LOGINFrau Nagel möchte wissen, wie der Stand der Dinge ist, und verlangt von ihnen die Spendendose, um den Inhalt zu kontrollieren. Doch Michael hat das Ganze natürlich längst clever durchdacht: Er hat in der Dose ausschließlich die mickrigen zehn, fünf und ein Pfennigstücke gelassen – alles, was ab fünfzig Pfennig aufwärts war, haben die Jungs längst für sich behalten.Als Frau Nagel die Dose in die Hand nimmt, staunt sie nicht schlecht über das Gewicht, denn von außen betrachtet fühlt sich das Ding ordentlich voll an. Nach der Schule wird ihnen die Spendendose direkt wieder ausgehändigt, da sich ohnehin kein anderer Schüler darum reißen will. Und so landet die Dose wieder bei den beiden. Zwar ist sie nun im Grunde wieder leer und das Sammeln beginnt von vorn, aber Michael und Coast wissen sich schließlich zu helfen, sobald das Teil das nächste Mal wieder voll wird.Zurzeit könnte es für Coast eigentlich kaum besser laufen: Er zieht seinen Mofakurs durch, finanziert sich durch die Spenden
An einem sonnigen Wochentag, während die Klasse den Auftrag erhalten hat, eine Geschichte frei aus dem Kopf aufzuschreiben, spaziert Frau Nagel durch den Klassenraum und beobachtet die Schüler beim Schreiben. Hin und wieder geht sie zu den Tischen und schaut ihnen über die Schulter. Inzwischen hat Coast seine Garderobe darauf abgestimmt, wie ein erwachsener Jugendlicher herüberzukommen. In seinem Kleiderschrank häufen sich enge T-Shirts, die zum Ausgehen gedacht sind. Das Wetter draußen spielt wunderbar mit, sodass sich Coast erlauben kann, diese engen T-Shirts zusammen mit einer engen Jeans anzuziehen. So frisch und gestylt besucht er mittlerweile die Schule. Seine grüne Bomberjacke ist nach wie vor sein treuer Begleiter, verziert mit der griechischen Landesflagge auf dem rechten Oberarm. Heute trägt Coast ein graues V-Ausschnitt-T-Shirt, dazu seine blaue Levi's-Jeans und seine geliebten Boots.Während Frau Nagel das Klassenzimmer hoch und runter läuft, bleibt sie an Coasts Seite ste
Anfang April taucht Robert bei Coast zu Hause auf. Er trägt das Beste, was sein Kleiderschrank zu bieten hat. Dazu kommen eine Sonnenbrille und gestylte Haare. Er bittet Coast eindringlich, mit ihm in den Park zu gehen, um ein paar Gruppenfotos für ihre Rapgruppe zu machen. Es ist ihre einzige Möglichkeit, solche Aufnahmen zu bekommen, und deshalb lässt Robert nicht locker. Er bittet Coast so lange, bis dieser schließlich einwilligt.Zurzeit ist Coast mit seiner Schwester zu Hause. Das Wetter ist für einen Apriltag sonnig und angenehm. Also zieht auch Coast seine guten Sachen an, darunter die Boots aus Griechenland. Er setzt seine Sonnenbrille auf, stylt seine Haare und bittet seine Schwester, die Fotos im Heidepark zu schießen.Doch seine Schwester weigert sich. Sie möchte mit der ganzen Sache nichts zu tun haben. Da es aber anders nicht funktioniert und schließlich beide auf den Fotos zu sehen sein sollen, bleibt ihr keine andere Wahl.Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in den Pa
In der Schule werden plötzlich gute Neuigkeiten für Coast bekanntgegeben. Frau Nagel verkündet die Neuigkeit, dass im Mofa-Kurs wieder freie Plätze zu vergeben sind, da der erste Kurs für das erste Halbjahr zu Ende gegangen ist. Sofort meldet sich Coast für den Mofa-Kurs an – in der tiefen Hoffnung, dafür ausgewählt zu werden, denn schließlich hat nicht jeder das Glück, dranzukommen. Es wird ungefähr eine Woche dauern, bis Frau Nagel mit den Ergebnissen zurückkommt. Bis dahin bleibt ihm nichts anderes übrig, als einfach abzuwarten, wie sich die Sache entwickelt. In den letzten Monaten entwickeln Coast und Sven romantische Gefühle für zwei Schülerinnen aus der neunte Klasse. Während Sven gefasst und vernünftig damit umgehen kann, vertieft sich Coast völlig in seine Gefühle. Über Wochen hinweg versucht er, einen Liebesbrief auf die Beine zu stellen, damit Monika ihn lesen und vielleicht Interesse bekommen könnte, ihn näher kennenzulernen. Als er glaubt, damit fertig zu sein, will er si
Das Sammeln der Überraschungseier mit den Pinguinfiguren geht nur schleppend voran. Entweder stoßen Coast und Michael immer wieder auf dieselben Figuren, die sie bereits doppelt oder sogar dreifach besitzen, oder in den Überraschungseiern befinden sich andere Spielsachen. Dadurch wird es um einiges schwieriger, die Kollektion zu vervollständigen.Doch bekanntlich erreicht man seine Ziele, wenn man sich etwas fest vornimmt. Coast fehlen nur noch zwei Figuren, bis seine Sammlung vollständig ist. Michael hingegen zieht gerade seine letzte fehlende Figur aus einem Überraschungsei.Das lange Warten und das süße Vergnügen, die Schokolade zu verzehren, haben sich endlich gelohnt. Nun bleibt nur noch eine Frage: Wo finden sie jemanden, der solche Kollektionen ankauft, damit sie wenigstens ein bisschen Geld damit verdienen können?Einige Tage später wird Michael fündig. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg in den nächsten Bezirk, nach Wersten. Dort klingeln sie bei der Person, die solc
Als die Schule nach den Weihnachtsferien wieder beginnt, trifft sich Coast mit Michael, Mario und Michael Hädicke an der Kirche. Die Jungs haben noch die Reste der Feuerwerkskörper dabei, die sie am Vortag am Henkelkiosk besorgt haben: Böller, Knallfrösche und alles, was dazugehört.Gemeinsam spazieren sie zwischen der Geeststraße und der Kaldenberger Straße umher. Sobald sie ein geöffnetes Fenster entdecken, werfen sie irgendeinen kleinen Feuerwerkskörper hinein – sei es ein kleiner Böller, ein Knallfrosch oder etwas anderes. Anschließend suchen sie sofort das Weite, während die Bewohner schimpfend aus dem Fenster fluchen.Um nicht entdeckt zu werden, biegen sie in die Geeststraße ein und laufen den Weg entlang. Schließlich kommen sie an einigen Eigentumswohnungen vorbei.Da kommt Coast auf eine besonders dumme Idee: Er wirft einen Bodenwirbel in einen Briefkasten. Mario und die beiden Michaels halten lieber Abstand, während Coast sich schnell davonmacht, um die anderen wieder einzuh