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IN SEINE Dreckge FALLE
IN SEINE Dreckge FALLE
Author: Hyacinth_

Kapitel 1

Author: Hyacinth_
last update publish date: 2026-07-21 18:56:41

Hillary

Optimistisch — das ist das Wort, das im Moment alles zusammenfasst, was ich fühle. Mein Leben läuft ziemlich gut. Ich habe mich vor einem Monat verlobt, und ich trage stolz jeden Tag den Ring meines Freundes — ich meine, meines Verlobten.

Ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt.

Jake und ich sind seit vier Jahren zusammen. Der unhöfliche Bad Boy, mit dem ich mich am allerersten Tag im dritten Studienjahr einen hitzigen Streit geliefert habe, ist jetzt derselbe Mann, den ich heiraten werde.

Es fühlt sich an wie ein wahr gewordener Traum.

Ich ziehe meine Koffer hinter mir her, trete aus dem Flughafen und versuche, ein Taxi anzuhalten, das mich „nach Hause" bringt. Kann ich diesen Ort überhaupt so nennen?

Boston fühlt sich an wie eine völlig andere Welt im Vergleich zu Utah. Ehrlich gesagt, wenn mir jemand Fotos von Boston zeigen und behaupten würde, das sei New York, würde ich es wahrscheinlich glauben. Die hohen Gebäude, die Energie, die ästhetischen Ausblicke — alles ist so wunderschön.

Kein Wunder, dass Jake sich hier niederlassen wollte.

Jedes Mal, wenn Jake und ich über die Heirat sprachen, erwähnte er, wie sehr er wollte, dass wir uns in Boston ein Leben aufbauen. Jetzt, wo wir tatsächlich heiraten, machen wir es wahr. Wortwörtlich arbeiten wir darauf hin.

Jake hat einen guten Job mit gutem Gehalt. Ich? Nicht so sehr. Mein letzter Job war mies, und ich habe zwei lange Jahre durchgehalten. Aber wir wollen eine große Hochzeit, ein schönes Haus und eine Zukunft, auf die wir stolz sein können. Das bedeutet, wir können uns nicht nur auf Jakes Einkommen verlassen — ich brauche auch einen Job. Ich will einen.

Zu meinem Glück ist Jake wirklich ein Engel in meinem Leben. Er hat mir eine Stelle bei seinem älteren Bruder, Bentley Brown, besorgt. Jake und Bentley stehen sich nicht nahe — aus vielen Gründen. Tatsächlich habe ich Bentley noch nie getroffen. Aber irgendwie hat Jake sich für mich an seinen Bruder gewandt, weil er mich liebt.

Und es ist nicht einfach irgendein Job — er kommt mit einer kostenlosen Wohnung und einem tollen Gehalt. Außerdem ist Bentley praktisch Bostons arroganter Milliardär, also ist das eine riesige Chance, für die ich dankbar bin.

„Hi", winke ich dem Taxifahrer zu.

Er lächelt bescheiden, während ich in meiner Handtasche nach meinem Handy krame und die Adresse aufrufe, die ich brauche.

Der Fahrer wirft einen Blick auf den Bildschirm und zieht die Augenbrauen hoch.

„Was ist?", frage ich.

„Nichts. Sie fahren zu einem der schönsten Penthouses in Massachusetts", sagt er mit einem Lächeln.

Penthouse?

Verdammt. Ich war noch nie in einem.

Und jetzt werde ich in einem wohnen?

Er gibt mir mein Handy zurück und hilft mir dann, meine schweren Koffer in den Kofferraum zu laden, bevor ich auf den Rücksitz steige. Mein Flug war aus Gründen, die ich immer noch nicht verstehe, gestrichen und umgebucht worden, sodass ich jetzt später als erwartet ankomme.

Ich sinke in den Autositz und stoße einen schweren Seufzer aus. Aufregung hin oder her, ich bin absolut erschöpft. Ich habe die ganze Nacht gepackt, nicht geschlafen und mein ganzes Leben von Utah nach Boston verlegt.

Mein Handy vibriert auf meinem Schoß. Ich blicke auf den Bildschirm hinunter.

Die Anrufer-ID zeigt Georgia — meine beste Freundin.

Schuldgefühle schnüren mir die Brust zusammen. Ich habe mich nicht bei ihr gemeldet, und schlimmer noch — ich lüge sie immer noch über die Verlobung an. Ich weiß, sie wird mich anschreien.

Ich überlege, den Anruf zu ignorieren, so wie ich ihre Anrufe seit Wochen ignoriert habe. Doch dann bremst der Fahrer abrupt, ich werde nach vorne geschleudert, und mein Handy rutscht mir aus der Hand.

„Entschuldigung, gnädige Frau", entschuldigt er sich schnell.

Als ich nach dem Handy greife, höre ich Georgias Stimme laut aus dem Lautsprecher schallen.

„Wenn du jetzt nicht sofort redest, schwöre ich dir, ich fliege den ganzen Weg von Griechenland her und ohrfeige dich, bis du zur Besinnung kommst", faucht sie.

Mein Herz pocht, während ich mir das Handy ans Ohr drücke und einen fröhlichen Ton erzwinge. „Hey, Georgia."

„Wirklich, Lary? Wirklich? Was ist hier los?" Ihre Stimme ist scharf, wütend — und sie hat jedes Recht dazu.

„Ich weiß, ich habe deine Anrufe vermieden, aber es tut mir leid. Ich habe einen neuen Job bekommen, bin nach Boston gezogen, und es war hektisch. Ich wollte dich nicht absichtlich ignorieren", sage ich und kaue nervös an meinen Nägeln.

„Ja, natürlich nicht. Gibt es sonst noch etwas, das ich wissen sollte?", fragt sie, ihr Ton messerscharf.

„Nichts", lüge ich.

„Weißt du, warum du glaubst, es sei sicherer, mich über die Heirat mit diesem verlogenen, betrügerischen Stück Scheiße anzulügen? Weil du tief im Inneren weißt, dass er ein Arschloch ist und du etwas Besseres verdienst, Lary."

Ich verdrehe die Augen. Da geht es wieder los.

Natürlich hat sie es herausgefunden.

„Er hat sich entschuldigt, Gia. So oft. Er hat mir gezeigt, dass es ihm leidtut. Wir hatten einen Streit — er dachte, wir hätten Schluss gemacht, er hat sich auf einer Party betrunken —"

„Und dann hat er diese blöde Tussi gefickt, die er seine beste Freundin nennt. Woher wissen wir überhaupt, dass er nicht die ganze Zeit mit ihr geschlafen hat? Jake und Jackie sind zwielichtig, und das weißt du. Aber du deckst ihn immer weiter. Weißt du, warum er einen Antrag gemacht hat? Schuldgefühle. Er will dich festnageln. Er wusste, dass du ihm vergeben und Ja sagen würdest. Und rate mal? Du hast es getan."

Ihre Worte schneiden scharf, aber sie hört nicht auf.

„Wir haben früher jeden Tag über unsere Zukunft geredet — wie sehr wir Männer wollten, die uns anbeten. Du hast immer gesagt, du willst jemanden wie deinen Vater. Warum gibst du dich also mit dem betrügenden Jake Brown zufrieden? Warum —"

Der Anruf bricht ab. Ich lasse meinen Kopf in meine Handfläche sinken und stöhne.

Georgia war schon immer so. Schon bevor Jake fremdging, war sie misstrauisch ihm gegenüber. Aber ich kenne Jake. Er würde mich nie absichtlich verletzen.

In der Nacht, in der ich ihn mit Jackie erwischt habe, dachte ich, meine ganze Welt bricht zusammen. Aber er hat es erklärt — sie waren betrunken, und wir hatten Tage zuvor einen großen Streit gehabt. Ich dachte nicht, dass wir Schluss gemacht hatten, aber er dachte es. Und es tut ihm leid.

Georgia versteht es nicht.

Ich kann Jake nicht einfach wegen eines einzigen Fehlers verlassen.

Ich liebe ihn. Und er liebt mich.

Sie ist auf Flitterwochen mit ihrem reichen, arrangierten Ehemann. Sie sollte verstehen, dass ich Jake Brown mit jeder Faser meines Seins liebe.

„Wir sind da, gnädige Frau", sagt der Fahrer und reißt mich aus meinen Gedanken.

Ich schlucke schwer und verdränge Georgias Worte aus meinem Kopf, während ich aus dem Auto steige.

„Wow." Ich erstarre beim Anblick des prächtigen, hoch aufragenden Gebäudes vor mir.

Ich darf hier wohnen?

Wow.

Ich hole meine Sachen aus dem Auto und stehe vor dem Gebäude, mein Herz pocht. In ein paar Minuten werde ich Bentley Brown treffen — Bostons arrogantesten, stolzesten, selbstverliebtesten Milliardär.

Und ehrlich gesagt? Es macht mir ein wenig Angst. Aber ich habe mir versprochen, nichts übel zu nehmen, was er mir auch entgegenwirft. Ich werde mit meinem durchgeknallten Chef klarkommen, egal was passiert.

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