einzulassen, könnte mir das Herz brechen, zumindest dachte ich das. Er war das schwarze Schaf der Familie. Äußerlich ein Playboy, aber unwiderstehlich attraktiv und charmant. Fünf lange Jahre hatte ich mich zwar sicher gefühlt, war aber insgeheim einsam und hatte gebetet, meine Anziehung zu Julian zu überwinden. Doch nun war er da. Er würde den nächsten Monat in unserem Gästehaus wohnen, während sein Penthouse in Manhattan renoviert wurde. Ich wischte mir die schwitzigen Hände an meinem Kleid ab und betrachtete mein Spiegelbild im Flurspiegel. Max war bei der Arbeit. Nur ich – und Julian. Und die Stille zwischen uns war knisternd wie ein Blitz. „Immer noch am Starren, was?“, kam die tiefe, samtige Stimme hinter mir. Ich drehte mich um. Langsam. Julian Hart. Größer, als ich ihn in Erinnerung hatte. Dasselbe verschmitzte Grinsen, das mir einst die Knie weich werden ließ. Breite Schultern in einem taillierten anthrazitfarbenen Mantel, die Ärmel bis zu den Unterarmen hochgekrempelt, als gehöre ihm der Raum – denn das tat er schon immer. Sein dunkles Haar fiel perfekt zerzaust, und der Duft von Leder, Rauch und etwas unbestreitbar Männlichem traf mich wie eine Droge. „Findest du das gut?“, fragte er, und ich konnte nicht so tun, als wüsste ich nicht, wovon er sprach. Nicht, nachdem er mich dabei ertappt hatte, wie ich ihn unverhohlen anstarrte, seine Bauchmuskeln und – ach – seine schmale Taille. „Du bist zu früh“, sagte ich stattdessen und versuchte, meine Fassung zu bewahren. Meine Stimme verriet mich – zu angespannt, zu bedürftig. „Ich habe dich vermisst“, sagte er beiläufig. „Diesen Ort. Und natürlich meine Lieblingsschwägerin.“ „Ich bin deine einzige Schwägerin“, korrigierte ich ihn und kniff die Augen zusammen. „Genau“, sagte er und kam näher. Eine Hitze ging von ihm aus, die mich zu verschlingen drohte. Ich schluckte und wich zurück – aber Julian folgte mir. Er folgte mir immer. Mein Rückzug war eine Einladung. Wir blieben erst stehen, als wir uns gegenüberstanden. Sein Blick fiel auf meine Lippen, verweilte dort, dann hob er sich zu meinen. „Du siehst noch besser aus, als ich dich in Erinnerung hatte“, murmelte er mit rauchiger, tiefer Stimme. „Du solltest aufhören“, flüsterte ich atemlos. „Max …“ „Ist nicht hier“, sagte er. „Und du hast mir auch auf der Hochzeit nicht gesagt, dass ich aufhören soll.“ Meine Wangen glühten. Dieser Flur. Dieser Kuss, über den wir nie gesprochen haben. Dieser verdammte Kuss. Es kam immer wieder darauf zurück. „Ich hatte Angst“, sagte ich kaum hörbar. „Ich auch. Angst davor, wie sehr ich etwas wollte, das mir nicht gehörte“, gestand er und beugte sich vor, sodass sein Atem mein Ohr streifte. Ein leises Geräusch entfuhr mir – kein Keuchen, kein Flehen. Meine Knie zitterten. Seine Finger streiften meine Taille. Ich erstarrte – nicht aus Widerstand, sondern vor Vorfreude. „Ich dachte, fünf Jahre würden das auslöschen“, sagte er. „Aber in dem Moment, als ich dich sah, wusste ich, dass es nicht tot war. Nur in einen Ruhezustand versetzt worden war.“ „Das kannst du nicht“, flüsterte ich. „Julian, wir können nicht.“ Mein Herz pochte mir bis zum Hals. Er lächelte langsam und verschmitzt. „Nicht? Oder nicht?“ Ich hätte ihn wegstoßen sollen. Ich hätte ihn daran erinnern sollen, dass ich die Frau seines Bruders war. Doch als sich unsere Lippen endlich berührten, wehrten sich meine Hände nicht – sie krallten sich in sein Hemd und zogen ihn näher. Der Kuss war Feuer. Nicht sanft, nicht süß – er war fünf Jahre unausgesprochener Sehnsucht, das Gefühl, neben Max im Bett zu liegen und mir Julians Hände, Lippen, Zunge vorzustellen … Seine Hand krallte sich in mein Haar und zog meinen Kopf tiefer in seinen Bann. Die andere umfasste meine Hüfte und presste mich fest an ihn. Ich stöhnte. Ich zitterte schon vor Verlangen. „Sag es“, knurrte er gegen meinen Mund. „Sag mir, dass du mich vermisst hast.“ „Ich habe dich vermisst. Jeden verdammten Tag“, flüsterte ich. Er küsste mich erneut, diesmal rauer, sein Oberschenkel presste sich gegen meinen. Mein Kleid rutschte hoch, als ich mich an ihn schmiegte, die Reibung suchend wie eine Süchtige. Dann löste er sich von mir. Und plötzlich fühlte ich mich völlig leer. „Du bist noch nicht bereit, von mir gefickt zu werden, Elena. Noch nicht. Aber bald“, sagte er düster. „Julian …“, hauchte ich, die Enttäuschung nagte an mir. „Heute Abend“, sagte er. „Abendessen. Nur wir beide. Zieh etwas an, das du noch nie für Max getragen hast.“ Und dann ging er und ließ mich errötet, zitternd und voller Sehnsucht zurück. Ich hasste ihn. Da war ich mir sicher. Ich hasste, wie er mich fühlen ließ. Er gab mir das Gefühl, eine Hure zu sein. Eine Frau, die keine Kontrolle über ihre Gefühle und Begierden hatte. Aber ich liebte ihn auch. Liebe? Ich wusste nicht, was ich für Julian empfand, aber es war definitiv ein sehr starkes Gefühl. Es ließ mich die Kontrolle verlieren. Mein Körper schien nach seiner Pfeife zu tanzen. Ich will mich nicht so fühlen. Ich war doch verheiratet! Ich wollte nicht das Gefühl haben, einen Fehler bei der Wahl meines Mannes gemacht zu haben, aber genau so fühlt es sich von Anfang an an. Bin ich ein schlechtes Mädchen? Warum sehne ich mich nach dem falschen Bruder?Der Raum schien auf das rote Blinken des Zünders zu schrumpfen.Elodies Herz hämmerte, als sie sah, wie Ciaran seine Waffe senkte. Jeder Muskel in seinem Körper schrie nach Widerstand, doch er ließ die Waffe dennoch fallen; das schwere Aufschlagen hallte wie Verrat wider.„Nein“, flüsterte sie und schüttelte den Kopf. „Tu es nicht …“„Still“, krächzte er, ohne Rourke auch nur einen Augenblick aus den Augen zu lassen. Dann ging Ciaran langsam und bedächtig in die Knie.Ein breites, triumphierendes Grinsen breitete sich auf Rourkes Gesicht aus. „Da haben wir es. Das Biest, endlich an der Leine.“ Er trat näher, genoss jede Sekunde, den Zünder wie eine Krone in der Hand haltend. „Ich habe dich schon einmal vor den Flammen in die Knie gezwungen. Ich werde dich wieder in die Knie zwingen – und diesmal vor ihr.“Elodie stockte der Atem. Das Bild – die Vergangenheit – schnitt wie Glas durch ihre Brust. Sie wollte Ciaran anschreien, er solle kämpfen, aufstehen, alles sein, nur nicht gebrochen.
Das Bett war zu groß für sie beide, und doch fühlte es sich irgendwie zu klein an. Die Laken hatten sich um ihre Körper geschlungen, waren feucht vor Schweiß und trugen den schwachen Geruch von Rauch, der an ihrer Haut haftete.Elodie lag halb an ihn geschmiegt; ihre Wange ruhte auf den Narben, die seinen Brustkorb durchzogen. Sie fuhr mit den Fingerspitzen darüber – ohne zu zucken, ohne Mitleid, einfach nur berührend. Sie erkundete ihn, als wäre er mehr als nur Wunden, mehr als nur Gewalt.Ciarans Hand ruhte in ihrem Nacken – besitzergreifend, selbst im Schlaf. Doch er schlief nicht. Sein Atem ging unregelmäßig, gefangen zwischen Erschöpfung und Wachsamkeit.„Du starrst“, murmelte er.„Ich präge es mir ein“, flüsterte sie.Seine Lippen verzogen sich, ohne jede Heiterkeit. „In Ruinen liegt nichts Schönes.“Sie hob den Kopf und sah ihm in die Augen. „Im Überleben liegt alles Schöne.“Die Worte rührten etwas in ihm auf. Ausnahmsweise antwortete er nicht mit einem spöttischen Lächeln ode
Das Feuer fraß sich noch immer in den Himmel, als sie aus dem Lagerhaus taumelten. Rauch kräuselte sich in schwarzen Bändern empor und trug den beißenden Geruch von verkohltem Stahl und Blut mit sich. In der Ferne heulten Sirenen – zu weit weg, um eine Rolle zu spielen, zu spät für eine Rettung.Elodies Lungen brannten, als hätte sie die Flammen selbst verschluckt. Ihre Knie knickten auf dem rissigen Asphalt ein, ihre Handflächen schürften über den Beton. Ciaran wankte nicht. Er stand einfach über ihr, ein drohender Schatten; seine Brust hob und senkte sich schwer, sein Gesicht hinter der rußverschmierten Halbmaske war undurchdringlich.„Steh auf“, sagte er mit heiserer Stimme.Ihr Körper gehorchte, noch bevor ihr Verstand es tat. Wut gab ihren zitternden Beinen Halt. „Das war’s? Keine Erklärung? Kein …“ Sie biss sich fest auf die Lippe und schmeckte Eisen. „Keine Wahrheit?“Er drehte den Kopf; die Maske glänzte im unheilvollen Schein des Feuers. „Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunk
Die Konfrontation zog sich in die Länge, schwer von Schießpulverrauch und Stille.Ciaran rührte sich nicht; seine Waffe war auf den Eindringling gerichtet. Die Narben an seinem Kiefer spannten sich, sein Körper war bereit zu töten. Doch der Name, den er ausgespuckt hatte – Rourke –, hing wie ein Fluch in der Luft, scharf genug, um selbst seine Selbstbeherrschung zu durchbrechen.Rourke stieg lässig über die Leichen, die auf dem Boden lagen, ohne auch nur einen Blick auf die Männer zu werfen, die Ciaran niedergemetzelt hatte. Seine Schuhe knirschten auf Glasscherben. Sein Lächeln wirkte beinahe höflich.„Immer effizient“, sagte Rourke gedehnt. „Deshalb habe ich dich damals ausgewählt. Deshalb sind dir die anderen gefolgt. Du konntest tun, wozu sie nicht in der Lage waren.“„Lass es“, fuhr Ciaran ihn an. Seine Stimme war nun tiefer, dunkler.Doch Rourke hob nur eine Augenbraue. Sein Blick glitt zu Elodie, die an die Wand gepresst dastand; ihr Puls hämmerte, während sie versuchte, sich e





