INICIAR SESIÓNVon ihrem Ehemann aus dem Haus geworfen, der ihr die Schuld an ihrer kinderlosen Ehe gibt, bleibt Gloria nur eine Bar – dort trifft sie einen geheimnisvollen Fremden, der mit seinem eigenen gebrochenen Herzen kämpft. Eine Nacht. Zwei Fremde. Keine Versprechen. Gloria verlässt das Hotel vor Sonnenaufgang, fest entschlossen, den Mann und die gemeinsame Nacht zu vergessen. Vier Monate später entdeckt sie, dass sie schwanger ist. Sie kennt weder seinen Namen noch weiß sie, wo sie ihn finden könnte. Und sie rechnet ganz sicher nicht damit, ihm je wieder zu begegnen. Doch als Gloria Adriel zufällig in einem Krankenhaus trifft, erkennt keiner von beiden den anderen – bis ein vertrautes Tattoo eine Erinnerung weckt, die er längst vergessen glaubte.
Ver más**Adriel**Ich bekam keine Luft.Der Anblick meines Vaters, wie er hilflos auf dem Krankenhausbett lag, brachte mich beinahe in Panik. Mein Herz hämmerte so heftig, dass ich es in den Ohren hören konnte, und für einen Moment wusste ich nichts anderes zu tun, als stumm zu beten, dass alles, was gerade geschah, bald vorbei sein würde.„Dad, bitte bleib bei mir", sagte ich mit brechender Stimme, während ich den Schwestern folgte, die sein Bett durch den Korridor schoben.Seine Augen waren geschlossen, und ihn so zu sehen, jagte mir Angst ein. Mein Vater war immer stark gewesen. Selbst wenn er krank war, hatte er nie zugelassen, dass jemand sah, wie große Schmerzen er hatte. Doch ihn dort liegen zu sehen, umgeben von Ärzten und Schwestern, die sich so eilig bewegten, ließ mich völlig hilflos fühlen.„Bitte, Sie müssen ihn retten", flehte ich und sah den Arzt an, der neben dem Bett herging. „Bitte tun Sie Ihr Bestes. Retten Sie meinen Vater."„Wir tun alles, was wir können", antwortete der
GloriaIch hatte die Krankenhaus-Eingangstür kaum erreicht, als ich stehen blieb.Einen Moment lang dachte ich daran, einfach zu gehen. Ich war erschöpft, emotional ausgelaugt und mehr als bereit, so viel Abstand wie möglich zwischen mich und das Krankenhaus zu bringen.Dann fiel mir ein, was ich vergessen hatte.Meine Terminkarte.Ich schloss die Augen und seufzte.„Ernsthaft?“ Ich suchte erneut in meiner Handtasche, in der Hoffnung, sie irgendwie unbemerkt mitgenommen zu haben. Meine Finger glitten an meinem Handy, meinem Portemonnaie und ein paar losen Gegenständen vorbei, aber die Karte war nirgends zu finden.Ich hatte sie im Behandlungszimmer liegen lassen.Es hatte keinen Sinn, so zu tun, als wäre es anders. Wenn ich sie wollte, musste ich zurückgehen.Ich drehte mich um und betrat das Krankenhaus erneut.In dem Moment, als ich durch die Türen trat, füllte der vertraute Geruch von Desinfektionsmittel meine Nase. Ich hatte bereits Stunden im Krankenhaus verbracht, und doch fühlt
**Gloria POV**Vier Monate waren vergangen, seit ich das Hotel verlassen hatte, bevor der Mann neben mir aufwachte. Ich hatte versucht, nicht daran zu denken, aber in letzter Zeit war es unmöglich geworden, es zu vergessen.Ich saß im Warteraum des Krankenhauses, meine Terminkarte zwischen den Fingern, starrte auf die Worte, ohne sie wirklich zu sehen.*Schwanger.*Selbst jetzt fühlte sich das Wort fremd an. Ich hatte so lange auf diesen Moment gehofft, doch als er endlich kam, war alles darum herum falsch. Meine Ehe war vorbei, der Vater war ein Fremder, und ich hatte keine Ahnung, was für eine Zukunft ich einem Kind überhaupt bieten konnte.Meine Eltern hatten die Veränderungen an mir bemerkt, bevor ich es ihnen schließlich erzählte. Meine Mutter hatte geweint, als sie es erfuhr, während mein Vater lange geschwiegen hatte, bevor er die Frage stellte, die ich nicht beantworten konnte.„Was willst du tun?"Ich wusste es nicht. Ich hatte wochenlang hin und her überlegt, bis ich mich sc
Das Taxi fuhr leise durch die fast leeren Straßen, die Stadtlichter glitten über die Fensterscheiben, während wir fuhren. Ich saß neben Adriel, meine Handtasche auf dem Schoß, und die Ereignisse der letzten Stunden spielten sich immer wieder in meinem Kopf ab, ohne sich in eine sinnvolle Reihenfolge fügen zu wollen. Es war seltsam, wie schnell sich alles verändert hatte. Ich war in diese Kneipe gegangen, mit noch feuchten Tränen im Gesicht, überzeugt, dass meine Ehe soeben zu Ende gegangen war und ich keine Ahnung hatte, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Jetzt saß ich neben einem Mann, den ich erst vor wenigen Stunden kennengelernt hatte, und hielt seine Hand, als kennten wir uns schon viel länger als nur eine einzige Nacht.Ich blickte auf unsere ineinandergeschlungenen Finger, und Adriel bemerkte es.„Denkst du immer noch darüber nach?“Ich sah ihn an. „Worüber?“„Ob das eine gute Idee ist.“Ein kleines Lächeln erschien auf meinen Lippen. „Ist es das?“Er lachte leise. „Ich

















