Masuk„Verrate mir all deine geheimen Wünsche, Prinzessin.“ Sophia Bennetts Welt brach in jenem Abend zusammen, als sie entdeckte, dass ihr Verlobter ein verheerendes Geheimnis vor ihr verborgen hatte. Betrunken, mit gebrochenem Herzen und verzweifelt darauf bedacht, alles zu vergessen, stolperte sie in das falsche Hotelzimmer – und in die Arme von Damien Blackwood. Er ist ein gefährlich attraktiver, kaltherziger vierzigjähriger Mann, doppelt so alt wie sie. Machtvoll, gebieterisch und undurchschaubar – er ist alles, was sie niemals hätte begehren dürfen. Und alles, von dem sie nie wusste, dass sie es brauchte. Eine unvergessliche Nacht verändert alles zwischen ihnen. Doch am nächsten Morgen holt die Realität sie hart ein, als Sophia entdeckt, dass der mysteriöse Fremde, der sie ihren Liebeskummer vergessen ließ, niemand Geringeres ist als ihr neuer Chef. Damien Blackwood. Jetzt fühlt sich jeder Blick quer durch das Büro anders an. Jedes private Gespräch lässt sie an der Distanz zwischen ihnen zweifeln. Und jedes Mal, wenn er sie „Prinzessin“ nennt, fällt es ihr schwer, sich daran zu erinnern, warum eine Beziehung mit ihm alles ruinieren könnte. Wird Sophia ihr Herz für einen Mann riskieren, dessen Geheimnisse gefährlicher sein könnten als ihre eigenen? Wird Damien die Frau, die seine sorgfältig kontrollierte Welt durcheinandergebracht hat, nah genug an sich heranlassen, damit sie den Mann hinter seiner kalten Fassade erkennen kann? Oder wird ihre unbestreitbare Anziehungskraft sie weit mehr kosten, als jeder von ihnen bereit ist zu verlieren? „Sieh mich an, Prinzessin“, flüsterte Damien und hielt ihren Blick fest. „Und sag mir, dass du es nicht auch spürst.“
Lihat lebih banyakSophia Bennett
Diese Worte zerschmetterten etwas in meinem Inneren. Ein ersticktes Keuchen entwich meinen Lippen, bevor ich es verhindern konnte. Tränen liefen lautlos über meine Wangen. Mehrere Sekunden lang bemerkte keiner von beiden, dass ich dort stand. Ich wünschte, ich könnte mich bewegen. Ich wünschte, ich könnte weglaufen, doch meine Füße fühlten sich an, als wären sie am Boden festgewurzelt. Mein Blick blieb auf Ethan gerichtet. Fünf Jahre. Fünf Jahre zusammen. Fünf Jahre lang hatte ich geglaubt, dass er mich liebte. Und jetzt musste ich mit ansehen, wie glücklich er aussah – glücklicher, als ich ihn jemals erlebt hatte. Meine Brust zog sich schmerzhaft zusammen. Der Mann neben ihm lachte leise. „Das ist doch nicht dein Ernst, Ethan.“ Meine Stimme war kaum mehr als ein gebrochenes Flüstern. Der Raum verstummte. Beide Männer drehten sich zu mir um. Ich wartete auf Entsetzen, Panik oder Schuldgefühle. Doch keiner von beiden sah überrascht aus. Ethan starrte mich einfach nur an. Der andere Mann seufzte. „Siehst du?“, sagte er und blickte Ethan an. „Ich habe dir gesagt, dass sie genau so reagieren würde.“ Diese Worte trafen mich härter als ein Faustschlag. „Du wusstest es?“, fragte ich. Keiner von beiden antwortete sofort. Meine Hände zitterten. „Du wusstest, dass ich es herausfinden würde?“ Ethan rieb sich die Stirn. „Sophia—“ „Sag meinen Namen nicht!“ Meine Stimme brach. Der andere Mann stand vom Bett auf und griff nach seinem Hemd. „Ethan, vielleicht sollte ich gehen.“ „Nein.“ Ethan packte sofort seinen Arm. Diese einfache Geste zerbrach einen weiteren Teil meines Herzens. Er tröstete ihn. Er beschützte ihn. Während ich hier stand und innerlich zerfiel. Ich lachte bitter. „Das kann doch nicht dein Ernst sein.“ „Sophia, beruhige dich.“ „Beruhigen?“ Ich starrte ihn ungläubig an. „Ich habe meinen Verlobten dabei erwischt, wie er mich betrügt, fünf Tage vor unserer Hochzeit, und du willst, dass ich mich beruhige?“ Der andere Mann wich unbehaglich aus. „Es tut mir leid“, sagte er leise. Etwas in mir riss. Ich stürmte auf ihn zu. Doch bevor ich ihn erreichen konnte, stellte Ethan sich direkt zwischen uns. „Geh mir aus dem Weg.“ „Nein.“ „Geh mir aus dem Weg, Ethan.“ „Nein.“ Meine Hände ballten sich zu Fäusten. „Er wusste es!“ „Er ist nicht das Problem.“ Ich starrte Ethan an. Für einen Moment fragte ich mich, ob ich ihn richtig verstanden hatte. Dann sprach der andere Mann erneut. „Ethan, sag es ihr einfach.“ Eine unheimliche Stille breitete sich im Raum aus. Mir was sagen? Ich sah von einem Mann zum anderen. Ein schreckliches Gefühl breitete sich in meinem Magen aus. Ethan wich meinem Blick aus. In diesem Moment wusste ich es. Es gab etwas, das ich noch nicht wusste. „Wovon redet ihr?“, verlangte ich zu erfahren. Niemand antwortete. „Wovon redet ihr?“ Schließlich atmete Ethan tief aus. „Bei der Hochzeit ging es nie um Liebe.“ Mein Herz blieb stehen. „Was?“ Sein Kiefer spannte sich an. „Diese Ehe war notwendig.“ Notwendig? Das Wort hallte in meinem Kopf wider. Nicht gewollt. Nicht ersehnt. Notwendig. „Was soll das bedeuten?“ Ethan wandte den Blick ab. „Unsere Familien brauchten diese Verbindung.“ Mir wurde schlecht. „Du hast mir einen Antrag gemacht, weil deine Familie es wollte?“ Schweigen. Die Antwort stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Jede Erinnerung schoss mir durch den Kopf. Der Heiratsantrag. Die Versprechen. Die Zukunft, die wir gemeinsam geplant hatten. Alles Lügen. „Hast du mich nie geliebt?“ Die Frage kam kaum hörbar über meine Lippen. Ethan schwieg. Dieses Schweigen war Antwort genug. Ein Schluchzen entrang sich meiner Kehle. Der andere Mann wirkte inzwischen wirklich unbehaglich. Zum ersten Mal hasste ich sie beide. Erneut stürzte ich auf ihn zu. Ethan hielt mich ein zweites Mal auf. „Hör auf damit!“ „Geh mir aus dem Weg!“ „Nein.“ „Warum beschützt du ihn?“ „Weil ich ihn liebe!“ Die Worte explodierten aus Ethans Mund. Der Raum erstarrte. Niemand bewegte sich. Niemand atmete. Ich starrte ihn an. Und genau in diesem Moment zerplatzte auch die letzte meiner Illusionen. Er liebte ihn. Nicht mich. Mich hatte er nie geliebt. Wut durchströmte meinen Körper. Ich hob die Hand. Doch bevor ich etwas tun konnte— KLATSCH! Die Wucht des Schlages riss meinen Kopf zur Seite. Vollkommene Stille erfüllte den Raum. Ein stechender Schmerz brannte auf meiner Wange. Langsam drehte ich mich wieder zu Ethan um. Seine Hand war noch immer erhoben. Seine Augen weiteten sich leicht, als könnte selbst er nicht glauben, was er gerade getan hatte. Ein Tropfen Blut berührte meinen Mundwinkel. Dann flüsterte Ethan fünf Worte, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließen. „Du hättest niemals herkommen dürfen.“Damiens SichtIch fand sie auf der Terrasse vor den kleineren Konferenzräumen, einem Ort, den nach Feierabend kaum jemand benutzte.Sie stand am Geländer, die Arme vor der Brust verschränkt, und blickte auf die Stadt hinaus, als könnte sie dort eine Antwort finden, die ihr dieses Gebäude nicht geben konnte. Der Artikel war bereits seit Stunden online. Den ganzen Nachmittag hatte ich damit verbracht, das Gerede innerhalb des Unternehmens einzudämmen und jegliche Stellungnahme abzulehnen. Doch all das bedeutete nichts, wenn die Person, die man damit verletzen wollte, allein dastand und die ganze Sache auf sich wirken ließ.Ich schloss die Tür hinter mir, damit der Lärm aus den Büroräumen draußen blieb.„Sophia.“Sie drehte sich nicht sofort um. Als sie es schließlich tat, war ihr Gesicht sorgfältig beherrscht. Keine Tränen. Keine erhobene Stimme. Nur diese stille, erschöpfte Ruhe, die mir immer mehr Sorgen bereitete als Wut.„Ich habe das Foto gesehen“, sagte sie.Ich wartete auf den Re
Sophias SichtIch sah das Foto, noch bevor jemand ein Wort darüber zu mir sagte.Ich lag noch in Eleanors Bett und scrollte ohne ein bestimmtes Ziel durch mein Handy, so wie ich es manchmal tat, wenn mir die Übelkeit zu schaffen machte und ich nicht sofort aufstehen konnte. Die Schlagzeile tauchte ungefähr in der Mitte meines Feeds auf, als hätte sie nur auf mich gewartet.Blackwoods frühere Verlobung kommt ans Licht.Darunter war ein Foto.Damien und Isabella. Sie waren jünger und für irgendeine formelle Veranstaltung gekleidet. Seine Hand lag auf ihrem unteren Rücken. Sie hatte sich ihm zugewandt und lächelte auf diese Weise, die einer Frau vorbehalten war, die bereits wusste, dass sie gewann. An ihrem Finger war ein Ring zu sehen.Er hatte nicht denselben Stil wie der vorläufige Ring, den ich trug. Er war anders. Älter. Und auf eine Weise echt, die mir den Magen zusammenzog.Ich starrte so lange darauf, dass der Bildschirm dunkel wurde. Erst als ich ihn wieder berührte, leuchtete e
Die ersten Artikel erschienen, noch bevor die Lichter der Gala vollständig erloschen waren.Am Morgen war mein Handy voller Links. Verlobung bestätigt. Blackwood macht es offiziell. Wer ist Sophia, und wie lange läuft das schon? Das meiste davon war der übliche Lärm, mit dem ich gerechnet hatte. Worauf ich mich nicht vollständig vorbereitet hatte, war der plötzliche, unerbittliche Fokus auf ein Datum.Wann findet die Hochzeit statt?Die Frage tauchte in Schlagzeilen, in Randspalten und in den sorgfältig formulierten Nachrichten auf, die von Menschen eintrafen, die sich nur dann meldeten, wenn sie sich einen gesellschaftlichen Vorteil davon versprachen. Einige Vorstandsmitglieder fragten auf diese beiläufige, lockere Art, bei der sie trotzdem eine Antwort erwarteten. Jemand aus der PR-Abteilung schickte mir einen Entwurf für eine Stellungnahme, in der bereits Platzhalter für eine „Feier in den kommenden Monaten“ vorgesehen waren.Die Maschinerie war bereits angelaufen und ging davon au
### Die VerkündungSophias SichtIch hätte wissen müssen, dass der Abend nicht ruhig bleiben würde.Die Gala war größer als die vorherigen – mehr Pressevertreter, mehr Mitglieder des Vorstands und mehr Menschen, die jede öffentliche Entscheidung von Damien danach beurteilten, was sie für sie bedeuten könnte. Ich hatte das Kleid angezogen, das er mir hatte schicken lassen, ohne zu widersprechen, und ihn die provisorische Verlobungsring an meinem Finger befestigen lassen, noch bevor wir aus dem Auto gestiegen waren. Der Ring fühlte sich dort immer noch fremd an. Wie ein Versprechen, dem ich noch nicht vollständig zugestimmt hatte.Die erste Stunde war erträglich gewesen. Damien hielt mich in seiner Nähe. Die Vorstellungen fielen kurz aus. Ich lächelte, wenn es nötig war, und beantwortete die höflichen Fragen darüber, wie ich mich an den öffentlichen Teil seines Lebens gewöhnte. Die übliche Mischung aus Neugier und vorsichtiger Höflichkeit. Nichts, worin ich nicht bereits gelernt hatte,

















