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KAPITEL 5: BESTRAFUNG

Author: Rosa Kane
last update publish date: 2026-04-23 22:40:22

Angelo Flores saß in seinem Büro und wartete auf einen Anruf. Er spielte mit seinem Telefon und schwang es hin und her, während er ein verschmitztes Lächeln auf dem Gesicht hatte.

Sein Telefon klingelte endlich und er nahm den Anruf sofort entgegen und fragte: „Ja, was gibt es Neues?"

Die Person am anderen Ende des Telefons sagte: „Nun, sie hat das Fenster eingeschlagen, ist aus dem Haus gesprungen und hat gesagt, du sollst zur Hölle fahren."

Angelo lachte und sagte: „Oh wirklich? Ist das so? Nun, ich werde sie zuerst dorthin schicken." Isabella hatte ihn überhaupt nicht enttäuscht, dachte er bei sich.

„Nichts weniger als das, was ich von einer verwöhnten Prinzessin erwarten würde," sagte er fröhlich. Er glättete seinen Anzug, stand von seinem Stuhl auf und verließ sein Büro.

Isabella hielt ein Taxi an und bat den Fahrer, sie zum Mato-Krankenhaus zu fahren. Sie meinte, ihre Zeit wäre besser an der Seite ihres Vaters verbracht. Auf dem Weg zum Krankenhaus dachte sie erneut an Steve und fragte sich, ob er seinen Ärger überwunden hatte.

Sie beschloss, ihn anzurufen, aber nachdem sie seine Nummer auf ihrem Telefon aufgerufen hatte, überlegte sie es sich anders. Es bestand kein Grund, ihn zu einem von Angelos Feinden zu machen.

Als Isabella das Krankenhaus erreichte, freuten sich ihre Eltern sehr, sie zu sehen. Sie wollten wissen, wie sie zurechtkam, da sie Angelo an jenem Morgen erst geheiratet hatte.

Sie log ihnen vor, dass er überraschend gut zu ihr gewesen sei und sie in seinem Herrenhaus abgesetzt habe, aber sie habe ins Krankenhaus kommen müssen, weil sie sich Sorgen um sie gemacht hatte.

Angelos Worten entsprechend hatten ihre Eltern alles zurückbekommen, was ihnen gehörte. Sie planten, ihren Vater wieder nach Hause zu bringen, damit er dort behandelt werden konnte.

Isabella fühlte sich erleichtert. Wenigstens würde das Leid, das sie am Morgen erfahren hatte, und das, was ihr in der Zukunft bevorstand, nicht umsonst sein. Aber jetzt wusste sie nicht, wohin sie gehen sollte. Sie konnte ihren Eltern nicht nach Hause folgen und konnte auch nicht in dieses widerliche Haus zurückkehren.

Sie wusste mit Sicherheit, dass es nicht Angelos Haus war, da nur ein Schwein dort leben könnte, oder wahrscheinlich auch nicht, denn sie war sich nicht sicher, ob selbst ein Schweinestall so schmutzig war.

Wie auf Kommando begann ihr Telefon zu klingeln, und es war ein Anruf von einer unbekannten Nummer. Nur wenige Menschen hatten die Nummer, die sie in Panama benutzte, also aktivierte sie ihre Anruferkennung und suchte nach dem Namen des Anrufers. Sie verdrehte die Augen, als sie den Namen Angelo Flores deutlich auf ihrem Bildschirm angezeigt sah.

Angelo rief erneut an und Isabella nahm den Anruf diesmal entgegen, aber bevor sie etwas sagen konnte, sagte Angelos scheinbar wütende Stimme:

„Ich glaube nicht, dass dir deine Eltern so viel bedeuten, wie du behauptest, Prinzessin. Genauso wie ich ihnen alles zurückgegeben habe, kann ich es auch alles wieder wegnehmen."

Als sie das Glück auf dem Gesicht ihrer Mutter sah, bekam Isabella plötzlich Angst, dass Angelo ihre Freude in Trauer verwandeln würde.

Sie machte sich langsam auf den Weg nach draußen aus dem Zimmer, bevor sie das Telefongespräch fortsetzte. „Schau Angelo, es ist nicht so, dass ich stur bin oder gegen den Vertrag verstoße, aber ich bin mysophob. Ich kann nicht an solchen Orten sein. Es ist eine Frage von Leben und Tod für mich."

„Ich verstehe," antwortete Angelo.

„Schon Ausreden machen, oder?

Mach dich bereit für deine Strafe, und diesmal, wenn du versuchst, clever zu sein, werden deine Eltern die Konsequenzen tragen.

Ich hoffe, wir verstehen uns, Frau Isabella Flores?"

„Ja, das tun wir," antwortete Isabella auf eine besiegte Art und Weise, offensichtlich verärgert darüber, dass ihr Name mit Angelos Namen in Verbindung gebracht wurde.

„Ich werde dich bald sehen," sagte Angelo und legte auf. Etwa dreißig Minuten später rief Angelo Isabella an und bat sie, mit ihrem Gepäck aus dem Krankenhaus zu kommen.

Sie verabschiedete sich von ihren Eltern und ging.

Ihr Vater hatte einen traurigen Gesichtsausdruck, während ihre Mutter sie erinnerte: „Sei stark und vergiss nicht, was ich dir gesagt habe."

Als Isabella Angelo traf, öffnete er die Tür seines Autos und sagte ihr, sie solle einsteigen. Sie verstaute ihr Gepäck im Kofferraum und stieg ins Auto.

Während sie losfuhren, fragte sich Isabella, was Angelo tun wollte, um sie zu bestrafen. Könnte es mit Schmutz zu tun haben? Sie schauderte bei dem Gedanken.

Angelo fuhr in eine Wohnsiedlung ein und hielt an, als sie bei einem palastartigen Gebäude ankamen. Isabella war überwältigt von dem schönen Haus. Sie war einige Male an dieser Anlage vorbeigekommen, war aber nie hineingegangen, sodass sie nicht wusste, dass es dort so schöne Gebäude gab.

Das Haus ihres Vaters war ebenfalls schön, aber das hier war auf einem anderen Niveau. Sie überwand ihre Aufregung, als sie sich an das erinnerte, was am Morgen passiert war. „Das könnte genauso gut ein Schrotthaus sein," dachte sie bei sich.

Sie gingen ins Haus, wobei Isabella langsam hinter Angelo herging. Als sie hineinkam und die Gemälde und Bilder an der Wand sah, wusste Isabella, dass dies Angelos Haus war.

Plötzlich kam eine junge Frau aus einem der Zimmer und fragte: „Ist sie die Eine?"

Isabella schaute die Frau überrascht an und fragte sich, wer sie war und was sie vorhatten.

„Ja, das ist sie," antwortete Angelo.

Er schaute Isabella an und sagte: „Wir gehen in zwei Stunden in einen Club. Diese Dame wird dir dein Zimmer zeigen und dich fertig machen. Geh mit ihr und befolge ihre Anweisungen, da sie unter meiner Autorität arbeitet."

Als sie der Dame ins Zimmer folgte, hatte Isabella das Gefühl, dass Angelo ihr im Club das Leben schwer machen würde, da er gesagt hatte, er wolle sie bestrafen. Sie betete still dafür, dass Frieden zwischen ihnen herrschen möge, da das offensichtlich vorteilhafter für sie war und ihre Mutter glücklich machen würde.

Die Dame wartete darauf, dass Isabella ein Bad nehmen würde, und gab ihr danach ein rotes Kleid zum Anziehen.

Isabella hatte zuvor kurze Kleider getragen, aber noch nie etwas so Knappes und Freizügiges. Es bedeckte kaum ihre Brüste und Gesäßbacken und enthüllte mehr als es ihre makellos helle Haut bedeckte. Dennoch nahm sie es ohne zu klagen an.

Die Dame schminkte Isabellas Gesicht. Der Lippenstift war so rot, dass Isabellas Lippen wie die einer Blutsaugerin aussahen. Ihr langes Haar war wunderschön gestylt und sie bekam ungewöhnlich hohe silberne Sandalen zum Anziehen.

Isabella folgte der Dame still ohne zu streiten oder zu klagen. Als die Dame fertig war, ging Isabella vor den Spiegel von Boden bis Decke.

Sie öffnete die Augen vor Schock, da sie sich kaum wiedererkannte. Ihr Aussehen war nichts weniger als das einer billigen Prostituierten. Ihr wurde plötzlich blass vor Schreck, denn sie wusste, dass diese Nacht definitiv qualvoll für sie werden würde.

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