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Kapitel 50

Author: Vee
last update publish date: 2026-09-28 23:18:09

Aureas Sicht

„Geh schlafen, June“, sagte Vincenzo leise, seine Stimme völlig ruhig, als hätte er nicht gerade komplett meinen Verstand erschüttert.

Ohne ein weiteres Wort standen beide Brüder vom Bett auf und gingen aus meinem Schlafzimmer. Sie bewegten sich beiläufig und mühelos, als würde ihnen das gesamte Anwesen gehören und als hätten sie jedes Recht, durch die Korridore zu wandeln.

Ich lag erstarrt in der Dunkelheit da, meine Brust hob und senkte sich schwer, während ich die geschlossene T
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    Aureas Sicht„Geh nicht! Bitte, verlass mich nicht!“Ich schnappte nach Luft und meine Augen flogen auf, als ein verzweifelter Schrei die Stille des Zimmers zerriss. Mein Herz hämmerte wie ein gefangener Vogel gegen meine Rippen. Kalter Schweiß feuchtete meinen Haaransatz an. Für eine schreckliche Sekunde brannte sich das Bild meiner Pflege Mutter hinter meinen Augen ein – wie sie mir den Rücken kehrte und in einem wirbelnden, grauen Nebel verschwand.Ich blinzelte rasch und schüttelte den Kopf, als der Traum langsam zurückwich und mein Schlafzimmer zum Vorschein kam. Die vertrauten lilafarbenen Vorhänge waren zugezogen und ließen nur das sanfte, warme Leuchten des späten Nachmittags herein.„Oh, Liebling, atme. Es ist alles gut. Du bist sicher“, eilte eine sanfte, zitternde Stimme herbei, um mich zu trösten.Ich riss den Kopf zur Seite. Auf der Kante meiner Matratze saß meine Mutter; ihr Gesicht war blass und von überwältigender Sorge erfüllt. Neben ihr standen zwei Dienstmädchen, di

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    Aureas Sicht„Geh schlafen, June“, sagte Vincenzo leise, seine Stimme völlig ruhig, als hätte er nicht gerade komplett meinen Verstand erschüttert.Ohne ein weiteres Wort standen beide Brüder vom Bett auf und gingen aus meinem Schlafzimmer. Sie bewegten sich beiläufig und mühelos, als würde ihnen das gesamte Anwesen gehören und als hätten sie jedes Recht, durch die Korridore zu wandeln.Ich lag erstarrt in der Dunkelheit da, meine Brust hob und senkte sich schwer, während ich die geschlossene Tür anstarrte. Ich konnte für den Rest der Nacht kein einziges Auge zutun. Jedes kleine Geräusch riss mich hochschreckend aus dem Schlaf und zwang mich, mich aufzusetzen und die Dunkelheit zu mustern, um zu sehen, ob die Brüder zurückgekehrt waren.Als der Morgen endlich anbrach, hatte der schwere Regen aufgehört und einen matten, grauen Nebel hinterlassen, der die Skyline wie eine Decke einhüllte. Erschöpft schleppte ich mich aus dem Bett und ging ins Badezimmer.Als ich vor den großen Marmor-Wa

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    Aureas Sicht„Geh nicht! Bitte, verlass mich nicht!“Ich keuchte auf, während meine Augen aufrissen und ein verzweifelter Schrei die Stille des Raumes zerschmetterte. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen wie ein gefangener Vogel. Kalter Schweiß feuchtete meinen Haaransatz an. Für eine terrifizierende Sekunde blieb das Bild meiner Pflegeutter vor meinen Augen hängen, wie sie mir den Rücken kehrte und in einen wirbelnden, grauen Nebel schritt.Ich blinzelte rasch und schüttelte den Kopf, während der Traum langsam zurückwich und mein Schlafzimmer preisgab. Die vertrauten purpurnen Vorhänge waren zugezogen und ließen nur das sanfte Umgebungslicht des späten Nachmittags herein.„Oh, Liebling, atme. Es ist alles gut. Du bist sicher“, eilte eine sanfte, zitternde Stimme herbei, um mich zu trösten.Ich riss den Kopf zur Seite. Auf der Kante meiner Matratze saß meine Mutter, ihr Gesicht blass und erfüllt von überwältigender Sorge. Neben ihr standen zwei Dienstmädchen, die Tabletts mit frische

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    Vincenzos und Valerius’ SichtDie Atmosphäre im imposanten Konferenzraum des Rossi-Imperiums war voll von dichter, bedrohlicher Spannung. Das Sonnenlicht strömte durch die bodentiefen Fenster, doch es tat nichts, um die eisige Kälte im Raum zu erwärmen. Um den massiven Mahagonitisch saßen zwanzig Vorstandsmitglieder der Gesellschaft. Jeder von ihnen hielt den Atem an und überprüfte peinlich genau die Finanzprognosen für das nächste Quartal.An der Spitze des Tisches saßen die beiden Herrscher des Imperiums: Vincenzo und Valerius Rossi.Vincenzo saß vollkommen aufrecht in seinem Ledersessel, sein dunkler Anzug makellos, die Finger locker ineinander verschränkt, während seine kalten Augen den Exekutivleiter musterten, der eine Präsentation hielt. Neben ihm lehnte sich Valerius lässig zurück; ein silberner Stift drehte sich rhythmisch zwischen seinen Fingern. Die Vorstandsmitglieder wussten genau, dass ein einziges falsches Wort das sofortige Ende ihrer Karriere bedeuten konnte – oder Sc

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