Short
Er wählte ihr Kind und bereute

Er wählte ihr Kind und bereute

Par:  Panto LoComplété
Langue: Deutsch
goodnovel4goodnovel
8Chapitres
4Vues
Lire
Bibliothèque

Partager:  

Report
Overview
Catalog
Scanner le code pour lire sur l'application

Mein Freund Timothy Morrow hatte eine Kindheitsfreundin, Cecily Underhill. Sie wurde schwanger, obwohl sie nicht verheiratet war. Um ihren Ruf zu schützen, beschloss Timothy, sie zu heiraten. Ich konnte es nicht glauben und fragte ihn: „Und was wird aus mir und unserem Kind?“ Timothy blieb ganz ruhig. „Cecily ist nicht wie du. Sie hat jetzt nur noch mich als Familie. Die Gerüchte über ein uneheliches Kind hält sie nicht aus!“ Doch Timothy vergaß, dass auch ich niemanden außer ihm hatte. Und auch ich erwartete ein Kind von ihm, ohne mit ihm verheiratet zu sein. Später verspotteten mich alle. Sie sagten, ich trüge einen Bastard in mir und wüsste nicht einmal, wer der Vater war. Damals stand Timothy an Cecilys Seite. Er sah nur kalt zu. Da begriff ich endlich, dass es auch in der Liebe Rangordnungen gab. Also ließ ich dieses Kind abtreiben, das nie ein Bastard war. Ich machte den Weg frei für Timothys tiefe Hingabe an Cecily.

Voir plus

Chapitre 1

Kapitel 1

Im ersten Monat meiner Schwangerschaft erzählte ich Timothy voller Freude davon.

Doch seine Reaktion war damals seltsam. Er wirkte nicht glücklich. Stattdessen runzelte er die ganze Zeit die Stirn, und sein Gesicht war düster.

Ich fragte ihn, wann er mich heiraten wollte. Da wich er nur nervös aus und wechselte das Thema.

Erst heute, als ich allein zur Vorsorgeuntersuchung ins Krankenhaus ging, erfuhr ich die Wahrheit.

Dort begegnete ich zufällig Cecily, Timothys Kindheitsfreundin.

Da begriff ich endlich, dass die beiden schon längst hinter meinem Rücken geheiratet hatten. Und sie erwarteten sogar ein Kind.

„Du kleiner Frechdachs, du musst schön brav wachsen und Mama nicht zu sehr quälen. Sonst sage ich deinem Papa nach deiner Geburt, er soll dir den kleinen Po versohlen!“

In diesem Moment kam Timothy mit Medikamenten für Schwangere aus dem Behandlungszimmer.

Auf seinem Gesicht lag ein sanftes Lächeln. Er sah aus wie ein Mann, der gerade Vater wurde. Warmherzig und geduldig.

Er streckte die Hand aus und strich Cecily behutsam über den Bauch.

„Das Baby ist noch so klein und versteht gar nichts. Und du fängst jetzt schon an, ihm zu drohen?“

Im nächsten Moment rief das Aufrufsystem meinen Namen auf.

Ich stand aus der Ecke der Menschenmenge auf.

Timothy drehte sich abrupt um. Sein Blick traf direkt auf meinen.

In seinen Augen tauchten sofort Panik und Unruhe auf.

Wahrscheinlich hatte er nicht erwartet, dass es so einen Zufall gab. Dass er mich ausgerechnet im selben Krankenhaus und zur selben Zeit treffen würde.

Am Tag vor der Untersuchung hatte ich Timothy gebeten, mich ins Krankenhaus zu begleiten.

Doch er sagte, er habe etwas zu erledigen und keine Zeit.

Damals glaubte ich ihm ohne zu zögern.

Also kam ich ganz allein ins Krankenhaus. Ich machte den Termin selbst, meldete mich selbst an und wartete allein auf die Untersuchung.

Aber jetzt klang das alles nur noch lächerlich.

Sein angeblicher Termin bestand also darin, Cecily zu ihrer Vorsorgeuntersuchung zu begleiten.

Dabei dachte er nicht einmal daran, dass eigentlich ich seine rechtmäßige Freundin war.

Ich ging langsam zu ihnen hinüber und sah auf Cecilys leicht gewölbten Bauch.

Mein Gesicht blieb ruhig. So ruhig, als wäre jede Regung darin erstorben.

Ich fragte: „Wie weit ist sie?“

Timothy presste die Lippen zusammen. Sein Blick wich meinem aus, und er antwortete nicht.

Stattdessen sah Cecily mich an. Auf ihrem Gesicht erschien ein Hauch von Triumph.

Sie sagte: „Fast zwei Monate. Das ist Timothys und mein Baby!“

In dem Moment, als ich diese Antwort hörte, biss ich mir fest auf die Unterlippe.

Wie passend.

Das Kind in ihrem Bauch war genauso weit wie das Kind in meinem.

Mein Herz fühlte sich an, als würde es Schnitt für Schnitt aufgerissen.

In diesem Moment konnte ich die Tränen nicht länger zurückhalten. Sie liefen mir über die Wangen.

Ich hob den Kopf und sah Timothy an.

Meine Lippen waren schon ganz blass von meinem eigenen Biss. Meine Stimme klang, als müsste ich jedes Wort aus meiner Kehle pressen.

„Willst du mir keine Erklärung geben?“

Als Timothy mein tränenüberströmtes Gesicht sah, geriet er sofort in Panik.

Mit schmerzlichem Blick stürmte er auf mich zu, zog mich in seine Arme und sprach leise auf mich ein.

„Es tut mir leid. Ich habe dich angelogen. Ja, ich bin hergekommen, um Cecily zur Untersuchung zu begleiten. Aber glaub mir, das Kind in ihrem Bauch ist nicht von mir. Ich hatte nur Angst, dass ihr bei der Untersuchung allein etwas passiert. Deshalb bin ich mitgekommen.“

Hinter ihm verzog Cecily kurz den Mund.

Doch gleich darauf setzte sie wieder diesen bemitleidenswerten Ausdruck auf.

Tränen standen in ihren Augen. Sie sah so zerbrechlich aus, als könne sie jeden Moment zusammenbrechen.

Sie sah Timothy an und sagte: „Aber Timothy, du hast mir versprochen, dass du der Vater dieses Kindes wirst. Du bist doch schon standesamtlich mit mir verheiratet. Wenn das Kind geboren ist, willst du dich auch als Vater eintragen lassen.“

Déplier
Chapitre suivant
Télécharger

Dernier chapitre

Plus de chapitres
Pas de commentaire
8
Découvrez et lisez de bons romans gratuitement
Accédez gratuitement à un grand nombre de bons romans sur GoodNovel. Téléchargez les livres que vous aimez et lisez où et quand vous voulez.
Lisez des livres gratuitement sur l'APP
Scanner le code pour lire sur l'application
DMCA.com Protection Status