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Kapitel Einhundertfünfundsiebzig:

Author: PEARL_BLESIE
last update Petsa ng paglalathala: 2026-10-24 22:48:38

Darians Perspektive

Der zweite Wächter bewegte sich, bevor ich verstand, was geschah.

Einen Moment stand er starr nahe dem zerschmetterten Tor, Schwert noch gescheidet, derselbe stille, unauffällige Mann, der drei Stunden neben uns geritten war, ohne mehr als ein Dutzend Worte zu sagen. Im nächsten war er in der Luft, warf seinen Körper seitwärts in den Pfad einer schwarzen Ranke, die aus dem Riss auf mich zupeitschte, und das Geräusch, das es machte, als sie ihn traf, war ein Geräusch, das ich
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    Rowans PerspektiveRowan hat Männern Befehle gegeben, die sie in den Tod schickten. Er hat Dokumente unterschrieben, die das Vermächtnis seiner eigenen Familie vor dreihundert Zeugen beendeten. Er hat Kinder ausgeliefert, die aus Feindeshänden gestohlen wurden, Urteile verkündet, und sich selbst in Gefahren geliefert, für deren Überleben es keine Garantie gab.Er hat noch nie ein Kind mit bloßen Händen auf die Welt gebracht, während die Welt selbst versuchte, um sie herum auseinanderzubrechen.„Rowan", Elyras Stimme reißt durch das Chaos, roh, gedehnt dünn zwischen Schmerz und etwas, das näher an Schrecken liegt. Über ihnen stöhnt die Decke des eingestürzten Korridors, ein langer Bruch spinnwebt sich weiter durch Stein, der nie dafür gedacht war, das Gewicht von was auch immer zu tragen, das sich zwei Stockwerke tiefer vom Abzweig nährt.„Ich bin hier." Er lässt sich neben ihr auf die Knie fallen, Hände bewegen sich bereits, bevor sein Verstand aufgeholt hat, was sie tun. „Ich gehe ni

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    Darians PerspektiveDer zweite Wächter bewegte sich, bevor ich verstand, was geschah.Einen Moment stand er starr nahe dem zerschmetterten Tor, Schwert noch gescheidet, derselbe stille, unauffällige Mann, der drei Stunden neben uns geritten war, ohne mehr als ein Dutzend Worte zu sagen. Im nächsten war er in der Luft, warf seinen Körper seitwärts in den Pfad einer schwarzen Ranke, die aus dem Riss auf mich zupeitschte, und das Geräusch, das es machte, als sie ihn traf, war ein Geräusch, das ich nie vergessen würde.Ein Knacken, dann Stille. Frost raste seine Brust hinauf in dem Moment, als die Ranke Kontakt herstellte, breitete sich schneller aus, als sich Eis je über lebendiges Fleisch ausbreiten sollte, und sein Gesicht wandte sich immer noch mir zu, hielt die Warnung, die er hatte rufen wollen, noch immer in der Stille fest, während grauer Stein von innen durch seine Haut kroch.Er schrie nicht. Es blieb ihm keine Zeit zu schreien.Als er den Boden traf, war er kein Mann mehr. Er w

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    Elyras PerspektiveIrgendwo jenseits der Kälte, die sich durch meine Brust fraß, streifte eine kleine Stimme meinen Verstand, wie eine Hand, flach gegen Glas gepresst.Mama, keine Worte, nicht wirklich. Caelan war Meilen entfernt in der Zitadelle, zu jung, um so weit zu reichen, und doch streckte sich die Bindung dünn und verzweifelt über all diese Distanz, flackerte gegen die Ränder meines verblassenden Pulses, wie eine Kerze, die sich weigert, in einem Sturm zu erlöschen, der gebaut war, sie zu töten. Ich konnte ihm nicht antworten. Ich hatte keinen Atem übrig, außer für das Überleben, eine weitere Sekunde, und dann noch eine danach.Kaels Feuer brüllte irgendwo über mir, goldenes Licht blitzte gegen meine geschlossenen Augenlider, und darunter konnte ich Stahl hören, der auf Eis traf, in einem Rhythmus, zu schnell und zu gewaltsam, um viel länger anzuhalten.Der Leiter nimmt nicht nur vom Baby, erkannte ich, der Gedanke kam langsam und schwer durch den Nebel, der meinen Verstand er

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    Kaels PerspektiveElyras Puls flatterte einmal unter meinen Fingern, dünn wie der Flügelschlag einer sterbenden Motte, und das war die einzige Warnung, die ich brauchte, bevor jeder andere Gedanke in meinem Schädel zu Asche verbrannte.„Einer von euch beiden ist nicht, wer er vorgibt zu sein", sagte Rowan, und ich blickte nicht sofort auf. Ich konnte nicht. Meine Hände waren flach gegen Elyras Brustbein gepresst, zwangen Wärme zurück in Haut, die kalt wie Flussstein geworden war, beobachteten blaues Licht ihren Hals hinaufkriechen wie Frost, der eine Fensterscheibe erklimmt.„Kael." Rowans Stimme wieder, diesmal schärfer, mit etwas Kanten, das ich selten von ihm hörte. Alarm.Ich hob meinen Kopf.Die größere Wache lächelte.Ich hatte sechs Jahre neben diesem Mann gestanden. Ich hatte zugesehen, wie er einen für meine Schulter bestimmten Wolfsbannpfeil während der Grenzscharmützel abfing, hatte zugesehen, wie er verwundete Rekruten auf seinem eigenen Rücken vom Trainingsplatz trug, hat

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    Rowans PerspektiveDas Summen unter meinen Stiefeln stieg zu einem Schrei an.„Weg vom Altar!", schrie ich, bewegte mich bereits, griff bereits nach Elyras Arm, bevor mein Verstand fertig verarbeitet hatte, warum. Das verbrannte Spiralmuster auf dem Boden hatte begonnen zu leuchten, ein krankes, pulsierendes bernsteinfarbenes Licht, das durch haarfeine Risse im Stein nach oben blutete, als würde etwas darunter erwachen und den Deckel seines Sargs testen.Elyra bewegte sich nicht schnell genug. Das Licht erfasste sie in dem Moment, als sie über den äußeren Ring trat, und ihr ganzer Körper verkrampfte sich. Kein Stolpern, kein Zucken, sondern eine vollständige, gewaltsame Erstarrung, ihre Wirbelsäule bog sich nach hinten, ihr Mund öffnete sich um einen Laut, der nicht ganz ein Schrei war.„Elyra!" Kael war bereits dort, seine Arme fingen sie auf, bevor sie Stein traf, sein Schwert klirrte irgendwo hinter ihm, vergessen.Ich verschwendete keinen Atem damit zu fragen, was geschah. Ich kon

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    Selenes PerspektiveSie spricht die Schrift bereits.Die Worte wollten nicht aufhören, hinter meinen Augen zu kreisen, hielten perfekten Rhythmus mit den Hufen meines Pferdes, die durch das frostverkrustete Gestrüpp rissen. Kenneths zerstörte Stimme, seine milchblinden Augen, die zu nichts rollten. Der letzte ehrliche Satz eines Sterbenden, und irgendwie war ich die Einzige, die genau verstand, was er bedeutete.„Du bist still geworden", sagte Darian, ritt nah genug, dass sich unsere Steigbügel fast berührten. „Das ist bei dir nie ein gutes Zeichen."„Ich denke nach." Mein Kiefer schmerzte vom Anspannen. „Etwas, das du öfter versuchen solltest."Er ging nicht auf den Köder ein. Allein das sagte mir, wie weit wir beide von dem gefallen waren, was wir einst gewesen waren, der Version von uns, die eine Stunde damit verbracht hätte, Gift über etwas so Kleines auszutauschen.Vor uns ritt Kael an der Spitze der Kolonne, Elyra an seiner Flanke eingehakt, ihre Wirbelsäule gerade trotz der Stu

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