Share

KAPITEL 3

Author: NEON ON LIGHT
last update publish date: 2026-10-11 08:58:01

Ich betrat den Flur, bevor Alexander oben an der Treppe ankam, und stellte mich ihm barfuß auf den kalten Marmor. Meine Hände waren so fest zusammengepresst, dass es schmerzte.

„Wir müssen reden.“

Er blieb stehen, seine Krawatte hatte sich gelockert, in der einen Hand hielt er sein Handy. Er sah müde aus, und man sah ihm an, dass er es eilig hatte.

„Jetzt?“

„Heute Abend.“

Irgendetwas veränderte sich in seinem Gesicht. Es war nicht direkt Besorgnis, aber mein Herz machte trotzdem einen kleinen, unüberlegten Sprung.

„Was ist los, Isabella?“

Ich hätte es ihm beinahe gesagt. Ich stellte mir vor, wie ich seine Hand nahm und sie an meinen Bauch drückte, um die Wahrheit zwischen uns zu lassen. Ich bin schwanger, Alexander. Und ich habe gehört, was du zu deinem Vater gesagt hast.

Sein Handy vibrierte. Er warf einen Blick auf den Bildschirm, und die Öffnung, die sich zwischen uns aufgetan hatte, schloss sich so schnell wieder, dass ich sie mir hätte einbilden können. Seine Schultern strafften sich, und sein Kiefer verkrampfte sich.

„Notfallmeldung. Es gibt ein Problem mit der Übernahme.“

„Alexander. Du stehst zwar vor mir, aber deine Gedanken sind woanders.“

Seine Augen verengten sich. Einen gefährlichen Augenblick lang dachte ich, er würde das Telefon weglegen. Stattdessen atmete er aus und sah wieder auf den Bildschirm.

„Gib mir zehn Minuten. Dann hast du meine volle Aufmerksamkeit. Versprochen.“

Im Vorbeigehen berührte er meine Schulter, eine abwesende Geste, die beruhigend wirken sollte. Ich erstarrte. Für einen Augenblick war ich wieder in der Küche, seine Arme um mich geschlungen, ohne etwas im Gegenzug zu verlangen. Dann schloss sich die Tür zum Arbeitszimmer.

Ich hatte mir geschworen, dass mich ein Moment der Zärtlichkeit nie wieder verwirren würde. Offenbar hatte ich die Lektion nicht so gut gelernt, wie ich dachte.

Ich setzte mich auf den Stuhl neben dem Arbeitszimmer, nah genug, um ihn hereinkommen zu hören, aber weit genug entfernt, um nicht den Anschein zu erwecken, als würde ich warten. Ich redete mir ein, ich gäbe ihm eine letzte Chance, sich für mich zu entscheiden.

Nach fünfzehn Minuten ging ich zu seiner Tür. Seine Stimme hallte durch den Wald, tief und schroff. „Ich will wissen, wer die Änderung genehmigt hat. Nein. Sie werden das Geld nicht freigeben, bis ich die geänderten Bedingungen geprüft habe.“

Ich kannte diesen Unterton. Ich hob die Hand zum Klopfen, senkte sie aber wieder. Er arbeitete. Das war seit drei Jahren seine Ausrede, immer wenn ich etwas wollte, das sich nicht in Geld aufwiegen ließ. Er arbeitete, er war müde, er hatte einen Flug, er würde sich morgen Zeit nehmen.

Nach einer halben Stunde schenkte ich mir ein Glas Wasser ein und trank es nicht. Ich ging die Worte durch und verwarf jede einzelne. „Ich bin schwanger“ war zu einfach. „Ich trage deine Kinder“ war zu anmaßend nach dem, was ich mitgehört hatte. Ich empfand die Klausel in unserem Vertrag als Anschuldigung. Ich hatte gehört, wie du mit deinem Vater gesprochen hattest, dass er gezwungen sein würde, ein Gespräch zu verteidigen, das er für privat hielt, und wir würden die ganze Nacht über den Kontext und die Absichten streiten, während die einzige Frage, die zählte, unbeantwortet blieb.

Hättest du mich beschützt, wenn du gewusst hättest, dass ich schwanger bin?

Ich schloss die Augen. Ich war mir nicht sicher, ob ich die Antwort hören wollte.

Nach einer Stunde ging ich zurück ins Arbeitszimmer. Seine Stimme war leiser geworden, und jemand am anderen Ende der Leitung sprach schnell und nervös.

„Halt“, sagte Alexander. „Fang noch mal an. Erzähl mir, was passiert ist, nicht, was du glaubst, was ich hören will.“

Er konnte von einem Raum voller Führungskräfte Ehrlichkeit fordern und sie auch bekommen. Doch ich hatte keine Ahnung, wie ich ihm klarmachen sollte, dass seine Frau verängstigt vor seiner Tür stand.

Meine Knöchel schwebten nur wenige Zentimeter über dem Holz.

„Unter keinen Umständen dürfen wir zulassen, dass dies zu einer Belastung wird.“

Meine Hand sank. Er sprach mit ziemlicher Sicherheit von der Übernahme. Aber das Wort hatte sich bereits eingebürgert. Belastung. Das war ich in Richards Augen geworden, und das konnte ein Kind werden, sobald die falsche Person beschloss, dass es die Firma bedrohte.

Ich trat zurück. Ich konnte nicht länger vor seinem Büro stehen und hoffen, der nächste Satz würde mich in allem, was zählte, widerlegen. Ich konnte ihm nicht immer wieder Gelegenheiten geben, mich wahrzunehmen, und Ausreden für die Male finden, in denen er es nicht tat. Und ich würde kein Kind in ein Leben setzen, in dem seine Sicherheit davon abhing, seinen Vater davon zu überzeugen, dass es die Unannehmlichkeiten wert war, uns zu beschützen.

Ich ging zurück zum Sofa. Das Eis in meinem Glas war vollständig geschmolzen.

Zwei Stunden später saß ich im Dunkeln, als er einmal kurz herauskam, um ein Dokument zu holen. Er ging direkt zum Konsolentisch und überflog einen Ordner.

„Alexander.“

„Einen Moment.“

Er blätterte um. Sein Telefon klingelte. „Sag mir, dass du die Unstimmigkeit gefunden hast.“ Er ging zurück ins Arbeitszimmer, und die Tür schloss sich.

Ich hatte Frustration erwartet, oder den vertrauten Schmerz. Ich hatte diese hohle Stille nicht erwartet, als würde ich nach einer Tür greifen, die ich jahrelang versucht hatte zu öffnen, und feststellen, dass ich gar nicht mehr hindurchgehen wollte. Ich öffnete die Fotos auf meinem Handy und starrte auf die Überschrift. ANLAGE C: KINDER AUS DER EHE. Dann sperrte ich den Bildschirm. Ich brauchte es nicht noch einmal zu lesen.

Alexander wollte mich vielleicht nicht verletzen. Er ahnte vielleicht gar nicht, wie oft ich hinter einem Unternehmen zurückstand, das auch ohne mich weiterlaufen würde. Aber mit guten Absichten allein kann man kein Kind erziehen. Sie konnten mich nicht schützen, wenn sein erster Impuls in jeder Krise darin bestand, sich hinter verschlossener Tür zurückzuziehen und alles allein zu regeln.

Um 2:17 Uhr klingelte der private Aufzug.

Richards Fahrer betrat die Eingangshalle, so geschickt wie ein Mann, der es gewohnt war, die Sterling-Gebäude ungesehen zu durchqueren. Er warf einen Blick in Richtung Arbeitszimmer und beachtete mich nicht. Einen Moment später öffnete sich die Tür.

Alexander kam heraus, das Handy in der Hand, eine schmale Ledermappe unter dem Arm. Sein Anzug war vom stundenlangen Sitzen zerknittert, und die Müdigkeit hatte sich schließlich in seinen Augen abgezeichnet. Einen Moment lang tat er mir leid. Der Impuls war sofort da und mir vertraut. Ich wollte fragen, ob die Übernahme noch in Gefahr war. Ich wollte ihn trösten, selbst jetzt noch, und das schmerzte mehr, als ich erwartet hatte, denn es bedeutete, dass ein Teil von mir ihn noch immer so sehr liebte, dass er vergaß, dass ich diejenige war, die Hilfe brauchte.

Er sah mich. Sein Blick fiel auf die Uhr hinter mir.

„Du hast gewartet.“

„Ja.“

Etwas huschte über sein Gesicht. Schuldgefühle vielleicht, oder der Beginn einer Entschuldigung. Einen kurzen Moment lang dachte ich, er würde die Mappe ablegen und den Fahrer bitten zu warten.

Sein Handy vibrierte. Er warf einen Blick darauf, und der Moment war vorbei.

„Ich muss zum Flughafen.“

„Du hast mir zehn Minuten versprochen.“

„Ich weiß.“

„Du hast es versprochen.“

„Ich weiß, Isabella.“ Seine Stimme klang nicht wütend, was irgendwie noch schlimmer war. „Der Vorstand hat eine Sondersitzung einberufen. Wenn wir das nicht vor Börsenbeginn klären, werden die Folgen gravierend sein.“

„Wie lange wirst du weg sein?“

„Einen Tag. Vielleicht zwei.“

„Und wenn du zurückkommst, hast du dann Zeit, mit mir zu sprechen?“

Er runzelte die Stirn, als wollte er verstehen, warum ich um zwei Uhr morgens so eine einfache Frage stellte. „Ich rufe dich aus dem Flugzeug an. Dann können wir reden.“

„Im Flugzeug.“

„Ich kann das jetzt nicht tun.“

„Was denn?“

„Was auch immer das ist.“ Er warf dem Fahrer einen Blick zu, dann wieder mir. „Ich weiß, Sie wollen etwas besprechen. Ich weise es nicht zurück. Aber ich habe einen Notfall, und das müssen Sie verstehen.“

Ich hätte beinahe gelacht. Ich verstand es. Ich verstand den Vorstand, die Übernahme, die Hunderten von Menschen, deren Lebensunterhalt von Sterling Holdings abhing. Was ich nie verstanden hatte, war, warum die Dinge, die mir wichtig waren, immer erst einen Notfall brauchten, bevor er sie ernst nahm.

„Gehen Sie“, sagte ich.

Er blieb stehen. Ich hatte ihn noch nie zuvor aufgefordert zu gehen, nicht so. Sein Blick wurde schärfer, und der Geschäftsmann verschwand kurz, um den Mann zu enthüllen, den ich geheiratet hatte.

„Was ist los?“

So eine einfache Frage. So spät. Alles, was ich vorbereitet hatte, staute sich zwischen meinen Zähnen. Ich bin schwanger. Ich habe den Vertrag gefunden. Ich habe gehört, wie Sie Ihrem Vater gesagt haben, dass die Vereinbarung beendet wird. Ich weiß nicht, ob du uns beschützen würdest.

Ich hätte ihm alles sagen und ihn mit seinen eigenen Worten konfrontieren können.

Stattdessen stellte ich die einzige Frage, deren Antwort ich ertragen konnte: „Erinnerst du dich, was du mir heute Abend versprochen hast?“

Er warf einen Blick in Richtung Arbeitszimmer. „Zehn Minuten.“

„Ja.“

„Ich weiß, ich habe sie dir nicht gegeben.“

„Nein“, sagte ich leise. „Hast du nicht.“

Er klemmte sich die Mappe unter den Arm. „Ich werde das wieder gutmachen, wenn ich zurück bin.“

Das sagte er immer. Manchmal versprach er, es wiedergutzumachen, manchmal sagte er, wir würden einen anderen Zeitpunkt finden, und manchmal nahm er einfach an, ein paar Stunden würden das, was mich verletzt hatte, weniger wichtig erscheinen lassen. Er glaubte, die Zukunft sei ein Ort, an dem er alles, was er in der Gegenwart versäumt hatte, wiedergutmachen könne. Er hatte nie verstanden, dass manche Momente unwiederbringlich sind.

Ich dachte an Anlage C. Ich dachte an die Kinder, die vielleicht schon in mir schlummerten. Ich dachte daran, wie Richard sagte, sie solle entfernt werden, und wie Alexander zustimmte, ohne zu fragen, was das für die Frau bedeuten würde, die er geheiratet hatte. Und ich begriff, dass das Gespräch, auf das ich die ganze Nacht gewartet hatte, mich nicht retten würde. Selbst wenn er jetzt zuhörte, selbst wenn er sich entschuldigte, selbst wenn er mir versprach, sich mit seinem Vater zu prügeln, wäre es nur ein Versprechen, das er um zwei Uhr morgens auf einem Flur gab, von einem Mann, der schon halb zur Tür hinaus war.

Ich lächelte ihn an. Es war das Beständigste, was ich die ganze Nacht getan hatte.

„Guten Flug, Alexander.“

Er zögerte. Einen Moment lang dachte ich, er würde etwas sagen. Dann vibrierte sein Handy erneut, und er drehte sich zum Aufzug um. Der Fahrer hielt die Türen auf. Alexander stieg ein, ohne sich umzudrehen.

Als sich die Türen schlossen, zählte ich bis sechzig und holte dann meinen Koffer.

Continue to read this book for free
Scan code to download App

Latest chapter

  • Schwanger mit den Erben des Milliardärs, spurlos verschwunde   KAPITEL 5

    DRITTE PERSPEKTIVEAlexander ließ seine Mappe auf den Konsolentisch fallen und blieb stehen, die eine Hand noch an der Krawatte.Das Penthouse war unheimlich still. Keine Musik, keine Schritte, nichts von dem Duft, den Isabella in jedem Raum hinterließ, den sie betrat.„Isabella?“Keine Antwort. Er ging ins Wohnzimmer und sah den Sessel am Fenster, der leicht zum Raum hin gedreht war. Sie war penibel, was die Räume anging, die sie bewohnte, selbst wenn sie aufgebracht war. Er rückte ihn zurecht, doch die Bewegung half nichts gegen das Unbehagen, das sich in ihm breitgemacht hatte. In der Küche stand ein leeres Wasserglas neben der Spüle, auf dem Marmor darunter hatte sich ein Feuchtigkeitsring gebildet. Er betrachtete es länger, als er sollte.Die Tür zur Master-Suite stand offen. Das Bett war perfekt gemacht. Dann fiel sein Blick auf den Kleiderschrank, und er blieb stehen.Ihre Seite war halb leer. Die schlichten Kleider, die sie sonst trug, waren verschwunden, ebenso die Pullover,

  • Schwanger mit den Erben des Milliardärs, spurlos verschwunde   KAPITEL 4

    Ich zog den kleinsten Koffer aus dem hintersten Winkel des Schranks und ließ ihn offen aufs Bett fallen, ohne das Licht anzuschalten. Das Licht aus dem Badezimmer reichte. Draußen vor den Fenstern hing die Stadt im Halbdunkel, ihre Straßen silbern vom Regen der letzten Tage gewaschen.Mein Pass wanderte in die Innentasche, gefolgt von der Mappe mit den persönlichen Dokumenten und dem Handy mit den Fotos von Anlage C. Dann kamen die beiden Schwangerschaftstests, eingewickelt in das Handtuch. Den zweiten hatte ich vor weniger als einer Stunde gemacht, weil ein verzweifelter Teil von mir gehofft hatte, das Ergebnis würde sich ändern.Es hatte sich nicht geändert. Zwei Tests. Vier eindeutige Linien.Ich war nicht beim Arzt gewesen. Ich wusste nicht, in welcher Schwangerschaftswoche ich war oder ob es ein oder zwei Kinder werden würden. Aber ich wusste, dass ich schwanger war, dass Alexander Vater werden würde und dass ich gehen würde, ohne es ihm zu sagen.Meine Hände erstarrten. Ich setz

  • Schwanger mit den Erben des Milliardärs, spurlos verschwunde   KAPITEL 3

    Ich betrat den Flur, bevor Alexander oben an der Treppe ankam, und stellte mich ihm barfuß auf den kalten Marmor. Meine Hände waren so fest zusammengepresst, dass es schmerzte.„Wir müssen reden.“Er blieb stehen, seine Krawatte hatte sich gelockert, in der einen Hand hielt er sein Handy. Er sah müde aus, und man sah ihm an, dass er es eilig hatte.„Jetzt?“„Heute Abend.“Irgendetwas veränderte sich in seinem Gesicht. Es war nicht direkt Besorgnis, aber mein Herz machte trotzdem einen kleinen, unüberlegten Sprung.„Was ist los, Isabella?“Ich hätte es ihm beinahe gesagt. Ich stellte mir vor, wie ich seine Hand nahm und sie an meinen Bauch drückte, um die Wahrheit zwischen uns zu lassen. Ich bin schwanger, Alexander. Und ich habe gehört, was du zu deinem Vater gesagt hast.Sein Handy vibrierte. Er warf einen Blick auf den Bildschirm, und die Öffnung, die sich zwischen uns aufgetan hatte, schloss sich so schnell wieder, dass ich sie mir hätte einbilden können. Seine Schultern strafften

  • Schwanger mit den Erben des Milliardärs, spurlos verschwunde   KAPITEL 2

    Ich zählte bis sechzig, nachdem sich die Aufzugtüren geschlossen hatten, und ging dann weiter.Meine nackten Füße waren auf dem Marmorboden lautlos, als ich den Flur zu Alexanders Arbeitszimmer überquerte. Alexander war seinem Vater gefolgt, und das Penthouse war leer. Ich war schon hunderte Male an dieser Tür vorbeigegangen und hatte ihn hinter ihr verschwinden sehen, an Abenden, an denen ich gehofft hatte, er würde mich seiner Gesellschaft vorziehen. Heute Abend war es die einzige Möglichkeit herauszufinden, ob meine Befürchtung berechtigt war.Ich gab den Code ein. Vier Ziffern, die ich mir vor Monaten gemerkt hatte, als er mich einmal losgeschickt hatte, um ein Dokument zu holen. Das Schloss klickte.Ich schlüpfte hinein und ließ das Deckenlicht aus. Die Schreibtischlampe warf einen schmalen goldenen Lichtkegel auf das polierte Holz. Auszeichnungen säumten das Regal dahinter, und nirgends im Zimmer war ein einziges Foto von mir. Das hatte ich schon vor heute Abend gewusst. Trotzde

  • Schwanger mit den Erben des Milliardärs, spurlos verschwunde   KAPITEL 1

    Ich schnappte mir den Test von der Marmortheke und hielt ihn erneut gegen das Licht.Zwei rosa Linien.Ich blinzelte heftig und sah noch einmal hin. Zwei. Kein schwacher Strich, den ich als Wunschdenken abtun konnte, sondern zwei unmissverständliche Linien, die aus einem gewöhnlichen Plastikstäbchen etwas machten, das mein ganzes Leben auf den Kopf stellen konnte.Meine Finger begannen zu zittern. „Nein“, flüsterte ich. Das Wort klang überhaupt nicht nach Verleugnung. Es klang wie ein Gebet.Schwanger. Und dann, unter dem Schock, tauchte ein anderer Gedanke auf: Zwillinge. Der Arzt hatte eine Blutuntersuchung angeordnet und einen frühen Ultraschalltermin vereinbart, und ich sollte vor dem Termin keine voreiligen Schlüsse ziehen. Aber meine Periode war überfällig, und mein Körper hatte mir schon seit Tagen etwas signalisiert.Ich legte meine freie Hand auf meinen Bauch. Ich spürte noch nichts, aber meine Handfläche blieb dort. Für einen verwirrenden Moment lächelte ich, klein und ängst

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status