LOGINIch versuchte verzweifelt zurückzuweichen, doch mein ganzer Körper war fest gefesselt, ich konnte mich keinen Zentimeter bewegen.Sophie zerrte mich grob zu Boden.Ich kämpfte mit aller Kraft, starrte sie an, und warnte sie:„Sophie, wir sind zwei völlig unterschiedliche Menschen. Du kannst mich nicht ersetzen. Hältst du meine Eltern und die Polizei für Idioten?“Sie krallte sich in mein Gesicht. In ihren Augen lag unverhohlene Selbstzufriedenheit.„Wenn du schon sterben musst, dann lass ich dich wenigstens wissen, warum.“Sie warf Leon einen Blick zu.Leon zog zwei Menschenhautmasken hervor und zwei äußerst seltsam aussehende Würmer.„Lena … du bist so lange mit Leon zusammen, und trotzdem weißt du nicht, wer er wirklich ist. Er ist der Erbe des Miao-Clans. Dich zu ersetzen ist für ihn nichts weiter als ein Kinderspiel. Sobald der Gu-Wurm in deinen Körper eingesetzt wird, verschmilzt die Maske vollständig mit dir. Ab diesem Moment werde ich zu dir. Nicht nur das Aussehen – sogar unser
Einen Monat später wurden mir die Verbände von den Augen entfernt. Nach einer gründlichen Untersuchung bestätigte der Arzt, dass meine Sehkraft vollständig wiederhergestellt war, und entließ mich aus dem Krankenhaus.Nach meiner Entlassung erholte ich mich noch eine Woche zu Hause. Kurz darauf begannen die Semesterferien. Der Lehrer informierte mich, dass wir unsere Sachen aus dem Wohnheim abholen müssten, da wir im nächsten Semester umziehen würden.Ich stimmte zu.Am nächsten Tag ging ich selbst zur Schule, um meine Sachen zu packen. Kaum hatten mich meine Kommilitonen gesehen, kamen sie sofort auf mich zu.„Lena, bist du das wirklich? Sind deine Augen wieder in Ordnung?“Ich lächelte und nickte. „Ja, sie sind fast vollständig verheilt.“Meine Mitbewohnerinnen halfen mir sofort beim Packen und unterhielten sich dabei über Klatsch und Tratsch. „Lena, weißt du, was mit Leon passiert ist? Ich habe gehört, er schuldet eine Menge Geld. Die Gläubiger sind sogar zur Uni gekommen. Und in den
Am Abend erhielt ich plötzlich einen Anruf: Die Überwachungskameras in der Tiefgarage waren endlich repariert worden.Ich rief sofort die Polizei an, und noch in derselben Nacht wurde Sophie festgenommen.Auf den Aufnahmen aus der Tiefgarage war klar zu sehen, dass sie mein Auto weggefahren hatte.Außerdem wurde in ihrer Wohnung eine täuschend echte Menschenhautmaske gefunden.Als ich diese Nachricht erhielt, fiel mir endlich ein Stein vom Herzen. Auch die Haushälterin meiner Familie wurde wegen Diebstahls festgenommen. Ich beauftragte meinen Anwalt sofort, Klage einzureichen.Noch in derselben Nacht tauchte Leon erneut bei mir auf.Er unterdrückte sichtbar seinen Zorn und sah mich an.„Lena, hilf bitte Sophie und meiner Mutter. Sophie ist noch so jung, sie darf nicht ins Gefängnis – sonst ist ihr ganzes Leben zerstört.“Ich hob leicht die Hand und bedeutete ihm, näher zu kommen.In dem Moment, als ich spürte, dass er sich näherte, griff ich nach dem Wasserglas auf dem Tisch und schütt
Als ich Leons Stimme hörte, zog ich sofort die Stirn zusammen.„Leon, was machst du hier? Geh sofort raus – ich will dich nicht sehen.“Er schnaubte verächtlich.„Lena, machst du schon wieder Theater? Nur weil ich dich vorher einmal weggeschubst habe, hast du absichtlich meine Zahlungsfreigabe gesperrt? Was willst du eigentlich?“Ich war völlig sprachlos. Ich hatte noch nicht einmal mit ihm abgerechnet, und er hatte tatsächlich die Frechheit, hier aufzutauchen.„Leon, hast du nicht selbst gesagt, dass es eine Demütigung für dich ist, mein Geld auszugeben und dass ich dich nicht respektiere? Dann hör doch einfach auf, es zu nehmen. Ich respektiere deine Würde. Ach ja – wenn dir deine Würde so wichtig ist, dann gib mir bitte auch das Geld zurück, das du in den letzten Jahren von mir ausgegeben hast.“Für einen Moment erstarrte er sichtlich und sah mich völlig schockiert an.„Lena, weißt du eigentlich, was du da sagst? Du warst es doch, die mich damals unbedingt unterstützen wollte! Du ha
„Mama, mir geht es gut. Siehst du? Alles ist in Ordnung. Der Arzt hat auch gesagt, dass es keine Auswirkungen hat, also bitte weine nicht.“Meine Mutter umklammerte meine Hand fest.„Lena, dein Vater und ich haben dich von klein auf wie unseren Augapfel behütet. Du bist verwöhnt und geliebt worden. So eine Demütigung hast du noch nie durchmachen müssen. Warum hast du mir nichts gesagt? Diese Leute wagen es tatsächlich, meine Tochter so zu schikanieren. Ich werde das auf jeden Fall bis zum Ende verfolgen!“Ich umarmte sie und klopfte ihr sanft auf den Rücken.„Mama, es tut mir leid. Ich habe dir Sorgen gemacht.“Sie hielt mich im Arm und sagte leise:„Du dummes Kind, was redest du da? Wenn dir in Zukunft etwas passiert, musst du es mir unbedingt sagen. Mama wird dir auf jeden Fall Gerechtigkeit verschaffen. Ich habe bereits einen Anwalt kontaktiert – jeder, der dich heute beleidigt oder auch nur einen Finger an dich gelegt hat, wird dafür bezahlen.“Als ich das hörte, musste ich unwillk
Unmittelbar danach schrie jemand:„Ah, sie hat ja gar keine Augen!“In diesem Moment erstarrten die Polizisten und alle Umstehenden und starrten mich fassungslos an. Schließlich konnte jemand seine Zweifel nicht mehr zurückhalten und fragte:„Kann jemand ohne Augen wirklich Auto fahren, Menschen töten und danach fliehen? Das klingt doch völlig unrealistisch.“Die Krankenschwester trat sofort schützend vor mich und wirkte sichtlich besorgt.„Frau Müller, geht es Ihnen gut? Tun Ihre Augen weh oder fühlen sie sich unangenehm an?“Ich runzelte die Stirn.„Meine Augen … sie tun ein wenig weh.“Sie ergriff sofort meine Hand.„Ich rufe jetzt gleich die Oberärztin an, damit sie Sie gleich noch einmal untersucht.“Ich nickte. Ich spürte, wie sie sich schützend vor mich stellte und sich an die anderen wandte.„Frau Müller wurde heute erst in unserem Krankenhaus an der Hornhaut operiert. Sie hatte überhaupt keine Möglichkeit, die Person zu sein, von der Sie sprechen. Und dennoch greifen Sie meine





