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Kapitel 4

Penulis: Celeste
Im Taxi trug sie noch Lippenstift auf, um ihrem blassen Gesicht etwas Farbe zu verleihen.

Eine halbe Stunde später hielt das Taxi vor dem „Velvet“.

In High Heels betrat sie den Club und öffnete die Tür zum Separee. Eine Gruppe von Männern und Frauen saß dort – die einen sangen, die anderen tranken.

Kaum hatte sie die Tür geöffnet, schlug ihr eine Mischung aus Zigarettenrauch, Alkohol und Parfüm entgegen. Sie musste husten und suchte mit den Augen nach Max.

Max sah sie nicht, dafür aber Adrian, der betrunken auf dem Sofa zusammensackte.

Er lag schief auf der Couch und kippte sich ein Glas nach dem anderen hinunter.

Valentina biss sich auf die Lippe und dachte: „Zum Kotzen.“

Sie wusste sofort, dass Max sie im Auftrag von Adrian hergelockt hatte. Sie war wütend.

Als sie sich umdrehen wollte, hatte Adrian sie bereits bemerkt.

Sein vorher glasiger Blick wurde plötzlich klar. In wenigen Schritten war er bei ihr und hielt sie fest: „Valentina, geh nicht. Lass uns reden.“

Valentina blieb kühl: „Wir haben nichts zu bereden.“

Sie versuchte, ihre Hand wegzuziehen. Allein seine Berührung widerte sie an.

Doch Adrian ließ nicht los: „Valentina, hör mir zu. Mit Lena ist es nicht so, wie du denkst. Sie hat mich verführt.“

„Genug.“ Valentina runzelte die Stirn und sah ihn an: „Wenn du es zugegeben hättest, hätte ich dich noch als Mann respektiert. Aber einer Frau die ganze Schuld zuschieben – was soll das?“

„Lena ist ein Miststück, aber du bist nicht besser!“ Am liebsten hätte Valentina die Augen verdreht.

Aber sie fand ihre Augen zu schön, um sie für so etwas zu verschwenden, also unterließ sie es.

Adrian war wie vor den Kopf gestoßen. Seit seiner Kindheit hatte er nie Demütigungen erlebt. Früher war es immer Valentina gewesen, die ihm hinterhergelaufen war.

Sein Selbstwertgefühl war entsprechend ausgeprägt. An diesem Punkt war seine Geduld erschöpft, und sein Gesichtsausdruck verdüsterte sich.

„Ich habe mich doch entschuldigt! Was willst du noch? Willst du wirklich die Verlobung lösen?“

„Valentina, hast du vergessen, wie sehr du mich angebettelt hast, damit ich mit dir zusammen bin?“

Valentina kochte vor Wut. Hätte er das nicht erwähnt, wäre es noch gegangen. Aber bei diesen Worten wurde ihr regelrecht schlecht, und sie würgte.

Adrian wurde wieder sanfter und trat vor, um sie zu stützen: „Valentina, was ist los? Geht es dir nicht gut?“

Valentina riss ihre Hand aus seiner: Ihr hübsches Gesicht war voller Abscheu. „Wenn du dich von mir fernhältst, geht es mir besser.“

„Erwähne die Vergangenheit nie wieder, denn allein der Gedanke daran widert mich an!“

Adrian wurde wirklich wütend: „Valentina, überspann den Bogen nicht!“

„Hast du etwa wirklich einen anderen Mann?“

Er packte erneut Valentinas Hand und seine Stimme wurde eisig: „Sag mir, wer dieser Mann ist!“

Valentina schnaubte und sah ihn kalt lächelnd an: „Was geht dich das an? Du musst dir nur merken: Ich, Valentina Sommer, habe dich verlassen!“

Adrian tat so, als hätte er nichts gehört. Was Valentina anging, konnte er seine Gefühle nicht genau benennen.

Liebe? Ja, da war Liebe.

Aber wer in diesen Kreisen war schon rein?

Sie, die reichen Erben, mussten sich keine Sorgen um ihren Lebensunterhalt machen. Also suchten sie sich Zeitvertreib, und Frauen waren dafür perfekt.

Lena hatte sich ihm an den Hals geworfen, nicht umgekehrt. Er hatte gedacht, bei Valentinas Zuneigung würde eine Entschuldigung reichen, um die Sache zu vergessen.

Doch er hatte nicht damit gerechnet, dass Valentina sich wirklich von ihm trennen wollte.

Er wollte sie heiraten. Schließlich hatte sie sich seit ihrem achtzehnten Geburtstag zu einer Schönheit entwickelt, der in ihren Kreisen niemand das Wasser reichen konnte.

Diese Mischung aus Unschuld und Verführung. Und dabei völlig auf ihn fixiert. Welcher Mann in ihren Kreisen beneidete ihn nicht um sein Glück?

Bei diesem Gedanken hielt er inne: „Wir haben so viel durchgemacht. Ich entschuldige mich aufrichtig bei dir, Valentina. Es tut mir leid.“

Während er sprach, drückte er sie gegen die Wand und wollte sie küssen.

Er dachte, bei seiner Nachgiebigkeit müsste Valentina sich doch beruhigt haben. Doch zu seiner Überraschung trat Valentina ihm direkt zwischen die Beine.

Der heftige Schmerz ließ Adrians Gesicht erst kreidebleich und dann dunkelrot anlaufen.

Valentina schnaubte: „Selbst schuld!“

Sie wollte gerade gehen, als sie sich umdrehte und gegen jemanden prallte.

Sie rieb sich die schmerzende Stirn und blickte auf – direkt in das unglaublich gut aussehende Gesicht des Mannes.

Sebastian sagte nichts. Nur seine sonst so kühlen Augen zeigten jetzt ein andeutungsweises Lächeln.

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