เข้าสู่ระบบAureaMein Atem stockte. Die Härchen auf meinem Nacken stellten sich auf.Noch bevor sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnen konnten, sank die Matratze auf beiden Seiten neben mir tief ein.Innerhalb von Sekunden war mein Bett von den dunklen, hünenhaften Silhouetten von Vincenzo und Valerius überlagert. Mit einer furchterregenden Eleganz stiegen sie zu mir herauf und begruben mich unter ihrem schieren Gewicht.Valerius lag zu meiner Rechten, Vincenzo nahm die linke Seite ein. Gleichzeitig beugten sie sich hinab und vergruben ihre Gesichter tief in meiner empfindlichen Halsbeuge. Ihr heißer, schwerer Atem traf meine kühle Haut und schickte mir eine spürbare Gänsehaut über den Rücken. Der Duft von teurem Parfum und Regen umhüllte all meine Sinne.„Erschreck uns nie wieder so, kleiner Vogel“, flüsterte Valerius voller Besessenheit an meiner Haut. Seine tiefe Stimme vibrierte direkt an meinem Schlüsselbein, während seine Zähne sanft über meine Kieferlinie striffen.„Wenn dir irgendet
Alessias SichtDie Reifen des Autos wirbelten eine Wolke aus losem Kies und Staub auf, als der Wagen im Innenhof einer verlassenen Fabrik zum Stehen kam. Das Gebäude war ein verrottendes Skelett aus Beton und zersplittertem Glas, das von der Stadt längst vergessen worden war. Alessia schaltete den Motor aus. Ihre manikürten Finger klammerten sich so fest um das Lenkrad, dass ihre Knöchel weiß hervortraten. Das Versagen, Aurea nicht getötet zu haben, fraß sie lebendig auf.Sie stieß die Autotür auf und ihre spitzzulaufenden High Heels knirschten bösartig auf dem Boden, als sie in das cavernöse, von Schatten durchtränkte Innere der Hauptlagerhalle marschierte.In der Mitte des verfallenen Raumes wartete eine Frau auf sie, die in einen eleganten, bodenlangen Trenchcoat gekleidet war.„Mama“, hauchte Alessia aus. Die harte, defensive Maske, die sie vor der Valli-Familie trug, zersprang vollkommen.Lyra drehte sich um und ihre Augen wurden beim Anblick ihrer Tochter augenblicklich weich. O
Aureas Sicht„Geh nicht! Bitte, verlass mich nicht!“Ich keuchte auf, während meine Augen aufrissen und ein verzweifelter Schrei die Stille des Raumes zerschmetterte. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen wie ein gefangener Vogel. Kalter Schweiß feuchtete meinen Haaransatz an. Für eine terrifizierende Sekunde blieb das Bild meiner Pflegeutter vor meinen Augen hängen, wie sie mir den Rücken kehrte und in einen wirbelnden, grauen Nebel schritt.Ich blinzelte rasch und schüttelte den Kopf, während der Traum langsam zurückwich und mein Schlafzimmer preisgab. Die vertrauten purpurnen Vorhänge waren zugezogen und ließen nur das sanfte Umgebungslicht des späten Nachmittags herein.„Oh, Liebling, atme. Es ist alles gut. Du bist sicher“, eilte eine sanfte, zitternde Stimme herbei, um mich zu trösten.Ich riss den Kopf zur Seite. Auf der Kante meiner Matratze saß meine Mutter, ihr Gesicht blass und erfüllt von überwältigender Sorge. Neben ihr standen zwei Dienstmädchen, die Tabletts mit frische
Vincenzos und Valerius’ SichtDie Atmosphäre im imposanten Konferenzraum des Rossi-Imperiums war voll von dichter, bedrohlicher Spannung. Das Sonnenlicht strömte durch die bodentiefen Fenster, doch es tat nichts, um die eisige Kälte im Raum zu erwärmen. Um den massiven Mahagonitisch saßen zwanzig Vorstandsmitglieder der Gesellschaft. Jeder von ihnen hielt den Atem an und überprüfte peinlich genau die Finanzprognosen für das nächste Quartal.An der Spitze des Tisches saßen die beiden Herrscher des Imperiums: Vincenzo und Valerius Rossi.Vincenzo saß vollkommen aufrecht in seinem Ledersessel, sein dunkler Anzug makellos, die Finger locker ineinander verschränkt, während seine kalten Augen den Exekutivleiter musterten, der eine Präsentation hielt. Neben ihm lehnte sich Valerius lässig zurück; ein silberner Stift drehte sich rhythmisch zwischen seinen Fingern. Die Vorstandsmitglieder wussten genau, dass ein einziges falsches Wort das sofortige Ende ihrer Karriere bedeuten konnte – oder Sc
Aureas SichtIch winkte Ethan und Julian ein letztes Mal zum Abschied zu, während ich beobachtete, wie das Fahrzeug die private, bewachte Allee hinunter verschwand. Dann drehte ich mich um und blickte auf die kolossale Struktur des Luxuseinkaufszentrums. Bevor sich die verbleibende Unruhe des Morgens völlig in meiner Brust festsetzen konnte, hakten sich Tante London und Tante Jessica praktisch bei mir ein und zogen mich hinein.„Das Erste ist das Erste“, verkündete Tante Jessica, während ihr kurzes Haar wippte und sie den Weg durch das opulente Glasatrium anführte. „Mit leerem Magen kann man nicht ordentlich einkaufen, Schatz. Holen wir uns etwas zu essen.“Sie führten mich zu einem exklusiven, sonnenbeschienenen Café auf der oberen Empore der großen Plaza. Wir setzten uns an einen Tisch mit Blick auf die mehrstöckigen Luxusboutiquen darunter. Das schiere Tempo, mit dem meine Tanten bestellten, war schwindelerregend – frisch gebackenes Gebäck, feine Sandwiches und Tassen mit aromatisc
Alessias SichtDie Luft in den eleganten High-End-Boutiquen des exklusivsten Luxuseinkaufszentrums der Stadt roch nach teurem Leder, reichhaltigen Parfüms und unverkennbarem Wohlstand.Über die polierten Marmorkorridore schlenderten Alessia und ihre Freundinnen Elena, Bianca und Chloe. Gekleidet in gewaltigen Designer-Heels und vollgepackt mit Einkaufstaschen sahen sie aus wie der unbestrittene Adel der Oberschicht. Doch unter Alessias makellosem Make-up fraß sie eine dunkle, verzehrende Wut bei lebendigem Leib auf.Alessia hielt plötzlich in ihrer Bewegung inne, während sich ihre manikürten Nägel schmerzhaft in den Ledergriff ihrer Handtasche gruben. Eine kurze Distanz entfernt, nahe dem Haupteingang einer erstklassigen Boutique, erblickte sie sie.Aurea stand da und sah in ihren einfachen blauen Shorts und dem weit geschnittenen weißen Hemd auf irritierende Weise unschuldig aus. Flankiert wurde sie von Tante London und Tante Jessica, die sich gerade mit einer überwältigenden Menge a







