Mit ihm nach Mitternacht

Mit ihm nach Mitternacht

last updateTerakhir Diperbarui : 2026-10-23
Oleh:  Pure MoonBaru saja diperbarui
Bahasa: Deutsch
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„Verrate mir all deine geheimen Wünsche, Prinzessin.“ Sophia Bennetts Welt brach in jenem Abend zusammen, als sie entdeckte, dass ihr Verlobter ein verheerendes Geheimnis vor ihr verborgen hatte. Betrunken, mit gebrochenem Herzen und verzweifelt darauf bedacht, alles zu vergessen, stolperte sie in das falsche Hotelzimmer – und in die Arme von Damien Blackwood. Er ist ein gefährlich attraktiver, kaltherziger vierzigjähriger Mann, doppelt so alt wie sie. Machtvoll, gebieterisch und undurchschaubar – er ist alles, was sie niemals hätte begehren dürfen. Und alles, von dem sie nie wusste, dass sie es brauchte. Eine unvergessliche Nacht verändert alles zwischen ihnen. Doch am nächsten Morgen holt die Realität sie hart ein, als Sophia entdeckt, dass der mysteriöse Fremde, der sie ihren Liebeskummer vergessen ließ, niemand Geringeres ist als ihr neuer Chef. Damien Blackwood. Jetzt fühlt sich jeder Blick quer durch das Büro anders an. Jedes private Gespräch lässt sie an der Distanz zwischen ihnen zweifeln. Und jedes Mal, wenn er sie „Prinzessin“ nennt, fällt es ihr schwer, sich daran zu erinnern, warum eine Beziehung mit ihm alles ruinieren könnte. Wird Sophia ihr Herz für einen Mann riskieren, dessen Geheimnisse gefährlicher sein könnten als ihre eigenen? Wird Damien die Frau, die seine sorgfältig kontrollierte Welt durcheinandergebracht hat, nah genug an sich heranlassen, damit sie den Mann hinter seiner kalten Fassade erkennen kann? Oder wird ihre unbestreitbare Anziehungskraft sie weit mehr kosten, als jeder von ihnen bereit ist zu verlieren? „Sieh mich an, Prinzessin“, flüsterte Damien und hielt ihren Blick fest. „Und sag mir, dass du es nicht auch spürst.“

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Bab 1

Kapitel 1: Mein Verlobter ist schwul

Sophia Bennett

Diese Worte zerschmetterten etwas in meinem Inneren. Ein ersticktes Keuchen entwich meinen Lippen, bevor ich es verhindern konnte.

Tränen liefen lautlos über meine Wangen. Mehrere Sekunden lang bemerkte keiner von beiden, dass ich dort stand.

Ich wünschte, ich könnte mich bewegen. Ich wünschte, ich könnte weglaufen, doch meine Füße fühlten sich an, als wären sie am Boden festgewurzelt. Mein Blick blieb auf Ethan gerichtet.

Fünf Jahre. Fünf Jahre zusammen. Fünf Jahre lang hatte ich geglaubt, dass er mich liebte. Und jetzt musste ich mit ansehen, wie glücklich er aussah – glücklicher, als ich ihn jemals erlebt hatte.

Meine Brust zog sich schmerzhaft zusammen.

Der Mann neben ihm lachte leise. „Das ist doch nicht dein Ernst, Ethan.“

Meine Stimme war kaum mehr als ein gebrochenes Flüstern. Der Raum verstummte. Beide Männer drehten sich zu mir um.

Ich wartete auf Entsetzen, Panik oder Schuldgefühle. Doch keiner von beiden sah überrascht aus.

Ethan starrte mich einfach nur an.

Der andere Mann seufzte.

„Siehst du?“, sagte er und blickte Ethan an. „Ich habe dir gesagt, dass sie genau so reagieren würde.“

Diese Worte trafen mich härter als ein Faustschlag.

„Du wusstest es?“, fragte ich.

Keiner von beiden antwortete sofort. Meine Hände zitterten.

„Du wusstest, dass ich es herausfinden würde?“

Ethan rieb sich die Stirn.

„Sophia—“

„Sag meinen Namen nicht!“

Meine Stimme brach.

Der andere Mann stand vom Bett auf und griff nach seinem Hemd.

„Ethan, vielleicht sollte ich gehen.“

„Nein.“

Ethan packte sofort seinen Arm. Diese einfache Geste zerbrach einen weiteren Teil meines Herzens. Er tröstete ihn. Er beschützte ihn. Während ich hier stand und innerlich zerfiel.

Ich lachte bitter. „Das kann doch nicht dein Ernst sein.“

„Sophia, beruhige dich.“

„Beruhigen?“ Ich starrte ihn ungläubig an. „Ich habe meinen Verlobten dabei erwischt, wie er mich betrügt, fünf Tage vor unserer Hochzeit, und du willst, dass ich mich beruhige?“

Der andere Mann wich unbehaglich aus.

„Es tut mir leid“, sagte er leise.

Etwas in mir riss. Ich stürmte auf ihn zu. Doch bevor ich ihn erreichen konnte, stellte Ethan sich direkt zwischen uns.

„Geh mir aus dem Weg.“

„Nein.“

„Geh mir aus dem Weg, Ethan.“

„Nein.“

Meine Hände ballten sich zu Fäusten.

„Er wusste es!“

„Er ist nicht das Problem.“

Ich starrte Ethan an. Für einen Moment fragte ich mich, ob ich ihn richtig verstanden hatte.

Dann sprach der andere Mann erneut.

„Ethan, sag es ihr einfach.“

Eine unheimliche Stille breitete sich im Raum aus.

Mir was sagen?

Ich sah von einem Mann zum anderen. Ein schreckliches Gefühl breitete sich in meinem Magen aus.

Ethan wich meinem Blick aus. In diesem Moment wusste ich es. Es gab etwas, das ich noch nicht wusste.

„Wovon redet ihr?“, verlangte ich zu erfahren.

Niemand antwortete.

„Wovon redet ihr?“

Schließlich atmete Ethan tief aus.

„Bei der Hochzeit ging es nie um Liebe.“

Mein Herz blieb stehen.

„Was?“

Sein Kiefer spannte sich an.

„Diese Ehe war notwendig.“

Notwendig?

Das Wort hallte in meinem Kopf wider. Nicht gewollt. Nicht ersehnt. Notwendig.

„Was soll das bedeuten?“

Ethan wandte den Blick ab.

„Unsere Familien brauchten diese Verbindung.“

Mir wurde schlecht.

„Du hast mir einen Antrag gemacht, weil deine Familie es wollte?“

Schweigen.

Die Antwort stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Jede Erinnerung schoss mir durch den Kopf. Der Heiratsantrag. Die Versprechen. Die Zukunft, die wir gemeinsam geplant hatten. Alles Lügen.

„Hast du mich nie geliebt?“

Die Frage kam kaum hörbar über meine Lippen.

Ethan schwieg. Dieses Schweigen war Antwort genug.

Ein Schluchzen entrang sich meiner Kehle.

Der andere Mann wirkte inzwischen wirklich unbehaglich.

Zum ersten Mal hasste ich sie beide. Erneut stürzte ich auf ihn zu.

Ethan hielt mich ein zweites Mal auf.

„Hör auf damit!“

„Geh mir aus dem Weg!“

„Nein.“

„Warum beschützt du ihn?“

„Weil ich ihn liebe!“

Die Worte explodierten aus Ethans Mund.

Der Raum erstarrte. Niemand bewegte sich. Niemand atmete.

Ich starrte ihn an.

Und genau in diesem Moment zerplatzte auch die letzte meiner Illusionen.

Er liebte ihn.

Nicht mich.

Mich hatte er nie geliebt.

Wut durchströmte meinen Körper. Ich hob die Hand.

Doch bevor ich etwas tun konnte—

KLATSCH!

Die Wucht des Schlages riss meinen Kopf zur Seite. Vollkommene Stille erfüllte den Raum. Ein stechender Schmerz brannte auf meiner Wange.

Langsam drehte ich mich wieder zu Ethan um. Seine Hand war noch immer erhoben. Seine Augen weiteten sich leicht, als könnte selbst er nicht glauben, was er gerade getan hatte.

Ein Tropfen Blut berührte meinen Mundwinkel.

Dann flüsterte Ethan fünf Worte, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließen.

„Du hättest niemals herkommen dürfen.“

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