LOGINKapitel Fünf
Laila Fernandes „Leute, warum herrscht denn in dieser Küche so ein Aufruhr?“ Marina sah mich überrascht an. „Du weißt es noch nicht?“ „Was denn?“ „Mr. Watson kommt heute Abend mit seiner Freundin zum Abendessen hierher. Es gibt Gerüchte, dass sie ihre Verlobung bekannt geben werden.“ „Ah… deshalb also das ganze Theater.“ Nancy rührte in einem Topf mit einem unglaublich guten Duft und sagte: „Mr. Collin Watson ist ganz anders als seine Eltern. Ernst, kontrolliert und extrem anspruchsvoll.“ „Du hast vergessen zu erwähnen, dass er unglaublich heiß ist“, warf Marina grinsend ein. Stacy nickte sofort. „Da muss ich zustimmen. Dieser Mann ist Perfektion in Menschengestalt.“ Ich verzog das Gesicht. „Für mich klingt das eher so, als wäre er ein echter Nervtöter.“ „Was?“, fragte Marina lachend. „Das ist ein Ausdruck aus meinem Land. Bedeutet, dass jemand furchtbar anstrengend ist.“ Nancy lachte leise. „Das ist er definitiv. Dieser Mann hat tausend Regeln und mischt sich garantiert nicht mit Leuten unter seinem sozialen Niveau.“ „Stimmt“, bestätigte Stacy sofort. Marina grinste breit. „Du weißt das ja besonders gut, Stacy. Immerhin hätte er dich fast gefeuert, nachdem du dich an ihn rangemacht hast.“ Ich hob überrascht die Augenbrauen. „Im Ernst?“ „Geht dich nichts an!“, fauchte Stacy. „Zum Glück interessieren mich fremde Demütigungen nicht.“ „Ich wurde nicht gedemütigt!“ Nancy schnaubte. „Doch, wurdest du. Als ob so ein Mann einer einfachen Angestellten Aufmerksamkeit schenken würde.“ Marina sah plötzlich zu mir. „Ich bezweifle allerdings, dass er gegen Laila immun wäre.“ „Als ob“, sagte Stacy verächtlich. Nancy musterte mich von oben bis unten. „Es ist schwer, sie zu übersehen. Schau dir doch diese Kurven an. Und dieser Hintern! Selbst wenn ich mein Leben lang trainieren würde, bekäme ich niemals so einen knackigen Po. Und dann noch dieses hübsche Gesicht mit diesen grünen Augen…“ „Lasst mich da raus“, murmelte ich rot werdend. Komplimente machten mich immer nervös. „Ich sehe nichts Besonderes“, sagte Stacy kühl. „Außerdem bleibt sie nur ein Kindermädchen.“ „Hey! Was soll das heißen? Daran ist überhaupt nichts falsch. Das ist ehrliche Arbeit – und ich liebe diese beiden Kleinen.“ „Schon“, erwiderte Stacy. „Aber für einen milliardenschweren CEO bist du trotzdem unsichtbar.“ Marina grinste schelmisch. „Unsinn. Laila ist wunderschön. Ich wette hundert Dollar, dass er sofort anfangen wird, sie anzustarren.“ „Die Wette nehme ich an!“ Ich starrte sie entgeistert an. „Ihr seid doch verrückt. Ich gehe lieber zurück an die Arbeit.“ Gerade als ich gehen wollte, drehte ich mich noch einmal grinsend zu ihnen um. „Wer auch immer gewinnt – ich bekomme zwanzig Dollar Provision.“ „Ganz sicher nicht!“, protestierte Stacy. „Natürlich! Schließlich geht es in der Wette um mich.“ Bryan mischte sich kauend ein. „Laila hat recht.“ „Deine Meinung zählt nicht“, sagte Stacy genervt. „Du und die anderen Wachmänner seid sowieso Mitglieder ihres Fanclubs.“ Bryan zuckte mit den Schultern. „Sie ist hübsch, ja. Aber viel zu jung für mich – ich bin vierzig. Ich mag Frauen ab dreißig. Trotzdem hat sie recht. Wenn ihr wegen ihr wettet, verdient sie ihren Anteil.“ Marina lachte. „Na schön. Aber nur zwanzig Dollar. Und nur, wenn du es schaffst, dass er dich überhaupt bemerkt.“ „Ich verspreche nichts.“ Mit einem Lächeln verließ ich die Küche, um auf die Zwillinge zu warten, die jeden Moment aus der Schule zurückkommen mussten. (...) Der Tag verging wie im Flug. James und Jason redeten von nichts anderem als von der Ankunft ihres Onkels Collin. Ich dagegen war nach dem Gespräch in der Küche alles andere als begeistert. Dieser Mann klang arrogant – und arrogante Menschen konnte ich nicht ausstehen. „Lalá, wann kommt Onkel Collin?“ „Ja, Lalá! Wo ist er? Warum dauert das so lange?“ „Soweit ich weiß, kommt er erst zum Abendessen. Ihr müsst euch also noch etwas gedulden.“ James sah traurig aus. „Kommt er erst, wenn wir schon schlafen müssen?“ „Zuerst wird gegessen.“ „Aber dann haben wir keine Zeit mehr, mit ihm zu spielen!“ Ich lächelte sanft. „Ich bin sicher, euer Onkel wird sich Zeit für euch nehmen.“ Die beiden nickten nur widerwillig. Ihre traurigen Augen machten mich für einen Moment wütend auf diesen Collin Watson. Die Kinder liebten ihn offensichtlich und vermissten ihn. Dann erinnerte ich mich daran, dass ich ihn noch gar nicht kannte. Und wenn die Zwillinge ihn so sehr liebten, konnte er kein schlechter Mensch sein. „Laila, könnten wir kurz sprechen?“ Mrs. Rachel stand an der Tür des Spielzimmers. „Natürlich, Mrs. Rachel.“ Ich stand vom Boden auf, wo ich gerade mit den Jungs ein Puzzle zusammengesetzt hatte, und folgte ihr hinaus auf den Flur. „Heute Abend werde ich die Jungs füttern“, erklärte sie vorsichtig. „Mein Sohn und seine Freundin kommen zum Abendessen. Es wird ein eher privates Familienessen… du kannst also früher Feierabend machen.“ Ich sah sie direkt an. „Sie meinen, Ihr Sohn isst nicht gern mit Angestellten?“ Rachel wirkte sichtlich unwohl. „Mehr oder weniger. Seine Freundin ist sehr traditionell.“ „Verstehe.“ Ich lächelte höflich. „Für mich ist das kein Problem. Ehrlich gesagt würde ich mich in Gegenwart solcher Leute auch nicht besonders wohlfühlen.“ Fast hätte ich ihren Sohn beleidigt. Schnell biss ich mir innerlich auf die Zunge. Rachel schien trotzdem genau verstanden zu haben, was ich meinte, und nahm es mir nicht übel. „Das Abendessen beginnt um acht. Lass die Kinder bitte vorher fertig machen.“ „Natürlich.“ Punkt acht saßen die Zwillinge geschniegelt und geschniegelt im Esszimmer und warteten gespannt auf ihren berühmten Onkel. Rachel trat elegant in einem blauen Kleid herein und sah unglaublich schön aus. Manchmal glaubte ich wirklich nicht, dass sie schon sechzig war. Ich kniete mich vor James und Jason. „Lalá hat heute Abend noch etwas zu tun und wird beim Abendessen nicht dabei sein. Oma Rachel wird darauf achten, dass ihr euer Gemüse esst. Benehmt euch, okay?“ Die beiden verstanden offenbar nicht ganz, warum ich nicht dabei sein würde, nickten aber trotzdem. Ich küsste jedem auf die Wange und verließ das Esszimmer Richtung Küche. Irgendetwas sagte mir, dass Rachel mich später vielleicht noch brauchen würde. Das Abendessen war bereits serviert, und Constancy stand geschniegelt im Esszimmer bereit wie die perfekte Haushälterin. In der Küche dagegen herrschte entspannte Stimmung. Einige Wachmänner aßen zu Abend, Marina und Stacy warteten darauf, später den Tisch abzuräumen, und Nancy schaltete das Radio ein. Zu meiner Überraschung erklang plötzlich Funk. Marina grinste begeistert. „Ich liebe diesen Beat!“ „Ich auch!“ Nancy zeigte auf das Radio. „Das ist dieser Funk, von dem du erzählt hast, oder? Ich habe Videos von Brasilianerinnen gesehen, die dazu tanzen. Wahnsinnig sinnlich.“ Sofort musste ich lächeln. „Ja. Ich habe es geliebt, in Brasilien auf Funk-Partys zu gehen. Meine Freundin Bruna und ich haben die ganze Nacht durchgetanzt.“ „Dann tanz doch mal für uns!“ „Jetzt? Hier?“ „Ja!“, rief einer der jungen Sicherheitsmänner begeistert. Ich zuckte mit den Schultern. „Na gut.“ Der Song war „Bum Bum Tam Tam“. Unmöglich, dabei still zu bleiben. Ich ging in die Knie, legte die Hände auf meine Oberschenkel und begann, mich im Rhythmus zu bewegen. Sofort klatschten und pfiffen alle begeistert. Ich ließ meine Hüften kreisen, bewegte meinen Körper im Takt der Musik und vergaß für einen Moment alles um mich herum. Doch plötzlich verstummten die Pfiffe. Keine Rufe mehr. Kein Klatschen. Nur angespannte Stille. Langsam richtete ich mich auf. Alle starrten hinter mich – erschrocken. Ich seufzte. „Verdammt… da steht jemand hinter mir, oder?“ Langsam nickten sie. Ich drehte mich um. Und da stand er. Der schönste und attraktivste Mann, den ich je gesehen hatte. Blondes Haar. Honigfarbene Augen. Eine Aura aus Macht und Dominanz, die den ganzen Raum einnahm. Niemand musste mir sagen, wer dieser griechische Gott war. Das konnte nur Collin Watson sein.EpilogLaila FernandesAls ich Brasilien verließ, war ich nur ein junges Mädchen, das ohne Familie beschlossen hatte, seiner besten Freundin in ein fremdes Land zu folgen.Ich wusste nicht, was mich erwarten würde. Ich wusste nur, dass Bruna alles war, was ich noch hatte – und ich konnte sie nicht auch noch verlieren.Ich hätte niemals geglaubt, die Liebe meines Lebens zu treffen: einen reichen, arroganten Mann, der sich für besser als alle anderen hielt.Und sieh mich an heute – seit mehr als zwanzig Jahren mit meinem arroganten CEO verheiratet.Es war nicht immer einfach, aber gemeinsam haben wir eine starke Familie aufgebaut.Drei Kinder, eine wunderschöne Enkelin und zwei weitere Enkelkinder unterwegs. Wir haben gerade erst erfahren, dass Hope Zwillinge erwartet.Und meine Schwiegerkinder darf ich nicht vergessen. Lizzie ist die Güte selbst – schön und talentiert. Hunter ist ernst und verschlossen, aber wenn es um meine Tochter geht, schmilzt er dahin. Und dann Ethan und Kaio, die
Drei Monate später…Faith WatsonVeränderungen brauchen immer Zeit, bis wir sie voll und ganz akzeptieren – ob sie gut oder schlecht sind.Es fällt schwer, aus seiner gewohnten Routine auszubrechen und sich auf etwas Neues, Unbekanntes einzulassen.Aber hier bin ich also, um bei meinen beiden Sportlern einzuziehen. Vielleicht gehen wir es ein bisschen zu schnell an – vielleicht auch nicht.Kaio: — Das war die letzte Kiste, Liebling?Faith: — Nicht mehr deine kleine Scharfe?Kaio: — Du bist immer noch meine kleine Scharfe, aber du bist auch unsere Liebe. Nicht wahr, Ethan?Ethan: — Die Liebe unseres Lebens, Kätzchen. Gewöhn dich daran.Ja, an diese Veränderung kann ich mich schnell gewöhnen. Denn endlich ist das „Ich liebe dich“ ernsthaft über unsere Lippen gekommen.Wir waren gerade mitten in einer wahnsinnigen Liebesnacht und probierten neue Dinge aus, als ich mitten in einem überwältigenden Orgasmus ein „Ich liebe dich“ herausstieß.Es war nicht nur ein Impuls. Ich wusste schon lang
Faith WatsonAls ich aus der Toilette kam, waren Payton und Karen nicht mehr da. Das war auch gut so, denn hätte ich sie noch angetroffen, hätte ich ihre leeren Köpfe gleich in die Toilettenschüssel gesteckt.Ich atmete tief durch und kehrte zur Feier zurück. Meine Freunde waren noch nicht von dem Gespräch mit Papa zurück, und ich fragte mich, worüber sie wohl so lange redeten.Hope: — Was hast du denn für ein Gesicht, Faith? Du siehst aus, als ob du jemanden umbringen möchtest.Fragt meine Zwillingsschwester leise, als ich mich neben sie setze.Mama ist nicht mehr hier, sie schenkt bestimmt den Gästen ihre Aufmerksamkeit. Collin tanzt mit Lizzie, die beiden mit dieser verliebten Art, die ich jetzt so gut verstehe.Faith: — Wo ist dein Mann?Frage ich, um das Thema zu wechseln.Hope: — Er holt uns Getränke an der Bar. Ich habe ihn gebeten, auch dir eines mitzubringen.Faith: — Danke, ich könnte wirklich eins gebrauchen.Hope: — Jetzt aber erzähl mal, warum siehst du so mordlüstern aus
Faith WatsonFaith: — Und? Seid ihr bereit?Frage ich, sobald Ethan das Auto vor dem Haus meiner Eltern parkt.Kaio: — Die Frage ist: Bist du bereit?Ethan: — Ja, du siehst aus, als ob du gleich in Ohnmacht fallen könntest.Faith: — Na gut, ich bin nervös, ich gebe es zu.Ethan: — Wenn du nicht bereit bist…Faith: — Ich bin bereit.Sage ich mit fester Stimme.Beide sitzen vorn — Ethan am Steuer, Kaio neben ihm — und ich auf dem Rücksitz.Kaio: — Dann auf geht’s. Und zur Hölle mit allen, die uns schief ansehen.Entschlossen steigt mein Rotschopf aus, öffnet mir die Tür. Ich nehme das Geschenk für Mama und steige aus. Ethan gesellt sich zu uns, und Hand in Hand betreten wir drei das Haus.Wie zu erwarten, verstummt das Gespräch im ganzen Raum, und alle blicken zu uns herüber. Eine peinliche Stille breitet sich aus.Laila: — Faith, mein Liebes, warum hast du so lange gebraucht? Ich habe mir schon Sorgen gemacht.Sagt Mama, kommt lächelnd auf mich zu und umarmt mich fest.Laila: — Bleib s
Faith WatsonMein Vater betritt meine Wohnung mit dieser Ausstrahlung, die den ganzen Raum beherrscht — so, wie es überall geschieht, wo er sich befindet.Besonders dann, wenn er einschüchtern will. Und genau das ist hier offensichtlich sein Ziel.Er ist sichtlich zornig auf mich, und ich fühle mich schrecklich, weil ich ihn enttäuscht habe. Ich hasse es, in seinen Augen zu sehen, dass ich genau das getan habe.Faith: — Papa, ich… es tut mir so leid.Sage ich, als ich merke, dass er schweigen wird, bis ich selbst das Wort ergreife.Papa war immer liebevoll und fürsorglich zu uns, ganz anders, als er in der Geschäftswelt bekannt war. Er hat uns auf Vertrauen und Verständnis erzogen. Und wie Mama immer sagt: Wir sind seine schwächste Stelle.Ich kenne ihre Geschichte. Ich weiß, wie überheblich Papa früher war und wie sehr Mama gelitten hat, bevor er alles, was man ihm beigebracht hatte, über Bord warf — um die Liebe zu leben, die er für sie empfand.Aber ich verstehe: Selbst ein Mann, d
Faith WatsonIch stöhne laut, während Ethan tief und fest in mich eindringt, mein Mund gefüllt von Kaios Schwanz — völlig hingegeben der Lust und Begierde.Das Zimmer riecht nach Schweiß und Sex, und diese Luft ist berauschend.Wir drei, ganz und gar versunken in die Lust und das Bedürfnis, eins zu sein.Kaio: — Ich möchte in diese enge, süße Muschi eindringen und dich kommen sehen, erfüllt von uns beiden, ganz rot vor Lust.Ethan: — Unsere kleine Scharfe, scharf und köstlich.Ethan zieht sich zurück, Kaio übernimmt mit einem Kondom, und ich setze mich auf ihn, bewege mich und stöhne, während er mich ansieht und sich selbst befriedigt.Kaio nimmt meine Brust in den Mund, knabbert an der harten Brustwarze, fasst mein Hinterteil und drückt mich fest an sich, öffnet mich für Ethan, der sich über uns beugt und langsam in mich eindringt, vorsichtig, um mich nicht zu verletzen.Das Gefühl, doppelt erfüllt zu sein von meinen Männern, ist unbeschreiblich. Ich weiß nur: Das ist mein Lieblingso







