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Kapitel 5

Penulis: Celeste
„Entschuldigung, ich wollte nicht stören.“ Er fuhr sich mit der Hand über die Nase: „Darf ich mal?“

Sebastian berührte seine Nasenspitze und wollte an den beiden vorbeigehen, als Valentina ihn plötzlich am Arm festhielt.

Sie drehte sich zu Adrian: „Du wolltest doch wissen, mit wem ich letzte Nacht zusammen war?“

„Na, mit ihm!“

Als sie das sagte, wechselte die Farbe in Adrians schmerzverzerrtem, kreidebleichem Gesicht.

Dann lachte er höhnisch und sagte zu Sebastian: „Herr Keller, tut mir leid. Valentina spielt nur Theater. Gehen Sie ruhig rein und trinken Sie etwas.“

Sebastian Keller war die absolute Spitze in diesen Kreisen. Nicht nur, weil das Familienunternehmen das mächtigste war.

Er selbst war auch unter den reichen Erben der Beste. Trotz seines jungen Alters hatte er bereits die Kontrolle über den Keller-Konzern. Deshalb behandelte ihn jeder mit großem Respekt, und selbst Witze machte man nur selten mit ihm.

Sebastian zog leicht eine Augenbraue hoch und ging.

Valentinas Hand zuckte. Sie starrte auf seinen Rücken und bereute es für einen Moment.

Immerhin hatten sie erst letzte Nacht miteinander geschlafen, und Sebastian ging einfach. Er wollte ihr nicht einmal diese Kleinigkeit helfen.

Im nächsten Moment hörte sie Adrian sagen: „Valentina, ich weiß, dass du mich ärgern willst. Aber zieh Herrn Keller nicht da rein. Mit ihm Ärger zu bekommen, wäre ein Problem.“

Als er das hörte, blieb Sebastian stehen. Der Mann drehte sich um und warf Adrian einen eisigen Blick zu.

„Wie bitte? Herr Berg meint also, ich sei furchterregend?“

Adrian stockte: „Nein, so… so meinte ich das nicht.“

Gerade als er sich erklären wollte, trat Sebastian vor und sah Valentina an: „Erledigt? Ich bringe dich nachher nach Hause.“

Valentina: „…“

„Gut“, sagte sie. „Wir können gleich gehen.“

Als Adrian das hörte, starrte er die beiden mit aufgerissenen Augen an. Sebastian war nicht der Typ, der sich in fremde Angelegenheiten mischte. Und jetzt wollte er Valentina nach Hause bringen?

Hatten die beiden wirklich etwas miteinander?

Adrians Gesicht wurde immer finsterer, besonders als er die beiden zusammen hinausgehen sah. Seine Miene verdüsterte sich vollends.

Aber er wagte es nicht, sich mit Sebastian anzulegen. Frustriert schlug er mit der Faust gegen die Wand.

Valentina folgte Sebastian nach draußen und sah einen schwarzen Maybach, der langsam vor ihr hielt. Der Fahrer stieg aus und öffnete Sebastian die Tür, doch dieser drehte sich zu Valentina: „Warum stehst du nur da? Steig ein.“

Valentina: „Hä?“

Sie hatte gedacht, Sebastian hätte das nur als Höflichkeitsfloskel gesagt. Doch Sebastian zog eine Augenbraue hoch: „Ich, Sebastian Keller, lüge nicht gern.“

Valentina machte ein bestätigendes Geräusch. Um nicht kleinlich zu wirken, stieg sie ein. Sonst sähe es aus, als hätte sie Angst vor diesem Mann.

Nachdem das Auto losgefahren war, nannte Valentina ihre Adresse.

Danach herrschte eine seltsame Stille im Wagen.

Nach einer Weile lachte Sebastian höhnisch: „Dein Name ist wirklich passend gewählt.“

Valentina drehte sich zu ihm: „???“

Dann begriff sie, dass Sebastian ihren Namen aufs Korn genommen hatte.

Valentina Sommer. Sommer-blind!?

Sie wollte widersprechen, aber Sebastian hatte mit seiner Anspielung recht.

Sebastian streckte seine schlanken Finger aus und lockerte seinen Hemdkragen. Mit einem kalten Lachen sagte er: „Du hast mich also gestern als Werkzeug benutzt?“

Valentina presste die Lippen zusammen. Sie fand Sebastians Frage wirklich absurd.

„Herr Keller meint etwa, er sei zu kurz gekommen?“ Sie war durchaus selbstbewusst, was ihr Aussehen und ihre Figur anging.

Doch kaum hatte sie das gesagt, verdüsterte sich Sebastians Miene. Er schwieg einen Moment lang, dann sagte er zum Fahrer: „Halt an.“

Der Fahrer gehorchte und brachte den Wagen zum Stehen. Valentina sah verwirrt aus: „Was ist denn?“

Sebastian befahl ihr: „Aussteigen!“

Valentina blickte aus dem Fenster, völlig ratlos. Eben war doch noch alles in Ordnung gewesen. Warum sollte sie jetzt aussteigen?

Und außerdem waren sie auf einer Hochstraße. Hier bekam man kein Taxi!

„Aussteigen!“, wiederholte Sebastian.

Valentina zögerte, stieg aber schließlich aus.

Hinter ihr ertönte Sebastians Stimme: „Ich hasse es am meisten, benutzt zu werden. Valentina, wir sind quitt!“

Damit ließ Sebastian den Fahrer losfahren und ließ Valentina allein zitternd am Straßenrand stehen: „Der spinnt doch!“

Sie verdrehte die Augen, überlegte kurz und rief dann Sophie an, teilte ihr ihren Standort mit und bat sie, sie abzuholen.

Sophie kam eine halbe Stunde später. Kaum saß Valentina im Auto, beschwerte sie sich: „Das Pech verfolgt mich. Sogar beim Wassertrinken bleiben mir die Zähne stecken.“

Sophie drehte sich zu ihr um: „Was ist denn passiert?“

Valentina seufzte und sah Sophie an: „Ach, ich habe wohl unseren Großkunden verärgert. Deine Europareise kannst du vergessen.“

In letzter Zeit stand sie wirklich unter einem schlechten Stern. Nichts lief nach Plan.

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