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Kapitel 5: Ich werde einen Schwanz lutschen

Author: Pure Moon
last update publish date: 2026-09-06 12:19:12

**Sophia Bennett**

Die Worte hallten in meinem Kopf wider wie ein schmutziger Refrain, den ich nicht zum Schweigen bringen konnte: Ich werde einen Schwanz lutschen.

Ich kniete auf dem Bett in nichts als dem dünnen Tanktop, das sich über meine Hüften hochgeschoben hatte, die Hände um die Taille eines Fremden geschlungen. Meine Wange schwebte so nah an dem scharfen Muskelansatz, der unter dem gefährlichen weißen Handtuch verschwand, dass ich die Hitze spüren konnte, die von seiner Haut ausging. Unter anderen Umständen hätte ich das nie getan. Keine Menge Alkohol, keine Tiefe der Verzweiflung hätte mich im wirklichen Leben so auf die Knie gebracht. Sogar bei Ethan – als er sich weigerte, mich zu berühren, als er in unter zwei Minuten fertig wurde und mich schmerzend und unbefriedigt zurückließ – hatte ich nie gebettelt. Ich hatte mich einfach abgewandt, meine Frustration hinuntergeschluckt und so getan, als ob es keine Rolle spielte. Ich hatte meinen Stolz. Ich hatte Grenzen.

Aber das war kein wirkliches Leben. Das war ein Traum, und mein Körper schrie danach.

Meine Haut fühlte sich zu eng an, mein Puls pochte zwischen meinen Beinen, und jeder Atemzug zog wie Feuer durch meine Lungen. Heute Nacht verlangte ich nicht nach einem Drink. Ich verlangte nach Erlösung. Ich brauchte es, berührt, ruiniert, verschlungen zu werden – alles, um das Chaos meines wachen Lebens zu vergessen. Etwas stimmte sehr nicht mit mir, dass ich das so dringend wollte, oder vielleicht war zum ersten Mal seit Monaten etwas endlich richtig.

Er war älter als ich. Das registrierte ich selbst durch den Nebel des Traums. Groß, breitschultrig, gemeißelt aus jeder dunklen Fantasie, die ich nie zuzugeben gewagt hatte. Seine Gegenwart füllte den Raum, schwer und befehlend. Die Art, wie er auf mich herabblickte, ließ etwas tief in meinem Bauch hart zusammenziehen – Räuber und Beute, und ich lief freiwillig in seine Fänge. Ich hatte in meinem wirklichen Leben nur einen Mann nackt gesehen: Ethan. Blass, durchschnittlich, schnell erschlaffend. Dieser Fremde war etwas völlig anderes. Die dicke Kontur unter dem Handtuch ließ keinen Zweifel. Mein Mund wurde trocken.

„So groß…“ Die Worte rutschten heraus, bevor ich sie stoppen konnte, kaum mehr als ein Flüstern.

Bitte lass mich noch nicht aufwachen.

Ich brauchte das. Ich brauchte es, mich erwünscht zu fühlen. Brauchte es, so gründlich gefickt zu werden, dass der Schmerz in mir endlich verstummte. Meine Finger zitterten, als ich nach dem Rand des Handtuchs griff. In dem Moment, in dem mein Mund die warme, straffe Haut knapp über seiner Hüfte streifte, bewegte er sich. Die Bewegung war subtil, kontrolliert, aber sie sandte einen Ruck durch mich. Dann, ohne Vorwarnung, trat er zurück. Mein Gleichgewicht wankte. Wir stürzten gemeinsam auf die Matratze, sein Gewicht drückte mich eine schwindelige Sekunde lang nieder, bevor er sich über mir abstützte.

Ich starrte zu ihm hoch, das Herz hämmerte gegen meine Rippen. Er musterte mein Gesicht mit einer Intensität, die meine Schenkel instinktiv aneinanderpressen ließ. Seine Stimme, tief und rau, schnitt durch die geladene Stille.

„Wie alt bist du?“

Die Frage rüttelte mich auf. Ich versuchte, mich davon abzuwenden, von der plötzlichen Klarheit in seinen Augen, aber seine Hand fing mein Kinn, sanft und doch unnachgiebig.

„Ich werde mich nicht wiederholen“, sagte er. „Beantworte die Frage.“

Etwas in mir reagierte sofort auf diesen Ton – ruhig, autoritär, unmöglich zu ignorieren. Meine Haut kribbelte. Meine Stimme kam klein heraus, fast atemlos.

„Dreiundzwanzig.“

Er lehnte sich leicht zurück und ließ mein Kinn los. Seine Finger fuhren durch sein dunkles Haar, als er ausatmete. „Dreiundzwanzig“, murmelte er zu sich selbst, die Worte trugen eine Note dunkler Amüsement, fast Gleichgültigkeit, als ob die Zahl ihn sowohl überraschte als auch faszinierte.

Einen Moment lang fühlte sich der Traum gefährlich nah daran an, zu zerbrechen. Ich konnte das Gewicht der Realität spüren, das knapp außerhalb der Ränder schwebte und darauf wartete, mich zurückzuziehen. Aber ich wollte nicht gehen. Noch nicht. Mein Körper war auf eine Weise lebendig, die er seit Jahren nicht gewesen war – jeder Nerv sang, jeder Zentimeter von mir war sich seiner bewusst. Die harten Ebenen seiner Brust, die sehnigen Muskeln in seinen Armen, der unverkennbare Beweis seiner Erregung, der immer noch gegen das Handtuch drängte, das irgendwie während unseres Falls an Ort und Stelle geblieben war.

Ich griff erneut nach ihm, kühner jetzt, meine Handfläche glitt über die warme Haut seines Bauches. Er hielt mich nicht auf. Stattdessen verdunkelte sich sein Blick, fiel auf meine Lippen, dann tiefer. Die Luft zwischen uns verdickte sich, schwer von unausgesprochenem Versprechen. Ich konnte die Spannung spüren, die sich in ihm aufbaute, passend zu dem verzweifelten Bedürfnis, das sich in mir wand.

Erinnerungen an Ethan flackerten ungewollt durch meinen Kopf – seine zögerlichen Berührungen, seine schnelle Erlösung, die Art, wie ich immer Befriedigung vorgetäuscht hatte, nur um sein Ego zu schonen. Dieser Mann war nichts davon. Selbst in einem Traum konnte ich sehen, dass er sich Zeit nehmen würde. Er würde mich auf die bestmögliche Weise ruinieren, und ich wollte jede Sekunde davon.

Meine Finger zogen am Handtuch. Es rutschte tiefer und enthüllte mehr von ihm – dick, schwer, einschüchternd. Mein Atem stockte. Hitze flutete meine Wangen und sammelte sich tiefer, feucht und drängend. Ich hatte noch nie so sehr danach verlangt, jemanden zu schmecken. Nie vorgestellt, dass ich mich so schamlos, so hungrig fühlen könnte.

Er beobachtete mich, die Augen halb geschlossen, ein leichtes Grinsen spielte in den Mundwinkeln. „Bist du sicher, dass du das aushältst, kleines Mädchen?“

Die Herausforderung in seiner Stimme sandte einen weiteren Schauer meinen Rücken hinunter. Ich antwortete nicht mit Worten. Stattdessen lehnte ich mich vor, drückte einen langsamen, offenen Kuss knapp unter seinen Nabel, schmeckte Salz und Haut und rohe männliche Hitze. Seine Muskeln spannten sich unter meinen Lippen. Ein tiefes Geräusch grollte in seiner Brust – Zustimmung, Warnung, Hunger.

Ich wollte mich hier verlieren. In diesem Traum. In ihm. Das leere Apartment vergessen, das auf mich wartete, die gescheiterte Beziehung, die langen Nächte, in denen ich mich fragte, was mit mir nicht stimmte. Hier war ich nicht die sorgfältige, beherrschte Sophia Bennett, die immer das Richtige tat. Ich war etwas Wilderes. Etwas, das den Schmutz und die Lust und die Hingabe begehrte.

Seine Hand glitt in mein Haar, nicht führend, noch nicht – nur dort ruhend, ein schweres Versprechen. Mein Herz stolperte vor Vorfreude. Jede Sekunde dehnte sich, köstlich und quälend. Ich konnte ihn nah an meiner Wange pochen spüren, so nah, dass ich ihn fast schmecken konnte.

Ich blickte ein letztes Mal auf und traf diese intensiven Augen, die mich scheinbar direkt durchschauten. In diesem Moment verbrannte jede Zögerlichkeit.

Ich schätze, diesmal würde ich es roh machen, da es keine Kondome gibt.

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