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KAPITEL 16: DIE SAMTFALLE

Autor: IceWitch
last update Fecha de publicación: 2026-09-17 05:05:45

POV: Winnie Voss

Das Schloss der schweren Eichentür war mit einem endgültigen, mechanischen Schnappen eingerastet und hatte uns im schwach beleuchteten Arbeitszimmer von dem Getöse der zweihundert Gala-Gäste abgeschottet.

Mein Herz hämmerte gegen die Rippen, ein unregelmäßiger, hektischer Puls, der durch jeden Zentimeter meines Körpers vibrierte. Ich war gefangen zwischen dem Rand von Alaric Veyrons Mahagonischreibtisch und der massiven, überragenden Gestalt des Mannes selbst.

Er war so breit, dass er das schwache Licht, das vom Steinkamin flackerte, beinahe verdunkelte. Er roch nach gereiftem Scotch, Zedernholz, teurem Tabak und reiner, souveräner Dominanz. Das weiße Seidentaschentuch, mit dem er Caius’ verschmierten Lippenstift abgewischt hatte, lag verworfen auf dem dunklen Holz hinter mir.

„Sag mir jetzt“, wiederholte Alaric, die Stimme sank in einen tiefen, kiesigen Bariton, der direkt durch die schwere smaragdgrüne Seide über meiner Brust vibrierte. „Welchen Veyron-Mann wirst du heute Nacht besitzen lassen?“

Ich schluckte hart, versuchte das Kinn hochzuhalten, versuchte mich an die kühle, unantastbare professionelle Rüstung zu klammern, die ich über sieben lange Jahre aufgebaut hatte. Doch seinen dunklen, schweren haselnussbraunen Blick zu halten, war wie direkt in einen Ofen zu starren.

„Ich gehöre keinem Veyron-Mann, Mr. Veyron“, erwiderte ich, die Stimme zitterte leicht trotz meiner besten Bemühungen. „Ich bin hier als Ihre Lead-Analystin. Das Corporate-Protokoll…“

„Scheiß auf das Corporate-Protokoll, Elowen“, unterbrach er glatt, der Ton durchzogen von absoluter, dunkler Überzeugung.

Er schrie nicht. Er verlor nicht die Beherrschung. Alaric Veyron beherrschte Räume mit einer stillen, tödlichen Autorität, die Veteranen-Executives schwitzen ließ, und gerade jetzt war dieser gesamte unnachgiebige Fokus auf mich gerichtet.

Er griff aus, die breite, schwielige Hand bewegte sich mit langsamer, absichtlicher Präzision. Seine dicken Finger hakten sich um die dünnen Gestelle meiner schwarzen Brille. Langsam, sanft zog er sie von meinem Gesicht und legte sie auf den polierten Schreibtisch neben uns.

Ohne meine Brille weichten die scharfen Kanten des Raumes auf und ließen nur die dunklen, intensiven Konturen seines Gesichts und das brennende Haselnussbraun seiner Augen übrig.

„Du siehst Caius mit sieben Jahren ungelöster Geister in den Augen an“, murmelte Alaric, die Stimme weichte in ein gefährliches, intimes Schnurren. Er trat noch näher, die breite Brust drückte leicht gegen die großzügige Wölbung meiner Brust und presste mich flach gegen den Rand des Mahagonischreibtisches. „Er war ein dummer, feiger Junge, der nicht wusste, was er mit einer Frau deines Kalibers anfangen sollte. Er hat dich versteckt. Er hat seine Mutter einen Keil in deinen Geist treiben lassen. Und du trägst immer noch das Gewicht dieser Beleidigung.“

„Es war nicht nur eine Beleidigung“, atmete ich aus, die Hände kamen instinktiv hoch und legten sich auf seine Brust. Die schwere Wolle seiner maßgeschneiderten Anzugsjacke war warm, der breite Muskel darunter steinhart. „Er hat mich gebrochen, Alaric. Er hat seine Freunde mich wie ein ungewolltes Geheimnis behandeln lassen.“

„Und trotzdem hast du dich von ihm gegen das Terrassengeländer pressen lassen“, konterte Alaric leise, die breite Hand legte sich an die Seite meines Halses. Sein Daumen strich über die empfindliche Haut direkt unter meinem Ohr und schickte einen plötzlichen, elektrischen Schauer geradewegs meinen Rücken hinunter. „Du hast ihn diese üppigen, wunderschönen Lippen kosten lassen. Warum?“

Ich öffnete den Mund, um zu antworten, um mich zu verteidigen, doch die Worte blieben in der Kehle stecken.

War es anhaltender Schmerz? War es der plötzliche, berauschende Schock, den arroganten Golden-Boy-Kapitän auf den Knien zu sehen, wie er um meine Vergebung bettelte? Oder war es die chaotische, überwältigende Realität, Vater und Sohn ihre zivilisierten Welten zerreißen zu sehen, nur um meinen Atem zu fangen?

„Ich weiß es nicht“, gab ich leise zu und blickte in seine dunklen Augen. „Alles bewegt sich zu schnell.“

„Dann lass mich es für dich verlangsamen“, flüsterte Alaric.

Seine Hand verschob sich vom Hals, glitt über meine nackte Schulter, die schwielige Handfläche warm gegen meine Haut. Er beugte sich langsam vor – gab mir jede Gelegenheit, mich zurückzuziehen, zur Seite zu treten, ihn wegzustoßen.

Ich bewegte mich nicht. Ich konnte mich nicht bewegen.

Als seine Lippen schließlich die meinen berührten, war es nicht die verzweifelte, hektische Kollision, die ich mit Caius auf der Terrasse geteilt hatte.

Es war ein Meisterkurs in absoluter Kontrolle.

Alaric nahm meinen Mund mit einer langsamen, schweren Autorität, die mir vollständig die Luft aus den Lungen raubte. Seine Lippen waren fest, warm und absichtlich, pressten gegen meine mit einer besitzergreifenden Hitze, die totale Hingabe forderte. Er eilte nicht. Er kartierte die volle, üppige Linie meiner Lippen, sein dunkler, maskuliner Duft umhüllte mich, bis ich mich vollständig von ihm verschlungen fühlte.

Ein leises, hilfloses Wimmern entwich meiner Kehle.

In dem Moment, als der Laut meinen Lippen entwich, knurrte Alaric leise in meinen Mund. Seine linke Hand glitt zu meiner Taille, die langen Finger verankerten sich in der weichen, vollen Kurve meiner Hüfte durch die smaragdgrüne Seide. Mit einem einzigen, mühelosen Heben hob er mich hoch und setzte mich zurück auf den hohen Rand des Mahagonischreibtisches.

Meine Absätze baumelten vom Holz, als er zwischen meine Knie trat, sein massiver Körper passte sich vollständig in die Wiege meiner Schenkel. Der Schlitz des smaragdgrünen Kleides öffnete sich, enthüllte mein linkes Bein, und seine breite Hand glitt meinen nackten Oberschenkel hinauf, die schwielige Handfläche brennend heiß gegen meine Haut.

„Alaric…“, keuchte ich gegen seine Lippen, als er den Kuss nur einen Bruchteil eines Zolls unterbrach, der schwere Atem fächerte über meine geröteten Wangen.

„Ich bin kein Junge, Elowen“, knurrte er tief in der Kehle, die dunkel-haselnussbraunen Augen brannten in meine mit einer stillen, erschreckenden Intensität. „Ich verstecke nicht, was ich will. Ich entschuldige mich nicht für meinen Appetit. Ich habe drei Wochen zugesehen, wie du mit diesem erschreckenden, brillanten Verstand Kreise um meine Boardrooms gezogen hast, und versucht, mich selbst davon zu überzeugen, dass ich nur von deinen Statistiken beeindruckt bin.“

Seine Hand spannte sich an meinem Oberschenkel an und zog meine Hüften bündig gegen die Vorderseite seiner Hose. Ich spürte die dicke, schwere Erhebung seiner Erregung, die hart gegen meinen Kern durch unsere Kleidung drückte und eine weißglühende Welle flüssiger Hitze zwischen meine Beine sandte.

„Ich bin gründlich, gewaltsam außer mir wegen dir“, gestand Alaric, der Daumen zeichnete die geschwollene, feuchte Linie meiner Unterlippe nach, wo er Caius’ Markierung abgewischt hatte. „Dein Verstand gebietet meinen Respekt. Aber dieser Körper…“

Er ließ die Hand vom Oberschenkel hinaufgleiten, die Handfläche strich über die weiche Wölbung meines Bauches und kam direkt unter dem strukturierten, tiefen Korsett zur Ruhe, das meine Brust hielt. Seine Finger drückten fest in mein Fleisch und verehrten die volle, üppige Realität meiner Form.

„Dieser Körper wurde für einen König gemacht“, murmelte er, der Mund glitt meine Kieferlinie hinunter und presste einen schweren, verweilenden Kuss auf den pochenden Puls an meinem Hals. „Nicht für einen Jungen, der sich hinter dem Schatten seiner Mutter versteckt.“

Ich wölbte den Rücken in seine Berührung, die Finger verhedderten sich in dem dichten, silberdurchzogenen Haar am Nacken. Der schiere Kontrast seiner befehlenden Reife, seiner absoluten Gewissheit und der unnachgiebigen Verehrung, die er meinem Körper entgegenbrachte, riss durch jede Unsicherheit, die ich sieben lange Jahre gehegt hatte.

Caius hatte mich klein fühlen lassen. Alaric ließ mich souverän fühlen.

„Du bist ein gefährlicher Mann, Mr. Veyron“, flüsterte ich, die Stimme dick vor Hitze, die Brust hob und senkte sich gegen seine Taille.

Ein dunkles, langsames Grinsen berührte seine Lippen, als er sich gerade weit genug zurückzog, um mich anzusehen, die Hand blieb fest auf meinem nackten Oberschenkel gepflanzt, besitzergreifend und unnachgiebig.

„Ich bin der Mann, der dir alles geben wird, was du verdienst, Analyst Voss“, erwiderte Alaric, nahm meine Brille vom Schreibtisch und schob sie sorgfältig wieder auf mein Gesicht, die Finger verweilten an meiner Wange. „Jetzt lass uns dein Kleid richten. Wir haben einen Ballsaal zu erobern.“

 

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