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83. Teil von allem.

Author: LORA ASHLEY
last update publish date: 2026-10-25 04:15:57

~ RAELIN ~

„Ihr Körper ist in den Schockzustand übergegangen!“

Dieser hässliche Satz einer der Krankenschwestern schneidet in mich hinein wie ein boshaftes, vergiftetes Messer, während ich mit ihnen in das Rudelkrankenhaus stürme. Die Schiebetüren der Intensivstation öffnen sich, als Laylas schlaffer, blutgetränkter Körper hindurchgeschoben wird, die Räder der Trage, die ihren bewusstlosen Körper trägt, quietschen über die Krankenhausfliesen, während die Krankenschwestern und zwei Ärzte die Tra
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    ~ RAELIN ~Der Mond steht hoch am Himmel, von dünnen Wolken zerschnitten, während wir in Stille durch das Waldgelände fahren.Keine Scheinwerfer. Keine Worte. Nur die Vorsicht, unsere Rücken zu sichern, und das leise Zischen unserer Reifen über Blätter und Steine.Manchmal fühlt sich das Blut, das von meinem Herzen in meinen Kopf pumpt, an wie eine verzerrte Radiofrequenz in meinen Ohren, aber es macht mich nicht schwindlig. Nichts wird mich jetzt schwindlig machen, weil ich mich verdammt noch mal konzentrieren muss.Wir sind jetzt am Rand der Hölle. In der Nähe des Ortes, an dem Ryker sein grausames Geschäft betreibt.Und heute Nacht wird er nicht mehr am Leben sein, um morgen früh aufzuwachen.Unser Konvoi verlangsamt sich zu einem Kriechtempo, bevor er endgültig anhält. Cal tippt zweimal auf die Funkverbindung. Ich signalisiere den vollständigen Stopp.„Ab hier gehen wir zu Fuß weiter“, sage ich über den Funk. „Alle, Formation auflösen. Und bleibt sicher.“Nach dem Befehl öffnen un

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    ~ TANTE GAIA ~Dieser Teil des Krankenhauses ist mir zu still. Zu steril. Zu sauber. Als wolle er sich nicht an die junge Frau erinnern, die weiter den Flur hinunter kaum noch an ihrem Leben hängt.Hier im Krankenhaus fürchte ich, dass schlechte Dinge in der Nacht dazu neigen, mehr Flügel zu bekommen. Die Stille hier ist die Art, die sich in die Knochen bohrt. Die Art, die dich selbst den leisesten Fall einer Stecknadel hören lässt.Aber es ist, wie es ist. Zum Wohle der Patienten.Ich bleibe vor Laylas Zimmer stehen und starre die Tür an, als könnte sie sich von selbst öffnen. Als könnte sie dahinter stehen, die Arme verschränkt, die Lippen zu einem glücklichen Lächeln verzogen, das mich so sehr daran erinnert, wie seltsam wunderschön sie ist. Und stark.Aber nichts davon geschieht. Die Tür öffnet sich nicht von selbst.Seufzend stoße ich die Tür sanft auf.Da ist sie.Liegt auf diesem Bett.Sieht so still aus.Zu still.Diese Maschinen piepen immer noch und halten sie mit Schläuchen

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    ~ LAYLA ~Wo bin ich?Die Welt hier ist nicht schwarz. Sie ist nicht einmal Dunkelheit. Es ist wie eine seltsame Art von endlosem Licht, das sowohl blendend als auch weich ist, zu still und zu laut.Und ich schwimme darin, schwebe, als wäre ich in die tiefsten Teile eines verlassenen Sees getaucht.Ich weiß nicht, wo ich bin.Ich weiß nicht, ob ich am Leben bin.Aber ich höre ihn.Raelins Stimme.Es ist wie ein leiser Klang, der in meine Ohren flüstert. Er flüstert etwas, das ich nicht vollständig hören kann, nur dass es für mich bestimmt ist.‚Ich liebe dich.‘‚Ich liebe dich verdammt noch mal mit meinem ganzen Herzen und allem, was ich zu geben habe.‘Irgendwie spüre ich die Trauer in seiner Stimme. Wir sind Gefährten, und er klingt, als wären diese Worte der einzige Trost, an den er noch glaubt.Ich liebe ihn auch. Und—Warte, ich…. ich fühle, als würde ich immer tiefer und tiefer in diesen See sinken. Aber dann wischen heiße Blitze vertrauter Erinnerungen durch meine Augen.Die er

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    ~ RAELIN ~Am nächsten Morgen bin ich bereits wieder im Krankenhaus.Das erste Licht des Morgens ist aufgegangen, aber es bringt mir keinen Frieden, wo ich in der Ecke von Laylas Krankenzimmer sitze, nahe ihrem Bett.Sie zu beobachten, ist, als würden meine eigenen Augen ein Messer in mein Herz stoßen. Die Maschinen neben ihr murmeln stetig. Eine falsche Beruhigung. Jedes Piepen, jeder Atemzug und jede vergehende Sekunde ist nur eine Erinnerung daran, dass sie hier ist, aber nicht wirklich hier.„Bitte“, flüstere ich, greife nach ihrer Hand und halte sie in meinen, „wach auf.“Aber keine Antwort.Ich bin letzte Nacht direkt vom Waffenraum gekommen. Ich habe mich nicht einmal umgezogen. Ich habe nicht geschlafen. Ich konnte es nicht. Schlaf ist ein Luxus, den ich mir in diesen Tagen nicht leisten kann. Nicht mit Layla, die hier liegt, aussieht wie der Tod und gebrochen und so… so eingefroren.Ich kann nicht schlafen, wenn ich weiß, dass Ryker Lockhart irgendwo da draußen noch atmet und

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    ~ RAELIN ~Etwa eine Viertelstunde später kehre ich mit einer weiteren Portion Fleischburger für Erin zurück.Er hatte mehr verlangt, also war ich losgegangen, um dem kleinen Kerl seinen Wunsch zu erfüllen.Die Papiertüte in meiner Hand knittert leicht, als ich die Tür des Krankenzimmers öffne und Erin bereits zur Hälfte mit seinem ersten Burger fertig vorfinde. Die Soße ist wie braune Farbe über seine Wange verschmiert.Ich liebe es, dass er trotz allem, was passiert ist, so gut isst.Er blickt zu mir hoch, als ich vollständig eintrete und die Tür schließe. Ihn essen zu sehen, lässt mich erleichtert fühlen, dass er etwas weniger niedergeschlagen wirkt als zuvor.„Ich habe dir gesagt, dass ich am Verhungern war“, murmelt er mit vollem Mund und kaut weiter.„Du hast nicht gelogen“, schenke ich ihm ein warmes Lächeln und gebe ihm den Rest der Burger, bevor ich mich auf meinen einsamen Stuhl direkt neben Layla setze. Ich beobachte sie und schiebe den Stich hinter meinen Augen zurück.Ihr

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