LOGINRosen sind rot. Seine Liebe fürchte ich. Er besitzt mich. Und meinen Körper ebenfalls. Daddys kleine Prinzessin, Mummys Liebling, aber das Spielzeug des Mafia-Lords. Er hat mich gekauft, mich beansprucht, mich zu seinem gemacht; Körper und Seele. Er hat mich befleckt. Ich bin jetzt auch seine Obsession. Ich gehöre ihm. Und er lässt mich das nie vergessen. Ich bin seine Gefangene, seine Medizin und sein Schmerz. Der Durst zu entkommen durchströmt mich wie ein Lauffeuer. Doch die Toxizität seiner Stimme, die sich in meinen Verstand eintätowiert hat, und seine Berührung, die sich in meine Seele eingeprägt hat, halten mich am Boden. Ich bin süchtig. Aber mit ihm war es etwas Dunkles und Verrücktes.
View More129Khalil eilte die Treppe hinunter, seine Schritte hallten durch den Flur.Seine Diener hatten ihm mitgeteilt, dass Jade auf ihn wartete.Er konnte seinen Augen kaum trauen, als er sie in seiner Eingangshalle stehen sah, zwei kleine Jungen an ihrer Seite.Für einen Moment dachte er, es sei ein Streich, doch die Blicke auf den Gesichtern seiner Diener sagten ihm etwas anderes.Sie wussten es besser, als ihm Streiche zu spielen, besonders wenn es um jemanden wie Jade ging.Während er die Treppe hinunterstieg, trafen sich Khalils und Jades Blicke, und sein Herz setzte einen Schlag aus.Sie sah anders aus und doch irgendwie gleich. Ihr Haar war anders frisiert, und ihre Augen wirkten müder, als er sie in Erinnerung hatte, doch der Funke darin war noch immer da.Die Jungen neben ihr waren das Ebenbild von Xavier, und Khalils Magen verkrampfte sich angesichts der Mischung aus widersprüchlichen Gefühlen.Einst hatte er geglaubt, sie wären seine Söhne. Er hatte um sie gekämpft, nur um herau
128Die kalte Metalltür knarrte, als Jade in das kleine, schwach beleuchtete Safehouse schlüpfte.Ihr Herz hämmerte bei jedem Schritt.Die Stille war erdrückend. Sie blickte noch einmal über ihre Schulter, nur um sicherzugehen, dass ihr niemand gefolgt war.Raquel stand am Fenster, die Arme verschränkt, ihr Profil von einem schmalen Streifen Tageslicht beleuchtet, der durch die Jalousien drang. Sie drehte sich nicht um.„Du hättest nicht hierherkommen sollen“, sagte Raquel leise.Jade schloss die Tür hinter sich und lehnte sich dagegen. „Xavier ist hinter dir her.“Raquel lachte trocken. „Das ist mir bewusst.“Er hatte sie in jener Nacht gesehen.In jener Nacht, in der sie Jade bei der Flucht geholfen hatte.„Er glaubt, dass du mir geholfen hast … Er wird dir das nicht verzeihen, Raquel.“„Das erwarte ich auch nicht.“Xavier würde für immer Xavier bleiben.Jade trat weiter in den Raum, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern. „Er hat die Jungs nicht. Er hat gelogen. Er hat geblufft … u
127Das Apartment war viel zu still.Jade saß am Rand des Bettes ihrer Söhne. Ihre Finger strichen leicht über einen kleinen Plüschbären, den sie in der Hektik jener Nacht zurückgelassen hatten.Der Raum roch noch immer nach ihnen, nach sauberer Baumwolle, Buntstiften und Sicherheit.Früher hatte dieser Geruch sie beruhigt. Jetzt erinnerte er sie nur daran, wie leer sich das Haus anfühlte.Ihr Herz befand sich im Krieg.Lag sie falsch damit, dass sie hatte fliehen wollen? Sollte sie härter kämpfen? Oder sollte sie einfach bleiben und mitspielen, bis sie einen sichereren Ausweg gefunden hatte?Er hatte die Jungs, und sie wollte sie zurück.Ohne ihn in ihrem Leben.Tränen stiegen ihr in die Augen, doch sie blinzelte sie weg.Nein.Sie würde nicht wieder zerbrechen.Sie hatte bereits ihre Kündigung eingereicht. Jede Brücke hinter sich abgebrochen.Sie war bereit zu verschwinden, ihre Jungs mitzunehmen und an einen Ort zu gehen, an dem Xavier sie niemals finden würde.Irgendwohin, wo es r
126Jade blieb an der Schwelle zu Xaviers Büro stehen. Die polierten Doppeltüren aus Mahagoni sahen aus wie die Tore zu einem Schloss.Sie schluckte schwer und versuchte, das Zittern in ihren Gliedern zu beruhigen.Der Raum dahinter war in warmes Licht getaucht. Dicke Teppiche, schwere Vorhänge, mit alten Porträts geschmückte Wände und der imposante Schreibtisch in der Mitte verliehen dem Raum eine einschüchternde Atmosphäre.Dieser Ort hatte einst ihr gehört.Jetzt gehörte er ihm.Sie trat ein, ihre Schuhe glitten lautlos über den Teppich.Ihr Blick wanderte durch den Raum und prägte sich jeden Winkel ein, den Ort, den sie zurückzulassen versucht hatte, den Thron, auf dem er nun saß.Jedes vertraute Detail schmerzte. Die Ledersessel. Die Bücherregale. Der Schreibtisch, an dem unzählige Entscheidungen getroffen worden waren.Ihr Hals fühlte sich eng an.Sie war wieder hier.Xavier saß hinter dem Schreibtisch, die Hände gefaltet, sein Gesicht ruhig.Zu ruhig.Er blickte auf und ihre Bl
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