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Kapitel 7

Autor: Lady Ivory
last update Fecha de publicación: 2026-10-17 08:36:47

Kapitel 7

♡ SAGES SICHTWEISE ♡

Die Stille nach Fens Weggang lag so schwer im Raum, dass ich hätte ersticken können. Ich stand einfach da mitten im Penthouse, die Reisetasche zu meinen Füßen, während meine abgenutzten Turnschuhe aussahen, als wären sie direkt aus einem Müllcontainer gekrochen und dort gestorben.

Meine Finger waren vor Kälte praktisch blau angelaufen. Meine Nase lief. Meine Haare bildeten ein strähniges Chaos, das seit vier Tagen kein Shampoo gesehen hatte. Und hier standen ei
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    Kapitel 8♡ SAGES SICHTWEISE ♡Ich konnte nicht schlafen.Ich versuchte es. Gott, ich versuchte es wirklich. Ich lag in diesem großen, weichen Bett mit den viel zu vielen Kissen und der warmen grauen Decke, die mir bis zum Kinn hochgezogen war, und starrte an die Decke.Das Zimmer war ruhig. Die Lichter der Stadt flimmerten durch das Fenster und warfen weiche Schatten an die Wände. Der Tee, den Mikko mir gemacht hatte, stand immer noch halb getrunken auf dem Nachttisch. Alles war perfekt. Alles war bequem.Und trotzdem wollten sich meine Augen einfach nicht schließen.Jedes Mal, wenn ich blinzelte, sah ich die Reporter. Jedes Mal, wenn das Haus knarrte, zuckte ich zusammen. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, spürte ich Ellis' besitzergreifende Hände auf mir... Sie kontrollierten mich stets. Die Art und Weise, wie er mich berührte, als wäre ich etwas, das ihm gehörte.Ich warf die Decken fort und setzte mich auf.Das war dumm. Ja, ich war in Sicherheit. Victoria hatte dafür gesorgt

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    Kapitel 7 ♡ SAGES SICHTWEISE ♡ Die Stille nach Fens Weggang lag so schwer im Raum, dass ich hätte ersticken können. Ich stand einfach da mitten im Penthouse, die Reisetasche zu meinen Füßen, während meine abgenutzten Turnschuhe aussahen, als wären sie direkt aus einem Müllcontainer gekrochen und dort gestorben. Meine Finger waren vor Kälte praktisch blau angelaufen. Meine Nase lief. Meine Haare bildeten ein strähniges Chaos, das seit vier Tagen kein Shampoo gesehen hatte. Und hier standen ein paar Frauen und musterten mich, als wäre ich ein Rätsel, das sie zu lösen versuchten. Jules bewegte sich als Erste. Sie klatschte in die Hände, der Laut klang scharf und hell in dem ruhigen Zimmer, und jenes breite Lächeln kehrte zurück, als wäre es nie dagewesen. «Okay», sagte sie und dehnte das Wort. «Das ist ja deprimierend. Du siehst aus, als würdest du gleich umkippen. Komm, ich zeige dir dein Zimmer.» Sie ging auf mich zu, hakte ihren Arm in den meinen, als kennten wir uns schon seit

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    Kapitel 6 ♡ SAGES SICHTWEISE ♡ Vier Frauen warteten auf mich. Die Erste trat vor, noch ehe ich blinzeln konnte. Sie hatte goldbraune Haut und einen wilden Haufen dunkler Locken, die von einem leuchtend gelben Stirnband aus dem Gesicht gehalten wurden. Ihr Lächeln wirkte breit und warm – jene Sorte Lächeln, die einen dazu brachte, ihr sofort vertrauen zu wollen, selbst wenn man sie überhaupt nicht kannte. «Da ist sie ja», sagte sie. Ihre Stimme besaß einen weichen, musikalischen Akzent, den ich nicht recht einordnen konnte. Vielleicht Französisch. «Wir fingen schon an zu glauben, du hättest dich irgendwo zwischen Garage und Aufzug verlaufen. Mikko, du solltest sie eigentlich direkt nach oben bringen.» Mikko erwiderte nichts. Sie ging einfach an mir vorbei, stellte meine Reisetasche an der Wand ab und nahm ihren Platz neben den anderen ein. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und verharrte dort wie eine schweigende Wächterin. Die lockige Frau verdrehte theatralisch die Augen

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    Kapitel 5♡ SAGES SICHTWEISE ♡Die Fahrertüren der Aufzugskabine glitten mit einem leisen Zischen zu.Ich stand in der hinteren Ecke, die Arme fest um meinen eigenen Körper geschlungen, als wären sie das Einzige, was mich noch am Boden hielt.Die Wände bestanden von unten bis oben aus Spiegeln, so makellos poliert, dass ich mich dutzendfach darin gespiegelt sah. Blasse Haut. Strähniges Haar. Eine abgetragene Jacke, die unter dem warmen, goldenen Licht noch elendiger wirkte.Ich sah aus wie ein streunender Hund, der sich in einen prächtigen Palast verirrt hatte.Mikko stand neben dem Bedienfeld, die Reisetasche nun in ihrer Hand, den Blick starr nach vorne gerichtet. Sie hatte kein einziges Wort gesprochen, seit wir die Tiefgarage verlassen hatten.Victoria befand sich in der Mitte des Aufzugs, den Rücken kerzengerade, die Hände locker vor sich gefaltet. Sie starrte auf die Türen, als könnte sie durch sie hindurchsehen.Die Kabine summte leise und begann sich nach oben zu bewegen.Ich

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    Kapitel 4♡ SAGES SICHTWEISE ♡Fünf Minuten.Wunderbar. Schließlich war das Zusammenpacken der zertrümmerten Trümmer meines gesamten Lebens ganz bestimmt eine Aufgabe für fünf Minuten.Ich stand noch eine Sekunde lang im Wohnzimmer und starrte abwechselnd auf den schwarzen Ordner auf der Theke und die orangefarbene Benachrichtigung auf dem Tisch. Mein Gehirn fühlte sich an, als bestünde es nur noch aus Rauschen.«Du hast fünf Minuten.»Ich drehte mich um und ging die Treppe hinauf. Meine Beine zitterten noch immer vor Kälte, und die dritte Stufe quietschte unter meinem Gewicht wie gewohnt.Aus purer Gewohnheit stieg ich über sie hinweg.Brav so, Sage. Weck bloß das Monster nicht. Nur dass das Monster längst nicht mehr da war. Das Monster war mit vierzig Millionen Dollar abgehauen und hatte mich zurückgelassen, um elend zu erfrieren.Ich betrat das Schlafzimmer. Hier oben war es noch kälter. Ich riss die Schranktür auf und zog die alte grüne Reisetasche aus der hintersten Ecke.Sie war

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    Kapitel 3♡ SAGES SICHTWEISE ♡Das Klopfen blieb aus.Ich kauerte noch immer am Fenster, beobachtete Victoria Harlowe, wie sie auf meinem Rasen stand, als gehöre ihr das Anwesen, und wartete darauf, dass sie den Weg heraufkam und an die Tür hämmerte. Ich wartete auf das Drama. Auf die Konfrontation.Aber sie klopfte nicht.Stattdessen hörte ich, wie sich die Haustür knarrend öffnete.Mein Herz setzte aus. Ich herzte den Kopf herum und starrte in den Flur.Ich hatte die Tür nicht abgeschlossen. Ich schloss sie nie ab. Wer verriegelt schon seine Haustür, wenn nichts mehr da ist, das gestohlen werden könnte?Die kalte Luft strömte als Erste herein, scharf und beißend, und zog wie ein unwillkommener Gast durch den Flur.Und dann hörte ich ihre schweren Schritte. Sie klangen langsam, bedächtig und selbstbewusst.Sie trat einfach ein.Sie ging einfach in mein Haus, ohne anzuklopfen, ohne zu fragen, ohne ein einziges Wort.Ich rappelte mich auf die Beine, während meine Beine vom langen Sitze

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