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Kapitel 15 – Der Gegenangriff

last update publish date: 2026-10-11 14:16:47

Kirill

Mit vier schweren Papiertüten und einer zusammengerollten schwarzen Schaumstoffmatte unter dem Arm betrete ich das Penthouse.

Die Tür fällt hinter mir ins Schloss. Sofort steigt mein Puls.

Ich will nicht hier sein. Ich will in einem dunklen Raum mögliche Bedrohungen analysieren, umgeben vom vertrauten Geruch nach Waffenöl und Adrenalin.

Stattdessen trage ich Bio-Gemüse und teuren Wein in meine Küche wie ein Butler.

Oliver liegt auf dem Ledersofa und liest eine Waffenzeitschrift, die ich
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    KirillMeine Knöchel schmerzen noch vom Kampf mit dem riesigen Kerl, dem ich beide Kniescheiben zerschossen habe.Das Adrenalin des Einsatzes ebbt ab. Kalte Klarheit bleibt zurück.Acht Ziele ausgeschaltet. Die unmittelbare Bedrohung beseitigt. Die Umgebung gesichert. Der Auftrag erledigt.Ein erfolgreicher Einsatz. Genau das, wofür man mich bezahlt.Trotzdem kehrt das vertraute Ziehen an meinem Hinterkopf zurück, als die Aufzugtüren aus gebürstetem Stahl aufgleiten.Ich betrete den weitläufigen Wohnbereich. Chana sitzt am Esstisch und packt mit steifer Haltung ihre mobile Serveranlage in den verstärkten Koffer. Die schlanken Monitore sind schon dunkel. Sie wusste bereits, als ich in meine Straße einbog, dass ich zurückkomme.Auf der anderen Seite des Raums sitzt Oliver auf einem Hocker an der schwarzen Marmorinsel.Er stützt sich schwer auf die Ellbogen und hält ein Glas dunklen Rotwein in der Hand. Er scheint Chana mit großer Entschlossenheit zu ignorieren.Die unverkennbare Feindse

  • Knackt Sein Code   Kapitel 17 – Die Firewall

    OliverNormalerweise hängt die Stille im Penthouse unmittelbar mit Kirills düsterer Anwesenheit zusammen. Jetzt, wo der riesige Russe auf der Jagd ist, fühlt sie sich ganz anders an. Und unglaublich nervig.Es ist die Stille, die entsteht, wenn jemand einen absichtlich ignoriert.Chana hat den Esstisch in eine kleine Kommandozentrale verwandelt. Ihr verstärkter Pelican-Koffer steht offen. Darin liegen beeindruckende Rechnerteile und drei schmale Monitore, die nahtlos ineinandergreifen. Auf den dunklen Bildschirmen laufen ununterbrochen Codezeilen durch, gespiegelt in der glänzend schwarzen Tischplatte.Ich sitze auf meinen Händen, damit ich mich nicht einmische und übernehme.Seit fünfundvierzig Minuten tippt sie ohne Pause. Ihre Finger fliegen in einem hypnotisch schnellen Rhythmus über die mechanische Tastatur.Ich sitze auf dem Ledersofa und starre auf ihren Hinterkopf. Die Langeweile entwickelt sich allmählich zu einem unerträglichen Jucken unter meiner Haut.Ich vermisse Dom tats

  • Knackt Sein Code   Kapitel 16 – Die Auslöschung

    KirillMeine Worte hängen genau zwei Sekunden lang in der feuchten Luft des Lagerhauses. Dann setzt sich das Team in fließender, perfekt abgestimmter Bewegung in Gang.Eine lange Lagebesprechung brauchen wir nicht.Ray hat uns unterwegs die Baupläne und Wärmebilder auf unsere taktischen Displays geschickt.Unser Ziel ist ein verlassenes Büro eines Speditionsunternehmens nahe dem Gowanus Canal. Sechs schwer bewaffnete Söldner als Verstärkung. Dazu die beiden Männer, die Oliver gejagt haben, kurz bevor er uns fand.Acht Männer, die den tödlichen Fehler begangen haben, jemanden zu bedrohen, der unter meinem Schutz steht.Bis zum Einbruch der Dunkelheit prüfen wir Ausrüstung und Zugangswege. Dann brechen wir auf.Ich steige auf den Beifahrersitz des gepanzerten SUV.Saint fährt. Sein Gesicht ist ausdruckslos, die Augen fest auf die Straße gerichtet. Die kurze Fahrt verläuft in schwerem, erwartungsvollem Schweigen.Das Industriegebiet am Gowanus Canal riecht nach abgestandenem, chemieverse

  • Knackt Sein Code   Kapitel 15 – Der Gegenangriff

    KirillMit vier schweren Papiertüten und einer zusammengerollten schwarzen Schaumstoffmatte unter dem Arm betrete ich das Penthouse.Die Tür fällt hinter mir ins Schloss. Sofort steigt mein Puls.Ich will nicht hier sein. Ich will in einem dunklen Raum mögliche Bedrohungen analysieren, umgeben vom vertrauten Geruch nach Waffenöl und Adrenalin.Stattdessen trage ich Bio-Gemüse und teuren Wein in meine Küche wie ein Butler.Oliver liegt auf dem Ledersofa und liest eine Waffenzeitschrift, die ich auf dem Couchtisch liegen gelassen habe. Seine langen Beine hängen über die Armlehne.Wenigstens hat er das ablenkende Yoga-Outfit ausgezogen. Jetzt trägt er Jeans und ein enges T-Shirt mit V-Ausschnitt. Ob er weiß, dass es auch Jeans gibt, die sich nicht an jeden Zentimeter seiner Beine schmiegen?Als die Papiertüten rascheln, setzt er sich auf. Der dünne Baumwollstoff verrutscht und gibt die glatte Linie seines Schlüsselbeins frei.„Du hast das Zeug tatsächlich geholt“, sagt Oliver, zugleich ü

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    KirillMein Zufluchtsort ist überrannt worden.Ich stehe im dunklen Flur meiner eigenen Wohnung, gefangen von meiner nachlassenden Disziplin.Ich sollte die Bilder der Sicherheitskameras prüfen. Ray kontaktieren und sicherstellen, dass unser digitales Schutzsystem nach der Zerstörung des Lagerhauses noch intakt ist. Mit Oba die nächste Operationsbasis organisieren.Stattdessen stehe ich wie festgewurzelt da und starre ins Wohnzimmer. Wie ein Besessener.Oliver ist vor zehn Minuten frisch geduscht aus dem Gästebad gekommen, in Kleidung, die Dominique für ihn gerettet hat.Eigentlich müsste es besser sein, ihn angezogen zu sehen als nur in Boxershorts. Aber dieses Outfit fühlt sich an wie ein gezielter Angriff auf meine Willenskraft.Er trägt eine unglaublich weiche, weite Hose, deren Stoff bei jedem Schritt um seine Beine fließt. Das dünne Material schmiegt sich an seinen Hintern, bevor es weiter fällt. Aber das Oberteil bringt mich wirklich an den Rand des Wahnsinns.Ein lockeres, hel

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    OliverSchlaf kommt nur in kurzen, brüchigen Stücken. Auf der unglaublich harten Matratze in Kirills Gästezimmer wälze ich mich hin und her und dämmere immer nur für ein paar Minuten weg, bevor die Angst mich wieder weckt.Sobald ich die Augen schließe, hämmert das Echo der automatischen Waffen durch meinen Schädel. Jedes Mal schrecke ich hoch.In den vergangenen vier Tagen hatte ich überhaupt keine Privatsphäre. Im Wohnbereich des Lagerhauses war immer jemand bei mir. Die ständige Überwachung hat mich erdrückt. Aber allein in diesem makellosen Zimmer zu sein, fühlt sich irgendwie noch schlimmer an.Zu wissen, dass ein tödlicher russischer Auftragskiller ein paar Türen weiter schläft, beruhigt mich längst nicht so sehr, wie ihn vor Augen zu haben, während er mich finster anstarrt.Schließlich gebe ich das Schlafen auf und setze die nackten Füße auf den kalten Boden. Die Kälte schießt mir bis in die Beine.Ich fahre mir durch die Haare. Das bringt das zerzauste Chaos, das die ganze Nac

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