Se connecterAdrian Vale ist ein 24-jähriger, junger und ausgesprochen charismatischer Englischprofessor am Blackwood College. Trotz seines strengen Rufs im Hörsaal und seiner ausgeprägten Intoleranz gegenüber Faulheit zählt er zu den beliebtesten Dozenten auf dem Campus, und fast jede Studentin ist insgeheim in ihn verliebt. Doch hinter seiner ruhigen Autorität und seinem makellosen Image verbirgt sich ein äußerst verschlossener Adrian, der keinerlei Interesse an Beziehungen hat. Ryder, 21, ist Student im dritten Studienjahr am selben College und ein aufstrebender Hockeyspieler, bekannt für sein Talent, seine Arroganz und seine Neigung zu Unruhestiftung. Er ist kein Erstsemester mehr, und sein Selbstvertrauen ist mit der Zeit nur noch gewachsen – ebenso wie sein Ruf, Autoritäten infrage zu stellen, wann immer es ihm passt. Für die meisten ist Ryder einfach nur ein weiterer überheblicher Sportler mit zu viel Freiheit und zu wenig Disziplin. Alles ändert sich, als Ryder und sein Freund eine waghalsige Wette abschließen – eine Wette, die Ryder herausfordert, Professor Vales unerschütterliche Kontrolle zu brechen, ihn über seine Grenzen hinaus zu treiben und ihn auf eine Weise zu berühren, wie es noch keinem Studenten gelungen ist. Ryder und Professor Vale begegnen sich auf eine Weise, die keiner von ihnen ignorieren kann. Was mit Irritation, Trotz und ständigen Auseinandersetzungen innerhalb und außerhalb des Hörsaals beginnt, entwickelt sich langsam zu etwas weitaus Gefährlicherem. Die Spannung zwischen ihnen ist unübersehbar und verwischt die Grenze zwischen Hass und Verlangen. Doch am Blackwood College sind Beziehungen zwischen Studenten und Dozenten strengstens verboten. Ein falscher Schritt könnte Adrians Karriere zerstören und Ryders Zukunft im Eishockey beenden. Dennoch scheint keiner von beiden bereit – oder in der Lage –, sich davon zu trennen.
Voir plusADRIANS SICHT Der antiseptische Gestank des Krankenzimmers hängt Adrian im Hals, ein stechender, chemischer Geschmack, der sich nicht mit dem metallischen Blutgeruch in der Luft vermischen will. Er steht neben dem Bett, die Hände tief in den Taschen, um das Zittern zu unterdrücken. Seine Mutter wirkt kleiner, als er sie in Erinnerung hat, fast verschwunden zwischen den gestärkten weißen Laken und dem Summen der Überwachungsgeräte, die ihren schwachen Herzschlag kontrollieren. Ein violetter Bluterguss, der wie eine wilde Blume aufblüht, entstellt ihr linkes Wangenbein und zieht sich bis zu ihrem Kiefer hinunter, wo die Haut aufgerissen und verkrustet ist. „Ich habe dich so sehr vermisst, Adrian“, flüstert sie, ihre Stimme rau wie trockenes Laub auf Beton. Sie streckt die Hand aus, ihre Finger zittern, und sucht seine Hand. „Jeden Tag, seit du weg warst … war es so still im Haus.“ Adrian zieht seine Hand ein wenig zurück und zwingt sich dann, sie von ihr nehmen zu lassen. Ihre H
RYDERS SICHT Das Neonlicht der Klinik summt steril und kopfschmerzerregend, und das Geräusch vibriert an Ryders Schädel. Er sitzt auf dem knisternden Papier der Untersuchungsliege, seine Knöchel sind weiß, weil er sich am Rand festklammert. Die Krankenschwester, eine Frau mittleren Alters mit einem Namensschild namens Betty, beugt sich über ihn und tupft ein brennendes Desinfektionsmittel auf den entzündeten, violetten Bluterguss, der sich auf seinem Wangenknochen ausbreitet. „Du siehst aus, als hättest du ein paar Runden mit einer Eismaschine gedreht, mein Lieber“, zwitschert Betty mit leichtem, neckendem Ton, der so gar nicht zu dem pochenden Schmerz passt, der sich in Ryders Gesicht spiegelt. Sie tupft einen Riss neben seiner Augenbraue ab. „Obwohl ich schon Schlimmeres gesehen habe. Normalerweise von einem Stock, nicht von einer Faust.“ Ryder zuckt zusammen, ein scharfes Zischen entfährt seinen zusammengebissenen Zähnen, als der Alkohol in die Wunde sickert. Er lächelt nic
ADRIANS SICHT Das Neonlicht über dem Waschbecken flackert und summt wie ein gefangenes Insekt. Adrian lehnt sich an das kalte Porzellanbecken, der Geschmack von Tabak liegt ihm noch auf der Zunge. Er nimmt einen tiefen Zug von der Zigarette, die er zwischen den Fingern hält. Der Rauch steigt zu den fleckigen Deckenplatten auf. Er braucht das. Er braucht das Nikotin, um die nervöse Energie zu beruhigen, die ihm durch Mark und Bein geht, aber es hilft nicht. Das Bild von Ryders Mund auf seinem spielt sich immer wieder vor seinen Augen ab – sanft, zögerlich, völlig falsch. Es hat etwas in ihm geweckt, ein ruheloses, hungriges Biest, das er normalerweise im Dunkeln gefangen hält. Er darf nicht an Ryder denken. Er kann es sich nicht leisten. Er muss diesen Gedanken aus seinem Kopf verbannen. Er klopft die Asche ins Waschbecken und sieht zu, wie die grauen Flocken zerfallen. Mit der freien Hand zieht er sein Handy aus der Tasche und wählt die Nummer, die er auswendig kennt. Es klingel
RYDERS SICHT Adrians Hände krallen sich in Ryders Schultern, seine Finger bohren sich mit schmerzhafter Kraft in die Muskeln, der Stoß ist so heftig, dass ein Schock durch Ryders Brust fährt. Der Schwung löst den Kuss, der feuchte Klaps hallt laut in dem kleinen Büro wider. Bevor Ryder Luft holen oder den plötzlichen Kontaktabbruch verarbeiten kann, trifft Adrians Handfläche Ryders Wange. Die Ohrfeige ist nicht nur ein Klaps; es ist ein Schlag mit der flachen Hand, der Ryders Kopf zur Seite schnellt, der Aufprall dröhnt in seinen Ohren wie ein Schuss. Der Geschmack von Kupfer breitet sich in seinem Mund aus, scharf und metallisch. Adrian hört nicht auf. Er packt Ryders Trikot, verdreht den Stoff, bis er ihn würgt, und zerrt ihn zur Tür. Ryder stolpert, seine Stiefel schleifen wirkungslos über den Teppich, er versucht Halt zu finden, scheitert aber an Adrians gewaltiger, überlegener Kraft. Sie prallen gegen den Türrahmen, und Adrian reißt das schwere Holz auf und zerrt Ryder in d