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Kapitel 3

ผู้เขียน: Stella
Mein schriller Schrei hallte durch den Raum. Mit einem harten Knacken wurde es vor meinen Augen schwarz, und ich verlor beinahe das Bewusstsein.

„Bitte lasst mich gehen. Morgen – nein, ich verlasse Latia sofort. Ich verschwinde für immer aus Sams Blickfeld!“

Meine Stimme war kaum noch hörbar. Der Schmerz ließ meinen ganzen Körper verkrampfen, und die Verzweiflung verschlang mich vollständig.

Isla schnaubte leise.

„Nur Tote verschwinden wirklich. Macht weiter.“

Der zweite Finger brach.

Mein Körper zuckte heftig, kalter Schweiß durchtränkte augenblicklich meine Kleidung.

Dann der dritte. Und der vierte.

Der brennende Schmerz wogte in Wellen durch mich hindurch und drohte, mein Bewusstsein zu verschlingen.

Plötzlich ertönte ein schrilles Klingeln. Islas Miene veränderte sich, und sie nahm hastig den Anruf an.

„Sam, keine Sorge. Die Leibwächter verstehen ihr Handwerk. Ein Arzt ist ebenfalls da. Es wird nichts schiefgehen.“

Ihre Stimme klang sanft, aber ihr Lächeln blieb grausam.

„Hazel scheint zu glauben, dass du ihr nichts antun wirst. Sie hat mich sogar bedroht und verlangt, freigelassen zu werden.“

Während sie sprach, schaltete sie den Lautsprecher ein.

Sams wütende Stimme drang aus dem Telefon:

„Hazel, lass Isla dir die Strafe geben, die du verdienst!“

Es waren exakt dieselben Worte wie in meinem vorherigen Leben. Mein Geist wurde leer.

Selbst nach meiner Wiedergeburt entkam ich dem Tod durch ihre Hände nicht.

Dieses Mal war es noch erniedrigender.

Nachdem mir gewaltsam alle zehn Finger gebrochen worden waren, fehlte mir sogar die Kraft zu schreien.

Ich lag schlaff auf dem Boden wie ein sterbender Fisch.

Mein Wille war vollständig gebrochen. Der Schmerz in meinen Fingern schien direkt bis in mein Herz zu reichen.

Isla warf mir einen flüchtigen Blick zu und verzog spöttisch die Lippen.

„Schon am Sterben? Keine Sorge. Ich lasse dich nicht so leicht gehen.“

Sie wandte sich an die Leibwächter:

„Ruft den Arzt. Setzt ihre Finger wieder zusammen.“

Der Arzt und die Krankenschwestern betraten zitternd den Raum. Sie setzten mir eine Sauerstoffmaske auf, hielten meinen schwachen Atem aufrecht, versorgten die Wunden und richteten meine gebrochenen Finger wieder ein und fixierten sie.

Ich lag wie eine zerbrochene Puppe auf dem kalten Krankenbett, mein Bewusstsein trieb ziellos dahin.

Isla führte Ethan an mein Bett.

Ethan sah mich schweigend an. Isla beugte sich zu ihm hinunter und flüsterte ihm ins Ohr. Ihre Stimme war sanft, jedoch lag darin Gift.

„Deine Mutter hat deinen Vater verraten. Du hast eine Verräterin zur Mutter. Die Leute werden dich auslachen. Hast du Angst?“

Nach einem Moment antwortete Ethan leise:

„Ich habe Angst. Ich will nicht ausgelacht werden.“

Mein Atem beschleunigte sich. Meine Lider zitterten, während ich versuchte, die Augen zu öffnen.

Zufrieden mit seiner Antwort lächelte Isla.

„Ethan, deiner Mama geht es gerade sehr schlecht. Möchtest du ihr helfen, sich besser zu fühlen?

Geh und zieh diesen Schlauch heraus. Dann hat sie keine Schmerzen mehr, und niemand wird dich auslachen.“

Meine Augen rissen auf.

Durch den Schleier erkannte ich Ethans unschuldiges Gesicht.

Er sah Isla an, dann mich, und streckte tatsächlich die Hand aus. Er zog den Schlauch heraus.

„Mama, mach keine schlechten Dinge mehr“, murmelte er, „Ich will keine Mama wie dich.“

Seine Stimme trug Hass in sich, genährt von dem Gift, das man ihm eingeflößt hatte.

Mein Herz zerfiel zu Asche.

Selbst nach meiner Wiedergeburt entkam ich meinem Schicksal nicht.

Mein eigener Sohn schickte mich mit seinen Händen ins Verderben.

Auf eine erniedrigende, verzweifelte Weise.

Ein durchdringender Alarm schrillte auf.

Isla nahm den verängstigten Ethan in die Arme und ging zur Tür. Kalt befahl sie den Leibwächtern: „Erledigt das.“

Die Leibwächter zerrten mich grob aus dem Krankenhaus und warfen mich draußen in den kalten Schlamm.

Heftiger Regen prasselte nieder und traf meinen entstellten Körper.

Dies war der abgelegenste Slum von Neopolis. Auf diesen Straßen starben täglich Obdachlose.

Ich zwang meine Augen, sich noch einmal zu öffnen. Der Regen traf meine Lider und verwischte alles zu einem grauen Schleier.

Als ich dem Tod erneut gegenüberstand, wurde mein Herz plötzlich ruhig.

Wiedergeboren zu werden bedeutete nicht, dem Schicksal zu entkommen, sondern es noch einmal klar und tief zu durchleben, wie zehntausend Pfeile, die das Herz durchbohren und es Stück für Stück zerreißen.

Dieses Mal gibt es keine weitere Wiedergeburt mehr…

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