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Penulis: Rosenhain
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Während ich noch meine Sachen packte, klingelte plötzlich schrill mein Handy.

Lukas Stein rief an.

„Clara, mach die Tür auf. Du hast wirklich den Code geändert? Was soll das?“

Ich schwieg einen Moment, dann sagte ich:

„Nichts. Lukas, wir sollten uns trennen.“

Doch er tat, als hätte er meine Worte gar nicht gehört. In seiner Stimme lag unterdrückte Wut.

„Sophie hat sich sogar gemerkt, dass du in dieses Restaurant wolltest. Du bist nicht gekommen, also hat sie dir extra etwas einpacken lassen. Und du? Du änderst den Code, und wenn ich klopfe, machst du nicht mal auf.“

„Clara, mach jetzt nicht wieder so ein Theater!“

Ich wusste nicht, ob er nicht gehört hatte, dass ich mich trennen wollte.

Oder ob er inzwischen so daran gewöhnt war, alles von mir als Theater abzutun, dass selbst meine Trennung für ihn nur dazugehörte.

Ich wollte es gerade wiederholen, doch da hatte er bereits aufgelegt.

Ich lachte leise über mich selbst.

Meine Schuld.

Ich hatte Lukas Stein so offensichtlich geliebt, dass es jeder wusste.

Sogar er selbst glaubte nicht, dass ich ihn wirklich verlassen würde.

Am nächsten Tag ging ich ins Einkaufszentrum, um Dinge für meine neue Wohnung zu kaufen. Als ich um ein Regal bog, standen plötzlich zwei Menschen vor mir.

Lukas Stein trug mehrere große und kleine Tüten. Sophie Brandt ging neben ihm.

Als die beiden mich sahen, erstarrte ihr Lächeln für einen kurzen Augenblick.

„Clara, versteh das nicht falsch. Lukas ist nur mitgekommen, um mir beim Einkaufen zu helfen. Er hatte Angst, dass ich allein nicht alles tragen kann.“

Während Sophie das erklärte, kam sie auf mich zu und wollte nach meiner Hand greifen.

Doch Lukas zog sie mit einem Ruck zurück.

„Was erklärst du ihr überhaupt? Für gestern hat sie sich noch nicht einmal entschuldigt.“

„Sophie, du bist einfach viel zu gutmütig zu ihr. Kein Wunder, dass sie mittlerweile völlig undankbar und unverschämt geworden ist.“

Sophie sah mich besorgt an, folgte Lukas dann aber trotzdem gehorsam zur Kasse.

Als ich auf ihre sich entfernenden Rücken starrte, klaffte plötzlich ein gähnendes, schwarzes Loch in meiner Brust.

Lukas war nie mit mir einkaufen gegangen.

Er sagte immer, Einkaufen sei zu anstrengend und zu umständlich.

„Wenn du etwas brauchst, bestell es doch einfach. Warum musst du dich selbst damit abmühen?“

Doch jetzt trug er für Sophie große und kleine Tüten, ohne ein einziges Wort der Beschwerde.

Vor dem Einkaufszentrum legte Lukas alle Sachen in den Kofferraum.

Sophie saß bereits auf dem Beifahrersitz. Sie ließ die Fensterscheibe herunter und winkte mir zu.

Lukas sagte ganz selbstverständlich:

„Steig ein. Ich fahre euch nach Hause.“

Mein Blick fiel auf den Aufkleber am Beifahrersitz.

Nur für meine Freundin.

Lukas runzelte die Stirn und wurde etwas ungeduldig.

„Sophie hat Probleme mit dem Rücken. Der Beifahrersitz ist geräumiger. Setz du dich erst mal nach hinten.“

Sieh einer an.

Er erinnerte sich an jede Gewohnheit von Sophie.

Er erinnerte sich daran, dass ihr Rücken nicht gut war.

Er erinnerte sich an ihre Regelschmerzen.

Nur meine alte Verletzung, die ich mir beim Tragen schwerer Umzugskartons zugezogen hatte, vergaß er.

Meine Nase brannte. Ich zwang mich, ruhig zu bleiben.

„Nein. Das liegt nicht auf meinem Weg.“

Sophie griff nach dem Sicherheitsgurt, als wollte sie ihn lösen.

„Clara, was redest du denn da für einen Unsinn?“

„Bist du sauer, weil ich auf dem Beifahrersitz sitze? Ich steige sofort wieder aus ...“

Doch Lukas hielt sie zurück, bevor sie sich abschnallen konnte, und schnaubte kalt.

„Wenn es nicht auf deinem Weg liegt, dann eben nicht. Wir fahren.“

Kaum waren die Worte gefallen, sprang der Motor an.

Das Auto fuhr direkt vor meinen Augen davon.

Für mich hatte Lukas Stein offenbar nie besonders viel Geduld übrig.

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