LOGINSOPH„Gute Nacht. Ich hab dich lieb.“„Hab dich auch lieb, Mama.“Ich küsste die Kinder, und Damian verschwand mit ihnen, um sie ins Bett zu bringen. Ich hüpfte ins Badezimmer und setzte mich auf die Toilette. Langsam hatte ich den Dreh mit diesem Einbein-Gehopse raus. Ich brauchte dringend eine Dusche, aber ...Damian tauchte mit einer Plastiktüte und Isolierband auf. „Lass uns deinen Gips einpacken, damit du duschen kannst.“Ich stieß einen schweren Seufzer aus. „Ich komme mir vor wie eine einzige Last.“Er half mir beim Aufstehen, stülpte die Tüte über meinen Arm und überlegte einen Moment. „Du musst dich zuerst ausziehen.“„Das ist irgendwie unangenehm.“„Warum?“„Weil du mir beim Duschen helfen musst und ...“„Ich hab dich schon nackt gesehen, falls du dich erinnerst.“„Ich weiß, aber in diesem Kontext ist es einfach seltsam.“ Ohne das berauschende Pochen der Erregung zwischen uns fühlte sich das alles ein wenig zu ... schutzlos und intim an.„Arme hoch.“Ich hob die Arme, und Da
SOPHVier Stunden später lag ich auf der Couch und zappte mich durch das Fernsehprogramm, während ich Damian dabei zuhörte, wie er via Zoom die Welt regierte. Er war fordernd und herrisch, streitlustig und jähzornig. Ich kam zu dem Schluss, dass er sich bei der Arbeit kein Stück verändert hatte, seit ich meine Stelle als seine persönliche Assistentin aufgegeben hatte.Immer noch das größte Arschloch Berlins.Eigenartig.Zu den Kindern ist er so sanftmütig ... und mittlerweile sogar zu mir.Eine Nachricht ploppte auf meinem Display auf.Musst du mal ins Bad?Ich antwortete.Nur, wenn du gerade Zeit hast.Ich hörte, wie er sein Meeting beendete, kurz darauf tauchte er auf. „Alles okay?“„Mhm.“ Ich lächelte.„Badezimmer?“„Mhm.“ Er hob mich hoch, trug mich den Flur entlang und setzte mich auf die Toilette.„Weißt du, ich dachte eigentlich, du hättest dich verändert“, sagte ich zu ihm.„Wie meinst du das?“„Du bist bei der Arbeit immer noch so wütend.“„Ich bin durchsetzungsstark, das ist
SOPH„Das würde ich nicht wagen“, grinste Jan.Ich spürte, wie meine Wangen sich tiefrot verfärbten.„Pass auf sie auf“, sagte Damian. Er beugte sich vor und gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich bin in meinem Büro. Ruf mich, wenn du mich brauchst.“Er schritt den Flur entlang zu seinem Büro und schloss die Tür hinter sich.Ich blieb in der etwas beklemmenden Stille mit Jan zurück. „Ich brauche wirklich keinen Babysitter, Jan, aber danke trotzdem.“„Ich mache uns jetzt mal was zu essen. Irgendwelche Wünsche?“„Hast du zufällig noch Reste von dem Bœuf Stroganoff, das du gestern Abend gekocht hast?“, fragte ich mit einem vielsagenden Grinsen.Seine Augen weiteten sich und huschten kurz den Flur entlang in die Richtung, in der Damian verschwunden war. „Ich— „„Du hast nur geholfen.“ Ich zuckte mit den Schultern. „Ich verstehe das schon. Ich werde ihm nicht verraten, dass ich es weiß.“„Wie bist du drauf gekommen?“„Naja, wenn man bedenkt, dass er nicht mal weiß, wie man meinen Ofen bedi
SOPHUm kurz nach halb elf trägt Damian mich durch seine Haustür. Da wir bei mir zu Hause kein Arbeitszimmer haben, in dem er seine Zoom-Meetings abhalten kann, mussten wir hierher ausweichen. Nach unserem Gespräch heute Morgen fühle ich mich ein wenig besser und möchte versuchen, es ihm so einfach wie möglich zu machen. Ich habe zwar keine Ahnung, was ich tun soll, während er arbeitet, aber ich weiß, dass ich momentan noch nicht allein zu Hause bleiben kann.„Ich muss mich in meinen Anzug werfen. Möchtest du mit nach oben kommen?“, fragt er.Ich habe sein Schlafzimmer hier noch nie gesehen. „Ich bin schwer die Treppe raufzutragen.“„Nein, bist du nicht. Komm, leiste mir beim Fertigmachen Gesellschaft.“ Er trägt mich die Treppe hoch, den Flur entlang und in das herrschaftliche Schlafzimmer, wo er mich auf dem Himmelbett absetzt.„Ich muss kurz unter die Dusche. Brauchst du noch was?“ Er reicht mir mein Handy. „Nein. Alles bestens.“Er verschwindet im Badezimmer, und ich höre das Wasse
SOPH„Ihr Kaffee, Madame.“ Damian lächelte, als er nach dem Schultransport wieder auftauchte. Er reichte mir eine Tasse und setzte sich zu mir auf die Bettkante. Das morgendliche Sonnenlicht fiel direkt auf sein Gesicht, und heute wirkte alles viel heller. Ich musterte ihn kurz: Sein Haar war völlig zerzaust, die beiden Kordeln seiner Jogginghose hingen ungleichmäßig heraus, und sein T-Shirt trug er auf links. „Bist du etwa…“„Bin ich was?“„Bist du so in den Coffeeshop gegangen?“„Ja, warum?“, fragte er stirnrunzelnd.„Dein Shirt ist auf links.“„Nein, ist es nicht.“ Er blickte an sich herab, und seine Gesichtszüge entgleisten. „Oh mein Gott. Es beginnt.“Ich kicherte über sein Entsetzen. „Was beginnt?“„Ich verwandle mich in einen von denen…“„Du meinst einen erschöpften Elternteil, der jeden Tag nur noch versucht, irgendwie zu überleben?“Seine Augen suchten meine. „Letzte Nacht war ein Desaster, oder?“„Ganz und gar nicht.“Er nippte mit geschlagenem Gesichtsausdruck an seinem Kaf
DAMIANDas Pochen in meinem Arm reißt mich aus dem Schlaf, und schmerzerfüllt verziehe ich das Gesicht. Die Sonne lugt bereits durch einen Spalt in den Vorhängen hervor. Ich blicke zur Seite und stelle fest, dass Damian nicht mehr im Bett liegt. Er muss wohl schon unten sein.Zzzzz.Ich setze mich auf. „Häh?“ Ich kann ihn atmen hören. Ich beuge mich vor und spähe unter das Bett: Da liegt er, flach auf dem Rücken auf dem harten Boden, nicht einmal eine Decke hat er. Ich werfe einen Blick auf die Uhr. 08:20 Uhr. Mist.„Damian“, stammle ich. „Damian.“Seine Augen öffnen sich einen Spaltbreit, bevor sie sofort wieder zufallen.„Wir haben verschlafen“, sage ich ihm.„Ironisch, wenn man bedenkt, dass ich sowieso kein Auge zugetan habe.“ Er lässt die Augen geschlossen. „Im Ernst, du musst die Kinder wecken.“„Die können heute blau machen.“„Können sie nicht, heute ist Fototermin.“„Dann mach ich eben ein Foto mit dem Handy.“„Damian!“, fahre ich ihn an.Er hievt sich mühsam auf einen Ellboge
DAMIANIch stieg in den wartenden Wagen und knallte die Tür zu.Jan drehte sich zu mir um.„Fahr los“, herrschte ich ihn an.„Bist du …“„Ja“, unterbrach ich ihn scharf. „Fahr das verdammte Auto endlich los.“Ich stützte den Ellbogen am Fenster ab und legte das Gesicht in die Hand. Als wir vom Park
SOPH„Ist das dein Ernst?“, fuhr ich sie an.„Hör auf, dich darüber zu beschweren, dass er in deinem Haus ist. Er versucht, das Richtige zu tun und ist gekommen, um sich persönlich zu verabschieden. Er hätte auch einfach vor Gericht gehen und eine Verfügung erwirken können, um sie nach Berlin zu ho
SOPHIch knallte die Wäscheklammern mit voller Wucht auf die Leine. Wer zum Teufel glaubte dieser Kerl eigentlich, wer er sei? Platzt hier einfach rein, beansprucht ein Zimmer für sich und respektiert mich dann kein Stück, indem er um zwei Uhr nachts mit einer mordsmäßigen Latte vor mir rumsteht.V
DAMIAN„Ist es nicht.“„Doch. Ist es wohl.“Oh Gott…„Warum schnüffelst du überhaupt in meinen Privatangelegenheiten herum?“, flüsterte ich.„Weil deine aufmüpfigen Privatangelegenheiten mitten in meinem Badezimmer herumhängen.“„Ich muss doch sehr bitten!“, stammelte ich, während mir die Situation







