ABSEITS DES EISES

ABSEITS DES EISES

last updateHuling Na-update : 2026-09-30
By:  Chi writesOngoing
Language: Deutsch
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Lina hätte nie erwartet, dass der Mann, den sie jahrelang heimlich geliebt hatte, zu dem Mann werden würde, der sie dafür bezahlte, seine Freundin vorzutäuschen. Dawson ist alles, was sie sich je gewünscht hat. Der gutaussehende Eishockeystar, den jeder bemerkt. Der Mann, für den sie jahrelang heimlich geschwärmt hat. Doch Dawsons Herz gehört Alexia, der schönen Frau, die genau weiß, wie viel Macht sie über ihn hat. Als Dawson eine falsche Freundin braucht, willigt Lina aus einem Grund in den Deal ein: Geld. Sie braucht es dringend für die Krankenhausrechnungen ihrer Mutter. Der Vertrag scheint einfach. So tun, als wäre sie seine Freundin. An seiner Seite bleiben. Die Rolle spielen, wann immer er sie braucht. Und gehen, wenn der Deal vorbei ist. Doch vorzutäuschen, Dawsons Freundin zu sein, wird kompliziert, als Lina mit ansehen muss, wie er einer anderen Frau nachjagt, während sie die Gefühle verbirgt, die sie seit Jahren mit sich trägt. Dann ändert sich alles. Ein verheerender Verlust lässt Lina Dawson die Schuld geben und zwingt sie, die Vereinbarung fortzusetzen, obwohl sie nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Nun leben sie unter demselben Dach. Arbeiten im selben Eishockeyteam. Tun so, als wären sie verliebt, während echte Gefühle alles zunehmend schwerer machen. Und genau in dem Moment, in dem Lina beginnt sich zu fragen, wo sie in Dawsons Leben steht, kommt ein anderer Mann näher. Nelson. Der Freund, der das Mädchen zu bemerken scheint, das Dawson ständig übersieht. Doch Dawsons Aufmerksamkeit bleibt nicht immer dort, wo Lina sie erwartet. Manchmal ist die Person, die man vorgibt zu lieben, die Person, in die man sich nie zu verlieben erwartet hätte. Und manchmal … ist es leichter, das Eis zu verlassen, als sich dem zu stellen, was im eigenen Herzen geschieht.

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Kabanata 1

Das Fake-Date.

PROLOG

„Okay, aufgepasst!"

Die Stimme des Trainers knallte durch die Umkleidekabine wie ein Schlagschuss. Jeder Spieler riss sich zusammen.

„Lasst es uns heute Abend einfach halten. Bringt die Pucks tief, bringt die Pucks vors Tor, stürmt das Tor. Jeder arbeitet hart für den anderen. Wir fangen pünktlich an, wir beenden es als Sieger. Los geht's!"

Das Team brach in Jubel aus, Schläger klopften gegen die Wände.

Ich blieb in meiner Ecke, mein Erste-Hilfe-Kasten geöffnet auf meinem Schoß, mein weißer Krankenschwestermantel gebügelt und makellos. Ich hatte früh gelernt, mich in dieser Welt unsichtbar zu machen – das Mädchen in der Ecke mit den Verbänden und Kühlpackungen. Diejenige, die niemand je bemerkt hatte.

„Wo zum Teufel ist Dawson?", murmelte Bathlow und ließ den Raum absuchen.

Mein Herz stolperte bei dem Namen.

Dawson.

Ich hielt den Blick gesenkt und tat so, als würde ich meine Vorräte ordnen. Aber mein Puls raste bereits, meine Hände zitterten leicht, als ich Mullbinden zählte, die ich nicht zählen musste.

Das Team suchte weiter. Dawson war nie zu spät. Dawson war nie etwas anderes als perfekt.

Und dann begriff ich – Alexia war auch nicht an ihrem üblichen Platz.

Nein.

Ich stand langsam auf, meine Beine bewegten sich, bevor mein Gehirn nachkam.lungen. Ich ging zum hinteren Korridor, vorbei Ihr am Ausrüstungsraum, zum privaten Umkleidebereich.

Und dann hörte ich es.

Stöhnen. Schweres Atmen. Das unverkennbare Geräusch von Körpern gegen eine Wand.

Meine Hand erstarrte auf der Türklinke.

Mach sie nicht auf. Geh einfach weg. Du weißt schon, was drin ist.

Aber ich öffnete sie trotzdem.

Dawson hatte Alexia gegen die Spinde gedrückt, seinen Mund an ihrem Hals, ihre Beine um seine Taille gesch weißer Krankenschwestermantel lag bereits auf dem Boden. Sein Trikot war herausgezogen, seine Hände packten ihre Hüften, als gehörten sie ihm.

Das Spiel hatte bereits begonnen. Er war in den ersten Sechs.

„Das Spiel hat begonnen", sagte ich mit flacher Stimme. „Du bist unter den ersten Sechs."

Ich drehte mich um, um zu gehen.

„Wenigstens anklopfen, Lina", zischte Alexia und stieß Dawson zurück. Sie hob ihren Mantel vom Boden auf, ihre Wangen gerötet, ihre Lippen geschwollen.

Dawson lachte nur – ein tiefes, träges Geräusch, das meinen Magen zusammenzog. Er tippte Alexia auf die Wange, dann ging er an mir vorbei und schenkte mir ein Grinsen, das sagte: Du hast nichts gesehen.

Schön wär's, dachte ich bitter. Schön wär's, ich hätte nichts gesehen.

„Du kannst ihn nicht weiterspielen lassen, Alex", sagte ich leise.

Sie wirbelte zu mir herum, ihre dunklen Augen blitzten. „Und wer bist du, das zu entscheiden?"

Ich antwortete nicht.

„Du stehst auf ihn", fuhr sie fort, ihre Stimme triefend vor Spott. „Aber er fällt auf mich. Also bleib beim Spiel, entferne das Gel von meinem Mantel und misch dich nicht in meine Angelegenheiten."

Sie riss ihren Mantel aus meinen Händen und zog ihn mit scharfen, wütenden Bewegungen an. Sie warf ihr langes, lockiges Haar über die Schulter, ihr Gesicht makellos, ihre Lippen glänzend. Dann schob sie ihr Kleid hoch und machte ihre Beine sichtbarer.

Deshalb rennen die Jungs ihr nach, dachte ich. Einschließlich Dawson.

Genau der Mann, auf den ich seit Jahren stand. Derjenige, den ich so sehr wollte, dass es schmerzte. Derjenige, der mich nie auch nur einmal so angesehen hatte, wie er sie ansah.

Ich drehte mich um, um zu gehen.

„Kümmere dich nächstes Mal einfach um deine eigenen Angelegenheiten", rief Alexia mir nach. „Konzentrier dich auf das, wofür du hergekommen bist. Und wisse, dass Dawson mein Mann ist."

Sie seufzte, zufrieden, und ging hinaus, ihren Erste-Hilfe-Kasten wie eine Trophäe tragend.

Ich stand allein im leeren Raum, mein Herz hämmerte, meine Hände zitterten.

Sie hat recht, dachte ich. Ich bin nur die Krankenschwester. Die Unsichtbare.

Aber als ich zurück zur Bank ging, verschob sich etwas in meiner Brust.

Eines Tages, versprach ich mir. Eines Tages wird er mich sehen.

Ich wusste nur nicht, wie bald dieser Tag kommen würde.

---

KAPITEL EINS: DAS FAKE-DATE

Dawsons Hand streifte meine Lippen, dann glitt sie hinunter zu meiner Taille. Sein Gesicht roch nach Hitze, Schweiß und Jack Daniel's.

Ich hasste diesen Moment.

Täusch dich nur nicht selbst, ermahnte ich mich. Es gehört zum Job.

Er zog mich näher, seine Lippen schwebten knapp über meinen, kurz davor, die Distanz zu schließen.

„Du kannst das nicht immer weiter tun", murmelte ich unter meinem Atem, meine Brust hob und senkte sich sehr schnell.

„Ich habe dafür bezahlt", sagte er mit tiefer, rauer Stimme. „Also sag mir nicht, was ich tun soll. Nicht jetzt."

„Du hast mich bezahlt, um deine Fake-Freundin zu sein, Dawson." Meine Stimme brach. „Aber du machst mir das Leben unmöglich, jedes Mal wenn du Alex siehst. Muss ich—"

„Du hast den Vertrag unterschrieben." Seine Kiefer spannte sich an. „Einhunderttausend Pfund. Also rede nicht. Bleib einfach."

Sein Hockey-Stiefel drückte gegen meinen. Seine Lippen fielen auf mich.

Und dann – Elektrizität.

Ein Schock lief durch meinen ganzen Körper, scharf und erschreckend. Mein Herz schlug gegen meine Rippen.

Er weiß es nicht, dachte ich, mein Kopf drehte sich. Er weiß nicht, dass ich seit Jahren auf ihn stehe. Und jetzt küsst er mich. Keine Gefühle auf seiner Seite. Nur... Spiel.

Ich schnaubte, als er mich losließ.

Genau da ging Alexia vorbei.

„Du liebst ein Mädchen, die sich einen Dreck um dich schert", platzte ich heraus und wandte mich wieder zu, um seine Beinwunde zu nähen.

„Mach weiter, kleine Krankenschwester." Dawsons Stimme war kalt. „Tu deinen Job und hör auf, dich über mein verdammtes Liebesleben zu beschweren."

Die Stiche an seiner Hand – der mit der tiefen Schnittwunde – waren fast fertig, als Nelson näher kam.

Er tippte Dawson auf die Schulter, dann sank er zu Boden, schwer atmend.

„Dieses Mädchen ist wirklich etwas Besonderes", keuchte Nelson. „Sie hat dem Trainer verdammt noch mal eine Ohrfeige gegeben."

Dawsons Fäuste ballten sich. Er wollte aufstehen, als ich seinen Arm packte.

„Ich bin noch nicht fertig, Dawson."

Seine Augen wurden dunkler. Ich spürte die Eifersucht, die von ihm ausstrahlte.

Wie lange wird er noch für Alexia kämpfen? fragte ich mich. Sie liebt ihn nicht einmal. Sie benutzt ihn nur.

Vielleicht weil sie eine der schönsten, sexiesten Frauen im Redwood-Team war. Oder vielleicht gab es etwas anderes.

Ich schnitt den Faden ab und strich ein Pflaster über seine Wunde. Er packte sofort Nelson.

„Hat der Trainer zurückgeschlagen? Was ist passiert?"

„Hey, beruhig dich." Nelson zog sich weg. „Du hast gerade gesagt, du hast mit ihr gekämpft, und jetzt willst du sie zurückholen mit—"

Er zeigte auf mich. Ich sah weg.

Ich brauchte das Geld für die Krankenhausrechnung meiner Mutter. Ich hatte keine andere Wahl. Das war der einzige Job, den ich gerade annehmen konnte.

„Das heißt nicht, dass ich sie nicht liebe, Nelson!"

„Sie schert sich einen Dreck um dich!" Nelson fuhr ihn an. „Sie hat gesehen, wie du versucht hast, sie zu küssen, und es war ihr egal! Sie ist weggegangen, und—"

„Lass mich einfach los!" Dawson schrie und rannte hinaus.

Ich sah ihn zu Alexia eilen.

Und dann kniete er sich hin.

Mein Herz schmerzte. Meine Hände ballten sich zu Fäusten, als ich Dawson vor Alexia knien sah.

Sie benutzt ihn gerne, dachte ich bitter. Vielleicht weil sie bemerkt hat, dass er sie so sehr liebt. Oder vielleicht weil sie sich überhaupt nicht um ihn schert.

Sie jetzt zu beobachten, brachte jede Wut in mir hoch.

„Du musst dich auf meine Stiche konzentrieren! Ich blute verdammt noch mal, Krankenschwester!"

Nelsons Stimme holte mich zurück. Sanft goss ich Alkohol auf seine Wunde, meine Augen immer noch auf Dawson und Alexia gerichtet.

Zwanzig Minuten später war das Spiel vorbei.

Das Shinton-Team war bereits gegangen. Ich musste auf Dawson warten. Er hatte gesagt, er würde mich auf seinem Bike mitnehmen – immer noch die Fake-Freundin spielend.

Meine Hand umklammerte meine Tasche, als ich am Ende der Umkleidekabine wartete.

Dawson kam heraus, sah düster aus, sein Gesicht unlesbar.

Er packte den Helm und zog mich zu sich.

„Steig einfach auf. Halt meine Taille fest. Wir fahren durch Rollers City."

„Rollers City?" schrie ich. „Das ist weit von dort entfernt, wo ich hinmuss!"

Dawson schenkte dem keine Aufmerksamkeit. Er hielt inne, seine Augen auf mich gerichtet – er betrachtete mein langes weißes Kleid von Kopf bis Fuß.

„Ich habe dich dafür bezahlt, Lina. Beschwer dich nicht. Tu den verdammten Job, oder zahl mir das Geld zurück." Seine Stimme war kalt. „Ich habe dich benutzt, weil du am selben Ort bist wie sie. Vielleicht Freundinnen. Es ist mir egal. Tu einfach, wofür du bezahlt wirst."

Mein Telefon vibrierte.

Eine Nachricht von Doktor Frank.

Ich weigerte mich, sie zu lesen. Er brauchte mich vielleicht im Krankenhaus. Vielleicht wegen der restlichen Rechnung.

Ich will nichts, das meine Stimmung ändert.

Sanft setzte ich mich auf das Bike. Dawson startete den Motor. Meine Hand legte sich auf seine Taille. Mein Kopf ruhte auf seinem Rücken, wie er es verlangt hatte.

Zwanzig Minuten später waren wir in der Stadt.

Und da bemerkte ich, warum er hierher wollte.

Alexia ging in ein Restaurant, ein Mann an ihrer Seite.

Dawson stoppte das Bike und nahm seinen Helm ab. Ich nahm meinen nicht ab.

Er stieg ab und zog mich mit sich hinunter. Seine Augen wanderten von Kopf bis Fuß über mich.

„Warum siehst du so... so schmutzig aus?"

Ich sah an mir hinunter. Mein Telefon klingelte erneut.

Doktor Frank.

Ich stellte es stumm und schob es zurück in meine Tasche. Ich brauchte die vollständige Zahlung – die 100k von Dawson – und ich wusste nicht, wie ich ihn fragen sollte.

„Nächstes Mal versuch, etwas Besseres anzuziehen", fuhr Dawson mich an. „Diese kurzen, sexy Krankenschwester-Outfits, genau wie Alexia. Nicht das hier."

Er ging weg und ließ mich hinter dem Bike stehen.

Ich wollte folgen, aber er hob die Hand. Bleib.

Ich stand neben dem Bike und wartete.

Ich sah ihm zu, wie er zu dem Tisch ging, an dem Alexia mit dem Mann saß. Worte wurden ausgetauscht. Der Mann rannte in Panik davon.

Dawson hielt Alexias Hand, vielleicht flehte er.

Ich schnaubte und wartete weiter. Ich starrte sie an, während Alexia immer wieder die Augen verdrehte.

Ich checkte die Zeit.

Ich muss im Krankenhaus sein.

Ich betete still, dass Dawson vor 19 Uhr fertig sein würde, damit er mich absetzen konnte.

Genau da rief Doktor Frank erneut an. Diesmal nahm ich ab.

„Lina, wo bist du? Du musst jetzt kommen. So schnell wie möglich. Der Verkehr ist gerade schlimm – nimm einfach irgendein Bike. Irgendein Bike von deinem Hockeyteam. Deine Mutter möchte mit dir sprechen."

Mein Herz stockte.

Sanft legte ich mein Telefon hin und begann auf und ab zu gehen, mit meinen Augen flehend, dass Dawson herauskommen würde.

Aber er blieb dort, flehte Alexia an.

Als ob meine Gebete erhört wurden, kam er heraus – Alexia am Arm haltend.

Ich atmete schnell aus.

Alexia sah mich von Kopf bis Fuß an, dann wandte sie sich an Dawson.

„Kannst du das Ding nicht von ihr runternehmen? Oder willst du, dass ich wieder reingehe?"

Dawson schüttelte sofort den Kopf und eilte zu mir.

„Dawson, ich muss—"

„Du musst gehen. Jetzt."

Dawson packte meinen Helm und reichte ihn Alexia, die mir ein spöttisches Zwinkern schenkte.

„Du musst gehen."

„Sie nimmt die Fahrt mit mir. Der Verkehr ist die Hölle."

„Was?" Meine Stimme brach. „Ich kann nicht – meine Mutter—"

Bevor ich fertig sprechen konnte, war Dawson bereits mit Alexia, die sich an seinen Rücken klammerte, davongefahren.

Er ließ mich gestrandet zurück.

Ich stand da, heiße Tränen liefen mir über das Gesicht.

Ich sah auf die Zeit. Es war bereits fast acht.

Schnell eilte ich zur Straße. Die Nachrichten waren klar.

Überall war blockiert wegen eines massiven Auffahrunfalls auf der Autobahn. Der Reporter riet den Leuten, Bikes zu benutzen.

Was zum...

Ich kratzte mir am Kopf und begann sofort, Doktor Frank anzurufen. Er ging nicht ran.

Gerade als ich versuchte, herauszufinden, was ich tun sollte, legte sich eine Hand auf meine Schulter.

Ich drehte mich um.

Nelson stand da mit einem Lächeln und hielt einen Helm hin.

„Willst du immer noch dahinten warten? Oder..."

„Du bist ein Engel", flüsterte ich.

Ich sprang auf sein Bike.

Und als wir zum Krankenhaus rasten, traf ich eine Entscheidung.

Dawson kann sein Geld behalten. Ich bin es leid, unsichtbar zu sein....

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