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Kapitel 4

Author: Kayla Sango
Mein Herz schlug schneller.

Er öffnete seinen Gürtel, knöpfte die Hose auf und ließ sie fallen. Darunter kamen enge schwarze Shorts zum Vorschein, die sich an seinen Körper schmiegten. Und ich schwöre, ich vergaß beinahe zu atmen. Jeder Muskel, jede Linie seines Körpers wirkte wie für die Sünde gemeißelt. Und er wusste es.

Langsam schwamm er auf mich zu, als hätte er alle Zeit der Welt. Aber seine Augen sagten etwas anderes. Er war hungrig. Nach mir.

Einen Moment lang zögerte ich. Ein Fremder, der tagsüber vorgab, reich zu sein, und mich jetzt ansah, als wäre ich etwas Besonderes. Was tat ich hier überhaupt? Doch dann erinnerte ich mich an Alex. An die Art, wie er mich bei der Hochzeit angesehen hatte. An Elises mitleidiges Lächeln, als wäre ich zu erbärmlich, um jemals allein jemanden wie Christian zu finden. Ich brauchte das. Ich musste mich wieder begehrt fühlen, selbst von einem Mann, den ich bezahlte.

Als er nah genug war, glitten seine Hände unter Wasser um meine Taille, seine Finger zeichneten eine langsame Spur über meine prickelnde Haut.

„Du zitterst“, murmelte er, sein Mund gefährlich nah an meinem.

„Tue ich nicht.“

Er lächelte. Dieses verdammte, verführerische Lächeln.

„Das werden wir sehen.“

Seine Hände wanderten tiefer, glitten meinen Rücken hinab, über die Rundung meiner Hüfte, bis sie zwischen meinen Schenkeln innehielten.

Und dann berührte er mich.

Ich schnappte scharf nach Luft und krallte mich an seinen Schultern fest.

Seine Berührung war nicht hastig. Sie war eine Qual.

Seine Fingerspitzen bewegten sich, als würde er mich kartieren, meine Haut studieren, jede kleine Reaktion auskosten. Als wollte er jede Sekunde in die Länge ziehen.

Und ich zitterte.

Er wusste es.

Doch er ließ mir keine Zeit zum Nachdenken.

Mühelos hob er mich in seine Arme, meine Beine schlangen sich wie von selbst um seine Taille. Und da spürte ich seine Erregung fest gegen mich gedrückt, hart, heiß, pulsierend. Und groß. Sehr groß.

Ein Teil von mir, der vernünftige Teil, schrie, dass er nur seinen Job machte. Dass jede berechnete Berührung, jeder intensive Blick, jedes neckende Flüstern bloß Teil seiner Rolle war. Aber in diesem Moment war mir das egal. Ich musste mich begehrt fühlen. Ich musste diese grausamen Worte übertönen, die noch immer in meinem Kopf nachhallten: „Du bist schon immer so langweilig gewesen.“

„Du magst es, wenn ich dich reize, stimmt’s?“, murmelte er, während sein Mund meinen Hals entlangwanderte.

Meine Nägel gruben sich in seine Schultern, als ich seine warme Zunge langsam über meine Haut gleiten spürte.

„Christian…“

Er lachte leise, und der Klang vibrierte gegen mich, sodass ich keuchend einatmete.

„Halt dich lieber fest.“

Dann küsste er mich richtig. Nicht sanft. Tief, fordernd, heiß.

Seine Hände glitten über meinen nassen Körper, erkundeten, packten, nahmen Besitz. Jede Berührung fühlte sich bewusst gesetzt an, als wüsste er genau, wo er seine Finger platzieren musste, wie er im richtigen Winkel gegen meine Haut drücken musste, wie er mich die Kontrolle verlieren ließ.

Und genau das geschah.

Ich verlor die Kontrolle, jedes Zeitgefühl, jede Erinnerung an den Schmerz, der mich verfolgt hatte. In diesen Momenten gab es nur ihn und mich und die elektrischen Schauer, die jedes Mal durch meinen Körper jagten, wenn er mich berührte.

Meine Finger verfingen sich in seinem nassen Haar, zogen daran, führten ihn, verlangten mehr.

Er presste mich fester an sich und schwamm mit mir zum Rand des Pools, wo er mich gegen die Wand drängte und seinen starken, heißen Körper an meinen presste.

„Jetzt kannst du nirgendwohin fliehen“, flüsterte er an meinen Lippen.

Ich lachte kurz und atemlos.

„Und wer sagt, dass ich fliehen will?“

Er lächelte zufrieden.

Der nasse BH verschwand, bevor ich überhaupt begriff, was geschah. Seine Finger waren viel zu geschickt. Und dann war sein Mund dort. Hitze. Zunge. Zähne, die leicht über meine Haut strichen. Ich riss an seinem Haar, als seine Zunge meine Brustwarze umkreiste und er fest daran saugte.

„Christian…“

„Du sagst meinen Namen auf die süßeste Art.“

Falls das überhaupt dein echter Name ist, dachte ich für einen flüchtigen Moment. Wie oft hat er diese Rolle schon gespielt? Wie viele Frauen haben einen Namen gestöhnt, der womöglich gar nicht seiner ist?

Seine Finger glitten am Rand meines durchnässten Höschens entlang, zogen daran, und dann war es weg.

Das Wasser kräuselte sich bei jeder Bewegung um uns herum, und als er mich genau dort positionierte, wo er mich haben wollte, gab es kein Zurück mehr.

Er hielt mich fest, hielt mich mit einer Hand an Ort und Stelle, während er sich mit der anderen zu mir führte.

Dann stieß er in mich.

Ich keuchte auf.

Mein Körper wölbte sich ihm entgegen.

„Scheiße, Zoey…“, presste er zwischen den Zähnen hervor, seine Stimme rau und triefend vor Verlangen.

Etwas an seinem Ton klang zu echt, um gespielt zu sein. Als hätte er für einen Moment vergessen, dass ich nur eine weitere Kundin war.

Zuerst bewegte er sich langsam, den Blick fest auf meinen gerichtet, jede Reaktion genau beobachtend.

Ich spürte alles. Das warme Wasser um uns herum wirkte eisig im Vergleich zu der Hitze zwischen uns.

Meine Finger gruben sich in seine Schultern, meine Beine zogen sich fester um seine Taille.

Ich wollte mehr. Ich brauchte mehr. Ich musste alles jenseits dieses Pools vergessen, alles jenseits dieses Moments.

Und er wusste es. Sein Griff um meine Taille wurde fester. Dann nahm er mich ganz. Jeder Stoß war fest, tief, bewusst.

Die Lust baute sich in brechenden Wellen auf, überwältigend, und mein Körper fand seinen Rhythmus, klammernd, verzweifelt nach mehr.

Die Welt verschwand.

Es gab nur ihn.

Wie er mich hielt. Wie er genau zu wissen schien, was er tun musste, um mich an den Rand zu treiben.

Sein raues Stöhnen, das sich mit meinem mischte.

Das Geräusch des Wassers, das um uns herum spritzte.

Das Aufeinandertreffen unserer Körper, härter, schneller, drängender mit jedem Stoß.

Mir stockte der Atem, als sich die Spannung in mir immer enger zusammenzog, bis über den Punkt hinaus, an dem es kein Zurück mehr gab.

Ich war nah dran.

So nah.

„Christian…“

„Komm für mich, Zoey“, flüsterte er mir ins Ohr, seine Stimme schwer vor Lust.

Diese Aufforderung brachte mich endgültig zu Fall.

Die Wucht der Erlösung riss wie ein Blitz durch mich hindurch, zerriss mich von innen, zerschmetterte jeden Rest von Kontrolle.

Ich zerfiel vollkommen in seinen Armen, jeder Muskel meines Körpers zitterte und bebte unter der Gewalt dieser Empfindung.

Und im nächsten Moment folgte er mir.

Mit einem letzten, kraftvollen Stoß spannte sich sein Körper an, und er stöhnte meinen Namen mit zusammengebissenen Zähnen, vergrub das Gesicht an meinem Hals und gab sich ganz hin.

Die Stille danach wurde nur vom Klang unseres abgehackten Atems durchbrochen.

Ich spürte, dass seine Arme mich noch immer hielten, fest und sicher, beinahe, als wollte er mich nicht loslassen.

Langsam küsste er meine Schulter, seine Lippen warm und weich auf meiner Haut.

Und als er den Kopf hob, war dieses verdammte Lächeln wieder da.

„Das beste Geschäft, das ich je gemacht habe“, murmelte ich, bevor ich mich bremsen konnte.

Doch kaum waren die Worte über meine Lippen, kroch die Leere zurück. Geschäft. Genau das war es. Eine finanzielle Vereinbarung. Eine Transaktion.

Für einen Moment hatte ich vergessen, dass nichts davon echt war. Dass er nur dem Drehbuch folgte, für das ich bezahlt hatte. Dass ich morgen wieder in diesem engen Zimmer im Haus meiner Eltern sein würde, wieder Brautkleider an Frauen wie Elise verkaufen würde, wieder nachts allein über all die Versprechen weinen würde, die Alex gebrochen hatte.

Aber in dieser Nacht war ich für ein paar Stunden nicht die betrogene und verlassene Frau. Ich war nicht die beruflich frustrierte Frau. Ich war nicht das erbärmliche Mädchen, das mit sechsundzwanzig wieder bei seinen Eltern einziehen musste.

Ich war eine Frau, die die Kontrolle hatte.

Und Christian?

Christian war jeden Cent wert.

Das Problem?

Ich stand kurz davor herauszufinden, was mich diese Rechnung wirklich kosten würde.

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