LOGINMaisie wächst auf einer abgelegenen Privatinsel auf, die ihrer wohlhabenden und kontrollsüchtigen Familie gehört. Als älteste Tochter ihrer Eltern wird sie von Kindheit an dazu erzogen, die perfekte, gehorsame Frau zu sein. Jeder ihrer Schritte wird streng überwacht, und jeder Versuch, sich zu widersetzen, wird von ihrem frauenverachtenden Vater mit harter Disziplin bestraft. Während ihren Geschwistern Freiheit gewährt wird, fühlt Maisie sich wie ein Vogel im Käfig, dessen Geist unter dem Gewicht der veralteten Traditionen ihrer Familie langsam zerbricht. Sie träumt davon, eines Tages ihre Flügel auszubreiten. Doch ihr kleiner Hoffnungsschimmer erlischt jäh, als ihr Vater ihr mitteilt, dass er ihre Ehe mit dem berüchtigt kalten und skrupellosen Sohn eines Geschäftspartners arrangiert hat — ein strategischer Schritt, um das Firmenimperium der Familie zu stärken. Obwohl sie Angst davor hat, an einen Mann gebunden zu werden, über den man sagt, er sei ein Monster, stimmt Maisie zu. Verzweifelt hofft sie, sich dadurch endlich die Anerkennung und Liebe ihres Vaters zu verdienen. Die Hochzeit findet statt, und Maisie wird in die düstere Villa ihres neuen Ehemanns gebracht — ein Ort, der ebenso kalt und trostlos wirkt wie sein Herr. Wird Maisie in ihrem neuen Zuhause Freiheit und Glück finden, oder wurde sie nur in eine neue Hölle gebracht? Kann sie das Monster zähmen und sein eingefrorenes Herz zum Schmelzen bringen? Oder wird diese Verbindung Maisies Seele endgültig zerreißen?
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Ich wachte mit einem Gefühl von Zufriedenheit und Vorfreude auf.
Der Himmel war an diesem Morgen strahlend blau.
Ein breites Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus, als ich seine vertraute, hochgewachsene Gestalt entdeckte — umwerfend wie immer — vor dem bodentiefen Spiegel in unserem Ankleidezimmer.
Die Tür stand offen, und von dort, wo ich in den seidigen Laken unseres riesigen Bettes lag, konnte ich ihn deutlich sehen.
Langsam richtete ich mich auf und setzte meine nackten Füße auf den weichen Teppich. Dann ging ich durch den Raum zu ihm hinüber, während er seine Krawatte zurechtrückte und sich mit einer Hand durch sein dichtes, perfekt gestyltes dunkles Haar fuhr.
Gott, er war so wahnsinnig attraktiv, dass es beinahe unfair wirkte.
„Guten Morgen, Hübscher“, begrüßte ich ihn mit süßer, leicht singender Stimme, während ich meine Arme öffnete und sie von hinten um seine schmale Taille legte. Mein Gesicht schmiegte ich an den teuren Stoff seines Sakkos.
In einem Anzug sah er immer so mächtig und dominant aus.
Doch statt sich in meine Umarmung sinken zu lassen, versteifte er sich leicht.
„Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, Maisie. Ich habe ein dringendes Geschäftstreffen“, sagte er in diesem vertrauten, knappen Tonfall, der nur nach Arbeit klang, während er erneut seine Krawatte richtete.
Ich erstarrte. Ein vertrauter Stich fuhr mir durch die Brust.
So viel also zu meinem geplanten romantischen Morgen.
„Oh … okay. Ich verstehe“, erwiderte ich und versuchte, die Enttäuschung aus meiner Stimme herauszuhalten, während ich langsam meine Arme von ihm löste.
Er würdigte mich nicht einmal eines Blickes. Stattdessen griff er nach seiner Aktentasche auf der Kommode.
„Ich werde beschäftigt sein, also warte nicht auf mich“, warf er über die Schulter, bevor er direkt zur Tür ging, ohne sich noch einmal umzudrehen.
„Jason, warte!“, rief ich verzweifelt.
Er hielt inne, die Hand bereits auf der Türklinke.
Ich wusste, wie erbärmlich ich klang. Meine Stimme war voller Traurigkeit und Bedürftigkeit, aber es war mir egal.
„Es ist unser Jahrestag. Ich dachte, vielleicht könnten wir heute Abend etwas zusammen machen. Nur wir beide?“
Seine breiten Schultern spannten sich für einen winzigen Moment an, bevor er wieder diese unerträglich gleichgültige Haltung einnahm.
„Maisie, wir können ein anderes Mal feiern.“
„Ein anderes Mal?“, rief ich, bevor ich mich zurückhalten konnte. Tränen brannten in meinen Augenwinkeln, ausgelöst von der schmerzhaften Zurückweisung.
„Jason, wir feiern nie irgendetwas! Du arbeitest immer oder bist auf Geschäftsreisen. Wann soll ich denn in deinem Leben einmal Priorität haben?“
Endlich drehte er sich ganz zu mir um.
Ich sah den kurzen Anflug von Verärgerung über seine markanten Züge huschen. Diese smaragdgrünen Augen, die ich so sehr liebte, wirkten nun kalt vor Ungeduld und Gereiztheit.
„Fang nicht schon wieder damit an“, sagte er leise, aber warnend, während sein kantiges Kinn sich verhärtete.
„Du weißt, wie es ist. Du kennst die Opfer, die mit meinem Status und meinem Erfolg einhergehen. Dafür hast du dich entschieden, als du mich geheiratet hast.“
Ich öffnete den Mund, um zu widersprechen. Um ihm zu sagen, dass sein Erfolg und sein Reichtum nicht bedeuten sollten, unsere Ehe und mein Glück zu opfern. Dass ich mehr von ihm verdiente — als seine Frau, als seine Partnerin.
Doch er hatte sich bereits wieder abgewandt. Er wollte es nicht hören.
„Ich muss gehen. Wir reden weiter, wenn ich zurück bin“, sagte er abweisend, bevor er die Tür öffnete und ohne ein weiteres Wort hinausging.
Ohne einen Blick zurück.
Ich blieb zurück und starrte ihm nach, während sich ein vertrauter, hohler Schmerz in meiner Brust ausbreitete und die Tür mit einem leisen Klicken ins Schloss fiel.
Unbewusst glitten meine Hände über das schwarze Kleid, das ich extra für diesen Abend gekauft hatte — ein elegantes, figurbetontes Modell von Alexander McQueen, von dem ich gewusst hatte, dass es ihm gefallen würde.
Meine Kehle wurde eng, während ich die verräterischen Tränen zurückblinzelte.
Ich versuchte, den Stich der Zurückweisung beiseitezuschieben, zwang mir ein falsches Lächeln auf und betrachtete mich ein letztes Mal im Spiegel.
So war es eben, sagte ich mir zum hundertsten Mal.
Als Ehefrau eines so mächtigen, wohlhabenden und erfolgreichen Mannes musste ich akzeptieren, dass seine Arbeit und sein Status immer an erster Stelle stehen würden.
Vor mir.
Vor allem und jedem anderen in seinem Leben.
Stunden später kam ich früher als geplant von einer anstrengenden Vorlesung am College nach Hause, um mich fertigzumachen und Jason zu unserem Jahrestag zu überraschen — obwohl er mich am Morgen so abweisend behandelt hatte.
Ich zog das enge schwarze Kleid an und ließ den elastischen Stoff jede Kurve umschmeicheln. Mein Make-up frischte ich nur leicht auf: sanft und natürlich, aber dennoch glamourös.
Ich lächelte mein Spiegelbild an und bewunderte, wie die feinen Spitzendetails des Kleides meine helle Haut und mein rotbraunes Haar zur Geltung brachten. In mir regte sich ein Funken Hoffnung und Entschlossenheit.
Vielleicht würde Jason seine Meinung ändern, wenn er sah, wie viel Mühe ich mir gegeben hatte, gut für ihn auszusehen.
Genau in diesem Moment piepte mein Handy auf der anderen Seite des Zimmers.
Eilig lief ich zum Nachttisch und griff danach, mein Herz machte einen Satz.
Vielleicht war es Jason. Vielleicht hatte er es sich anders überlegt und wollte mich doch ausführen.
Doch das Lächeln verschwand sofort aus meinem Gesicht, als ich die Nachricht von einer unbekannten Nummer las:
„Liebe Maisie, weißt du, wo dein geliebter Ehemann gerade ist? Er befindet sich im Harding Luxurious Hotel and Suites — mit einer sehr hübschen Frau. Ich dachte, du solltest es wissen.
— Ein besorgter Freund.“
Ich starrte auf die Nachricht und las sie immer wieder, während sich mein Magen schmerzhaft zusammenzog.
Das … das konnte nicht wahr sein, oder?
Jason würde mir so etwas niemals antun. Wir hatten unsere Probleme, aber er liebte mich. Er musste mich lieben.
Ich versuchte, es als grausamen Scherz abzutun, doch ich konnte diesen hartnäckigen Zweifel nicht ignorieren, der sich langsam in meinen Gedanken festfraß.
Was, wenn es stimmte?
Was, wenn mein Mann, mein angeblich treuer Partner, mich genau in diesem Moment betrog?
Mit irgendeiner wunderschönen Frau?
Ausgerechnet an unserem Jahrestag?
Ich fühlte mich taub und sank auf die Bettkante, das Handy noch immer fest in der Hand.
Ein Teil von mir wollte verzweifelt glauben, dass alles nur ein großes Missverständnis war.
Doch ein anderer Teil … diese dunklere, zynischere Stimme, die ich so lange zu unterdrücken versucht hatte, flüsterte, dass ich die schmerzhafte Wahrheit tief in mir bereits kannte.
Ich machte mir nur etwas vor.
Ich akzeptierte Jasons Lügen und Ausreden, weil ich die Realität nicht ertragen konnte — die Realität, dass er mich vielleicht tatsächlich auf diese Weise verriet.
Wie betäubt griff ich nach meiner Handtasche, schlüpfte in ein Paar Absätze und rief meinen Fahrer an, damit er mich vor dem Haus abholte.
Wenn diese Nachricht stimmte …
Wenn Jason wirklich in diesem Hotel war …
Dann musste ich es mit eigenen Augen sehen.
Ich konnte nicht länger in seliger Unwissenheit weiterleben.
MAISIEDie hintere Tür des auffälligsten Wagens wurde aufgestoßen, und zu meinem völligen Entsetzen stürmte eine vertraute Gestalt heraus, ohne sich im Geringsten um den heftigen Regen zu scheren, der ihn sofort durchnässte.Mein Herz sprang mir in die Kehle, und ich wirbelte herum.Panik schoss durch mich hindurch, als er mit einem Ausdruck reiner Wut auf mich zukam.Ich war wie erstarrt, unfähig zu reagieren — wie ein Reh im Scheinwerferlicht.Er überbrückte die Entfernung zwischen uns in wenigen Sekunden, packte mich mit schmerzhaft festem Griff am Handgelenk und hob mich über seine Schulter, als wöge ich nicht mehr als eine Puppe.Ich stieß einen erschrockenen, schmerzhaften Laut aus, als seine Schulter sich in meinen Bauch drückte und mir die Luft nahm.Dann fand ich endlich meine Stimme wieder.„Was zur Hölle?! Lass mich sofort runter, du Mistkerl!“, schrie ich, während ich mich wehrte und wild mit den Beinen strampelte, als er mich wie ein Höhlenmensch zurück zum Auto trug.„Ma
MAISIEVor einem JahrMeine Eltern baten mich zu sich. Ihre Mienen waren ernst.„Maisie, es ist Zeit, dass wir über deine zukünftige Ehe sprechen“, begann mein Vater und verschränkte die Hände auf dem Schreibtisch.Ein Knoten bildete sich in meinem Magen, dennoch nickte ich gehorsam.Ich hatte gewusst, dass dieser Tag kommen würde — der Tag, an dem meine Eltern meine Ehe mit einem Mann ihrer Wahl arrangieren würden.Als Tochter einer angesehenen Familie wurde von mir erwartet, eine vorteilhafte Verbindung einzugehen.Liebe spielte dabei keine Rolle.„Du wirst Jason Harding heiraten, den Erben von Harding Industries“, erklärte meine Mutter sachlich. „Diese Verbindung wird für unsere Familie von großem Nutzen sein.“Mein Herz setzte für einen Moment aus, als ich den berühmten Namen hörte.Jason Harding?Der brillante junge Geschäftsmann, der im ganzen Land für seinen unglaublichen Erfolg bekannt war?Ich hatte sein Gesicht auf Zeitschriftencovern gesehen und Geschichten über seinen Gesc
MAISIEIch zog die Schlüsselkarte durch das Lesegerät und hörte das leise Klicken des Schlosses, bevor ich die Tür aufschwang.Auf den ersten Blick wirkte in der luxuriösen Suite alles normal.Marmorböden.Kristalllüster.Riesige Fenster mit Blick auf die Skyline der Stadt.Doch dann fiel mein Blick auf den Glastisch, und mein Herz sank in die Tiefe.Dort standen eine Flasche Champagner und zwei Gläser.Jason war nicht allein.Ich blinzelte langsam und versuchte zu begreifen, was ich sah.Vielleicht war es für … ein Geschäftstreffen oder so?Ich wollte wirklich nicht überreagieren, falls es das war.Aber mein Bauchgefühl sagte mir, dass es etwas anderes war.Etwas viel Schlimmeres.Ich atmete tief ein und ging weiter in den Raum hinein.Dann hörte ich es.Die unverkennbare Stimme einer Frau aus dem Schlafzimmer.Mein Körper erstarrte.Nein.Nein, das konnte nicht passieren.Ich bildete mir das ein. Ich musste es mir einbilden.Doch irgendeine grausame, selbstzerstörerische Neugier tri
MAISIEDer Himmel, der am Morgen noch so hell gewesen war, hatte sich inzwischen in eine trostlose Farbe verwandelt.Schwere, bedrohliche Wolken hingen über mir und tauchten alles in einen matten, düsteren Grauton. Es fühlte sich ironisch an — als hätte das Universum versucht, mich zu warnen, doch ich war zu naiv gewesen, um es zu bemerken.Alles, was ich wusste, war, dass das triste Wetter draußen perfekt zu dem hohlen, tauben Gefühl passte, das sich in meinem Magen ausbreitete.Ich saß auf dem weichen Rücksitz des Wagens, während er sich vom Anwesen entfernte und auf das Hotel zusteuerte, in dem Jason laut dieser anonymen Nachricht sein sollte.Meine Hände verkrampften sich nervös in meinem Schoß und zitterten leicht, während ich aus dem getönten Fenster starrte. Die Straßen der Stadt zogen in einem verschwommenen Durcheinander aus Lichtern und Farben an mir vorbei.Ein Teil von mir hoffte verzweifelt, ich würde dort ankommen und keinerlei Spur von Jason oder seiner angeblichen Geli

















