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07

last update publish date: 2026-09-28 07:46:43

Kapitel 7

Maxims Augen leuchteten erwartungsvoll auf, doch die Enttäuschung ersetzte diesen Schimmer sofort, als er den Namen des Anrufers auf dem Display sah.

Es war Kiley. Sobald er abnahm, hörte er ihre Stimme, in der ein Lächeln mitschwang.

Sie sagte: „Maxim, der Geburtstag meines Großvaters steht bevor, und meine Eltern haben mich beauftragt, die Einladungen zu verteilen. Hast du später Zeit? Ich komme an der Yoder-Gruppe vorbei und kann dir deine vorbeibringen. Wir könnten zusammen zu Mittag essen. Was meinst du?"

Maxim antwortete gleichgültig: „In Ordnung."

„Gut. Bis später."

Nach dem Auflegen fühlte er sich noch gereizter und missmutiger. Er konnte sich unmöglich auf die Unterlagen in seinen Händen konzentrieren.

Zu seiner Überraschung war Briana diesmal völlig unnachgiebig und lehnte jeden Kontakt mit ihm ab.

Plötzlich klopfte jemand an die Tür.

Rayan trat mit einer Mappe ein, mit ernster Miene.

„Herr Yoder, ich habe gerade erfahren, dass die Grundstücke im Osten der Stadt bereits versteigert wurden!"

Maxims Gesichtsausdruck verhärtete sich sofort.

„Sag dem Projektleiter und den Aktionären Bescheid: Besprechung in fünf Minuten."

Als Kiley ankam, war Maxim noch in der Besprechung. Rayan empfing sie.

„Frau Schneider, Herr Yoder hat gerade eine Besprechung begonnen. Er hat mich gebeten, Sie in der Zwischenzeit in sein Büro zu bringen."

Sie lächelte sanft.

„Danke."

Rayan führte Kiley in Maxims Büro, bat sie, ihm Bescheid zu geben, wenn sie etwas brauche, und ging dann.

Allein im Büro ging Kiley zu Maxims Schreibtisch. Sie wollte gerade die goldene Einladung dort ablegen, als sie eine rote Schachtel bemerkte.

Sie zögerte.

Sie sah aus wie ein Schmucketui. Da ihr eigener Geburtstag bevorstand, fragte sie sich, ob Maxim eine Überraschung für sie vorbereitet hatte.

Nach kurzem Zögern nahm sie sie in die Hand.

Sie musste ohnehin für sie sein.

Sie öffnete die Schachtel.

Darin ruhte eine Halskette, dieselbe, die Maxim bei der Auktion in Setherville ersteigert hatte.

Als sie ihn gefragt hatte, für wen sie bestimmt sei, hatte er nichts geantwortet. Jetzt war sie überzeugt, dass er sie überraschen wollte.

Eine sanfte Wärme durchströmte sie. Sie schloss die Schachtel und stellte sie zurück.

Maxim kehrte eine Stunde später von der Besprechung zurück.

Als er Kiley sah, huschte ein entschuldigender Ausdruck über sein Gesicht. „Es gab eine kurzfristige Besprechung."

Kiley stand mit einem sanften Lächeln auf und sagte zärtlich: „Schon gut. Ich verstehe. Ich habe das Mittagessen bestellt, es müsste bald hier sein."

„In Ordnung."

„Übrigens, ich habe die Einladung auf deinen Schreibtisch gelegt. Der Geburtstag meines Großvaters ist nächsten Samstag. Hast du Zeit zu kommen?"

Maxim runzelte die Stirn. „Ich muss in den nächsten Tagen auf Geschäftsreise, und vielleicht schaffe ich es bis Samstag nicht zurück. Ich werde es versuchen."

„Gut. Übrigens, hast du in letzter Zeit etwas von meiner Schwester gehört? Ich habe sie angerufen, aber es ist immer besetzt. Weißt du, wo sie jetzt ist?"

Bei der Erwähnung von Briana runzelte Maxim die Stirn, und seine Stimme wurde etwas kühl. „Was willst du von ihr?"

Kiley presste die Lippen zusammen und wirkte besorgt. „Du weißt, dass das Verhältnis zwischen meiner Schwester und der Familie nicht so gut ist. Sie wurde mit sechzehn in die Familie zurückgeholt und hatte danach das Gefühl, meine Eltern seien parteiisch. Vor einiger Zeit hatte sie Streit mit ihnen. Nächsten Samstag ist Großvaters Geburtstag, deshalb möchte ich sie bitten zurückzukommen, damit sie die Spannungen mit ihnen abbauen kann."

Nach einigen Sekunden des Schweigens sagte Maxim kalt: „Ich werde mit ihr darüber sprechen."

Als Kiley sah, dass Maxim zögerte, darüber zu sprechen, hakte sie nicht weiter nach. Sie wechselte das Thema und sprach über etwas anderes.

***

Kaum hatte Briana den Plan fertiggestellt, erhielt sie einen Anruf von ihrem Vater Zane.

„Nächsten Samstag ist der Geburtstag deines Großvaters. Komm zurück!"

Briana presste die Lippen zusammen und sagte mit kalter Stimme: „Ich habe vor Kurzem eine Stelle gefunden. Ich bin vielleicht sehr beschäftigt und habe möglicherweise keine Zeit."

Als sie geendet hatte, hörte sie Zanes wütende Stimme. „Was ist wichtiger als der Geburtstag deines Großvaters? Es ist mir egal. Du musst nächsten Samstag dort erscheinen. Am besten kommst du mit Maxim!"

Die Lage der Familie Schneider hatte sich verändert. Vor einem Monat hatte Desmond Zane gesagt, Maxim müsse auf seiner Geburtstagsfeier erscheinen, damit die anderen eingeschüchtert wären und es nicht wagten, gegen die Familie Schneider zu intrigieren.

Briana dachte darüber nach. Sie fand, dass sie ihnen tatsächlich von Angesicht zu Angesicht sagen sollte, dass sie und Maxim sich scheiden lassen würden, denn sie wollte in Zukunft keine zusätzlichen Probleme.

„Verstanden. Ich werde versuchen, mir dafür Zeit zu nehmen."

Briana legte auf, ohne etwas weiter zu sagen.

Mallory war mit dem Verhalten ihres Mannes Zane etwas unzufrieden und runzelte die Stirn. „Du hast Kiley schon gebeten, Maxim die Einladung zu überbringen. Warum hast du dann Briana gebeten, mit ihm zu sprechen?"

Mallory fiel es schwer, Briana zu mögen, das Mädchen, das nicht von klein auf bei ihr aufgewachsen war, obwohl Briana Kiley sehr ähnlich sah.

Damals, kurz nachdem sie Briana und Kiley zur Welt gebracht hatte, war eine Freundin der Familie, der die Schneiders voll vertrauten, plötzlich an der Tür erschienen und hatte gesagt, Briana in der Nähe zu behalten, würde die Familie ruinieren.

Nach reiflicher Überlegung beschloss die Familie Schneider, Briana vor dem Eingang eines Kinderheims zurückzulassen.

Unerwartet erkrankte Kiley mit sechzehn schwer, und keiner aus der Familie Schneider hatte die passende Blutgruppe, also mussten sie Briana zurückholen.

Briana und Kiley waren Zwillinge und daher genetisch ähnlich. Die Übereinstimmung wurde bestätigt, und Briana spendete Kiley Knochenmark. So blieb Briana bei der Familie Schneider.

Dennoch fielen ihnen jedes Mal, wenn sie Briana sahen, die Worte ihrer damaligen Freundin wieder ein, was sie stets reizte, weshalb sie Briana immer kühl behandelt hatten.

Mallory war die Kälteste von allen. Als sie erfahren hatte, dass Briana von einer Bauernfamilie in einer abgelegenen Gegend adoptiert worden war, hatte sie gedacht, Briana sei nichts weiter als ein ungehobeltes Mädchen vom Land. Jedes Mal, wenn Briana neben Kiley stand, dem Mädchen, das sie seit über einem Jahrzehnt vergötterte, fühlte sie sich unwohl.

Später stellte sich Briana immer gegen sie, und ihre Gespräche endeten stets nach einer Minute. Ihr Verhältnis verschlechterte sich immer mehr.

Und jetzt konnte Mallory den Ekel in ihren Augen nicht einmal mehr verbergen, sobald sie Brianas Namen hörte.

Zane warf ihr einen Blick zu und sagte kalt: „Vergiss nicht, dass Briana Maxims Frau ist."

Mallory lachte höhnisch: „Wenn Kiley nicht ins Ausland gegangen wäre, hätte sie dann nicht die Chance gehabt, Maxim zu heiraten? Jetzt, wo Kiley zurück ist und Maxim Briana nicht liebt, sage ich, sie sollten sich so bald wie möglich scheiden lassen, damit Maxim Kiley heiraten kann. Das wäre das Beste für alle."

Als Zane ihre Worte hörte, runzelte er die Stirn und begann unwillkürlich nachzudenken.

Jedes Mal, wenn er Briana anrief und ihr nahelegte, mit Maxim zu sprechen, damit dieser der Familie Schneider unter die Arme greifen könne, lehnte Briana ab, was ihn sehr verärgerte.

Briana und Maxim waren seit drei Jahren verheiratet und hatten immer noch keine Kinder. Wenn Maxim sich von Briana scheiden ließe und Kiley heiratete, würde das der Familie Schneider nur nützen.

Doch Zane war sehr vorsichtig. Er würde nichts unternehmen, bevor er wusste, was Maxim dachte.

„Lass es vorerst gut sein. Ich warne dich. Sag vor Briana nichts, bevor ich es erlaube. Sonst, wenn das größere Kreise zieht, lasse ich dich nicht davonkommen!"

Mallorys Miene änderte sich, dann sagte sie ungeduldig: „Na gut. Sie werden sich früher oder später sowieso scheiden lassen. Ich habe keine Lust, die Böse zu spielen!"

Nachdem er eine Weile geschwiegen hatte, sagte Zane leise: „Sei manchmal nett zu Briana. Immerhin sind wir ihr etwas schuldig."

In Mallorys Augen blitzte Abscheu auf, und sie sagte kalt: „Du kannst so gut zu ihr sein, wie du willst. Zieh mich da nicht hinein. Kiley ist meine einzige Tochter! Und vergiss nicht, was unsere Freundin damals gesagt hat ..."

„Mallory!"

Zane unterbrach sie kalt, wütend: „Ich will das nicht mehr hören, sonst gibt es Konsequenzen!"

Mallorys Gesicht erbleichte unter Zanes Rüge. Sie kam erst wieder zu sich, nachdem der zornige Zane gegangen war.

Sie war immer noch aufgewühlt und hasste Briana noch mehr. Sie dachte, ohne Briana wäre nichts von alledem geschehen.

Nachdem sie am Abend mit der Arbeit fertig war, wollte Briana gerade gehen, als Melody herbeistürmte.

„Was hast du heute Abend vor, Briana?"

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