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Kapitel : Der Aufruf zum Handeln

Penulis: Bibi
last update Tanggal publikasi: 2026-07-30 22:24:22

Kapitel : Der Aufruf zum Handeln

Ethan Cole lehnte sich in seinem Bürostuhl zurück, während die späte Nachmittagssonne einen warmen Schein über seinen Schreibtisch warf. Um ihn herum herrschte geschäftiges Treiben, doch seine Gedanken waren meilenweit entfernt und kreisten um Olivia Hart. Er hatte versucht, die Erinnerung an ihre gemeinsame Nacht abzuschütteln, doch ihr Lachen hallte in seinem Hinterkopf nach wie ein Lieblingslied, das sich einfach nicht aus seinem Kopf vertreiben ließ.

Gerade als er sich in das nächste Projekt auf seiner Liste stürzen wollte, vibrierte sein Handy auf dem Schreibtisch.

Er warf einen Blick darauf und erwartete eine weitere banale Nachricht von einem Geschäftspartner. Stattdessen war es eine SMS von Jake, seinem Assistenten, und sie ließ ihn augenblicklich zusammenzucken.

„Ethan, du musst zum Set kommen. Olivia hat sich verletzt.“

Die Worte trafen ihn wie ein Güterzug. Sein Herz raste, Adrenalin schoss durch seinen Körper, als er schnell zurückschrieb: „Was ist passiert?“

Jake antwortete fast sofort, seine Nachricht war von Dringlichkeit geprägt. „Ich kenne die Details nicht, aber es klang ernst. Komm so schnell wie möglich dorthin.“

Ohne nachzudenken sprang Ethan von seinem Stuhl auf; das Büro verschwand aus seinem Blickfeld, als seine Instinkte einsetzten. In dem Moment, als er hinausging, spürte er die Last der Welt auf seinen Schultern. Olivia stand im Mittelpunkt des Ganzen, und er konnte das Gefühl der Angst, das sich in seinem Magen ausbreitete, nicht abschütteln.

---

Die Fahrt zum Filmset kam ihm wie eine Ewigkeit vor. Der Verkehr schien sich gegen ihn verschworen zu haben, jede rote Ampel und jedes langsam fahrende Fahrzeug waren Hindernisse auf seinem Weg. Bilder von Olivia schossen ihm durch den Kopf – ihr Lächeln, ihre Augen, die Art, wie sie die Augen verdreht hatte, als er nach ihrer gemeinsamen Nacht versucht hatte, seine Sorge auszudrücken. Der Gedanke, dass sie Schmerzen haben könnte, ließ ihm den Magen zusammenziehen.

Was, wenn es ernst war? Was, wenn sie schwerer verletzt war, als er sich vorstellen konnte?

Endlich bog er auf den Parkplatz ein; die chaotische Energie am Set war schon aus der Ferne spürbar. Crewmitglieder wuselten umher, und lautes Geschrei erfüllte die Luft. Als er aus dem Auto stieg, konnte er das Treiben beobachten; die Leute hatten sich in kleinen Gruppen versammelt, die Augen vor Schock weit aufgerissen.

Ethan spürte, wie eine Welle der Entschlossenheit ihn erfasste, als er sich seinen Weg durch die Menschenmenge bahnte und mit den Augen nach Olivia suchte. Dann sah er sie auf einem Regiestuhl sitzen, den Arm in einem Verband, umringt von einer kleinen Gruppe von Crewmitgliedern.

„Olivia!“, rief er und drängte sich durch die Menge.

Als sie den Kopf drehte, überkam ihn Erleichterung, doch diese wich schnell der Wut, als er den Ausdruck auf ihrem Gesicht bemerkte. Sie versuchte, cool zu bleiben, aber er konnte den Schmerz in ihren Augen aufblitzen sehen.

---

Als er sich neben sie kniete, spürte er, wie sein Beschützerinstinkt in ihm aufwallte.

„Was ist passiert?“, fragte er mit leiser, eindringlicher Stimme.

„Mir geht’s gut, wirklich“, beharrte sie und versuchte, seine Sorge mit einem nonchalanten Achselzucken zu zerstreuen. Doch er glaubte ihr kein Wort.

„Offensichtlich geht es dir nicht gut.“ Seine Augen verengten sich, als er ihre Verletzung musterte. Das Blut war getrocknet, doch unter der Oberfläche brodelte noch immer die Wut. „Hat sich jemand um dich gekümmert?“

„Mir geht’s gut, Ethan. Es ist nur ein Kratzer.“

„Nur ein Kratzer?“, wiederholte er und konnte die Frustration in seiner Stimme nicht verbergen.

„Du blutest. Das ist kein bloßer Kratzer.“

Als er sich umsah, fiel sein Blick auf Marissa, die am Rand der Menschenmenge stand und fassungslos und irgendwie selbstgefällig wirkte.

„Du“, fauchte er und erhob sich, um sie zur Rede zu stellen. „Was hast du getan?“

Marissa stotterte und versuchte, eine Antwort zu formulieren, doch Ethan trat bereits näher, und die Luft um ihn herum knisterte vor Autorität.

„Du darfst Requisiten nicht wie Spielzeug behandeln. Jemand könnte ernsthaft verletzt werden!“

Die Crewmitglieder rutschten unruhig hin und her und warfen nervöse Blicke umher. Er konnte die Spannung in der Luft spüren, und das schürte seine Wut nur noch mehr. Er wandte sich wieder Olivia zu, sein Tonfall wurde sanfter, blieb aber dennoch bestimmt. „Wir müssen dich untersuchen lassen. Das ist kein Scherz.“

„Mir geht es wirklich gut, Ethan“, beharrte sie, doch er konnte die Unsicherheit in ihren Augen sehen.

„Keine Diskussionen mehr“, sagte er mit leiser, aber entschlossener Stimme.

„Du fährst ins Krankenhaus.“

Während er dem Produktionsleiter Anweisungen zurief, verspürte er eine Mischung aus Beschützerinstinkt und Frustration. Er hasste es, wie hilflos er sich fühlte. So wollte er sie nicht sehen – verletzlich und voller Schmerzen.

Die Sanitäter trafen schnell ein, und er achtete darauf, in ihrer Nähe zu bleiben, während er zusah, wie sie ihre Wunde reinigten und verbanden. Jede Sekunde kam ihm wie eine Ewigkeit vor, und er konnte nicht verhindern, dass sich ein Gefühl der Angst in ihm breitmachte. Was, wenn sie nicht so viel Glück gehabt hätte? Was, wenn die Verletzung schlimmer gewesen wäre?

---

Als sie endlich fertig waren, setzte sich Ethan neben sie, während sich das Chaos am Set allmählich legte. Olivia versuchte, die Fassung zu bewahren, doch er konnte die Erschöpfung in ihrem Gesicht ablesen.

„Bist du sicher, dass es dir gut geht?“, fragte er mit besorgter Stimme.

„Mir geht es gut“, antwortete sie und verschränkte trotzig die Arme. „Ich habe schon Schlimmeres durchgestanden.“

„Du solltest das nicht alleine durchstehen müssen“, sagte er, wobei sich wieder ein Hauch von Frustration in seine Stimme schlich. „Du kannst nicht so tun, als wäre alles in Ordnung, wenn es das nicht ist.“

„Vielleicht kann ich das doch“, gab sie zurück, und in ihren Augen blitzte dieser vertraute Funke der Trotzigkeit auf.

„Ich bin kein kleines Mädchen mehr, Ethan. Ich kann auf mich selbst aufpassen.“

Doch während sie so dasaßen, wurde er das Gefühl nicht los, dass sie sich hinter dieser Tapferkeit versteckte. Er verstand, dass sie hart sein musste, besonders in ihrem Beruf, aber es tat ihm im Herzen weh, zu sehen, wie sie diese Mauern um sich herum errichtete.

---

Schließlich änderte sich die Stimmung, und Ethan spürte eine vertraute Chemie zwischen ihnen, eine unbestreitbare Verbindung, die unter der Oberfläche brodelte. Doch Olivias Mauern waren dick, und sie schien entschlossen, ihn auf Distanz zu halten.

Ethan wusste, dass sie in den kommenden Tagen zum heiß diskutierten Thema in den sozialen Medien werden würden und die Spannung zwischen ihnen nur noch weiter eskalieren würde. Doch er wurde das Gefühl nicht los, dass sich hinter Olivias nonchalanter Fassade etwas Tieferes zusammenbraute.

Vorerst beschloss er jedoch, für sie da zu sein und sie auf eine Weise zu beschützen, von der sie noch gar nicht wusste, dass sie sie brauchte. Als er ihr beim Lachen und im Umgang mit der Crew zusah, verspürte er einen Funken Hoffnung.

Vielleicht, nur vielleicht, könnte dieser chaotische Vorfall der Auslöser für etwas sein, das über einen One-Night-Stand hinausging.

Doch für Olivia war es immer noch nur ein weiterer Tag in ihrem Leben – chaotisch und unvorhersehbar, mit einem Hauch von Romantik, der knapp unter der Oberfläche brodelte.

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