Home / Mafia / Unheilige Ehe / Kapitel 91 – Der Maskenball

Share

Kapitel 91 – Der Maskenball

last update Petsa ng paglalathala: 2026-10-30 13:36:51

Eve

Die Maske besteht aus schwerem Goldfiligran in der Form eines Fuchses. Sie liegt kalt und starr an meinen Wangenknochen und verbirgt alles außer meinen Augen und meinem Mund.

Neben mir trägt Dominik eine schwarze Wolfsmaske, die seine obere Gesichtshälfte bedeckt. Seine blauen Augen wirken dadurch verblüffend hell. Wie Eissplitter im Dunkeln.

Er sieht furchterregend aus. Er sieht großartig aus.

Wir stehen oben auf der Marmortreppe und blicken in den großen Ballsaal des Pierre Hotels. Unter
Patuloy na basahin ang aklat na ito nang libre
I-scan ang code upang i-download ang App
Locked Chapter

Pinakabagong kabanata

  • Unheilige Ehe   Kapitel 94 – Die Abrechnung

    DominikMeine Hände zittern.Ich starre sie an und umklammere das Lederlenkrad des Maybach, bis meine Knöchel knochenweiß werden.Diese Hände haben Glocks gehalten. Kampfmesser. Die Kehlen von Männern, die doppelt so groß sind wie ich. Sie haben Todesurteile und Milliardenverträge unterschrieben, ohne zu zucken. Sind ruhig geblieben, während ich meine eigenen Wunden genäht habe.Aber heute Nacht zittern sie.Ein feines, kaum sichtbares Beben läuft durch die Muskeln meiner Unterarme. Verrät einen Schock, der mein ganzes System erfasst und den ich nicht mehr gespürt habe, seit ich als Kind am Sarg meiner Mutter stand.Enzo räumt den Tatort mit einem meiner Spezialteams auf. Er weiß, wie man Spuren beseitigt. Aber ich brauche etwas zu tun, also rufe ich ihn über die Kurzwahl an.„Die Aufnahmen“, sage ich, als er abnimmt. Meine Stimme klingt fremd. Sie schrammt wie Kies durch meine Kehle. „Die Hotelserver.“„Schon erledigt, Boss“, erwidert Enzo. „Ich habe einen Hacker vor Ort. Die Aufnahm

  • Unheilige Ehe   Kapitel 93 – Blutrotes Schweigen

    EveBlut ist warm.Nicht kalt wie Wasser oder klebrig wie Sirup. Es ist warm und dick und irgendwie lebendig.Larry Weeks ist nicht würdevoll gestorben. Er hat gegurgelt. Sich gewunden. Nach der Luft gegriffen, als könnte er sich vom Abgrund zurückziehen. Aber jetzt ist er endlich still.Er liegt zusammengesunken an den Beinen eines zusammengeklappten Banketttischs. Sein Kopf hängt in einem unnatürlichen Winkel. Seine Augen stehen weit offen und starren mit dauerhafter, eingefrorener Überraschung auf die Leuchtstoffröhre über ihm.Meine goldene Haarnadel steckt tief in seiner Kehle. Der filigrane Kopf fängt das Licht. Ein Funkeln teuren Schmucks zwischen all dem Blut.Ich mag diese Haarnadel wirklich. Wahrscheinlich darf ich sie aber nicht behalten. Sie ist ein Beweisstück. Dominik wird sie zusammen mit der Leiche entsorgen wollen. Für den Fall, dass irgendwelche Spuren daran haften. Etwas, das zu mir zurückführen würde.Ich starre Larry weiter an. Warte auf den Schrei. Darauf, dass d

  • Unheilige Ehe   Kapitel 92 – Gold und Knochen

    EveDie Tür fällt zu und schneidet die Musik ab. Das Licht. Die Sicherheit der Welt draußen.Wir sind in einem Dienstgang. Er ist schmal und riecht nach industriellem Bodenwachs und altem Staub. Schwache Notlichter werfen lange, skelettartige Schatten auf die Betonwände und verwandeln den Flur in einen Tunnel aus grauen Rippen.Weeks hält nicht an. Er schleift mich weiter, meine Absätze rutschen über die Fliesen. Nach dem Schlag dreht sich mein Kopf noch immer. Hinter meinen Augen pocht ein Übelkeit erregender Schmerz wie ein zweiter Herzschlag. Ich versuche, mich an der Wand festzuhalten. Meine Nägel kratzen über die Farbe, aber meine Finger rutschen ab.„Lassen Sie mich los!“, keuche ich. Meine Stimme ist schwer und klingt selbst in meinen Ohren fremd.„Halt die Klappe“, keucht Weeks. Die manische Energie aus Adrenalin und Alkohol macht ihn stark. „Halt einfach die Klappe und geh, du arrogante Schlampe.“Er stößt mich durch eine weitere Tür in einen Lagerraum. Einen Moment ist es st

  • Unheilige Ehe   Kapitel 91 – Der Maskenball

    EveDie Maske besteht aus schwerem Goldfiligran in der Form eines Fuchses. Sie liegt kalt und starr an meinen Wangenknochen und verbirgt alles außer meinen Augen und meinem Mund.Neben mir trägt Dominik eine schwarze Wolfsmaske, die seine obere Gesichtshälfte bedeckt. Seine blauen Augen wirken dadurch verblüffend hell. Wie Eissplitter im Dunkeln.Er sieht furchterregend aus. Er sieht großartig aus.Wir stehen oben auf der Marmortreppe und blicken in den großen Ballsaal des Pierre Hotels. Unter uns dreht sich ein Meer aus Seide, Samt und Diamanten zu den Klängen eines Liveorchesters.Ein Maskenball für die Elite der Stadt. Ein Spielplatz für Milliardäre, Politiker und die Raubtiere, die sich von ihnen ernähren.Dominiks Hand liegt auf meinem unteren Rücken. Keine beiläufige Berührung. Seine Finger sind weit gespreizt, die Hitze seiner Handfläche brennt durch die schwarze Seide meines Abendkleids.„Du siehst heute Abend gefährlich aus“, murmelt er so leise, dass nur ich ihn über das Ans

  • Unheilige Ehe   Kapitel 90 – Der Waffenstillstand

    EveDie Nachtluft ist schwül. Über dem Hudson braut sich ein Gewitter zusammen. Schwere violette Wolken liegen wie blaue Flecken über der Skyline, aber noch hat es nicht angefangen. Es hängt dort, schwebend und erstickend. Ähnlich wie die Stimmung in diesem Haus seit drei Wochen.Es ist weit nach Mitternacht. Ich sitze auf der Terrasse unserer Suite und trinke Dominiks teuren Whisky. Einen dreißigjährigen Single Malt, der nach Rauch und Torf schmeckt.Ein schöner, frischer Weißwein würde nicht zu meiner momentanen Stimmung passen. Als ich mir den Whisky genommen habe, habe ich auch kurz über eine Zigarre nachgedacht. Aber meine Lunge hat mich ermahnt, es mit der Dramatik nicht zu übertreiben.Hier zu sitzen und wie ein Schulkind bei seiner ersten Zigarette zu husten, würde nämlich auch nicht zu meiner momentanen Stimmung passen.Die Stadt unter mir ist ein Raster aus elektrischer Nervosität. Aber hier oben ist es still genug, dass ich die Eiswürfel in meinem Glas klirren höre.Hinter

  • Unheilige Ehe   Kapitel 89 – Der Geburtstag

    DominikUm sechs Uhr morgens hat die Kalenderbenachrichtigung auf meinem Handy aufgeleuchtet. Ich habe sie weggewischt, ohne hinzusehen.Ich brauchte keine Erinnerung. Ich kenne ihr Geburtsdatum besser als mein eigenes. Kenne den genauen Moment, in dem sie auf die Welt gekommen ist, um mein unvermeidliches Kopfzerbrechen zu werden.Ich habe sie den ganzen Tag beobachtet.Als wir zum Tower gefahren sind. Als sie vor dem Mittagessen einen Stadtrat terrorisiert hat. Als sie heute Abend durch die Haustür gekommen ist, den Rücken so steif, dass er brechen könnte, das Kinn hoch erhoben.Sie glaubt, ich hätte es vergessen. Die meisten Ehefrauen würden es erwähnen. Andeutungen machen. Mit leidenden Seufzern nachhelfen.Meine tut nichts davon. Sie benimmt sich, als wäre heute nur ein weiterer Dienstag im Fegefeuer. Sie weigert sich, mir die Genugtuung zu geben, von ihrer Enttäuschung zu erfahren. Sie hat ihre Erwartungen in einen Tresor gesperrt und den Schlüssel verschluckt.Ich warte am Fuß

Higit pang Kabanata
Galugarin at basahin ang magagandang nobela
Libreng basahin ang magagandang nobela sa GoodNovel app. I-download ang mga librong gusto mo at basahin kahit saan at anumang oras.
Libreng basahin ang mga aklat sa app
I-scan ang code para mabasa sa App
DMCA.com Protection Status