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Kapitel 5

ผู้เขียน: Jude Vincent
last update วันที่เผยแพร่: 2026-09-18 12:35:16

Alessia spürte, wie ihr Herz in ihrer Brust rasend schnell schlug. Es schlug wie eine kleine Trommel. BAM! BAM! BAM! Ihr ganzer Körper zitterte, weil der große, reiche Mann sie so fest hielt.

Seine Hand war groß und warm auf ihrer weichen Taille. Er zog ihren Körper näher an seine harte Brust. Sie konnte seinen heißen Atem auf ihrem Gesicht spüren. Er roch nach frischem Regen und teurem, süßem Parfüm. Sein Gesicht war ihrem so nah. Seine dunklen, wütenden Augen waren direkt auf ihre feuchten Lippen gerichtet.

„Du bist wirklich feucht für mich“, flüsterte Lucien erneut mit seiner tiefen, kalten Stimme.

Alessias Atem blieb ihr im Hals stecken. Ihr Gesicht fühlte sich heiß wie Feuer an. Ihr Verstand war völlig verwirrt. Sie war eine verheiratete Frau, aber ihr schlechter Ehemann Evander hatte sie seit vier langen Monaten weder berührt noch geküsst. Evander sagte ihr immer, dass sie zu groß, zu dick und zu hässlich sei, um geliebt zu werden. Evander stieß sie immer voller Abscheu von sich.

Doch dieser fremde, gefährliche Milliardär hielt sie, als wäre sie etwas ganz Besonderes. Er hielt sie, als würde er sie wirklich begehren. Ein süßes, heißes Gefühl breitete sich in ihrem Bauch und zwischen ihren Beinen aus. Sie schloss die Augen. Ihre Lippen öffneten sich ein wenig. Sie wartete auf seinen Kuss. Sie wollte, dass er sie genau dort in dem großen, stillen Raum küsste.

Lucien bewegte seine Lippen noch näher. Sie waren nur noch einen winzigen Millimeter von ihrem Mund entfernt. Sie konnte die sanfte Berührung seiner Haut spüren.

Plötzlich traf ein kalter Gedanke Alessias Verstand wie Eiswasser.

Was mache ich da?!, schrie sie in Gedanken. Ich kenne diesen Mann überhaupt nicht! Er ist ein völlig Fremder! Er hat mich von der Straße weggezogen! Er spielt nur mit mir! Er ist ein reicher Frauenheld, der glaubt, er könne jede arme Frau anfassen, die ihm begegnet!

Panik erfüllte ihren Kopf. Das süße, warme Gefühl verwandelte sich in tiefe Angst und Wut.

Alessia legte beide Hände gegen Luciens harte Brust. Sie stieß ihn mit der letzten Kraft, die noch in ihren Armen steckte, von sich.

„Nein! Hör auf! Lass mich in Ruhe!“, schrie Alessia laut.

Sie stieß ihn so kräftig, dass Lucien einen kleinen Schritt zurückweichen musste. Er fiel nicht. Er stand gerade und groß da wie ein eiserner Baum, doch seine dunklen Augen wurden noch kälter und schärfer, als er auf sie hinabblickte.

Alessia machte drei große Schritte von ihm weg. Sie schlang ihre nassen Arme um ihre kräftige Taille, um sich zu bedecken. Sie atmete schwer, ihre Brust hob und senkte sich sehr schnell. Noch immer tropfte Regenwasser aus ihrem dunklen Haar auf den teuren Teppichboden.

„Fass mich nicht an!“, rief Alessia. Ihre Stimme zitterte vor Wut. „Komm mir nicht näher! Ich bin kein Spielzeug für reiche Männer! Für wen hältst du dich? Du hast mich in dein großes Auto gezerrt, mich in dieses Hotelzimmer gebracht und willst mich jetzt ausnutzen, weil ich traurig und arm bin? Du bist ein sehr schlechter Mann!“

Lucien wirkte nicht wütend. Sein attraktives Gesicht war vollkommen ruhig, wie eine Eisfläche. Mit seinen langen Fingern richtete er seine dunkle Krawatte. Er knöpfte die Manschetten seines weißen Hemdes auf und krempelte sie langsam hoch.

„Bist du fertig?“, fragte Lucien leise.

Seine Stimme war so kalt und ruhig, dass Alessia fröstelte.

„Nein, ich bin noch nicht fertig!“, rief Alessia. „Sag mir, warum ich jetzt hier bin! Wenn du mich nicht zurück ins Krankenhaus gehen lässt, um meinen kranken Vater zu sehen, werde ich schreien! Ich werde die Polizei rufen!“

Lucien schenkte ihr ein kleines, dunkles Lächeln. Es war kein fröhliches Lächeln. Es war ein beängstigendes Lächeln.

„Ruf die Polizei“, sagte Lucien ruhig, während er an ihr vorbeiging. „Sag ihnen, dass Lucien dich in sein privates Hotelzimmer gebracht hat. Mal sehen, ob sich irgendein Polizist in dieser Stadt traut, mein Zimmer zu betreten und mich anzufassen.“

Alessia biss so fest auf ihre Unterlippe, dass sie beinahe Blut schmeckte.

Sie wusste, dass er die Wahrheit sagte. Die Ärzte im Krankenhaus hatten Angst vor ihm. Die Hotelangestellten senkten ihre Köpfe bis zum Boden, wenn er an ihnen vorbeiging. Dieser Mann hatte zu viel Macht.

Er war wie ein König, und sie war nur eine kleine Ameise unter seinem Schuh.

Lucien ging zu einem großen, polierten Holzschreibtisch in der Ecke des prächtigen Raumes. Er nahm ein weißes Blatt Papier und einen dunklen Stift.

Dann ging er zurück zu Alessia und hielt ihr das Papier vor das Gesicht.

„Sieh dir das an“, befahl Lucien.

Alessia betrachtete das Papier mit weit aufgerissenen, ängstlichen Augen.

Oben auf der weißen Seite standen große, dunkle Worte in fetten Buchstaben:

EHEVERTRAGS-VEREINBARUNG

Alessia keuchte laut auf.

„Was ist das? Welcher Vertrag?“

„Lies ihn“, sagte Lucien kalt. „Oder ich kann dir die einfachen Bedingungen vorlesen, damit dein müdes Gehirn sie verstehen kann.“

Er hielt das Papier mit einer Hand und deutete mit seinem scharfen Finger auf die schwarzen Zeilen.

„Bedingung Nummer eins“, sagte Lucien mit lauter, klarer Stimme. „Ich, Lucien, werde heute Abend einhunderttausend Dollar an den Chefarzt des Krankenhauses überweisen. Mit diesem Geld wird die Gehirnoperation deines Vaters sofort bezahlt.“

Alessias Atem stockte.

Ihr Herz setzte für einen Schlag aus.

Einhunderttausend Dollar!

Das war genau der Betrag, den ihr Vater brauchte, um am Leben zu bleiben!

Evander hatte sich geweigert, ihr auch nur einen einzigen Dollar für diese Operation zu geben, doch dieser Fremde bot ihr jetzt den gesamten Betrag an!

„Bedingung Nummer zwei“, fuhr Lucien fort, während seine dunklen Augen auf ihr blasses Gesicht gerichtet waren. „Ich werde sämtliche Kosten für die Genesung deines Vaters übernehmen, sein privates Krankenzimmer, seine Medikamente und seine Spezialärzte, bis er vollständig gesund und wieder kräftig ist.“

Tränen sammelten sich in Alessias Augen.

Heiße Tränen liefen über ihre kalten Wangen und hinterließen feuchte Spuren auf ihrem Gesicht.

Sie konnte nicht glauben, was ihre Ohren hörten.

„Bedingung Nummer drei“, sagte Lucien mit vollkommen trockener, geschäftsmäßiger Stimme. „Ich werde jede einzelne deiner Schulden begleichen. Du wirst dir nie wieder Sorgen um Geld, Kleidung oder Essen machen müssen.“

Alessia schluckte den harten Kloß in ihrem Hals hinunter.

Sie blickte zu seiner großen Gestalt hinauf. Ihre Augen waren voller Verwirrung.

„Warum?“, fragte Alessia mit leiser, brechender Stimme. „Warum würdest du all das für mich tun? Niemand tut auf dieser Welt etwas umsonst. Mein eigener Ehemann hat mich wie Müll hinausgeworfen, weil ich kein Geld habe. Warum bist du bereit, Hunderttausende von Dollar für eine arme, dicke Frau wie mich auszugeben? Was willst du von mir?!“

Lucien trat näher an sie heran, bis sein Schatten ihren ganzen Körper bedeckte.

„Bedingung Nummer vier“, sagte Lucien leise, aber scharf. „Im Gegenzug für mein gesamtes Geld und meine Hilfe wirst du für zwölf Monate meine rechtmäßige Ehefrau. Genau ein Jahr.“

Alessia hatte das Gefühl, als würde der Boden unter ihren Füßen beben.

„Eine falsche Ehefrau? Warum brauchst du eine falsche Ehefrau? Du bist reich, attraktiv und mächtig! Du kannst jedes schlanke, wunderschöne Model in dieser Stadt haben! Warum ich?“

Luciens Gesicht wurde noch kälter.

„Mein Familienvorstand und mein alter Großvater zwingen mich, mich niederzulassen. Sie wollen, dass ich eine Frau aus einer rivalisierenden Milliardärsfamilie heirate, um meine Geschäfte zu kontrollieren. Ich weigere mich, irgendjemandem die Kontrolle über mein Leben oder mein Unternehmen zu überlassen. Ich brauche eine Ehefrau, hinter der keine mächtige Familie steht. Ich brauche eine Ehefrau, die meine Regeln befolgt, meine Dokumente unterschreibt und bei öffentlichen Veranstaltungen ein Jahr lang als Mrs. Lucien an meiner Seite steht.“

Er blickte auf ihre nasse Kleidung und ihren kräftigen Körper.

„Nach zwölf Monaten lassen wir uns still und ohne Aufsehen scheiden“, fügte Lucien hinzu. „Ich werde dir ein großes Haus und fünf Millionen Dollar in bar geben, und du wirst deinen eigenen Weg gehen. Du wirst für immer frei sein, und dein Vater wird am Leben und gesund sein.“

Alessia stand völlig erstarrt mitten im Raum.

Ihr Kopf drehte sich.

Zwölf Monate, dachte sie.

Nur ein Jahr als seine Vertragsehefrau.

Wenn ich Ja sage, wird mein armer Vater leben. Die Ärzte werden sein Gehirn noch heute operieren. Ich werde Evander nie wieder um Geld anflehen müssen. Ich werde Lioras boshaftes Lachen nie wieder hören müssen.

„Was, wenn ich Nein sage?“, fragte Alessia leise.

Lucien steckte den Stift in seine Tasche und drehte ihr den Rücken zu.

„Wenn du Nein sagst, kannst du jetzt durch diese Tür hinausgehen“, sagte Lucien gleichgültig. „Du kannst ins Krankenhaus zurückgehen, dich in den kalten Flur setzen und zusehen, wie dein Vater stirbt, weil du keine hunderttausend Dollar hast. Die Entscheidung liegt bei dir, Alessia.“

Seine Worte waren wie scharfe Messer, die ihr Herz durchschnitten.

Er war grausam, aber er sagte die nackte Wahrheit.

Sie hatte kein Geld.

Sie hatte keinen Job.

Ihr kaputtes Handy zeigte null Dollar auf ihrem Bankkonto.

Ihr Vater lag genau in diesem Moment auf einem Operationstisch und kämpfte um sein Leben.

Sie hatte auf der ganzen weiten Welt keine andere Wahl!

„Warte!“, rief Alessia. Ihre Stimme war voller Panik. „Geh nicht weg! Ich ... ich werde unterschreiben!“

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