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Obsesi Verboten Heiratsvertrag mit seinem Onkel`
Obsesi Verboten Heiratsvertrag mit seinem Onkel`
作者: Caca

Kapitel 1

作者: Caca
last update 公開日: 2026-07-05 21:12:57

„Glaubt dieses Stipendiaten-Dorfmädel also wirklich, dass du sie liebst, Elio?“ Ein gellendes Lachen schnitt durch die sanften Jazz-Klänge, die den privaten Raum der *Bar Velvet* erfüllten – einer der exklusivsten Bars im Herzen von Madrid.

Aixa Morales Vega erstarrte vor der leicht geöffneten Teakholztür. Die bordeauxrote Samtschachtel in ihren Händen fühlte sich plötzlich tonnenschwer an und schnürte ihren Fingern, die vor Kälte ohnehin schon taub waren, das Blut ab. Heute Abend feierten sie ihren zweiten Jahrestag. Aixa hatte wochenlang eisern gespart, um die Wolle zu kaufen, und sich nächtelang den Schlaf geraubt, um einen warmen Schal für Elio Santiago Alvarez zu stricken. Doch stattdessen war sie es, die an diesem Abend eine Überraschung erlebte – eine, die ihr Leben in Trümmer legte.

„Ja! Sie bildet sich tatsächlich ein, ich würde sie lieben, obwohl ich absolut nichts für sie empfinde“, erwiderte eine Stimme, die Aixa nur allzu gut kannte. Elios Stimme. „Wenn sie nicht so verdammt klug wäre und mir meine Bestnoten an der Uni nicht garantieren würde, hätte ich es niemals zwei Jahre mit ihr ausgehalten. Sie ist einfach stinklangweilig.“

Erneut brach unter Elios wohlhabenden Freunden schallendes Gelächter aus.

Elio saß entspannt auf einem luxuriösen Ledersofa. Seinen Arm hatte er lässig um die Taille einer eleganten Frau in einem schwarzen Seidenkleid geschlungen, die puren Luxus ausstrahlte: Catalina Rios Mendoza. Elios erste große Liebe, die gerade erst von ihrem Studium aus England zurückgekehrt war.

„Aber für ein armes Mädchen vom Land ist sie ziemlich zäh“, warf einer von Elios Kommilitonen ein, während er an seinem Drink nippte. „Schau dir doch an, wie sie im Unicafé schuftet und trotzdem einen perfekten Notendurchschnitt hält. Sie ist wie deine persönliche, kostenlose Notenmaschine, Elio.“

„Zäh oder nicht, sie gehört einfach nicht in unsere Welt“, warf Catalina mit träger, herablassender Stimme ein. Ihre perfekt manikürten Finger strichen Elio zärtlich über den Kiefer. „Jetzt bin ich ja wieder da, Elio. Du musst ihr nicht länger vorspielen, dass du sie liebst.“

*Wumm!*

Die schwere Holztür wurde brutal aufgestoßen und knallte so heftig gegen die Wand, dass das Echo den Raum erzittern ließ. Das eben noch laute Lachen erstickte augenblicklich.

Aixa trat ein. Ihre Kleidung war vom Nieselregen durchnässt – ein krasser Gegensatz zu den teuren Designerkleidern der Frauen im Raum. Doch kein Zögern lag in ihren Schritten. Sie hielt den Kopf hoch, ihr Rücken war kerzengerade. Ihre klaren Augen fixierten direkt den Mann, den sie zwei Jahre lang ihren feste Freund genannt hatte.

„Ich war in den letzten zwei Jahren also nichts weiter als ein Werkzeug für deine Uninoten, Elio?“, fragte Aixa.

Elio zuckte kurz zusammen, sein Körper versteifte sich auf dem Sofa. Doch als er die Blicke seiner Freunde und vor allem Catalinas spürte, wandelte sich seine Miene blitzschnell in kalte, arrogante Gleichgültigkeit. Er machte nicht einmal die Anstalten, aufzustehen, sondern blieb arrogant zurückgelehnt sitzen.

„Oh, seht mal, wer da ist. Das arme Genie“, spottete Catalina. Sie erhob sich vom Sofa und stolzierte mit künstlicher Eleganz auf Aixa zu. „Aixa, mach die Augen auf. Schau mal in den Spiegel, bevor du so einen Ort betrittst. Dein billiges Kleid – das du scheinbar auf irgendeinem Flohmarkt im Dorf aufgegabelt hast – ist nicht mal so viel wert wie ein Glas Eiswürfel in dieser Bar. Du passt hier nicht rein, und erst recht nicht an Elios Seite.“

Im Vorbeigehen rempelte Catalina Aixa absichtlich heftig an der Schulter an. Durch den Stoß entglitt die Geschenkschachtel Aixas Händen und fiel zu Boden. Der Deckel sprang auf und gab den bordeauxroten, handgestrickten Schal frei, der nun über den schmutzigen, von verschüttetem Alkohol und Zigarettenasche bedeckten Boden rollte.

„Fass meine Sachen nicht an“, zischte Aixa. Ihre Stimme war tief und scharf wie eine Rasierklinge. Ihr Blick bohrte sich furchtlos in Catalinas Augen.

„Diesen Müll hier?“ Catalina lachte hämisch, hob den Fuß und trat mit ihrem Pfennigabsatz mitten auf den Schal. Sie drehte den Absatz provokant hin und her, bis das mit so viel Liebe gestrickte Tuch schmutzig und zerrissen war. „Ups. War Absicht.“

Aixas Blut kochte vor Zorn. Ihr Stolz, den sie sich trotz ihrer Armut immer bewahrt hatte, wurde hier gerade grausam mit Füßen getreten. Ohne Vorwarnung machte sie einen Schritt nach vorne und packte Catalinas Handgelenk so fest, dass die verwöhnte Frau vor Schmerz aufschrie.

„Ich mag arm sein und ich mag aus einem Dorf kommen, das meilenweit von eurem Luxus entfernt ist“, sagte Aixa, wobei jedes einzelne Wort vor brennender Emotion bebte. „Aber ich habe noch nie um meinen Stolz gebettelt. Ich würde mich niemals so tief erniedrigen, ein Parasit zu sein, der den Verstand anderer für den eigenen Abschluss ausnutzt. Und ich bin nicht so ehrlos wie eine Frau, die auch noch stolz darauf ist, eine availability-Heimatsucherin zu sein, die sich an den Freund einer anderen heranschmeißt! Behalt dein Geld und deine Arroganz, Catalina. Denn in meinen Augen ist deine Moral billiger als der Putzlappen dieser Bar!“

„Du unverschämtes Ding! Lass mich los!“, kreischte Catalina panisch, unfähig, sich aus Aixas eisernem Griff zu befreien.

*Klatsch!*

Eine kräftige Hand riss Aixas Arm zurück, und im nächsten Moment traf eine heftige Ohrfeige ihre linke Wange. Sie kam nicht von Catalina, sondern von Elio. Der Schlag war so fest, dass Aixas Lippe aufplatzte und eine feine Spur warmen Blutes hervortrat.

„Es reicht, Aixa!“, herrschte Elio sie an und stellte sich schützend vor Catalina, die sich sofort verängstigt hinter seinem Rücken versteckte. Elio starrte Aixa voller Abscheu an, als wäre sie Ungeziefer, das sein Leben beschmutzte. „Verschwinde! Zwischen uns ist es vorbei – und zwar ab genau dieser Sekunde. Meine Noten für das Abschlusssemester sind da, mein Schnitt ist sicher, ich brauche dein Gehirn nicht mehr. Außerdem hat meine Liebe von Anfang an nur Catalina gehört. Du warst nie mehr als ein Werkzeug. Eine dumme, kostenlose Sklavin, die naiv genug war, an die Liebesbekundungen eines Mannes zu glauben, der aus einer völlig anderen Kaste stammt als du.“

Um seine Worte vor seinen Freunden zu untermauern und auch den letzten Funken Hoffnung in Aixas Herzen im Keim zu ersticken, drehte Elio sich um. Er zog Catalina besitzergreifend an der Taille zu sich, beugte sich hinab und küsste sie leidenschaftlich vor den Augen aller Anwesenden.

Anfeuerungsrufe und johlender Applaus brachen im Raum aus. Sie alle lachten Aixa aus und genossen das Spektakel dieser grausamen Demütigung eines neunzehnjährigen Mädchens.

Aixas Wange brannte wie Feuer, doch ihr Herz fühlte sich unendlich viel tauber an. Der Mann, den sie gepflegt hatte, wenn er krank war, dem sie immer Essen zubereitet hatte, dem sie nach dem Tod ihrer Eltern vollkommen vertraut hatte… er war nichts weiter als ein Monster mit einem schönen Gesicht.

Mit dem Handrücken wischte sich Aixa das Blut von der Lippe. Sie schrie nicht. Sie weinte nicht vor ihnen. Mit dem letzten Rest Würde, der ihr geblieben war, drehte sie sich um und verließ diesen gottverdammten Raum mit erhobenem Haupt, während das spöttische Lachen sie bis nach draußen verfolgte.

Kaum hatte sie die *Bar Velvet* verlassen, peitschte ihr ein heftiges Unwetter entgegen. Der eisige Nachtwind schnitt durch ihr dünnes Kleid und ließ ihren gesamten Körper heftig erzittern. Im strömenden Regen, der sich anfühlte, als würde der Himmel um ihr Schicksal weinen, brachen Aixas Tränen schließlich hervor. Sie vermischten sich mit den Tropfen auf ihrem Gesicht. Inmitten des glitzernden, aber eiskalten Madrids fühlte sie sich vollkommen gebrochen und allein.

Mitten im Tosen des Windes und des Donners klingelte plötzlich schrill das alte, abgenutzte Handy in ihrer Stofftasche. Mit heftig zitternden Fingern – gezeichnet von der Kälte und dem Schock – kramte sie danach und nahm den Anruf an. „Ha-hallo?“

„Spreche ich mit Frau Aixa Morales Vega? Hier spricht das Zentralklinikum Madrid“, ertönte die Stimme einer Krankenschwester am anderen Ende der Leitung, die extrem dringlich und panisch klang. „Ihr Bruder Leo hat soeben einen akuten Herzstillstand erlitten, verursacht durch Komplikationen seiner Erkrankung. Sein Zustand ist kritisch, er muss noch heute Nacht sofort operiert werden!“

Aixas Herz schien für einen Moment auszusetzen. Ihre Welt, die eben noch Risse bekommen hatte, stürzte nun endgültig in Schutt und Asche. „Eine Operation? Schwester, ich flehe Sie an… führen Sie die Operation sofort durch. Retten Sie meinen Bruder!“

„Frau Aixa, die Anzahlung für diese Notoperation am Herzen und die Miete für den speziellen Herzschrittmacher beträgt fünfzigtausend Euro. Die Krankenhausverwaltung benötigt eine Zahlungsbestätigung oder einen Überweisungsbeleg innerhalb von maximal zwei Stunden. Ohne finanzielle Absicherung können wir den Eingriff nicht durchführen. Das ist eine strikte Vorschrift.“

„Fünfzigtausend Euro?!“, Aixas Schrei ging im Donner unter. Woher sollte sie dieses Geld nehmen? Ihre Ersparnisse aus dem Nebenjob beliefen sich nicht einmal auf fünfhundert Euro. „Schwester, ich habe im Moment nicht so viel Geld… bitte helfen Sie mir, ich flehe Sie um Gottes willen an! Leo ist erst zehn Jahre alt, er ist meine einzige Familie auf dieser Welt! Lassen Sie ihn nicht sterben, ich werde das Geld besorgen, ich werde es mein ganzes Leben lang in Raten abbezahlen!“

Aixa sank auf den kalten, nassen Bürgersteig. Ihre Tränen flossen unaufhaltsam und vermischten sich mit den Pfützen des Regens. Sie flehte, bis ihre Stimme heiser wurde, und vergaß all die Stärke, die sie eben noch in der Bar bewiesen hatte. Doch diese Welt war zu grausam, um auf die Tränen eines armen Mädchens zu hören.

„Es tut mir leid, Frau Aixa. Sie haben zwei Stunden Zeit. Wenn bis dahin keine Zahlung eingeht, können wir ihn nur noch palliativ betreuen.“ Das Gespräch wurde mit einem kalten *Klick* beendet.

„Leo… Leo, verlass mich nicht…“ Aixa presste das Handy an ihre Brust und kauerte sich weinend im strömenden Regen auf dem Gehweg zusammen. Ihre Gedanken waren blockiert. Elio hatte sie eiskalt abserviert, ihr Bruder kämpfte im Sterben gegen den Tod, und sie hatte absolut niemanden mehr, an den sie sich wenden konnte.

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