로그인Die Sonntagmorgen-Sonne ist eine physische Last, schwer und unerbittlich drückt sie gegen die Schlafzimmervorhänge. Ich wache vom Geräusch der laufenden Dusche auf dem Flur auf – dem Gästebad. Mom. Die Routine ist eine Lüge, die wir immer besser zu erzählen wissen.
Ich liege in meinem eigenen Bett, aber mein Körper erinnert sich noch an seinen. Meine Innenseiten der Oberschenkel sind empfindlich, ein dumpfer, pochender Schmerz, der noch von den gestrigen Runden nachhallt. Ich kann noch immer das Phantom seiner Hände an meiner Kehle spüren, das Gewicht von ihm, wie er mich auf die Matratze drückt. Ich bewege mich, und die Seide meines Nachthemds klatscht gegen meine Haut, was einen elektrischen Schlag direkt in mein Innerstes jagt.
Ich warte nicht auf eine Einladung. Ich kenne den Rhythmus inzwischen.
Ich finde ihn in der Garage. Er ist über die Werkbank gebeugt, einen Schraubenschlüssel in der Hand, die Ärmel seines grauen Overalls um seine Taille gebunden. Sein Rücken ist eine Landkarte aus harter Muskelmasse und konzentrierter Absicht. Die Luft riecht nach Motorenöl, altem Holz und dem Moschus eines Mannes, der nicht genug geschlafen hat.
Er dreht sich nicht um, als ich eintrete, aber seine Schultern straffen sich. Er kennt meinen Schritt.
„Mom ist im Supermarkt“, sage ich. Meine Stimme ist fest, aber mein Herz flattert wie ein panischer Vogel gegen meine Rippen. „Sie sagte, sie braucht eine Stunde. Vielleicht mehr.“
Er lässt den Schraubenschlüssel fallen. Das metallische Scheppern vibriert durch den Betonboden. Langsam dreht er sich um. Seine Augen sind blutunterlaufen, dunkle Augenringe graben Schatten darunter, aber der Blick, den er mir zuwirft, ist der eines Raubtiers.
„Du trägst dieses Kleid“, sagt er. Seine Stimme ist ein tiefes, gefährliches Grollen.
Es ist ein Sommerkleid. Hellgelb, dünn wie ein Hauch von Nichts, mit nichts als nackter Haut und Vorfreude darunter.
„Du hast mir gesagt, dass du meinen Mund willst“, erinnere ich ihn und trete tiefer in die Schatten der Garage. Ich bin jetzt kühn, befeuert von der Art, wie sein Blick dem Wiegen meiner Hüften folgt. „Ich wollte dich nicht warten lassen.“
Er rührt sich nicht. Er beobachtet mich nur, wie ich näher komme, bis ich zwischen seinen Knien stehe. Er sitzt auf dem hohen Hocker, was uns auf Augenhöhe bringt. Der Geruch nach Öl und Schweiß ist berauschend.
„Knie nieder“, befiehlt er.
Das Wort ist wie ein physischer Schlag. Ich lasse mich sinken. Meine Knie schlagen auf dem kalten Beton auf, der Saum des gelben Kleides bauscht sich um meine Oberschenkel. Ich blicke zu ihm auf, mein Kinn nach hinten geneigt, und entblöße meinen Hals – die Stelle, an der er gerne sein Zeichen hinterlässt.
Er streckt die Hand aus, seine Finger sind schmierig von Fett, und umgreift meinen Kiefer. Er verschmiert einen dunklen Daumenabdruck über meinen Wangenknochen und markiert mich wie sein Eigentum.
„Du denkst, du bist bereit dafür?“, flüstert er, und sein Griff wird gerade so fest, dass es wehtut. „Du denkst, du kannst mit mir umgehen, wenn ich aufhöre, nett zu sein?“
„Ich will nicht, dass du nett bist“, keuche ich. „Ich will, dass du es dir nimmst.“
Er stößt einen abgehackten Atemzug aus, seine Hand gleitet hinab zu meiner Kehle und zwingt meinen Kopf noch weiter nach hinten. Mit seiner anderen Hand nestelt er an den Knöpfen seines Overalls, dann am Reißverschluss seiner Shorts. Er zieht sie nicht aus. Er befreit sich einfach – dick, wütend und pulsierend vor einem Verlangen, das dem meinen gleicht.
„Beweise es“, knurrt er.
Ich lehne mich nach vorn. Der Kontrast ist atemberaubend – mein blasses, weiches Gesicht gegen seine rauen, ölbeschmierten Hände und die Hitze seiner Haut. Ich nehme ihn in mich auf, meine Augen lassen die seinen nicht los.
Er zischt auf, sein Kopf prallt nach hinten gegen das Werkzeugregal. „Gott, Lara… du wirst noch mein Untergang sein.“
Er lässt mich nicht langsam machen. Seine Finger weben sich in mein Haar, ballen die Strähnen zu einer Faust und kontrollieren die Tiefe und das Tempo. Es ist rücksichtslos. Hier gibt es keine Zärtlichkeit, nur den rohen, süchtig machenden Hunger eines Mannes, der die Grenze überschritten und die Brücke hinter sich abgebrannt hat.
Jedes Mal, wenn ich würgen muss, murmelt er ein „braves Mädchen“, was eine neue Hitzewelle durch meinen Kern schickt. Er treibt mich an, bis mir die Tränen in die Augen steigen, bis das einzige Geräusch in der Garage die feuchte, rhythmische Reibung und sein schwerer, ungleichmäßiger Atem ist.
„Sieh mich an“, befiehlt er, seine Stimme bricht.
Ich blicke durch meine Wimpern zu ihm auf, den Mund voll von ihm, mein Herz hämmert. Die Macht in seinen Augen ist furchterregend. Es ist der Blick eines Mannes, der weiß, dass er uns beide ruiniert, und dem es egal ist.
Er ist kurz davor. Ich kann die Anspannung in seinen Oberschenkeln spüren, die Art, wie seine Finger praktisch meine Kopfhaut prellen.
„Hör nicht auf“, bringt er mühsam hervor. „Wag es ja nicht, aufzuhören.“
Er kommt mit einem tiefen, gutturalen Brüllen, sein Körper zuckt, als er mich auf die eine Weise beansprucht, wie er es noch nicht getan hatte. Ich nehme jeden Tropfen, jedes Pulsieren in mich auf, zitternd auf dem kalten Boden, während die Nachmittagssonne auf dem Chrom des Autos glänzt, das Mom normalerweise zur Kirche fährt.
Er verharrt eine lange Zeit so, seine Hand schwer auf meinem Kopf, während sich sein Atem langsam wieder normalisiert. Als er sich schließlich zurückzieht, blickt er auf mich herab – kniend, unordentlich, gezeichnet von Schmiere und ihm.
Er bückt sich hinab, wischt mir mit einer überraschend sanften Berührung eine verirrte Träne aus dem Auge, dann verhärtet sich sein Gesicht wieder.
„Steh auf“, sagt er, und seine Stimme kehrt zu diesem kühlen, distanzierten Donnern zurück. „Mach dich sauber. Deine Mutter ist in zwanzig Minuten zu Hause.“
Ich stelle mich auf zittrige Beine und streiche mein Kleid glatt. Ich fühle mich schwer. Gebrandmarkt.
Als ich mich zum Gehen umdrehe, packt er mein Handgelenk. Er zieht mich zurück und presst seinen Mund hart gegen meinen – ein Kuss, der nach Salz und Öl und verbotenen Dingen schmeckt.
„Heute Nacht“, flüstert er gegen meine Lippen. „Schließe ich deine Tür ab. Und ich gehe erst wieder, wenn die Sonne aufgeht.“
Ich gehe zurück zum Haus, die kühle Brise kühlt die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen, und ich zähle bereits die Stunden, bis die Sonne untergeht.
Biancas POVIch schlug die Tür zu und drehte mich sofort zum Bett um.„Er ist weg. Komm raus.“Einen Moment lang geschah nichts. Kein Geräusch. Eine leichte Falte erschien auf meiner Stirn.„Er ist weg, Mike. Du kannst jetzt rauskommen.“Ein paar Sekunden später kroch er langsam unter dem Bett hervor. Er richtete sich auf und klopfte den Staub von sich, strich über sein Hemd, seine Hose und seine Arme.Ich stand ein paar Schritte entfernt, ein Bein leicht nach vorne gestellt und die Hände ineinander verschränkt, während ich ihn beobachtete.Er bemerkte meinen Gesichtsausdruck.„Was?“Ich räusperte mich leise und sah für einen Moment weg.„Wann wird das alles aufhören?“Seine Hand hielt mitten in der Bewegung inne, während er sich den Staub vom Hemd klopfte. Langsam hob er den Kopf.„Was?“, fuhr er mich an, als würde er nicht verstehen, was ich meinte.„Du hast mich gehört“, erwiderte ich mit ruhiger Stimme.Er starrte mich einen Moment lang an, bevor er einen Schritt auf mich zumachte
Biancas POV„Braves Mädchen“, flüsterte er und gab mir einen sanften Klaps auf den Hintern, während sein Blick meinen durchdrang.Ich sah ihn an, während meine Brust unter meinem unregelmäßigen Atem heftig bebte. Ein Sturm aus Gefühlen erfasste mich, während meine Augen jede seiner Bewegungen verfolgten. Wut brannte in meinem Blick, vermischt mit einer Anziehung, die ich nicht wahrhaben wollte, und ich spannte meinen Kiefer an, während er seelenruhig seinen Gürtel schloss, völlig unbeeindruckt von der Spannung, die zwischen uns in der Luft lag.Mein Atem wurde schwerer, als er langsam den Kopf hob und sich ein breites, wissendes Grinsen auf seinen Lippen ausbreitete.„Du hast das gut gemacht, Mädchen“, sagte er und beugte sich näher zu mir, sodass der kleine Abstand zwischen uns verschwand.Mein Herz machte einen Satz, und ich wandte sofort das Gesicht ab, weil ich mich weigerte, ihm entgegenzukommen.„Ja, ich liebe es, wenn du so stur bist“, sagte er, zog sich zurück und richtete sic
ANFANG VON GESCHICHTE 3Biancas PerspektiveIch ging voran, meine Schritte gleichmäßig, während meine Freunde und mein jüngerer Bruder mir folgten und ihr Lachen und albernes Plaudern die Luft erfüllten.Ich ging weiter den Weg entlang und achtete kaum darauf, wohin ich trat, bis mein Fuß gegen einen Fußball stieß, der mir im Weg lag. Ich blickte hinunter und fragte mich, wem er gehörte, während der Ball von mir wegrollte und im Garten eines Nachbarn verschwand.Ich sah schnell weg und trat auf den Gehweg, der zu unserer Haustür führte.„Tschüüüss!“, rief Sammy, mein Bruder, von hinten.Ich blickte über meine Schulter.Er stand da und winkte unseren Freunden enthusiastisch zu, bevor er sich wieder dem Haus zuwandte.Das Geräusch einer sich öffnenden Tür zog plötzlich meine Aufmerksamkeit auf sich.Mein Blick Schnellte sofort nach vorne.Die Tür öffnete sich schließlich, während sich ihre Stimmen mit der Luft vermischten.Meine Füße standen für einen Moment still, als sich die Tür weit
Tianas POVZwei Wochen späterIch starrte auf das bereits gepackte Gepäck auf dem Bett.Ja.Meine Entscheidung stand fest, und ich war bereit zu gehen.Ich griff nach dem ersten Koffer, schloss meine Hand um den Griff und zog ihn zum Bettrand, bevor ich ihn mit etwas Mühe herunterzog und auf dem Boden abstellte.Einen nach dem anderen brachte ich die Koffer aus dem Schlafzimmer nach unten und stellte sie im Wohnzimmer ab, bis mir beim Heruntertragen des letzten Koffers bereits die Arme zu schmerzen begannen.Abby saß gemütlich auf dem Sofa und kicherte über etwas auf ihrem Handy, als hätte sie mit dem Chaos um mich herum überhaupt nichts zu tun, bevor sie zu mir aufsah.„Oh, Mädchen. Du bist schon fertig?“Ich verdrehte die Augen. „Du solltest hier sein, um mir zu helfen, aber du hast nicht einmal nach mir gesehen.“Sie sah mich unschuldig an. „Komm schon, Mädchen. Ich dachte, du wärst im Badezimmer.“Ich blieb mitten auf der Treppe stehen und starrte sie an.„Badezimmer? Über sieben
Tianas POVIch nahm den Stift vom Officer entgegen und senkte den Blick auf das Dokument vor mir.„Hier unterschreiben“, wies er mich an und deutete auf die freie Stelle am unteren Rand.Ich nickte und begann zu unterschreiben.Meine Hand bewegte sich gleichmäßig über das Papier, als ich plötzlich Schritte hinter mir hörte.Sie wurden langsamer.Dann blieben sie direkt neben mir stehen.„Du glaubst, du hast gewonnen?“Meine Hand erstarrte.Ich erkannte diese Stimme sofort.Martha.Kennys Tante.Langsam lehnte ich mich zurück und erhob mich, während ich den Stift auf den Schreibtisch fallen ließ. Ich weigerte mich, mich in ihre Richtung zu drehen.„Das ist erst der Anfang“, fügte sie hinzu.Bevor ich antworten konnte, ertönte Abbys Stimme hinter mir.„Ist dir eigentlich klar, dass du dich auf einer Polizeiwache befindest? Officers! Hört ihr überhaupt, was sie sagt? Hört ihr, was sie sagt?“Ich neigte den Kopf in Abbys Richtung.„Abby, hör auf. Bitte.“„Nein, Tiana.“ Ihre Stimme blieb f
Tianas POVDie Polizeiwache war alles andere als ruhig.Beamte liefen im Gebäude ein und aus. Einige trugen Akten unter den Armen, während andere hastig in ihre Telefone sprachen.Stimmen überschnitten sich aus verschiedenen Ecken und erzeugten ein ständiges Stimmengewirr, das es schwer machte, sich auf irgendetwas zu konzentrieren.Eine Frau stand in der Nähe des Empfangs und weinte unkontrolliert, während sie erklärte, dass ihr Kind verschwunden sei.Ein Beamter stand vor ihr und versuchte, sie zu beruhigen, während ein anderer etwas in ein Protokollbuch schrieb.Ich saß schweigend auf einer der Bänke, meine Hände auf meinem Schoß ineinander verschränkt.Mein Kopf fühlte sich seltsam taub an.Hinter mir saßen Kenny und seine Tante im Besucherbereich. Seine Tante sprach eindringlich mit einem anderen Beamten und zeigte dabei gelegentlich in meine Richtung.Ich wandte den Blick ab.Ich hatte nicht die Kraft, mich darum zu kümmern.Ein paar Minuten später kam ein Beamter auf mich zu un
Der Rest des Vormittags ist Folter im Gewand des normalen Lebens.Ich versuche, mich in der Routine zu verlieren: das Wohnzimmer saugen, Wäsche zusammenlegen, alles tun, um meine Gedanken von der Hitze abzulenken, die sich in meinem Unterleib sammelt. Doch jede Vibration des Staubsaugers, jedes Büc
Sonnenlicht schneidet in scharfen, goldenen Streifen durch die Küchenjaleousien. Die Kaffeemaschine gluckert ihre letzten Tropfen in die Kanne. Das Haus riecht nach dunkler Röstung, geröstetem Brot und der schwachen, anhaltenden Spur der Feuchtigkeit von letzter Nacht. Ich bin immer noch wund auf
Drei Jahre ist es her, seit Mom gestorben ist, und das Haus trägt in den stillen Ecken noch immer ihren Geist in sich. Die Art, wie die Dielen nachts im Flur knarren, der schwache Lavendelduft, der im Wäscheschrank hängt, die Küchenschublade, in der ihr Lieblingspfannenwender noch immer unberührt
Die Nachtluft ist dickflüssig, diese Art von schwüler Hitze, bei der sich die Haut anfühlt, als wäre sie zu eng für den eigenen Körper. Ich stehe mit Mom auf dem Balkon; der Duft von blühendem Jasmin aus dem Garten unten vermischt sich mit der Citronella-Kerze, die zwischen uns flackert. Sie redet