LOGINDie Nachmittagssonne hing hoch und warm über den weitläufigen, grünen Rasenflächen des Vance-Anwesens. Die kühle Herbstbrise hatte sich gelegt und eine sanfte, goldene Wärme hinterlassen, die den gesamten Innenhof friedlich und sicher erscheinen ließ.Alessia ging langsam den Steinpfad des privaten Gartens entlang. Sie trug ein weiches, fließendes Kleid in Pastelltönen, und ihre Schritte waren bedacht und ruhig. Da ihr Körper vom Tragen ihres Babys noch immer füllig und schwer war, kostete jede Bewegung ein wenig mehr Anstrengung. Sie trug ihre Curvy-Figur mit einer weichen, natürlichen Anmut, obwohl sie das angenehme Gewicht ihres Körpers nach der Geburt beim Gehen spüren konnte. Nebe ihr schob sie einen maßgefertigten Kinderwagen aus poliertem Holz und feinem Chrom, in dem der kleine Gabriel lag. Das Baby schlief tief und fest, sein winziges Brustbein hob und senkte sich in einem stetigen, ruhigen Rhythmus.Direkt neben Alessia ging Lucien. Er hatte sein Sakko abgelegt und die Ärmel
Die Morgensonne war höher an den klaren blauen Himmel gestiegen und warf ein helles, warmes Licht über die weiten grünen Rasenflächen draußen vor dem Vance-Anwesen. Im Inneren der Hauptsuite war die Atmosphäre von einer seltsamen, ungewohnten Art nervöser Energie erfüllt.Alessia saß aufgerichtet vor dem Spiegel ihres Schminktisches. Eine professionelle Haar- und Make-up-Stylistin – eine Frau, die unter strengsten privaten Sicherheitsauflagen aus dem feinsten Salon der Stadt eingeflogen worden war – stand mit einem weichen Pinsel hinter ihr. Sie bewegte sich mit äußerster Vorsicht, hielt ihre Augen fest auf ihre Arbeit gerichtet und sprach nur, wenn man ihr eine direkte Frage stellte; sie wusste es besser, als im Haus des Milliardärs Lucien Vance zu klatschen.„Ist die Foundation zu deckend?“, fragte die Stylistin höflich und hielt inne, während sie Alessia durch das Glas ansah. „Mr. Vance hat strikte Anweisungen gegeben, dass Sie vollkommen natürlich aussehen müssen. Er sagte, keine
Die Morgensonne stieg langsam über den Hügeln auf und malte den Himmel in leuchtenden Farben von Rosa und Orange. Die Nacht war ohne jeglichen Ärger vergangen, und im Haus war es sehr still.Im Hauptschlafzimmer waren die schweren Vorhänge noch geschlossen und hielten das grelle Licht des neuen Tages fern. Ein weiches, warmes Licht der Nachttischlampe schien auf das Bett.Gabriel wachte als Erster auf. Er weinte nicht laut, wie es manche Babys tun. Stattdessen gab er ein winziges, leises Fiepen von sich und begann, seine kleinen Hände in der Luft zu bewegen.Alessia öffnete sogleich die Augen. Eine Mutter hört ihr Baby immer, selbst wenn sie tief schläft. Sie lächelte hinab auf das winzige Bündel, das an ihrer Brust ruhte.„Guten Morgen, mein kleiner Junge“, flüsterte Alessia mit einer süßen, sanften Stimme. Sie drückte einen weichen Kuss auf sein weiches schwarzes Haar.Neben ihr regte sich Lucien. Er hatte mittlerweile einen leichten Schlaf. Seit Gabriels Geburt ließ ihn jedes klein
Die Sonne sank langsam hinter den hohen grünen Bäumen am Rande des Anwesens. Der Himmel verwandelte sich von einem hellen Blau in ein sanftes, dunkles Violett und schließlich in eine tiefe Nacht voller winziger, funkelnder Sterne.Im Hauptschlafzimmer waren die hellen Lichter ausgeschaltet. Nur eine kleine, gelbe Nachttischlampe brannte noch und warf einen warmen, gemütlichen Schein an die Wände. Im Haus war es vollkommen still. Es gab kein Geschrei, keinen Lärm aus der Außenwelt und kein plötzliches Klopfen an den schweren Holztüren.Alessia saß in dem großen, bequemen Sessel am Fenster. Sie trug einen weichen, weiten Baumwollmorgenmantel, und der kleine Gabriel ruhte direkt an ihrer Brust. Er schlief so friedlich, dass sich seine winzigen Atemzüge wie eine sanfte Brise anhörten, die durch trockenes Laub weht.Lucien betrat das Schlafzimmer mit einem Tablett. Auf dem Tablett standen eine warme Tasse süße Milch für Alessia und ein Glas kaltes Wasser für ihn selbst. Er hatte sein Sakko
„Bist du sicher, dass es dir gut geht, Lucien?“Alessias Stimme war sanft, kaum mehr als ein Flüstern, das durch das ruhige Summen des Schlafzimmers schnitt. Sie saß aufgerichtet an die Kissen gelehnt, ihre Augen fest auf ihren Ehemann gerichtet, während sie das schwere Heben und Senken seiner breiten Schultern beobachtete.Lucien kniete immer noch neben dem Bett. Seine großen Hände ruhten flach auf der Matratze, sein Kopf war gebeugt. Die wilde, furchterregende Wut, die seine Familie aus dem Haus getrieben hatte, war verschwunden und hatte einer schweren, ruhigen Erschöpfung Platz gemacht. Er hob langsam den Kopf und blickte sie an. Die dunkle Wut in seinen Augen war fort, ersetzt durch eine tiefe, schmerzende Zärtlichkeit, die ganz allein ihr gehörte.„Es geht mir gut“, murmelte Lucien, seine Stimme dick und tief. Er streckte die Hand aus und drückte seine Handfläche behutsam gegen Alessias warme Wange, während sein Daumen mit absoluter Ehrfurcht über ihre Haut strich. „Ich bin nur
„Wenn du dieser Tür ohne meine Erlaubnis auch nur einen Zentimeter näher kommst, wird deine Sicherheitsfreigabe für dieses Anwesen dauerhaft widerrufen.“Luciens Stimme war nicht laut. Das musste sie auch nicht sein. Das kalte, tote Gewicht in seinem Tonfall ließ den Leiter seines privaten Sicherheitsdienstes in der großen Halle augenblicklich erstarren. Draußen vor den schweren eisernen Toren des Vance-Anwesens saßen drei schwarze Luxuslimousinen im Regen. Sie waren erst vor wenigen Stunden direkt von einem privaten Landeplatz in Europa eingeflogen und brachten Menschen mit sich, die jahrelang versucht hatten, Luciens Leben zu zerstören.Jetzt waren sie wegen eines Babys hier.Alessia saß oben im großen Bett aufgerichtet und hielt den kleinen Gabriel fest an ihre Brust gedrückt. Der Raum war warm, aber ein kalter Knoten hatte sich in ihrem Magen gebildet. Sie konnte die gedämpften, schweren Schritte hören, die aus der großen Eingangshalle unten heraufhallten.Unten schwangen die schw







