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Kapitel 26: Der Claim hält

Author: Ejeh
last update publish date: 2026-09-24 20:03:12

Roman fuhr schweigend. Seine Hände lagen fest um das Lenkrad, und sein Blick wanderte immer wieder zum Rückspiegel, um die Straße hinter ihnen zu prüfen. Leo schlief zwischen ihnen auf der Rückbank, den Kopf an Arias Seite gelehnt. Seine kleine Brust hob und senkte sich langsam. Die Lichter des Geländes verblassten hinter ihnen, wurden kleiner und kleiner, bis sie verschwanden. Kein Auto folgte.

Aria beobachtete, wie die Bäume vorbeizogen. Ihr Körper schmerzte noch immer vom Kampf. Ihre Arme fü
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    Roman behielt sie am Fluss, nachdem die Bindung zerbrochen war. Er brachte sie nicht sofort zurück zum Haus. Er stand mit leicht gespreizten Füßen, die Arme locker an den Seiten, doch seine Augen hörten nie auf, über den Waldrand zu wandern, suchten die Dunkelheit nach allem ab, das dort nicht hingehörte. Der Himmel war noch dunkel, ein tiefes Kohlegrau, das sich noch nicht aufzuhellen begonnen hatte, als die Ersten seiner Leute eintrafen. Holt kam mit sechs anderen, ihre Stiefel lautlos auf dem festgetretenen Boden. Sie blieben in einiger Entfernung stehen und warteten, ohne zu sprechen, ohne sich zu bewegen. Ihre Blicke gingen zuerst zu dem Mal an Arias Hals, verweilten dort einen Herzschlag zu lange, dann wanderten sie zu Leo, der wach war und dicht an ihrer Seite saß, seine kleine Schulter an ihren Arm gepresst.Leo rieb sich mit einer kleinen Hand über die Brust, die Finger flach über sein Hemd gespreizt, als könnte er das fremde Gefühl damit wieder zurückdrücken.„Das schlechte

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    Roman fuhr schweigend. Seine Hände lagen fest um das Lenkrad, und sein Blick wanderte immer wieder zum Rückspiegel, um die Straße hinter ihnen zu prüfen. Leo schlief zwischen ihnen auf der Rückbank, den Kopf an Arias Seite gelehnt. Seine kleine Brust hob und senkte sich langsam. Die Lichter des Geländes verblassten hinter ihnen, wurden kleiner und kleiner, bis sie verschwanden. Kein Auto folgte.Aria beobachtete, wie die Bäume vorbeizogen. Ihr Körper schmerzte noch immer vom Kampf. Ihre Arme fühlten sich steif an, und ein dumpfer Schmerz saß tief in ihren Schultern. Der kalte Zug unter ihren Rippen war jetzt schwächer, aber er war noch da, wie ein dünner Faden, der von irgendwoher aus der Ferne zog. Jedes Mal, wenn er zog, bewegte sich Leo im Schlaf, seine kleine Hand ballte sich zur Faust an Arias Arm.Sie bogen auf eine Privatstraße ein. Bewegungsmelder-Lichter gingen eines nach dem anderen an, als der Wagen vorbeifuhr, und warfen fleckige Helligkeit in die Dunkelheit. Ein hoher Zau

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    Der Stuhl unter dem Türgriff kratzte noch einen weiteren Zentimeter über den Boden. Aria hielt Leo fest an ihrer Seite auf dem Bett. Sein kleiner Körper war steif wie ein Brett geworden. Draußen vor den geschützten Zimmern schlugen Stiefel hart auf den Flurboden, mehr Füße als die zwei Wachen des Rates, die dort stehen sollten. Ein falscher Geruch drang unter der Tür hindurch. Nicht Riven. Nichts, was sie kannte.Roman stand zwischen ihnen und der Tür, sein Rücken gerade. Er sah sie nicht an.„Bleibt hinter mir", sagte er. „Beide."Die Tür flog nach innen auf. Der Stuhl flog durch die Luft und krachte gegen die Wand. Vier Männer stürmten schnell herein. Dunkle Jacken. Jeans. Keine Rudel-Abzeichen. Ihre Gesichter waren ausdruckslos, der flache Blick bezahlter Männer bei einem einfachen Auftrag. Einer hielt einen kurzen Metallschlagstock. Die anderen hatten ihre Krallen bereits ausgefahren, gekrümmt und scharf.Die Wachen des Rates waren nicht im Flur. Das war das Erste, was falsch war.

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    Sie gingen direkt zu den Heilräumen, liefen schnell den Flur entlang.Mare lag auf einem schmalen Bett. Ihr Gesicht war geschwollen und dunkel von blauen Flecken, ein Auge zugeschwollen, sodass es sich nicht ganz öffnen ließ. Verbände wickelten sich eng um ihre Rippen. Unter der dünnen Decke sah sie klein aus, fast wie ein Kind.Als sie Aria sah, versuchte sie, sich auf die Ellbogen zu stützen. Der Schmerz traf sie hart, und sie sank mit einem scharfen Keuchen zurück auf das Kissen.Aria trat schnell an die Seite des Bettes. Roman blieb nahe der Tür, seine Augen auf den Flur draußen gerichtet. Leo hielt sich fest an Arias Hand und starrte die verletzte Frau mit weit aufgerissenen, ängstlichen Augen an.„Du bist gekommen", flüsterte Mare. Ihre Stimme klang zerrissen, als würde das Sprechen wehtun.„Ich bin gekommen", sagte Aria und setzte sich auf den Bettrand. „Jake hat gesagt, du hättest noch mehr zu sagen."Mares gutes Auge huschte zur Tür, dann zurück zu Arias Gesicht.„Der Angriff

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    Die große Halle war bereits voll, als sie eintraten.Wölfe drängten sich an den Seiten des Raums, Schulter an Schulter. Der gesamte Rat saß hinter einem langen Tisch vorne. Kai saß bereits auf seinem Platz, Lila neben ihm. Seine Augen richteten sich sofort auf Aria, glitten dann zum Mal an ihrem Hals, dann zu Leo in ihren Armen.Roman blieb dicht an ihrer rechten Seite. Mehrere Wölfe nahe der Tür sahen noch immer erschüttert aus, blass im Gesicht vom Echo des Mals, das sie draußen gespürt hatten. Einige von ihnen berührten immer wieder ihren eigenen Nacken, als würden sie nach etwas suchen, das nicht da war.Aria ging zu dem offenen Platz vor dem Rat und blieb stehen. Sie setzte sich nicht. Leo blieb still an ihrer Brust, seine kleinen Hände umklammerten ihr Hemd.Die ältere Ratsfrau stand auf, ihr Stuhl kratzte über den Boden.„Wir sind hier, um das Sorgerecht für das Kind Leo zu entscheiden, und um den Angriff auf die Späherin Mare sowie die Anschuldigung gegen Lila Solace zu behand

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